@Mick Ich denke, man muss sich mal von der Idee verabschieden, dass Arbeitgeber eine soziale Verantwortung haben. Jeder Arbeitgeber darf selbst entscheiden, wen er in seiner Firma beschäftigt. Und sollte da mal einer dabei sein, der mit Inkontinenz ein Problem hat, dann ist das eben der falsche Arbeitsplatz für den Inko.
@lalelu "Gesunder Menschenverstand" ist auch meiner Meinung nach eine ausgelutschte Formulierung, die oft dann benutzt wird, wenn eine Idee nicht ganz so gesund ist, aber durch die Formulierung aufgewertet werden soll. Ich beziehe mich lieber auf die Realität und sag dann "Das ist eben so." Außerdem: wer legt denn fest, was "gesund" ist?
Allgemein zum Thema Betriebsarzt: der unterliegt genauso der Schweigepflicht, wie jeder andere Arzt. Seine Aufgabe konzentriert sich vor allem auf die Frage: kann der Arbeitnehmer die ihm übertragenen Aufgaben ohne Gefahr für seine Gesundheit erledigen.
Mir fällt grad kein Grund ein, wo die Inko ein Hindernis sein sollte. Mir fallen aber mittlerweile etliche Gründe ein, wo Inko im Arbeitsleben sogar praktisch sein kann, nämlich überall da, wo eine Toilette nicht immer direkt erreichbar ist. Und die wenigen Jobs, die man mit Inko nicht machen kann - Bademeister zum Beispiel - die macht man dann eben nicht. Da muss man auch akzeptieren, dass das Leben eben so ist, wie es ist und man nicht alles machen kann.
Brillenträger müssen auch akzeptieren, dass ab einer gewissen Sehstärke der Beruf "Pilot" tabu für sie ist, um nur einen Beruf zu nennen.
Aber auf die ursprüngliche Frage zurück: ja, mit Windeln kann man problemlos zum Arzt. Das geht ohne Probleme. Man muss nur die eigene Scham überwinden. Aber man muss sich nicht dafür schämen, dass der Körper nicht 100 Prozent funktioniert. Das ist eben so. Da ist sie wieder, die Realität.




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