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Thema: Mr Sensitive aus Bayern

  1. #1
    Junior Member

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    Mr Sensitive aus Bayern

    Hallo liebe Community,

    nach langer Zeit der Passivität, möchte ich die Initiative ergreifen und mich vorstellen.

    Ich bin 37 Jahre alt, wohne in Süddeutschland und bin ein hetero DL. Ich bin in einer glücklichen Beziehung mit einer Frau, die ich über alles liebe. Sie weiß nichts von meinem Geheimnis.
    Seit ich mit ihr zusammen bin (2 Jahre), lebe ich meine Neigung nicht aus, habe aber in weiser Vorahnung die Windeln nicht entsorgt, da ich weiß, dass früher oder später der Zeitpunkt kommen wird, an dem ich es bereuen würde alles neu kaufen zu müssen, zumal Folienwindeln immer seltener werden. Also liegt alles gut versteckt auf dem Dachboden. (Die Ereignisse meiner Vergangenheit führten zu diesem Entschluss).

    Wie kam ich zu der Neigung und wie ist sie ausgeprägt?
    Ich gehöre zu den Anhängern der Theorie, dass die Sexualität sich sehr früh entwickelt.
    Ich glaube, dass ein frühkindliches Erlebnis mit Windeln in Verbindung mit einer Phase der Erregung zu dieser Verknüpfung geführt hat. Ich war mit 20 Monaten trocken und hatte danach, abgesehen von einem Malör im Kindergarten und zwei alkoholbedingte Vorfälle in meiner Jugend, nie nächtliche Unfälle. Meine frühsten Erinnerungen daran, dass mich Windeln faszinieren reichen zurück ins 5. Lebensjahr. Ich erinnere mich an ein Wickelkind im Kindergarten, an meine kleine Cousine, daran dass mich Pampers-Werbung erröten lies. Mit 12 betrachtete ich heimlich die Inkontinenzhosen in den Quelle.- und Ottokatalogen, bald baute ich mir meine ersten eigenen Windeln aus Toilettenpapier und Plastiktüten, dann ging ich (oft erfolgreich) dazu über in nahegelegenen Krankenhäusern und Altenheimen nach Erwachsenenwindeln für ein Schulexperiment zu fragen. Ich explodierte fast vor Erregung als ich die erste Windel im Wald anprobiert hatte.

    Die Krankenhaus.- und Altenheimmasche hatte ich mit wechselnden Vorwänden bis zu meinem 25ten Lebensjahr weiterverfolgt, am Ende bin ich auch sämtliche Apotheken und Sanitätshäuser abgelaufen.
    Mein Vorteil war, dass ich beruflich oft in verschiedenen Regionen zu tun hatte. Irgendwann bin ich dann dazu übergegangen Windeln zu kaufen, obwohl mir der Kick und die Aufregung schon ein bisschen gefehlt hatten.
    Es waren Meistens nur kurze Phasen im Windelmodus (es fühlte sich an wie in einem nebligen Rausch) Danach bereute ich es jedes Mal bitter, hab mich geschämt und alles entsorgt.

    Zwischen den Phasen vergingen manchmal mehrere Jahre, in denen ich versuchte es zu verdrängen. Es kam aber irgendwann immer wieder und dann Intensiver als zuvor; manchmal ausgelöst durch eine Trennung, ein schwieriges Lebensereignis oder ein sonstiger „Trigger“, der mich Augenblicklich an meine Neigung erinnerte.
    Die Phasen steigerten sich nicht nur in der Intensität, sondern auch im Umfang und der Dauer.

    Mein letzter Zyklus dauerte knapp 6 Monate und erstreckte sich auf die Wochenenden und Urlaubstage (In der Zeit kam Schutzhose und Body dazu). Ganz am Anfang konnte ich nur unter großer Anstrengung und randvoller Blase die Windel benutzen, zum Ende hin waren die Nächte endlich erholsam (Ich konnte im Halbschlaf loslassen). Auch war ich nun öfters gewickelt in der Öffentlichkeit und auch in der Lage mich in fast allen Situationen zu „entspannen“. Der Höhepunkt war eine Nacht im Mehrbettzimmer einer Jugendherberge.

    Ich bin sehr froh nicht inkontinent zu sein und möchte es auch niemals werden. Gesundheit ist ein hohes Gut. Kontrollverlust und Abhängigkeit sind für mich nicht erstrebenswert.

