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Thema: Research: Environmental Shaping Theory of ABDL

  1. #1
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    Post Research: Environmental Shaping Theory of ABDL

    Hallo liebe ABDLs,

    Dieses Thema geht mal wieder etwas in Richtung der Frage nach dem "Warum" bzw. "Woher kommt das ABDL Interesse/Verhalten". Ich weiß, da gab es schon eine nicht geringe Anzahl an Diskussionen.
    Ich kann alle verstehen, welche die Frage nach dem Ursprung ihrer Leidenschaft nicht suchen möchten oder sie einfach akzeptieren. Ich selbst habe ein paar große Vorstellungen bzw. Ideen woher das bei mir stammen könnte, aber wirklich wissen tue ich es nicht und mir persönlich ist es nicht genug es einfach zu akzeptieren, sondern ich will es verstehen.

    Dazu habe ich mittlerweile eine gute Anzahl an psychologischen Veröffentlichungen gesammelt und gelesen und bin bei einer relativ neuen (2018) auf eine sehr interessante Theorie gestoßen. Wer auch mal einen Blick in das Paper "Etiological Perspectives of ABDL Behavior from Members of an Online ABDL Community" werfen möchte, hier der Link: https://scholarworks.waldenu.edu/dissertations/6216/

    Wie der Titel (Research) schon suggeriert, möchte ich mit diesem Thema eine Diskussion über den aktuellen Forschungsstand zu – „uns“ – anstoßen.
    Ich habe das Gefühl, das gerade die neuere Paper von Brian Zamboni einen guten Beitrag dazu leisten, das ABDL nicht mehr als „Mental Health Issue“ bzw. „krankhafte“ Paraphilie gesehen wird.

    Das oben erwähnte Paper geht in die gleiche Richtung, legt aber der Focus auf den Ursprung und Entstehung von ABDL Verhalten. Zur abschließenden Theorie des Forschers: "Environmental Shaping Theory of ABDL"

    Diese sagt aus, das ABDL weder genetischen noch biologischen Ursprung hat, sondern auf Umwelt- und Kontextfaktoren basiert. D. h. man wird nicht als ABDL geboren, sondern meist tragen Umwelteinflüsse aus der frühen Kindheit zur Formung des ABDL Interesses bei.
    Das ist jetzt sehr stark verkürzt, ganz ausführlich erklärt ist die Theorie auf Seite 59/60 des Papers und wie er zu dem Ergebnis kommt, begründet er auf den Seiten davor, …

    In dem Paper sind sehr viele interessante Thesen drin, aber ich würde erst mal mit einer anfangen:
    > ABDL ist eine Paraphilie und Paraphilien sind an eine Kultur gebunden.
    > Also im Sinne … eine Kultur die keine Windeln verwendet, kann keine DL’s hervorbringen.
    Anders herum bedeutet das ja dann auch … eine Kultur in der, der Umgang mit Windeln „entspannter“ ist, ist die Wahrscheinlichkeit bzw. die Anzahl der ABDL größer.
    Das bestätigt so ein bisl mein Gefühl, das es im Englischsprachigen Raum, relativ zur Bevölkerung sehr viel mehr ABDL gibt als im deutschsprachigen Raum.

    Wie denkt ihr darüber?

  2. #2
    Senior Member Avatar von windelente

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    AW: Research: Environmental Shaping Theory of ABDL

    Hi,

    ich sehe AB/DL als kleine Schwester von trans*. Interssant ist ja auch, das einer der Doktorväter auch an folgender Arbeit mit beteiligt ist:

    TRANSGENDER INDIVIDUALS AMONG AN ABDL ONLINE COMMUNITY 2

    https://www.google.de/url?sa=t&rct=j...Qeszv6IiWphUme
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  3. #3
    Senior Member Avatar von Pimpernuckel

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    AW: Research: Environmental Shaping Theory of ABDL

