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Thema: Konsequenz Windeln in Reha

  1. #1
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    Konsequenz Windeln in Reha

    Hallo,

    ich habe folgende Frage:

    Ein interessanter und reizvoller Gedanke wäre, als DL Windeln in einer mehrwöchigen Reha zu tragen und sich als Windelträger zu outen aus medizinischen Gründen.

    Natürlich würde ich meine eigenen Windeln mitbringen.

    Wie wäre es dann von der "Konsequenz" dort?

    Wird man dann dort dann überall nur noch gewindelt hingeschickt zu den Anwendungen? Gibt es dort mehr medizinische Windelträger?

    Was habt ihr für Erfahrungen?

    Vielen Dank

  2. #2
    Senior Member Avatar von Agent-Orange

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    AW: Konsequenz Windeln in Reha

    Also dieser "Reiz" bzw. "reizvolle Gedanke" basiert gewiss auf reichlich Kopfkino.
    Um Dich mal versuchsweise etwas zu ernüchtern, überleg Dir mal ganz rational (sofern noch machbar), was Du damit bezweckst.
    A: Was soll dabei für Dich - außer dem Kick - 'rauskommen?
    B: Was sollen die anderen, d.h. Patienten als auch Personal, von Dir halten?

    Dann müsstest Du erstmal eine Erkrankung aufweisen, welche eine Rehabilitationsmaßnahme rechtfertigt, und diese müsste ja auch erstmal bewilligt werden.
    Steht bisher in Deiner Anamnese (Patientenakte, Teil: "Vorerkrankungen") nix von Defiziten im Urogenitalbereich oder gar Inkontinenz, könnte es etwas kniffelig werden, bei der Reha eine nachvollziehbare (!) Begründung zu haben. Lügen ist die denkbar schlechteste Alternative.
    Aber Du kannst genausogut auch "Glück" haben, dass man bei dieser Maßnahme auf Dein "Gebrechen" gar nicht eingeht. Zum einen, weil Du Dich damit arrangiert hast und kein (Be-)Handlungsbedarf besteht und zum anderen, weil man Dich vielleicht für bekloppt hält, das Thema gar nicht erst anspricht und froh ist, wenn Du Dich beizeiten wieder vom Acker machst.
    ___________________________

    Eigene Erfahrung aus dem Vorjahr: Es hat niemanden interessiert, was ich da für "seltsame" Unterwäsche trage. Vom Personal her waren die Ärzte mit der Erkrankung befasst, wegen der ich eben zu dieser Reha kam, und die Übungsanleiter haben ihr Ding gemacht, egal was ich anhatte und/oder ob man da was gesehen hat. Meistens war es eh Gruppentherapie (Gumminastik oder so'n Schei...), da hat keiner auf den Einzelnen geguckt ob und wie hoch der die Keulen geschmissen hat. Was nich ging, ging einfach nich. Ferdsch.
    Und: Na klar wird man zu allen Anwendungen hingeschickt.

    Blöd sind die verschiedenen Therapien, bei welchen Windeln einfach mal höchst unpraktisch sind, vor allem Bäder.

    Solltest Dir also vorher schon mal gründlich überlegen, ob das sein muss, was Du da vorhast, bzw. was da den besonderen Reiz ausmacht.
    Und nochmal: Wenn da nirgends in den Papieren steht, dass Du aus medizinischen Gründen Windeln trägst, wird das vielleicht nach hinten losgehen. Je nachdem, welche Art Reha Dir vorschwebt, kann es sogar sein, dass die abgebrochen wird. Oder man fängt an, herum zu diagnostizieren. Oder, oder, oder ... Massen von Spekulation.
    Mag ich nich, will ich nich - dafür weiß ich zu wenig von Dir.
    Doch diesen Reiz, den kenn ich auch (zur Genüge).
    Aber mal ehrlich, wozu soll der gut sein?
    Eine dicke Windel ist durch nichts zu ersetzen - außer durch eine noch dickere. (A-O)

  3. #3
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    AW: Konsequenz Windeln in Reha

