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Thema: Grundsatzfrage: Viel Pipi - Maxi & Co. nicht genug?

  1. #1
    Senior Member Avatar von Pimpernuckel

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    Grundsatzfrage: Viel Pipi - Maxi & Co. nicht genug?

    Ich stell das mal in den Raum, weil mir bei vielen Threads immer wieder auffällt, dass sich Leute richtig beklagen oder aufregen, wenn bestimmte, eigentlich sehr saugstarke Produkte ihnen nicht reichen. Insbesondere wundere ich mich oft, dass schon fast eine Art Wettrüsten bei den Nachtwindeln stattfindet und es trotzdem nach Meinung einiger "gerade so durch die Nacht" reicht. Entweder haben diese Leute 'ne Elefantenblase, trinken nur Bier und Kaffee (die ja entwässernd wirken), schlafen 16 Stunden oder irgendwas an dem Thema läuft an mir vorbei. Um dem ganzen mal eine Disskussionsgrundlage zu geben: Mit einer Abri M4 komme ich mindestens 10 Stunden zurecht, und das, obwohl ich wegen meiner krankheitsbedingten Nierenprobleme auch meine 3 Liter am Tag trinke und einiges davon auch abends. Wo liegt also ganz konkret dabei der Haken, dass andere Windelfreunde trotzdem mit der Saugkraft von BetterDry, Abri M4, ID Slip Super und so weiter immer noch unzufrieden sind?

    Pimpernuckel
    Geändert von Pimpernuckel (17.02.2016 um 11:56 Uhr) Grund: Tippfehler beseitigt
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  2. #2
    Senior Member Avatar von miccino

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    AW: Grundsatzfrage: Viel Pipi - Maxi & Co. nicht genug?

    Hallo Pimpernuckel,

    dann bin ich wohl einer mit so einer "Elefantenblase". Aufregen nein, aber beklagen darf ich mich schon mal wenn ich unzufrieden bin? Ich nutze zur Zeit für die Nacht entweder noch die alten Crinklz oder die Inspire. Zusätzlich lege ich in diese Windeln immer noch eine Abrilet maxi und zwei Pelzis mit rein und Du darfst mir schon glauben, dass so ein Paket bei mir nach 8-10 Stunden komplett geflutet ist. Ohne Windelhose darüber wäre mein Bett schon recht häufig nass. Krankheitsbedingt muss ich mir auch öfter mal einen Kortisonstoss setzen. Wenn das der Fall ist, dann hält so ein Windelpaket nicht mal 8 Stunden. Woran es liegt das so viel bei mir raus läuft kann ich Dir nicht sagen, nur eben das auch manche saugstärkere Windel nicht reicht.

    LG Micha

  3. #3
    Kvetinka
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    AW: Grundsatzfrage: Viel Pipi - Maxi & Co. nicht genug?

    Das liegt daran, dass die meisten die Windeln fluten, weil sie das vom Leben OHNE Windel gewohnt sind. Ohne Windel halten sie möglichst lange ein, um möglichst wenig Zeit für Toilettengänge zu verlieren. Das schafft natürlich nicht die saugstärkste Nachwindel und läuft aus, weil sie nicht riesige Flüssigkeitsmengen in sehr kurzer Zeit aufnahmen kann. Der Superabsorber reagiert (chemisch) einfach nicht so schnell. Stoffwindeln in ausreichender Menge wäre da sogar saugschneller.

    Nach ca 3-4 Stunden möchte ich meine nasse Windel wechseln, weil ich mich darin einfach nicht mehr wohl fühle.