    Zitat Zitat von dJonas Beitrag anzeigen
    > ABDL ist eine Paraphilie und Paraphilien sind an eine Kultur gebunden.
    > Also im Sinne … eine Kultur die keine Windeln verwendet, kann keine DL’s hervorbringen.
    Naja, das ist ja nix neues. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab's ja auch noch kein Gummi, als kann's auch keine Latexfetischisten gegeben haben. *g* Hab's mal kurz überflogen, aber abgesehen von ein paar Binsenweisheiten im Sinne von "Deine Mutter hat's schon immer gewusst." kann ich da nicht wirklich viel Neues finden. Die Studie hat auch insofern methodische Schwächen, da die direkte Frage nach einer eigenen Einordnung selten eine schlüssiges Ergebnis bringt. Hier hätte man meiner Meinung nach viel stärker hinterfragen müssen, wie ABDL von den Studienteilnehmern auch effektiv ausgelebt wird. Ich werd auch das Gefühl nicht los, dass trotz gegenteiliger Behauptung immer dieses alte Ding von Kindheitstrauma/ Schlüsselerlebnis mitschwingt, was eigentlich nur zeigt, wie ratlos und ahnungslos die forschende Wissenschaft weiterhin ist, was Paraphilien und Fetische angeht. Sicher ist zu begrüßen, dass die Studie zumindest keine voreiligen negativen Schlüsse zieht, aber wirklich revolutionäre Erkenntnisse liefert sie auch nicht.

    Zitat Zitat von dJonas Beitrag anzeigen
    Anders herum bedeutet das ja dann auch … eine Kultur in der, der Umgang mit Windeln „entspannter“ ist, ist die Wahrscheinlichkeit bzw. die Anzahl der ABDL größer. Das bestätigt so ein bisl mein Gefühl, das es im Englischsprachigen Raum, relativ zur Bevölkerung sehr viel mehr ABDL gibt als im deutschsprachigen Raum.
    Ob das nun wirklich entspannter ist? Wirklich offen für bestimmte Spielarten sind ja z.B. viele Amis auch nicht aufgrund ihrer zwiespältigen moralischen Vorstellungen. Ich erinnere nur an den Ärger, den beispielsweise ABU und Tykables immer mal wieder haben, und die betreiben kein Bordell, sondern verkaufen nur das Zubehör. Ich halte das nicht für eine treffende Aussage. Nur, weil man gefühlt im Internet den einen oder anderen häufiger offenherzig sieht, sagt ja nix über die generelle Wahrnehmung von anderen aus. Da muss man aufpassen, dass man nicht zu sehr in seiner eigenen Blase denkt. Vieles hat für mich auch viel mit einem weiter gefassten kulturellen Kontext und z.B. Verfügbarkeit von Produkten zu tun. Liegen die Buxen in jedem Supermarkt im Regal und du musst nicht ins Sanitätshaus rennen, fällt ja schon mal eine kleine Schamhürde weg. Genau deswegen wird ja unter anderem auch in anderen Ländern viel offener mit Inkontinenz umgegangen. Für mich sind es also eher viele solche kleine Bausteine.

    Ich würde deswegen aber nie sagen, dass es darum einfacher wäre oder es anderswo mehr ABDLs gäbe. Wäre das so, wäre auch jeder Versuch, ABDL irgendwie rational und wissenschaftlich erklären zu wollen, völlig überflüssig, weil es dann genaue Muster und Trigger geben müsste, die zur Entwicklung dieser Verhaltensweisen führen und man sich seinen Fetisch quasi gezielt aussuchen und antrainieren könnte. Genau die gibt es aber nicht und ich glaube auch nicht, dass das auf absehbare Zeit gelingt. Dazu sind die Spielarten innerhalb des ABDL-Überbegriffs noch viel zu unterschiedlich. Es gibt faktisch nicht den prototypischen ABDL und jeder Versuch einer Klassifizierung ist eigentlich wie ein Wollknäuel, aus dem immer wieder neue Fäden hervorkommen. Ich glaube eher, dass es wie bei jeder anderen Spielart einfach eine gewisse Menge an Leuten gibt, die aber nicht genau messbar sind, weil nicht jeder offen damit umgeht. Hier könnte man sogar wieder auf die Studie zurückkommen, weil sehr wahrscheinlich ja da auch nur Leute drin auftauchen, die kein Problem damit haben.