    Hallo,
    ich krame diesen Thread von vor einigen Monaten nochmal aus, weil es bei meinen Fragen um ein ähnliches Thema geht. (Aber in gewissen Punkten doch anders.)
    Aktuell ist es zwar noch nicht in "trockenen Tüchern", aber es könnte sein, dass ich noch vor Ende des Jahres/spätestens Anfang nächsten Jahres eine Reha-Maßnahme mitmachen werde.
    Es geht dabei allerdings nicht um eine Reha wegen eines gebrochenen Beines o.ä., sondern mehr um eine psychosomatische Reha.
    Zwar bin ich kein überaktiver DL, also trage tendenziell eher selten Windeln, aber gerade in den letzten 2-3 Monaten doch wieder häufger (denke so 3 mal pro Woche). Hier spielen teilweise das "Verlangen" danach, aber auch einfach das Sicherheits-Gefühl, die sie mir geben, eine wichtige Rolle. (Nein, ich bin nicht inkontinent.)
    Nun kamen natürlich Überlegungen, wie ich das im Falle eines Aufenthalts in einer Reha-Klinik handhaben soll...
    Für diesen Zeitraum dann auf das Ausleben dieser "Vorliebe" verzichten?
    Stelle es mir irgendwie eher schwierig vor, selbst wenn ich mir nur ein paar Windeln mitnehme und ab und zu mal eine trage (allein schon wegen der Entsorgung...)
    Andersrum, also einen ähnlichen Weg zu wählen wie der ursprüngliche Ersteller dieses Themas, stell ich mir aber auch als eher ungünstigen Weg vor, oder? (Also z.B. einen größeren Vorrat für tägliches Trage mitzunehmen (denke mal, dass man dort welche in der Klinik bekommt ist eher unwahrscheinlich) und zu sagen, ich wäre auf die Windeln angewiesen.)

    Freue mich über euer Feedback dazu..

    Viele Grüße
    Nappyboy90
    Geändert von Nappyboy90 (27.10.2020 um 19:03 Uhr)

  4. #4
    Senior Member Avatar von Charly

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    AW: Konsequenz Windeln in Reha

    Ohne medizinische Notwendigkeit wird Dir die Klinik keine Windeln bereitstellen,auch wenn du sagst,das du sie brauchst,weil du Inko bist. Ohne Rezept geht nix,weil das ja aktenkundig wäre. Aber wenn du nicht auf Windeln verzichten willst,geht’s halt nur mit Vorrat, obwohl du ja in eine psychosomatische Klinik gehst,könntest du deine Vorliebe auch erwähnen,oder ?
    Manchmal ist das Leben zu trocken,deshalb gibt es nasse Windeln

  5. #5
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    AW: Konsequenz Windeln in Reha

    Zitat Zitat von Charly Beitrag anzeigen
    Ohne medizinische Notwendigkeit wird Dir die Klinik keine Windeln bereitstellen,auch wenn du sagst,das du sie brauchst,weil du Inko bist. Ohne Rezept geht nix,weil das ja aktenkundig wäre. Aber wenn du nicht auf Windeln verzichten willst,geht’s halt nur mit Vorrat, obwohl du ja in eine psychosomatische Klinik gehst,könntest du deine Vorliebe auch erwähnen,oder ?
    Okay, ja dass die Klinik mir keine Windeln geben würde, war mir ja eigentlich schon klar. Wäre jetzt auch nicht unbedingt das, worauf ich abgezielt hätte.
    Die Vorliebe beim Eingangsgespräch erwähnen, meinst du? Aber mit welchem Zweck? Also was würde mir das dann bringen?

  6. #6
    Senior Member Avatar von Charly

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    AW: Konsequenz Windeln in Reha

    Zitat Zitat von Nappyboy90 Beitrag anzeigen
    Okay, ja dass die Klinik mir keine Windeln geben würde, war mir ja eigentlich schon klar. Wäre jetzt auch nicht unbedingt das, worauf ich abgezielt hätte.
    Die Vorliebe beim Eingangsgespräch erwähnen, meinst du? Aber mit welchem Zweck? Also was würde mir das dann bringen?
    Ich weiß ja nicht,weshalb du diese Klinik aufsuchen möchtest,aber eventuell gibt es dir eine gewisse Art von Unbeschwertheit und Klarheit,wenn du es erwähnt hast,könntest du ganz offen mit der Neigung deine Therapie vollziehen und hättest keine Sorgen mit der Entsorgung z.B. der Rest ergibt sich.Außerdem hast du geschrieben,das dir die Windel Sicherheit gibt,wenn das kein Grund ist,das offen zu erwähnen,dann weiß ich auch nicht.
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  7. #7
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    AW: Konsequenz Windeln in Reha

    Früher, als ich im Hotel noch zu schüchtern war, meine Windeln wegzuschmeißen, habe ich meine Windel immer vor dem Heimkommen im Park ausgezogen und in den dortigen Mistkübel geschmissen. Gerade im Herbst / Winter wird es eh früh finster.