    LG Kwjetka

  4. #4
    WBC Fördermitglied 2021 Avatar von Bongo

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    AW: Grundsatzfrage: Viel Pipi - Maxi & Co. nicht genug?

    hmmm, beschwert hab ich mich glaub nie drüber.
    aber als ich nachts getragen hab, hats ne ganze weile und viel ausprobieren gedauert, bis das saugvermögen bis morgens gehalten hat.
    am ende war es eine tena slip maxi mit 2 abrilets.
    und die hab ich nicht selten von bund zu bund nass bekommen.
    jetzt trage ich nachts nicht und stehe durchschnittlich 4 mal zum pinkeln auf (also manchmal öfter).
    bei mir is halt irgendwas nicht normal. keine ahnung was.
    hormone? *schulterzuck*
    die ärzte nehmen das nicht ernst (ich soll halt weniger trinken LOL).
    aufgrund dessen, dass es ja wohl keine befriedigende therapie dagegen gibt, verfolge ich das auch nicht gerade enthusiastisch weiter.
    klar nervt es abartig, dass ich eigentlich nur nach nem saunabesuch (also komplett dehydriert) einigermaßen gut die nacht durchschlafen kann.
    soll ich jetzt vor die nächste sbahn springen?



    imagine whirled peas ...

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  5. #5
    Senior Member Avatar von Pimpernuckel

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    AW: Grundsatzfrage: Viel Pipi - Maxi & Co. nicht genug?

    Zitat Zitat von miccino Beitrag anzeigen
    Krankheitsbedingt muss ich mir auch öfter mal einen Kortisonstoss setzen.
    Na als ich noch Unmengen Prednison genommen habe, musste ich auch öfter (und man wird auch verdammt horny von dem Zeug *g*), aber generell kann ich halt für mich nicht nachvollziehen, warum das bei vielen Leuten so scheinbar endlos flutet. Will es halt nur mal so für mich verstehen, ohen das jetzt in irgendeiner Richtung böse zu meinen.

    Pimpernuckel
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  6. #6
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    AW: Grundsatzfrage: Viel Pipi - Maxi & Co. nicht genug?

    Ich nutze die alte Crinklz mit zwei Robosorb Plus Einlagen und habe dieses Paket letzte Nacht zum Überlaufen gebracht. Da waren heute morgen 1,9l Urin drin... Ok, ich mache gerade eine Entgiftung und trinke dementsprechend viel, aber ich muss auch sagen, dass das Paket mir gerade mal unter der Woche so ausreicht und alle paar Wochen sogar ausläuft.
    Am Wochenende habe ich eh einen XXL Boster in der Crinklz, sonst ist das Bett nass...

    Liebe Grüße,
    Schimmi

  7. #7
    Senior Member Avatar von miccino

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    AW: Grundsatzfrage: Viel Pipi - Maxi & Co. nicht genug?

    Zitat Zitat von Pimpernuckel Beitrag anzeigen
    und man wird auch verdammt horny von dem Zeug *g*

    Pimpernuckel
    ahhh daher ;-)=) jetzt weiß ich endlich warum....
    Hatte ich auch nicht so aufgefasst dass Du das böse meinst. Aber auf Grund der anderen Antworten, kann ich mir zumindestens sicher sein, das ich keine "besondere" Blase habe. Wenn es anderen ebenso geht...warum auch immer...

    lg micha

  8. #8
    Kvetinka
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    AW: Grundsatzfrage: Viel Pipi - Maxi & Co. nicht genug?

    Zitat Zitat von Abri-fan Beitrag anzeigen
    dazu kommt das im schlaf ein hormon ausgeschüttet wird was die nierentätigkeit stark verringert damit man nicht nachts auf klo muss. ..
    Aber nicht bei jedem/jeder. Könnte da Medikamente nehmen, aber nicht jede/r will das!

  9. #9
    Tschacka
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    AW: Grundsatzfrage: Viel Pipi - Maxi & Co. nicht genug?

    Spannendes Thema!