    Pi
    Geändert von Pimpernuckel (20.02.2019 um 18:05 Uhr)
    Ada, ada! Haba umu mimu?
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    24/7 in Windeln

  4. #4
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    AW: Research: Environmental Shaping Theory of ABDL

    Zitat Zitat von Pimpernuckel Beitrag anzeigen
    Die Studie hat auch insofern methodische Schwächen, da die direkte Frage nach einer eigenen Einordnung selten eine schlüssiges Ergebnis bringt. Hier hätte man meiner Meinung nach viel stärker hinterfragen müssen, wie ABDL von den Studienteilnehmern auch effektiv ausgelebt wird.
    Naja, ... das wird ja ganz am Anfag schon erläutert, dass der Forscher nur auf den Ursprung des ABDL Interesses eingehen will, weil sich Hawkinson und Zamboni in "A Qualitative Exploration of Adult Baby/Diaper Lover Behavior From an Online Community Sample" schon mit der Klassifikation der ABDL Community und das Ausleben der Leidenschaft beschäftigt haben. Gefragt wurde ja explixit nach der eigenen Einschätzung und der Einschätzung der Mehrheit der ABDLs in der Community. Die Grenzen der Arbeit sind ja alleine schon durch die Durchführung einer anonymen Online Umfrage, bei der doppelteilnahme/ falschangaben nicht ausgeschlossen ist, klar. Schreibt er aber auch und führt sogar noch aus, dass viele der Teilnehmer eine genaue Vorstellung vom Ursprung ihrer ABDL Leidenschaft haben und diese an ein Vorkommnis knüpfen, welches aber den wirklichen Ursprung verschleiert.

    Zitat Zitat von Pimpernuckel Beitrag anzeigen
    Vieles hat für mich auch viel mit einem weiter gefassten kulturellen Kontext und z.B. Verfügbarkeit von Produkten zu tun.
    Bin ich voll bei dir. Das die Amis in einem Zwiespalt in ihren moralischen Vorstellungen leben ist ja bekannt. Ich meinte mit dem entspannteren Umgang auch eher nicht ABDL spezifische Themen, wie dass es sowas wie die DryNites zuerst dort im Supermarkt gab. Ich sehe jetzt auch bei befreundeten Eltern, dass es fast ein Wettkampf ist, welches Kind zuerst Toilettentrainiert ist und jeder Rückfall ist gleich ein Thema für den Kinderartz. Aber das ist wohl etwas zu generalisierend.

    Zitat Zitat von Pimpernuckel Beitrag anzeigen
    Wäre das so, wäre auch jeder Versuch, ABDL irgendwie rational und wissenschaftlich erklären zu wollen, völlig überflüssig, weil es dann genaue Muster und Trigger geben müsste, die zur Entwicklung dieser Verhaltensweisen führen und man sich seinen Fetisch quasi gezielt aussuchen und antrainieren könnte. Es gibt faktisch nicht den prototypischen ABDL und jeder Versuch einer Klassifizierung ist eigentlich wie ein Wollknäuel, aus dem immer wieder neue Fäden hervorkommen.
    Mit der Aussage tue ich mich jetzt schwer, ... Natürlich gibt es keinen Prototypen ABDL und auch nicht den einen Trigger der jemanden zum ABDL macht. Dass liegt ja alleine schon daran, dass wir alle Individuen mit verschiedenem Sozialem Umfeld, Wertevorstellungen und Erziehungen sind. Die Studie sagt doch auch garnicht, dass es den einen oder anderen Trigger gibt. Sie sammelt die Einschätzungen von einer Teilmenge der ABDL Community und klassifiziert diese. Und dabei kommt sie ja auch zu dem Schluss, das Traumata in der Kindheit eher schwach räpresentiert als Ursprung angeführt werden. Alleine das finde ich einen guten Schritt in die richtige Richtung, wo gerade ältere Veröffentlichungen hauptsächlich klinische Parienten untersuchen, die neben anderen mentalen Erkrankungen auch eine ABDL Neigung aufweisen.

    Du spricht aber einen Punkt an, bei dem ich ein Problem mit der Studie habe. Den Punkt dass "man sich seinen Fetisch quasi gezielt aussuchen und antrainieren " bzw. auch abtrainieren könnte. In der Studie wird relativ am Ende, gerade eine sexuelle Ausprägung des AB/DL, eher als sexuelles Interesse, welches veränderbar ist, und nicht als sexuelle Orientierung bzw. Identität eingestuft. Das wiederspricht dann auch @windelente

    Zitat Zitat von windelente Beitrag anzeigen
    ich sehe AB/DL als kleine Schwester von trans*.
    Von einigen Berichten hier im Forum aber auch aus anderen und aus eigener Erfahrung glaube ich nicht, dass man die ABDL identität ablegen/abtrainieren kann.

  5. #5
    Senior Member Avatar von Alpha-Wolf

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    AW: Research: Environmental Shaping Theory of ABDL

    Ich äußere mich mal auch zum Thema, weil ich mich natürlich auch einst gefragt habe, warum stehe ich drauf?