    Liebe Grüße aus Niederösterreich!

  8. #8
    Trusted Member Avatar von Matzebaby

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    AW: Konsequenz Windeln in Reha

    In einer psychosomatischen Klinik, werden ja Patienten behandelt, die ein, Trauma eine Sucht ein Burnout oder auch eine Persönlichkeitsstörung haben.
    Und deine Neigung zu Windeln usw, ist eine Persönlichkeitsstörung, da spreche ich aus Erfahrung. Denn ich war 2006 wegen Burnout in einer Psychosomatischen Klinik, und habe dad dort alles aufgearbeitet auch meine Persönlichkeitsstörung wurde da behandelt....
    Windeln durfte ich dort nur am Anfang tragen später nicht mehr,es wurde ein spezielles Bettnässer Training gemacht mit mir was aber nur bedingt Wirkung gezeigt hat und nur dort...
    Habe gelernt mehr Selbstvertrauen zu bekommen und meine Persönlichkeitsstörung anzunehmen und zu verstehen und lebe Mittlerweile gut damit, denn das gehört zu mir und das ist mein Ich.
    Ich würde an deiner Stelle das dort ansprechen...
    Gruß Matze

  9. #9
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    AW: Konsequenz Windeln in Reha

    Zitat Zitat von Charly Beitrag anzeigen
    Ich weiß ja nicht,weshalb du diese Klinik aufsuchen möchtest,aber eventuell gibt es dir eine gewisse Art von Unbeschwertheit und Klarheit,wenn du es erwähnt hast,könntest du ganz offen mit der Neigung deine Therapie vollziehen und hättest keine Sorgen mit der Entsorgung z.B. der Rest ergibt sich.Außerdem hast du geschrieben,das dir die Windel Sicherheit gibt,wenn das kein Grund ist,das offen zu erwähnen,dann weiß ich auch nicht.
    Also ich wäre auf jeden Fall nicht wegen dieser Vorliebe dort, also um das zu thematisieren. Wird um andere Themen gehen. Es anzusprechen könnte zumindest bei solchen Punkten wie der Entsorgung oder auch, wie das Team/die Therapeuten dort reagieren/damit umgehen, helfen. Obwohl mir die Windeln ein Sicherheits-Gefühl geben, wäre ich gleichzeitig dann aber vermutlich auch sehr nervös, dass es andere Mitpatienten sehen/mitbekommen könnten und ich mich ggf. erklären muss..
    ist irgendwie so ein zweischneidiges Schwert. :-/
    Geändert von Nappyboy90 (27.10.2020 um 23:18 Uhr)

  10. #10
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    AW: Konsequenz Windeln in Reha

    Also einen Windelfetisch als Persönlichkeitsstörung zu betrachten halte ich für ein sehr veraltetes Weltbild. Das ist sicher nicht mehr Stand der Wissenschaft.

    Und von Ärzt*innen oder Pfleger*innen würde ich mir auch nix verbieten lassen. Ich mein: Ich hatte vor kurzem eine Schulterverletzung und hab da einen Verband bekommen. Irgendjemand vom Personal meinte dort auch, ich dürfte den gar nicht abnehmen, nicht einmal zum Duschen. Natürlich hab ich mich nicht dran gehalten. Ich hab den Verband sogar auf Anraten meines Partners in der Waschmaschine gewaschen und es hat gut funktioniert und der Verband hat danach deutlich besser gerochen.

    Wenn mir jemand etwas verbieten möchte, dann muss er*sie schon einen Bescheid ausstellen mit Rechtsmittelbelehrung. Alles andere wird ignoriert.

    Liebe Grüße aus Niederösterreich!