    Ich komme mit den Windeln zur Nachtversorgung sehr unterschiedlich zurecht. Zur Tragedauer kann ich keine Angaben machen, da diese stark schwankt. Je nach Flüssigkeitsaufnahme, bzw. entsprechender Abgabe. Wobei ich auch den Punkt ab wann ein Wechsel nötig ist sehr unterschiedlich definiere. Ich greife gerne die M4 auf; nach zweimal einnässen hält die, bei mir, zuhause auch noch ein drittes Mal aus. Wobei hier das "Fluten" schon kontrolliert geschehen muss, eventuell im Liegen. Den größeren Schwachpunkt sehe ich hier eher in der, physikalisch, schwierigen Verteilung gegen die Schwerkraft. Sprich das Saugpolster hinten zu nutzen, ist im praktischen Gebrauch eher schwierig bis unmöglich. Zumindest ohne vorher schon irgendwo "ein Leck" zu haben.
    Weshalb mir die Produkte oft in der Saugkraft nicht reichen, ist halt mein DL-Dasein. Abends in der Bar bei paar Pils werde ich schon nach einmaligem Einnässen nervös. Zumindest ganz ohne Einlagen. Ein drittes Mal ist da, bei mir, aber definitiv nicht möglich. Auch nicht mit Einlagen. Bei zu vielen hab ich das "Leck" oft im vorderen Bereich, bei zu knapp bemessenen im hinteren Bereich. Und bevor ich dann auslaufe gehe ich lieber zu früh als zu spät wechseln.

    Mehr Saugkraft hilft mir nur in Verbindung mit besserer Verteilung. Wobei seit geraumer Zeit wirklich spannende Produkte auf dem Markt sind.


    tl;dr

    Vor ein paar Jahren hatte ich mit meiner damaligen Partnerin (aus dem Pflegebereich) genau zu diesem Thema ein "Streitgespräch". Konkret ging es um die Tena Slip Maxi (M). Ich sagte in etwa: für mich unverständlich, warum bei den saugstärksten Produkten schon beim zweiten Mal einnässen die Gefahr droht auszulaufen. Daraufhin entegegnete Sie lapidar in etwa: Die sind für die Nachtversorgung ausgelegt, nicht für zwei Beladungen.
    Bitte was!? Ich bin damals fast vom Glauben abgefallen. Dachte mir, kann doch nicht sein, dass Tena eine zweite Beladung nicht auf dem Schirm hat...

    Ihre Ausführungen (aus dem Gedächtnis):
    Die hatten damals auf einigen Stationen Tena Slips im Einsatz. Ganz konkret für tagsüber die Slip Plus (also die, die meiner Meinung nach gar nichts taugt) und nachts die Slip Maxi. Grundsätzlich muss ein Patient nach "Benutzung" unmittelbar mit einem frischen Produkt versorgt werden. In der Praxis sicherlich (aufgrund des Mangels an Pflegekräften) nicht immer so zu realisieren, nach (Pflege?*)Verordnung aber genauso vorgesehen. Sprich, das KH hätte schon alleine aus diesem Grund gar nicht vermitteln können eine 4L-Windel anzuschaffen, weil es dafür keinen Einsatz geben darf. Eine Windel zur Nachtversorgung wäre eben genau dafür da: die Nacht zu überstehen.
    Sie gab mir auch zu verstehen, dass mein Ansatz mehrmals einzunässen und die Tragedauer auszudehnen einfach nicht auf die "üblichen Benutzer"** übertragbar sei. Sprich: was ich als Spaß verstehe, wäre für die meisten Menschen die darauf angewiesen sind pure Qual. Und die Hersteller würde Spaßträger nicht in ihren Planungen berücksichtigen. Windeln mit höherem Saugvolumen sind teurer, werden in der Pflege nicht benötigt, wodurch die Hersteller ihre "Ausrüster-Verträge" an einen günstigeren Konkurrenten verlieren. (Wobei sie auch recht unverblümt zugab, dass in der Pflege, in diesem Punkt, eh nicht wirklich interessiert was der Patient will/braucht/verlangt, sondern was das Pflegepersonal und die Zahlendreher eben als "gut" erachten)

    *Bin mir nicht sicher welche Verordnung hier gemeint war. Wenn jemand mehr weiß?