    Trigger / Auslöser? Ja, die muß es doch geben, ansonsten würden wir ja nicht so handeln! Trauma aus der Vergangenheit? Ja und nein.


    Mein persönliches Beispiel zwecks etwas Vertiefung und als meine eigene Antwort zur Frage:

    ich wurde mit bereits mit gut einem Jahr trocken (1977) - aber nicht wegen extremer Trockenheitserziehung meiner Eltern, sondern weil es einfach so war. Es gab in dem Zeitraum ein Schlüsselerlebnis, an was ich mich bis heute exakt erinnern kann. Das Trockensein ging zu schnell, mir fehlte die Windel als Sicherheit / das Gefühl der Geborgenheit. Sowohl bewußt als auch unbewußt.

    Also habe ich noch Windeln aus dem Schrank gemopst (auch wenn ich sie nicht selber angelegt habe, sondern eher zerflückte). Als diese dann augrunddessen entfernt wurden, fehlten sie also noch mehr. Anschließend simulierte ich dann noch circa 2 Jahre Windeln mit Kleidungsstücken, bis ich erwischt wurde. Dann war`s das bis zum Jugendalter.

    Dazu kamen kurze Zeit später noch verstärkene Faktoren - in meinem Fall der damalige unwiderstehliche Geruch von Baby-Puder und Creme seiner Zeit, was sich beim Wickeln der Artverwandten auch noch zusätzlich im Kopf festbrannte. Dann noch schlichtergreifend die Optik und Farbe einer Windel als weiteren Bezugswert dazu. Wenn in meiner Umgebung, als ich praktisch selber noch hätte Windeln anhaben können, andere Kids welche trugen, war ich jedesmal neidisch. Und die Verbindung dazu als "Kind sein", "klein sein", harmlos und unbeholfen usw. kommt wohl auch auch dazu...


    Also ist bei mir letztlich schon recht früh eine Art "Auf Entzug" enstanden - und das Belohnungssystem im Gehirn macht später auch seine Arbeit - was bei Befriedigung jeder Art bekannlicherweise Glückshormone ausschüttet - spätestens dann, wenn Gelegenheit entsteht, also z. B. wenn man selber shoppen kann.

    Studien, Untersuchungen usw.? - ich habe schon die Antwort darauf gehabt, als ich gerade so eben sprechen und denken konnte. Das war mir bereits mit ein bis zwei Jahren klar, dass und warum ich darauf stehe - inklusive was der Auslöser war.

    In meinem Fall habe ich also noch Erinnerungen daran. Eine feste Verknüpfung. Das dürfte auf die meisten anderen Fetischisten nicht zutreffen. Da kommen eher andere Günde ins Spiel. Personenkontakte, sexuelle Erfahrungen, alternative Lebensansichten als Brücke dahin usw....


    Kein Wissenschaftler, Seelenklempner oder sonst wer, kann klären, wieso weshalb warum! Jeder Mensch hat seine individuelle Geschichte und Ursache dazu.

    Mir ist es schon inzwischen aber lange egal, warum ich der Leidenschaft einst verfallen bin. Stattdessen genieße ich es noch, so lange ich es kann und will.

    Aber: wozu immer solche Fragen ergründen wollen? Ist es doch nicht wirklich egal, warum? "Das Endergebnis zählt" heißt es doch immer. Man muss und kann als Mensch nicht immer alles beantworten und das ist auch gut so. Man lebt jetzt und wohl morgen, das zählt. Geschichte hilft nur, um mit dessen Erfahrungen die Zukunft zu gestalten.


    Zum Stichwort Paraphilie: natürlich hängt das eigene Verhalten stets von der Umwelt ab. Man kommt als Mensch naiv auf die Welt. Im Gegensatz zur Tierwelt wären wir als Neugeborenes nicht mal überlebensfähig. Insofern kommt Genetik nicht in Frage, unwahrscheinlich: mein Papa war Fetischist, jetzt ich auch, weil veerbt?.

    Seitdem Menschen existieren, haben wir auch stets irgendwelche "unnormale" Verhaltensweisen gehabt. Auch Fetische. Garantiert hat der eine oder andere Höhlenmensch mit einem Stück Fell rumgemacht, oder so...