    Seit der Beziehung zu meiner Freundin bin ich im „Trockenmodus“. Im Unterschied zu früher versuche ich nicht meine Neigung zu verdrängen. Ich bin mir der Faszination der Windeln bewusst und akzeptiere diese als Teil meiner Persönlichkeit. Sich selbst zu lieben ist das Fundament eines glücklichen Lebens. Es bringt nichts sich für etwas zu hassen, dass man sich nicht ausgesucht hat und was absolut harmlos ist.
    Die Frage ist, ob ich es auch aktiv leben möchte. Ich bin mir sicher, dass übermäßiges Ausleben das Potential hat vom Bestandteil zum Hauptmerkmal der Persönlichkeit zu werden. Dann wäre ich wahrscheinlich an einem Punkt, an dem ich gar nicht mehr anders Leben will und kann; mit der Gewissheit, dass ich damit die Menschen, die mir wichtig sind, mit einbeziehen müsste. (Dahingehend, dass ich es dann vor ihnen auslebe und sie letztendlich damit belästige oder gar belaste. Ich empfinde diesen Gedanken als egoistisch.)

    Ich würde nie von meiner Freundin erwarten, dass sie meine Neigung mit trägt und/oder mir entgegenkommt, in dem ich die Windeln in unser gemeinsames Leben integrieren muss, weil ich nicht mehr anders Leben könnte. Noch kann ich es mir aussuchen.
    Das heißt nicht, dass ich ihr diesen Teil meiner Persönlichkeit ewig vorenthalte, auch das wäre unfair. Wenn ich eine ehrliche Beziehung führen möchte (und das will ich), sollte sie das auf jeden Fall von mir wissen.
    Der Entschluss steht, ich arbeite nur gerade an der Umsetzung, (was bekanntermaßen ein hohes Maß an Überwindung kostet)
    Was erwarte ich davon? Verständnis und absolutes Vertrauen. Ich möchte nicht von ihr gewickelt werden oder sie zu den Windeln überreden, ich will einfach nur keine Geheimnisse vor ihr haben. Wenn sie sich dem Thema darüber hinaus in irgendeiner Form nähern möchte, ist das alleine ihre Entscheidung, ich erwarte nichts von ihr.

    So, das war meine Vorstellung. Ich hoffe euch nicht gelangweilt oder jemanden auf die Füße getreten zu haben.
    Wichtig ist, dass man seine Meinung vor sich selbst vertreten kann und bereit ist andere Ansichten zu akzeptieren, ...und das kann ich.
    Das Leben ist schön, vielfältig und farbenfroh!!
    In diesem Sinne

    Euer Mr Sensitive

    PS: Ich finde es großartig, dass es Menschen gibt, die den Mut hatten dieses Forum zu gründen und zu beleben. Ihr habt Mir und ganz sicher noch vielen anderen Menschen geholfen Antworten auf die Fragen zu finden, warum es bestimmte Neigungen gibt und ob man alleine damit ist. Diese Seite ist wichtig und ein gelungener Beitrag zur Aufklärung.

    Danke!!!
    Geändert von Mr Sensitive (20.05.2018 um 12:17 Uhr)

  2. #2
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    AW: Mr Sensitive aus Bayern

    Erstmal herzlich willkommen hier im WBC.
    Danke das Ausführlich geschrieben hast wie dazu gekommen bist und dazu stehst.
    Viel Spaß hier und noch mal herzlich willkommen.

    Gruß Windelfreund

  3. #3
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    AW: Mr Sensitive aus Bayern

    Herzlich Willkommen hier, vielen Dank für dein ehrliches und durchdachtes Posting.

    Deinen einschlägigen Werdegang habe ich eins zu eins fast genauso erlebt. Ich denke, es ist sehr wichtig diese ( etwas abwegige aber harmlose) Neigung irgendwann als Teil der eigenen Persönlichkeit zu akzeptieren. Allerdings war es mir wichtig, mit meiner Partnerin rechtzeitig Klarheit zu schaffen. Sie unterstützt mich dabei, auch wenn sie selbst keine Neigung zu Windeln verspürt. Es ist einfach schön, als ganzer Mensch mit allen Facetten geliebt zu werden und letztlich eine Bereicherung für die Partnerschaft. Ich wünsche dir alles Gute und viel Erfolg in dieser Hinsicht, Ich würde es eher früher als später angehen. Es wird wahrscheinlich nicht leichter.

  4. #4
    WBC Fördermitglied 2019 Avatar von Windelfreund_s46

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    AW: Mr Sensitive aus Bayern

    @Mr Sensetive,

    auch von meiner Seite, herzlich willkommen hier in der WBC! Vielen Dank für deine ausführliche Vorstellung.
    Und hier findet Ihr meine Geschichten: Christoph-und-Katja, Tanja-–-Mein-Weg-zum-Teen-Baby, Melinas-Geschichte. Ich wünsche euch, viel Spaß beim Lesen!
    Liebe Grüße vom Windelfreund

  5. #5
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    AW: Mr Sensitive aus Bayern

    Hallo und Herzlich Willkommen hier in der WBC.