    **Üblicher Benutzer = medizinische Notwenigkeit (ganz ohne Vorliebe, Fetisch etc.).

    Damals hatte ich ein wenig in Inko-Forum rumgesurft, weil ich ihre Ausfügrungen anzweifelte. Erstaunlich viele (männliche) Betroffene wählten lieber ein Urinalkondom. Ob das repräsentativ war, bzw. ob sich da vielleicht sogar was geändert hat, darf gerne mal recherchiert werden.

  10. #10
    Senior Member Avatar von Pimpernuckel

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    AW: Grundsatzfrage: Viel Pipi - Maxi & Co. nicht genug?

    Zitat Zitat von Tschacka Beitrag anzeigen
    Vor ein paar Jahren hatte ich mit meiner damaligen Partnerin (aus dem Pflegebereich)

    (...zweckmäßig abgeschnippelt, Originalbeitrag lesen!...)
    Nun ja, letzten Endes, ohne deiner ex-Partnerin da was Negatives andichten zu wollen, sind das eben wieder diese theoretischen Lehrbuchansichten, die in der Praxis nicht durchzuhalten sind. Selbst in Krankenhäusern wird nicht immer gleich gewechselt, weil das Pflegepersonal ja auch mal was Anderes zu tun hat. Gleiches könnte man sicher für ambulante Pflege sagen - ist die Schwester gerade nicht da und Oma kann sich nicht selbst frisch wickeln, muss sie eben warten, bis sie wieder dran ist. Ähnliches für andere Betroffene wie bestimmte Rollifahrer. Man könnte das noch ein ganzes Weilchen fortsetzen. Auf jeden Fall werden bei sowas immer die mobilen Patienten ausgeklammert und das ist meiner Meinung nach eben auch der Punkt, wo es am meisten hakt. Wenn man unterwegs ist, zu Hause und auf Arbeit seinen Tätigkeiten nachgeht, kann man sich eben nicht aller Nasen lang frisch wickeln und braucht halt schon Podukte, wo man auch mal ein paar Stunden unterwegs sein kann, ohne sich da Gedanken über Auslaufen machen zu müssen. Zudem hat man ja trotz allem immer noch das Problem, dass die normale Regelversorgung von der Kasse quotiert ist. Deshalb ließe sich diese ständige Wechselei gar nicht durchziehen. Hier prallen eindeutig Theorie und Realität aufeinander.

    Pimpernuckel
    Geändert von Pimpernuckel (18.02.2016 um 11:04 Uhr) Grund: Tippfehler beseitigt
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  11. #11
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    AW: Grundsatzfrage: Viel Pipi - Maxi & Co. nicht genug?

    Meiner Meinung nach hängt das ganze mit dem Superabsorber zusammen. früher wurde viel mehr hochqualitativer Zellstoff verwendet, der auch viel konzentrierten Urin saugt, heute nimmt man lieber billigeren Zellstoff (kommt sehr auf die Holzsorte an, wieviel solche Fasern saugen können), dafür umso mehr Superabsorber, daher kommen auch die ganzen theoretischen Saugstärken von mehreren Litern. Als Mann kann ich die Windel hinten, wo viel Fläche ist, einfach nicht fluten (früher, bei den ganz alten full matted Attends ging das noch!), deshalb ist dieses Saugpolster für mich zwar sehr bewuem, aber an und für sich unnütz. Urin ist halt kein destilliertes Wasser, deshalb kann der Superabsorber einfach nicht soviel aufnehmen und saugt dementsprechend weniger. Auch die Aufnahmegeschindigkeit liegt noch immer weit unter der von Zellstoff, weshalb es häufig zum Überlaufen kommt, obwohl die Windel theoretisch noch was saugen könnte.
    Auch die Ausrede, daß fetischorientierte Leute sich zu schwallartig entleeren gilt nicht. Demente Personen mit intaktem Blasenmuskel entladen sich genauso schwallartig. Und auch Babys tun das. hab ich letzten Sommer erst erlebt. Eine Freundin nimmt ihrem Knirps in der Sommerhitze die Windel ab und legt ihn auf den Rücken auf die Dekce in der Wiese, und keine Minute später schwallt der kleine ein Achterl auf einen Sitz heraus.