  11. #11
    Senior Member Avatar von Charly

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    AW: Konsequenz Windeln in Reha

    Natürlich ist es,wie du so passend sagst, ein zweischneidiges Schwert, jedoch musst du dich innerlich hinterfragen,was für dich,also für dein wirkliches Wohlbefinden, Priorität haben sollte. Eh ich meine Inkontinenz akzeptieren konnte,war das auch ein hartes Stück Arbeit und ist es heute auch noch in einigen Situationen,aber als erstes muss man sich fragen,was ist für einen selbst wichtig,dann geht man auch mit völlig anderen Problemen besser um.
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  12. #12
    Matschkind Avatar von teddibär

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    AW: Konsequenz Windeln in Reha

    Als ich in der Reha war habe ich auf der Betreuungsstation meiner Etage gesagt dass ich nachts Windeln trage und hab dann einen Windeleimer bekommen. Das war alles. Matratzen und Kopfkissen steckten sowieso in einer wasserdichten wischdesinfizierbaren Hülle, und so war ein tiefer sorgloser Schlaf gesichert. Den Therapeuten und den Hilfskräften, mit denen ich öfter zu tun hatte, habe ich nach den vier Wochen ein kleines Geschenk gemacht für die gute Betreuung.

  13. #13
    Senior Member Avatar von mickdl

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    AW: Konsequenz Windeln in Reha

    @Matze: Windelfetisch und Persönlichkeitsstörungen... Klar... denk mal ein paar Jahre zurück wie man da mit Homosexualität umgegangen ist. Wenn du ICD F.65 meinst hilft schon Wiki:

    Fetischismus darf nach ICD-10 nur dann diagnostiziert werden, wenn er so ausgeprägt ist, dass er die wichtigste oder sogar einzige Quelle sexueller Erregung darstellt und den Geschlechtsverkehr für den Betroffenen fast zwanghaft oder qualvoll werden lässt. Das Einbeziehen von Zusatzmaterial in den Geschlechtsverkehr, etwa bei Rollenspielen mit Verkleidung, gilt nicht als sexueller Fetischismus, wenn die Diagnosestellung von F65.x nicht erfüllt ist. Ebenso wenig handelt es sich um Fetischismus, wenn bei der Selbstbefriedigung ein Gegenstand herangezogen wird, um die Erinnerung an den Besitzer wachzurufen, also beispielsweise ein getragener Slip des Partners.

    @Nappyboy: Simple Antwort: Glaubst du, dass dich deine Vorliebe in deinem Leben stark behindert? Wenn Ja - dann kann das sicher ein Thema in so einer Reha sein. Wenn Nein, dann würde ich es mal auf mich zukommen lassen und nicht an die große Glocke hängen. Vielleicht wird es ja in einem Gespräch Thema - dann ist das OK und man kann drüber reden aber wenn das der „opener“ ist schickst du die Leute auf eine Spur die für dich wahrscheinlich überhaupt nicht zutreffend ist und das wird dann eher kontraproduktiv.

  14. #14
    Trusted Member Avatar von Matzebaby

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    AW: Konsequenz Windeln in Reha

    [QUOTE=mickdl;822005]@Matze: Windelfetisch und Persönlichkeitsstörungen... Klar... denk mal ein paar Jahre zurück wie man da mit Homosexualität umgegangen ist. Wenn du ICD F.65 meinst hilft schon Wiki:

    @mickdl: Bei mir war es die Diagnose ICD F66.2 ,F60.3 ,F60.6 und natürlich auch ICD F.65
    ISD F65 aber bedingt durch mein nächtliches Bettnässen in der Kindheit und der Pupertät...

    Gruß Matze

  15. #15
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    AW: Konsequenz Windeln in Reha

    meine erfahrung damit: war 2004 nach nem Auslandseinsatz auch in einer psychosomatischen Reha. beim Gespräch mit dem Psychologen habe ich es auch erwähnt das ich gerne Windeln trage. Die Antwort war, wenn es dir gefällt und dich glücklich macht dann tu es. somit habe ich dann während der Reha auch häufiger eine getragen. das muss ja nicht sein wenn du eine Anwendung hast, aber ist auch genug Freizeit vorhanden. Entsorgung war auch einfach, Windel in Tüte und ab in die grosse Mülltonne im Hof.

  16. #16
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    AW: Konsequenz Windeln in Reha

    Zitat Zitat von mickdl Beitrag anzeigen
    @Matze: Windelfetisch und Persönlichkeitsstörungen... Klar... denk mal ein paar Jahre zurück wie man da mit Homosexualität umgegangen ist. Wenn du ICD F.65 meinst hilft schon Wiki:

    Fetischismus darf nach ICD-10 nur dann diagnostiziert werden, wenn er so ausgeprägt ist, dass er die wichtigste oder sogar einzige Quelle sexueller Erregung darstellt und den Geschlechtsverkehr für den Betroffenen fast zwanghaft oder qualvoll werden lässt. Das Einbeziehen von Zusatzmaterial in den Geschlechtsverkehr, etwa bei Rollenspielen mit Verkleidung, gilt nicht als sexueller Fetischismus, wenn die Diagnosestellung von F65.x nicht erfüllt ist. Ebenso wenig handelt es sich um Fetischismus, wenn bei der Selbstbefriedigung ein Gegenstand herangezogen wird, um die Erinnerung an den Besitzer wachzurufen, also beispielsweise ein getragener Slip des Partners.

