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Thema: Einweg ist kein Weg?

  1. #121
    Senior Member Avatar von Bärchen1601

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    AW: Einweg ist kein Weg?

    Zitat Zitat von mslife81 Beitrag anzeigen
    Ach ist das herrlich- also ich denke die Meinungen ähneln sich doch sehr...
    Und irgendwie kommt es darauf hinaus, dass nicht das Plastik an sich und die Benutzung das Umweltproblem darstellen, sondern die fachgerechte Entsorgung.
    Wenn in Ägypten das Plastik im Winde fliegt, dann ist es einfach nicht fachgerecht entsorgt worden.
    Das heißt, dass es bei den Menschen kein Umweltbewusstsein gibt, oder es keine vernünftigen MVAs gibt. Beide Probleme müssen gelöst und beseitigt werden.
    DAS ist das Problem, nicht das Plastik an sich.
    Sowohl hier bei uns, aber noch viel mehr in anderen Staaten der Nicht-EU.
    Ich merke hier bei uns in der Gegend, dass der illegal entsorgte Müll in der Natur zugenommen hat, seit wir hier Flüchtlinge haben.
    Ich habe als Untermieter einen indischen Studenten gehabt für ein dreiviertel Jahr und dem musste ich erst beibringen, wie bei uns Müllentsorgung funktioniert.
    Das hat gedauert, bis der verstanden hat, warum wir das so machen.
    DAS ist das Problem, die ENTSORGUNG ! Und das BEWUSSTSEIN der Menschen für dieses Problem.

    Wir haben bei uns einen Müllentsorger, der schreibt uns vor, wieviel Müll wir erzeugen dürfen. Das wird nach den im Haushalt lebenden Personen berechnet.
    Wir sind zwei Personen und MÜSSEN eine 100 Liter Tonne nehmen (für 2 Wochen) ! Vor meiner Windelei war die Tonne nicht mal ein Drittel gefüllt.
    Hab mich mit denen gefetzt, weil wir eine kleinere Tonne haben wollten (ist ja auch eine Frage der Kosten), keine Chance.
    Jetzt, mit Windeln, krieg ich die Tonne endlich voll. Warum sollte ich ein schlechtes Gewissen haben wegen der Umwelt ?
    Ich entsorge meinen Müll ordnungsgemäß und umweltgerecht.
    Und versuche Müll zu vermeiden, wo ich kann. Auch Plastikmüll.
    Aber aus diesem Grund auf Stoffwindeln umstellen, werde ich definitiv nicht.
    Wir haben das damals zwei Monate bei den Kindern gemacht, als wir drei Windelkinder gleichzeitig hatten, da war die Umweltbilanz bei Stoffwindeln grottenschlecht.
    Von der Arbeit und dem Stress mal ganz abgesehen.
    Geändert von Bärchen1601 (12.09.2019 um 09:21 Uhr)
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  2. #122
    Senior Member Avatar von windelente

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    AW: Einweg ist kein Weg?

    Zitat Zitat von Bärchen1601 Beitrag anzeigen
    Aber auf aus diesem Grund auf Stoffwindeln umstellen, werde ich definitiv nicht.
    Wir haben das damals zwei Monate bei den Kindern gemacht, als wir drei Windelkinder gleichzeitig hatten, da war die Umweltbilanz bei Stoffwindeln grottenschlecht.
    Von der Arbeit und dem Stress mal ganz abgesehen.
    Und wenn der Staat Wegwerfwindeln verbietet? Was machen dann die Inkontinenten? Was machen die Fetischisten bei Wegwerfwindelverbot? Damit meine ich auch Strafen bei der Einfuhr oder wenn benutze Wegwerfwindeln im Müll gefunden werden. Das heißt, ab einem Stichtag sind sowohl der Verkauf als auch die Benutzung verboten.

    Bei den Drogen war das genauso.
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  3. #123
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    AW: Einweg ist kein Weg?

    Halte ich für unwahrscheinlich, daß das in absehbarer Zeit kommt. Zumindest in D. Nicht nur, weil da eine (nicht gerade kleine) Industrie dahintersteckt, sondern weil in den Altenheimen und Krankenhäusern überhaupt keine Zeit ist für Stoffwindeln. Und es ist ja mit dem Wickeln nicht getan - die Stoffwindeln müssen ja auch grob gesäubert werden, gewaschen, getrocknet, zusammengelegt. Selbst wenn das ein externer Dienstleister machen würde, würden hier immense Mehrkosten anfallen. Und das in einem überaus kostensensiblen Bereich, der personell sowieso chronisch unterbesetzt ist.
    Ich glaube, da würde ein Wutsturm ausbrechen, der sich gewaschen hat.

    Im Übrigen bin ich der gleichen Meinung wie Bärchen1601 - die sachgerechte Abfallentsorgung ist das Problem. Bzw. daß (zu viel) Müll nicht ordnungsgemäß entsorgt wird, sondern zum Zweck der Gewinnmaximierung illegal ins Ausland transportiert wird (wo der Müll dann auf wilden Müllkippen landet - so wie hierzulande noch vor ein paar Jahrzehnten auch üblich).