    Es sollte auch wieder besserer Zellstoff verwendet werden, andererseits könnte man bei einigen Produkten auch durchaus mehr davon nehmen. Wenn ich mich daran erinnere, wie die allerersten Molicare Super Plus ausgesehen haben, da kann sogar eine MyDiaper dagegen einpacken gehen. Und die ganz alten Attends (aus den frühen 90ern) hatten da mehr zu bieten, vor allem hatten sie ein wesentlich größeres Saugflies, welches die Flüssigkeit schön verteilen konnte. Heute sind bei den Meisten Windeln ja die Saugfliese eher knapp gehalten, was wirklich kein Vorteil ist. Einerseits bringt es den Leuten, die auf Diskretion bedacht sind, nichts, weil es nicht mehr einen fetten Hintern macht, sondern konkret eine Windel vermuten läßt, andererseits liegt bei Männern ein gewisses Teil mal so , mal so, ind nicht immer in der idealen Position. Da helfen dann auch die achso tollen (und heute auch nicht mehr so straffen) Auslaufbarrieren nichts mehr, wenn das Ding genau Richtung Südosten zeigt, dann gibts Probleme.

    Zusätzlich kommt noch der Schnitt dazu, es wird zwischen den Beinen an Länge gespart, was keinen perfekten Sitz mehr ermöglicht, zumal der Durchschnitt der Bevölkerung ja nicht unbedingt dünner wird und dort eigentlich wegen der dickeren Oberschenkel mehr Meter bräuchte.

    UND dann kommt noch dazu: Die Qualitäts-Sicherung schert sich nur mehr um Normen wie die ISO 9000, die eigentlich für die Rückverfolgung von Problemen in der Automobilindustrie eingeführt wurde. Für die meisten anderen Bereiche ist sie eher kontraproduktiv. Vor allem werden die Produkte nicht mehr real getestet. Unlängst hatte ich erst eine Packung Molicare Super Plus (aus dem Sanitätsfachhandel, also keine zweite Wahl oder so), da war das ganze Saugflies um 1,5 cm seitlich verschoben und es befand sich eine beträchtliche Menge an scharfkantigen Superabsorberkörnchen außerhalb vom Flies, hätte ein Qualtitätsverantwortlicher die wirklich getestet, hätte die ganze Charge gesperrt. Vielleicht liegt es daran, daß man sich Rückmeldungen von Pflegeheimen holt, wo die dementen Insassen sich nicht artikulieren können, daß die Windel unbequem sitzt und dazu auch noch kratzt, anstatt daß das Produkt an gesunden und frei sprechenden Menschen ausprobiert wird. Man vertraut lieber auf die Ergebnisse aus dem Labor, die aber nie den Anforderungen der Realität entsprechen. VW läßt grüßen. Und nicht nur die, da gibts haufenweise andere Firmen, die nur das Labor entscheiden lassen.

    Mein Traumjob wäre ja in einer Entwicklungsabteilung, wie ich ihn ja schon mal erfolgreich hatte, allerdings war das im Hardwarebereich und die Firma wurde kurz darauf funsioniert und unsere Abteilung nach China ausgelagert. Da läßt die Dividende grüßen, die ja heutzutage auch wesentlich mehr zählt als die Kundenzufriedenheit bzw. die produzierenden Mitarbeiter. (Soll ich noch erwähnen, daß die Chinesen das Werkl natürlich an die Wand gefahren haben?)

    Es mangelt also an mehreren Ecken, welche einerseits in immer weniger zusätzlichen Profit bringenden Einsparungen liegen, andererseits an der Qualitätssicherung, die zwar toll behaupten kann, daß sie ISO-Normen streng einhält, was aber nur besagt, daß sie Scheiße produzieren, das aber garantiert und dokumentiert, vom obersten Chef bis zur letzten Putzfrau hinunter.