    @Nappyboy: Simple Antwort: Glaubst du, dass dich deine Vorliebe in deinem Leben stark behindert? Wenn Ja - dann kann das sicher ein Thema in so einer Reha sein. Wenn Nein, dann würde ich es mal auf mich zukommen lassen und nicht an die große Glocke hängen. Vielleicht wird es ja in einem Gespräch Thema - dann ist das OK und man kann drüber reden aber wenn das der „opener“ ist schickst du die Leute auf eine Spur die für dich wahrscheinlich überhaupt nicht zutreffend ist und das wird dann eher kontraproduktiv.
    Also ich sag mal so. Es gibt schon Tage, an denen ich diese Vorliebe irgendwie mehr als Belastung wahrnehme. Das sind dann meistens die Gedanken, die wahrscheinlich einige hier kennen "Das ist doch total freakig, dass ich sowas mag. Irgendwas stimmt mit mir nicht." An anderen Tagen hilft mir das Windeltragen einfach mal loszulassen/ zu entspannen.
    Ist also ne Mischung aus beidem sozusagen. Worüber ich mir am meisten Gedanken mache, ist halt auch ob ich diese typischen Gedanken wie "Hoffentlich merkt von den anderen Mitpatienten niemand, dass ich Windeln trage." oder "Hoffentlich fällt es unter Hose XY nicht auf/schaut oben nichts raus." dort dann abschalten kann oder nicht. Diese Gedanken beschäftigen mich ja leider auch aktuell oft, wenn ich mal unterwegs eine Windel trage.
    Kann mir halt auch gut vorstellen, dass mir die Windeln "fehlen" würden, je nachdem wie lange ich dann dort wäre.
    Geändert von Nappyboy90 (28.10.2020 um 14:45 Uhr)

  17. #17
    Nina0815
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    AW: Konsequenz Windeln in Reha

    Ich hätte ja so wie so sehr große Probleme mit so einer Situation, gerade Klinik oder Krankenhaus.

    Ich lasse mir nichts vorschreiben, ohne das es dafür einen guten Grund gibt. Ich würde in so einer Situation offen mit den Windeln umgehen, und wenn irgendwer vorschlägt ich solle damit doch aufhören
    oder Toilettentraining machen bekommen die ein deutliches "NEIN!" zu hören. Ich würde mich auch gegen eine Pathologisierung mit F65 wehren. Selbst meine F64.0 Diagnose finde ich übergriffig, ist jedoch
    hier in Deutschland leider nötig, damit ich Hormone und später noch eine OP bekomme.

    Ich bin da aber so wie so nicht einfach, Medikation hat mit mir abgeprochen zu sein, und über sämtliche Änderungen will ich informiert werden und Mitspracherecht haben.
    Solange es keinen extrem guten Grund gibt werde ich auch meine normale Medikation selber weiterführen, dazu zählen B12- und bald auch Hormoninjektionen.
    Auch die Trombosespritze können die mir einfach hinlegen, ich mach das selber.

    Ich habe ein sehr großes Problem mit Bevormundung, die in Krankenhäusern und Kliniken durchaus üblich ist, und akzeptiere nicht wenn andere ohne mit mir drüber zu reden über mich und meine Behandlung
    bestimmen. Nichts gegen Hilfe wenn ich etwas nicht kann, aber sobald ich kann, mach ich es selber.

  18. #18
    Senior Member Avatar von mickdl

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    AW: Konsequenz Windeln in Reha

    Hi Nappyboy,
    also ich glaub was Du da schreibst ist nichts "unnormales". Unnormal wäre es, wenn es dein komplettes Leben bestimmt, du an nichts anderes mehr denken kannst, du nicht mehr normalen Sex haben kannst, oder es dich in tiefe Depressionen stürzt etc. Gleiches gilt wenn du das Gefühl hast, dass es irgendwie mit den Problemen zu tun hat warum du in die Reha gehst.

