Meine bewussten Erinnerungen fangen mit einem Krankenhausbesuch an. Ich hatte eine Vorhautverengung und das wurde damals in der Kinderklinik im Krankenhaus korrigiert. Ich habe keine Erinnerungen an Schmerzen oder ähnlichen. Ich weiß dass ich irgendwann nicht mehr richtig pieseln konnte, also schon aus der Windel raus. Daraufhin wahrscheinlich ziemlich zeitnah zum Arzt und ins Krankenhaus. Nach meiner Entlassung musste der Schniedel immer dick eingecremt werden. Damit nicht alles mit Creme beschmiert wurde hat meine Oma in eine dreifach gefaltete Baumwollwindel, jeweils an den Enden zwei Knöpfe angenäht und so die Windel mittel Gummi mit entsprechenden Knopflöchern versehen, befestigt. Somit konnte ich immer die Windel tragen und mein Schniedel konnte gut abheilen.

Tja was tun Omas nicht alles für ihre Enkel …

Die Ironie der Geschichte ist, dass mein Schniedel irgendwann wieder gut war, aber das mit der Windel blieb. Und wenn ich mir das recht überlege, bin ich die seitdem von der Windel nicht mehr richtig losgekommen. Ab dem Zeitpunkt hatte ich viele Begebenheiten mit der Windel, die mir natürlich schnell zu dünn wurde. Als erstes kam dann ein zwei- oder dreifach gefaltetes Handtuch als Ersatz in die Schlafhose. Das war aber noch lange vor meiner Pubertät, da schlief ich noch offiziell mit einem Kuscheltier, naja lange her …