    So, ich hoffe, ich habe jetzt einen schönen Überblick über die Verhältnisse gegeben und bitte alle, sich noch viel mehr über mangelnde Produktqualität aufzuregen, egal, um was für ein Produkt es sich handelt. Es gab ja früher auch gute Teile, die ewig hielten! (meine kleine Eudora Waschmaschine ist 40 Jahre alt und brauch jetzt nach den Entsalzungsschläuchen mal eine neue Tür-Trommel-Dichtung, mein VW-Golf IV ist Baujahr 98 und hat bei 150.000 km bis jetzt nur Verschleißteile wie Auspuff, Bremsen oder Stoßdämpfer gebraucht. Auch mein kleines Samsung Klapphandy von 2007 funktioniert noch einwandfrei, dabei ist sogar noch der Akku original! ES GEHT JA!!!)

    Also, aufregen und nicht nachgeben!

    LG, Plumps
    Geändert von Plumps_Wien (19.02.2016 um 00:41 Uhr)

  12. #12
    Kvetinka
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    AW: Grundsatzfrage: Viel Pipi - Maxi & Co. nicht genug?

    Zitat Zitat von Pimpernuckel Beitrag anzeigen
    Zudem hat man ja trotz allem immer noch das Problem, dass die normale Regelversorgung von der Kasse quotiert ist. Deshalb ließe sich diese ständige Wechselei gar nicht durchziehen. Hier prallen eindeutig Theorie und Realität aufeinander.
    Gerade MDK und Kassen argumentieen mit der Kapazität einer Windel, nach jedem Einnässen wechseln ist deshalb nich drin, auch wenn das in den Pflegerichtlinien stehen sollte. Das ist ja wohl auch eher Erziehung, dass man sich ineiner nassen Windeln unwohl fühlen muss, nicht medizinische Notwendigkeit. Bei Kinden wird ja auch nicht nach jedem Pubs oder Einnässen die Windel gewechselt.

    Wäre es nicht möglich, die Windeln langsam bei halber Blasenfüllung zu befüllen? Aber das hängt wohl davon ab, dass nicht inkontinente Gesunde bis zuletzt auf den Toilettengang warten, mit dem Ziel möglichst selten das WC aufzusuchen. Das packt natürlich keine Windel.

    LG Kwjetka

  13. #13
    Senior Member Avatar von Pimpernuckel

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    AW: Grundsatzfrage: Viel Pipi - Maxi & Co. nicht genug?

    Zitat Zitat von Kvetinka Beitrag anzeigen
    Gerade MDK und Kassen argumentieen mit der Kapazität einer Windel
    Ja, klar. Die drehen sich das, wie es ihnen gerade am besten in die Argumentation passt und das Ende vom Lied ist eigentlich immer, dass man der Gelackmeierte ist. Wenn man sich nur auf die Kassenwindeln verlässt, ist man im Prinzip imemr chronisch unterversorgt. Zu wenig Saugkraft, unzureichende Stückzahlen.

    Pimpernuckel
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  14. #14
    Kvetinka
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    AW: Grundsatzfrage: Viel Pipi - Maxi & Co. nicht genug?

    Ich sehe den Trend, dass Inkoversorgung aus der Kassenleistung rausfliegt, wie Brillen, Zahnersatz oder Erkältungsmittel. Solange der Wettbewerb stimmt, könnte es per saldo sogar für alle Beteiligten günstiger kommen. Wenn bei Schrottwindeln ständig bei mir die Waschmaschine laufen würde wegen nasser Kleidung, kämen mir die Kassenwindeln sogar teurer.

  15. #15
    Senior Member Avatar von Pimpernuckel

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    AW: Grundsatzfrage: Viel Pipi - Maxi & Co. nicht genug?