    Naja, man könnte diese Ursachen-Frage (so wie viele unzählige andere) auch mit der alten Frage nach dem Sinn des Lebens vergleichen: es hat gar keinen Sinn! Man Lebt - Punkt!

    Hoffentlich war das jetzt nicht zu oberflächlich oder weit ausgeholt...

  6. #6
    Senior Member Avatar von Pimpernuckel

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    AW: Research: Environmental Shaping Theory of ABDL

    Zitat Zitat von dJonas Beitrag anzeigen
    Schreibt er aber auch und führt sogar noch aus, dass viele der Teilnehmer eine genaue Vorstellung vom Ursprung ihrer ABDL Leidenschaft haben und diese an ein Vorkommnis knüpfen, welches aber den wirklichen Ursprung verschleiert.
    Sicher, aber genau das ist ja der Punkt: Wenn man eine Studie mit "Environmental shaping..." klassifiziert, ist das vielleicht jetzt nicht der optimale Weg, der Sache auf den Kern zu kommen. Ich denke, ganz klassisch Interviews und Hausbesuche wären für sowas ein besserer Ansatz.

    Zitat Zitat von dJonas Beitrag anzeigen
    Sie sammelt die Einschätzungen von einer Teilmenge der ABDL Community und klassifiziert diese. Und dabei kommt sie ja auch zu dem Schluss, das Traumata in der Kindheit eher schwach räpresentiert als Ursprung angeführt werden. Alleine das finde ich einen guten Schritt in die richtige Richtung, wo gerade ältere Veröffentlichungen hauptsächlich klinische Parienten untersuchen, die neben anderen mentalen Erkrankungen auch eine ABDL Neigung aufweisen.
    Siehe oben. Für meinen Geschmack fehlt da einfach eine "neutrale" Referenz. Die Studie verlässt sich zu sehr auf Selbsteinschätzungen und wird der Komplexität der Zielgruppe aus meiner Sicht nicht gerecht. Ich will's nicht ganz in den Boden stampfen, aber das erinnert mich immer an Marketingumfragen, wo eigentlich nur rauskommen kann, das von Firma X alles toll ist.

    Zitat Zitat von dJonas Beitrag anzeigen
    Du spricht aber einen Punkt an, bei dem ich ein Problem mit der Studie habe. Den Punkt dass "man sich seinen Fetisch quasi gezielt aussuchen und antrainieren " bzw. auch abtrainieren könnte. In der Studie wird relativ am Ende, gerade eine sexuelle Ausprägung des AB/DL, eher als sexuelles Interesse, welches veränderbar ist, und nicht als sexuelle Orientierung bzw. Identität eingestuft. Das wiederspricht dann auch @windelente
    Wiederum siehe vorherige Punkte (oder eben die fünf Millionen anderen Studien zum Thema ABDL): Die jeweiligen Betreiber der Studien scheinen völlig ahnungslos in Bezug auf die Diversität der möglichen Spielarten, andere, gleichzeitig bestehende Fetische und Paraphilien und letzten Endes eben doch auch entwicklungsbedingte Faktoren zu sein. Es muss ja weder das eine, noch das andere sein, kann aber auch alles zusammen sein. Ich glaub aber auch nicht, dass man das irgendwie lösen kann, weil eine derartig komplexe Erlebenswelt nicht sinnvoll nach außen zu erklären ist. Es gibt im Prinzip keine zwei ABDLs auf dem Planeten, die den gleichen Hintergrund haben und es gibt ja nichtmal einen gemeinsamen Nenner, was z.B. materialbezogene Paraphilien angeht. Ich fürchte, da kann sich die Wissenschaft noch die nächsten hundert Jahre damit abmühen, ohne ein brauchbares Erklärungsmuster zu finden.

    Pi
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  7. #7
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    AW: Research: Environmental Shaping Theory of ABDL

    Zitat Zitat von dJonas Beitrag anzeigen
    Dazu habe ich mittlerweile eine gute Anzahl an psychologischen Veröffentlichungen gesammelt und gelesen und bin bei einer relativ neuen (2018)....
    Sind die Studien denn alle zugänglich. Als ich auf welche gestoßen bin (Uni Amerika) musste dafür etwas bezahlt werden?
    dJonas: würdest du mir welche von deinen Sammlungen zu Verfügung stellen?
    Gibt es auch Studien zu DL oder sind die alle auf ABDL ausgerichtet? Ist ja schon ein unterschied.

    Lg Blu

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