    Wirklich ein schöner aussagekräftiger Vorstellungspost! Meine ersten Erwachsenenwindeln stammten übrigens auch aus einem Kranken haus und einem Altenheim. Allerdings habe ich die nicht geschnorrt sondern während einer Erkrankung (Blinddarm) und eines Schulpraktikums geklaut.
    Windeln find' ich voll gut!

  6. #6
    Member Avatar von wolf1958

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    AW: Mr Sensitive aus Bayern

    Hallo Mr Sensitiv,

    Herzlichen Dank für deine ausführliche und ehrliche Vorstellung!
    Hab mich in einigem von dem was du schreibst wiedererkannt...

    Viel Spass bei uns im Flohzirkus
    wolf1958

  7. #7
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    AW: Mr Sensitive aus Bayern

    Hallo Herzlich willkommen hier im Forum.

    Ich habe deine Vorstellung gelesen und mich an meine eigenen Aengste erinnert.

    Wiesehr liebt dich deine Freundin? Auch "ueber Alles"?
    Wenn sie dir ein Geheimniss solchen Kalibers anvertrauen wuerde, z.B nimm mal an sie steht auf Gummistiefel oder Luftballons, wuerdest du sie dann verstossen, oder wuerde euch das noch dichter zusammenbringen?

    Wuerdest du nicht wollen, dass sie dass dann auch mit deiner Hilfe ausleben kann?

    Vielleicht irrst du mit deiner Intuition, dass sie das Belasten und Belaestigen wuerde, z.B. wenn es so waere, dass du ein zu negatives und selbstbild hast und dich im Grunde ablehnst.

    Du schreibst zwar extra dass du dich so akzeptieren willst, wie du bist, weil es ja harmlos ist und du nix dafuer kannst, aber das deute ich als Wunsch und nicht als Ist-Zustand, ansonsten haettest du das gar nicht erst so deutlich Thematisiert und dann noch eine moralische Rechtfertigung gebracht ("weil ich nix dafuer kann") - die waere ja gar nicht noetig zu erwaehnen, wenn du es fuer harmlos haelst Naja aber das ist Kaffeesatzlesen.

    Ich moechte dir aber meine Perspektive schildern:

    Mir blutete das Herz als ich gelesen habe, wie sehr dir das unangenehm ist, und dass du denkst dass das DL sein so schlimm ist, dass du es verstecken musst. Ich kenne das von mir auch, aber meistens, wenn ich jemandem davon erzaehlt habe, haben die Leute mich aufgebaut, ermuntert und positiv bestaerkt. Im schlimmsten Fall wurde das zur Kenntnis genommen und im besten Fall gabs den besten Sex meines Lebens.

    Auf keinen Fall hat irgendjemand von mir die Entsagung gefordert, die ich mir selbst aufgezwungen hatte, in meiner Selbstablehnung.

    Aber das geht langsam vorbei, und ich habe erkannt, dass meine Vorlieben unschuldig und harmlos sind, und nicht nur DLs verdammt Spass machen koennen.
    Wenn man das naemlich alles nicht so verkniffen sieht, wie aus der eigene Perspektive, dann ist dass alles ueberhaupt nicht wild!

    Ich habe mitlerweile sehr viele Outings geprobt und jedes war eine echte Bereicherung.

    Aber die wichtigste Botschaft bleibt:

    Du musst dich wirklich nicht schaehmen, du darfst gerne Windeln tragen, soviel du willst. Du bist ein vollwertiges repektables Mitglied der Gesellschaft, und es ist fuer viele egal oder sogar fuer wenige etwas positives, dass du Windeln magst.

    Umarm dich innerlich und laechle deine kleine Macke gutmuetig und liebevoll an, wie eine Mutter die Kind schmunzelnd und gleichzeitig liebevoll anlaechelt, wenn es etwas peinliches gemacht hat.

    Das staendige Verstecken, trainiert und validiert nur die Angst Seite der Windelleidenschaft, aber die positiven Erlebnisse, wenn man von seiner Feundung unterstuetzt und vor allem MIT seiner Vorliebe Wertgeschaetzt wird, naehrt die Seite der Selbstakzeptanz.

    Und ganz ehrlich, es ist ja nicht so, als ob etwas nicht mit dir Stimmt, denn immerhin ist die Windelleidenschaft ein Naturphaenomen, dass zwar selten ist, aber eben regelmaessig und auch bei Tieren auftritt.

    Sicher ist ein Fetisch fuer viele immer irgendwo zwischen Besonderheit und Stoerung verankert, aber das kann man z.T. auch durch Training selbst bestimmen.

    LG

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