    Zitat Zitat von Plumps_Wien Beitrag anzeigen
    bitte alle, sich noch viel mehr über mangelnde Produktqualität aufzuregen, egal, um was für ein Produkt es sich handelt.
    Naja, da müsste man wieder das viel diskutierte Thema "Obsoleszenz" reden und einige Punkte fasst dieser Artikel eigentlich gut zusammen:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...a-1076735.html

    Früher ging Zeug auch kaputt, es ging eben nur anders kaputt. Der eigentlich Punkt ist wohl eher, dass heutzutage vieles so schlecht reparierbar ist, weil es billig produziert wird. Da wird geklebt anstatt geschraubt, andere Materialien verwendet, alles miniaturisiert, was geht. Zusätzlich wird heute bei der Konstruktion schon vieles (über-)optimiert. Wenn du aus dem Bereich kommst, weisst du ja, wie sich über Finite-Elemente-Analysen Materialstärken auf den Punkt genau berechnen lassen. Heute baut eben keiner mehr zusätzliche Reserven ein, wenn sie nicht irgendeine Vorschrift erfordert.

    Spezifisch zu Windeln würde ich das ähnlich sehen, wie du. Leider wird immer mehr mit Superabsorber rumgemanscht. Dabei sehe ich die absolute Einsparung an Zellulose noch nichtmal so kritisch, aber die Balance aus physikalischer Verteilung und chemischer Bindung haut bei vielen Produkten einfach nicht hin und deswegen funktionieren sie nicht. Das merkt man dann auch, wenn man richtige Schmierschichten vom SAP auf der Haut hat, weil er in zu wenig Zellstoff liegt. Polstergröße ist sicher Geschmackssache Zum Rest kann ich nicht viel sagen, weil ich ja erst ein paar Jahre dabei bin. Mal 'ne Windel, die beim Anlegen schon 3cm dick ist, zu haben, wäre aber sicher interessant.

    Pimpernuckel

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Kvetinka Beitrag anzeigen
    rausfliegt, wie Brillen, Zahnersatz oder Erkältungsmittel.
    Da ist nix rausgeflogen. Man kann auch heute noch Brillen auf Kasse kriegen, nur der Weg dahin ist schwerer geworden. Genau so beim Zahnersatz. Erkältungsmittel sind ein anderes Thema. Per Definition ist ja "Erkältung" kein eigenes Krankheitsbild und viele der Mittelchen sind keine "richtigen" Medikamente.

    Pimpernuckel
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  16. #16
    Kvetinka
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    AW: Grundsatzfrage: Viel Pipi - Maxi & Co. nicht genug?

    Zitat Zitat von Pimpernuckel Beitrag anzeigen

    Da ist nix rausgeflogen. Man kann auch heute noch Brillen auf Kasse kriegen, nur der Weg dahin ist schwerer geworden. Genau so beim Zahnersatz. Erkältungsmittel sind ein anderes Thema. Per Definition ist ja "Erkältung" kein eigenes Krankheitsbild und viele der Mittelchen sind keine "richtigen" Medikamente.
    Wir ist nicht klar, inwiefern sich eine Windel von Damenbinden, Papiertaschentüchern oder Hautcreme unterscheidet, die man auch selber bezahlen muss?

    Bei Brillen kenne ich mich aus, da ich Bekannten haben, der wegen einer spezifischen Augenerkrankug ständig neue Brillen benötigt, aber es muss eben begründet werden, ist mehr Arbeit.

    LG Kwjetka

    PS: Hätte ich den Platz zum Trocknen, würdeich Stoffwindeln zumindest nachts verwenden oder zu Hause. Stoff zerbröselt nicht, ist auch formstabil, wenn an sich herumgespielt wird.

  17. #17
    Senior Member

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    AW: Grundsatzfrage: Viel Pipi - Maxi & Co. nicht genug?

    Ich denke, das liegt an der Paßform (die können doch ziemlich unterschiedlich sein) und der Machart (Zellstoffmenge) der einzelnen Produkte. Ich komme z.B. am Tag sehr gut mit Tena (Super, evtl. Maxi) aus, in der Nacht neigen die aber bei mir zum Auslaufen an der Seite. Da ich das überhaupt nicht gebrauchen kann, habe ich herumprobiert und festgestellt, daß nachts bei mir Abri sehr gut funktioniert, früher auch Euron, die hatte ich aber schon lange nicht mehr.