    Für alles andere ist der Rat Gabriel genau der richtige :-). Noch ein Tipp - man kann sich den Nachschub auch dahin liefern lassen wenn Du länger da bist und nicht alles mitnehmen willst.

  19. #19
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    AW: Konsequenz Windeln in Reha

    @Nina0815: Mit deiner Einstellung zur Selbstverantwortung gebe ich dir absolut recht!! Bei jederm Besuch in der Autowerkstatt möchten die Leute immer alles ganz genau wissen, wenn es dann aber die höchstpersönliche eigene Gesundheit betrifft, ist das alles plötzlich nicht mehr so wichtig ...
    Ich bekomme vom Arzt fachlich fundierte Empfehlungen, keine Frage - die Umsetzung obliegt aber ausschließluch mir, und dazu möchte ich auch alle Informationen haben.

    Btw: Ich begreife tatsächlich nicht ganz, warum man wegen einer Windel solch ein Aufhebens macht und nahezu wissenschaftluche Abhandlungen über mögliche Reaktionen von irgend jemand verfasst ...
    Diejenigen, die das am meisten interessiert, sind garantiert NICHT die ANDEREN - denen geht das sowas von am A ... vorbei, ob die Unterwäsche nun saugfähig ist oder nicht. Manchmal habe ich echt den Eindruck, der ein oder glaubt tatsächlich, das Thema ist der Mittelpunkt jeglichen Interesses - ob in der Reha (übrigens mit genügend eigener Erfahrung) oder im Krankenhaus. Sowohl der Pflege, als auch Mitpatienten ist es doch völlig schnuppe, ob man nun eine Windel oder einen Katheter hat, die Hämorrhiden operiert wurden oder die Prostata! Wenn's hoch kommt, nimmt man die Windeln höchstens zur Kenntnis - das ist dann aber auch schon das Maximum!

    Mann o Mann ... also Windeln mitnehemen, genau deshalb um einen größeren Abfalleimer im Bad bitten, Windeln da rein und der Rest ist vollkommen wurscht!
    Und wenn es für euch ein Fetisch ist, dann ist es für euer Umfeld noch lange keiner - und genau deshalb wird das mit sehr wenig bis überhaupt keiner Beachtung bedacht!!!

  20. #20
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    AW: Konsequenz Windeln in Reha

    Das mit den Eingriffen in die Selbstbestimmung kenne ich von Ärzten auch. Das liegt meiner Meinung nach im System. Wenn man als Patient zum Arzt geht, dann ja mit dem Ziel, ein Problem zu beheben. Dieser Grundgedanke schwingt bei einem Arzt immer mit. Wenn ich also beim Urologen sitze, dann ist der Zustand "Inkontinenz mit Windelversorgung" nicht normal und der Urologe fängt an, mir Alternativen vorzuschlagen, damit ich in Bezug auf die Unterwäsche wieder der Norm entspreche. Operationen oder die ständige Einnahme von Tabletten wird hier wohl als Normal angesehen. Dabei spielen wohl auch persönliche Empfindungen eine Rolle.

    Ich persönlichhab mit Windeln kein Problem, sie sind für mich normal. Ich kann mir auch nicht vorstellen, mit Tabletten und Co. das Problem lösen zu lassen. Erstens ist es ein ziemlicher Eingriff mit Nebenwirkungen und der Erfolg ist auch nicht garantiert. Es gibt also keine 100prozentige Sicherheit und ich müsste dann doch Windeln tragen, um das Restrisiko auszuschalten.

    Ich verstehe also das Denken des Arztes und akzeptiere seine Arbeit. Ich sag dann einfach, was ich will und das ich mich für die Option Windel entscheide. Bisher hatte damit niemand Probleme. Aber bei der Vielzahl von Inkontinenten, mit denen einUrologe zu tun hat, ist der Patient, der kein Problem mit Windeln hat, wohl mehr die Ausnahme. Warum geh ich also zum Arzt? Um einfach schauen zu lassen, ob sonst alles in Ordnung ist und um mir mein Rezept abzuholen. Eine "Heilung" ist gar nicht angefragt, vor allem deshalb, weil ich weiß, dass man das derzeit nicht heilen kann. Genau dieser Satz fällt einem Arzt aber schwer, weil man als Arzt ungern zugibt, dass man etwas nicht heilen kann.

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