  18. #18
    abdelgamal
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    AW: Grundsatzfrage: Viel Pipi - Maxi & Co. nicht genug?

    Zitat Zitat von Kvetinka Beitrag anzeigen
    Wir ist nicht klar, inwiefern sich eine Windel von Damenbinden, Papiertaschentüchern oder Hautcreme unterscheidet, die man auch selber bezahlen muss?
    Im Regelfall werden Windeln bei ärztlich bestätigter Inkontinenz verschrieben, welche aufgrund einer Krankheit oder einer sonstigen medizinisch begründeten Problematik besteht. Regelblutungen, laufende Nasen oder trockene Haut sind keine Krankheiten, für deren Behandlung die Hilfsmittel von der Krankenkasse übernommen werden müssten.

  19. #19
    Kvetinka
    Gast

    AW: Grundsatzfrage: Viel Pipi - Maxi & Co. nicht genug?

    Zitat Zitat von abdelgamal Beitrag anzeigen
    Im Regelfall werden Windeln bei ärztlich bestätigter Inkontinenz verschrieben, welche aufgrund einer Krankheit oder einer sonstigen medizinisch begründeten Problematik besteht. Regelblutungen, laufende Nasen oder trockene Haut sind keine Krankheiten, für deren Behandlung die Hilfsmittel von der Krankenkasse übernommen werden müssten.
    Nur wird sich die Gesellschaft in Zeiten knapper Kassen und des demographischen Wandels nicht mehr leisten wollen, Ende der Vollkaskomentalität. Man kan auch sagen, es ist eine teilweise normale Alterserscheinung. Für Altersgebrechlichkeit gibt es auch keinen Schwerbehindertenstatus mehr.

    Meiner Meinung nach nur eine Frage der Zeit, wann es aus dem Leistungskatalog herausfliegt. Aber da ist man selber schuld, wenn man sieht, was vorher auf Ebay vertickt wurde.

  20. #20
    Senior Member Avatar von Pimpernuckel

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    AW: Grundsatzfrage: Viel Pipi - Maxi & Co. nicht genug?

    Inkontinenz ist keine Alterserscheinung. Die diversen Schließmuskeln haben kein Ablaufdatum genau so wie dein Herz. Herzinfarkt und Schlaganfall sind ja auch keine Alterserscheinung, sondern entweder Zeichen schlechten Lebensstils oder Folge echter physiologischer Ursachen. Deswegen würde man einem Kettenraucher aber trotzdem nicht die Medikamente auf Kasse verweigern... Aus der Nummer mit der Inko kommen die Kassen nicht so leicht raus, weil es auch Behinderte, Unfallgeschädigte und 'ne ganze andere Menge Leute betrifft.

    Wo man vielleicht ansetzen kann, sind die diversen Formen von Tröpfelinko und leichter Inko, aber hier regelt sich das ja auch jetzt schon teilweise von selbst: Die Leute kaufen ihre Einlagen im Drogeriemarkt und nicht im Sanitätshaus, weil sie dort zu teuer sind. Letzteres nicht mal wegen der Stückpreise, sondern der verpflichtenden Abnahmemenge, an die man mit einem Rezept gebunden ist und die man vielleicht dann doch nicht braucht. Hab schon solche Gespräche mitbelauscht. Bei schweren Formen von Inkontinenz greift aber definitiv die medizinische Indikation und nach derzeitiger Gesetzeslage sind ide Kassen da in der Pflicht. Klar kann sich das ändern, aber auch hier ist der Gesetzgeber verpflichtet, Ausgleich zu schaffen, also Zuschüsse z.B. für Hartz IV Empfänger. So einfach ist es nun auch wieder nicht für die Kassen, ungeliebte Kosten abzuschaffen.

    Pimpernuckel
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