  4. #124
    Senior Member Avatar von Bärchen1601

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    AW: Einweg ist kein Weg?

    Zitat Zitat von windelente Beitrag anzeigen
    Und wenn der Staat Wegwerfwindeln verbietet? Was machen dann die Inkontinenten? Was machen die Fetischisten bei Wegwerfwindelverbot? Damit meine ich auch Strafen bei der Einfuhr oder wenn benutze Wegwerfwindeln im Müll gefunden werden. Das heißt, ab einem Stichtag sind sowohl der Verkauf als auch die Benutzung verboten.

    Bei den Drogen war das genauso.
    Daran glaube ich nicht. Es geht ja bei so einem Verbot nicht nur um die Privathaushalte, sondern immer mehr auch um Krankenhäuser und Altersheime.
    Wenn es kein Einweginkomaterial mehr gäbe und die Pflegefachkräfte auch noch Stoffwindeln waschen müssten, bzw. die Wäscherei der Heime, dann
    würde das Pflegepersonal auf die Barrikaden steigen.
    Ebenso fast alle Mütter. Unsere Geburtenrate ist eh schon zu klein.
    Ich glaube nicht, dass die Einwegwindeln einfach so verbieten können.

    Außerdem, wie oben schon mal angesprochen, brauchen unsere Müllverbrennungsanlagen auch Müll zum Verbrennen, um sich zu rentieren.
    An meinem eigenen Beispiel oben kann man sehen, was mit der Müllmenge passiert, wenn Einwegwindeln wegfallen.
    Die MVAs kaufen ja jetzt schon Müll von anderen Ländern.

    Ich denke, es wird wie bei Zigaretten werden, man will sie reduzieren, kann sie aber nicht komplett verbieten, weil viel zu viel daran hängt.
    Steuern, Arbeitsplätze, Folgekosten, bzw. Folgeproduktionen etc.

    Man lenkt ja auch bei den Plastiktüten schon wieder ein und lässt die dünnen Plastiktüten in den Gemüseabteilungen, weil sie
    befürchten, dass dann die Discounter ihr Gemüse wieder mehr in Plastik verpacken.

    Sorry zu Parallelen zu Roadrunner, wir haben gleichzeitig geschrieben. sind aber einer Meinnung, wie es aussieht.
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  5. #125
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    AW: Einweg ist kein Weg?

    Was die MVAs betrifft - was meinst Du, wo der Löwenanteil des Plastiks aus den Gelben Säcken landet?!?

  6. #126
    Senior Member Avatar von Bärchen1601

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    AW: Einweg ist kein Weg?

    Zitat Zitat von Roadrunner Beitrag anzeigen
    Was die MVAs betrifft - was meinst Du, wo der Löwenanteil des Plastiks aus den Gelben Säcken landet?!?
    Ja, weiß ich. Ist mir aber lieber, als es in die Natur zu schmeißen.
    Natürlich wird der Endverbraucher, also wir, diesbezüglich verarscht. Tetrapacks z.B. können gar nicht recycelt werden.
    Sollen sie es doch verbrennen, dann hat es wenigstens noch einen Heizwert. Erzeugt Fernwärme oder andere Energie.
    Das ist aber nicht mehr mein Problem, was ich direkt beeinflussen kann. Das muss die Politik regeln.

    Aber ich kann beeinflussen, ob ich Plastiktüten oder andere Plastikerzeugnisse in die Natur oder in den Müll schmeiße.
    Und ich kann meinen Plastikkonsum reduzieren, was ich auch tue. Finde ich sehr wichtig !
    Aber denfinitiv nicht bei den Windeln !
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  7. #127
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    AW: Einweg ist kein Weg?

    Richtig. Aber von Seitens der Politik müste nicht nur die Entsorgung viel strenger überwacht werden, sondern auch die Recyclingquote massiv erhöht und deren Einhaltung streng überwacht werden. Klar - bei Windeln ist das schwer möglich, aber beim Thema Verpackung. Ich hab neulich eine Packung Schokopralinen in Kleeblattform geschenkt bekommen (von der Marke mit der lila Kuh) - relativ große Pappschachtel, innen verdammt viel Plastik, aber verdamt wenig Inhalt. Auch das müsste untersagt werden. Und für Obst, Gemüse, Fleisch, Wurst etc. wäre ein Pfand für die Verpackung sinnvoll. Die Menschen kann man am ehesten beim Geldbeutel packen...

    Nochmal zum Thema Stoffwindeln: ich bezweifle, daß deren öokologischer Fußabdruck (also vom Rohstoff bis zur Entsorgung) soo viel besser ist wie von Einwegwindeln. Aus was werden Stoffwindeln hergestellt? Aus Baumwolle? Baumwolle braucht schon beim Anbau jede Menge Wasser (und mit Sicherheit beim konventionellen Anbau auch Dünger und Inektizide/Herbizide), und bis die Fasern ein Stofftuch bilden, werden sie um die halbe Erde gekarrt/geflogen/verschifft. Dann müssen sie gewaschen werden (Wasser, Waschmittel, Strom) und getrocknet (wenn im Wäschetrockner: Strom).

    Und was das Verbieten betrifft (sorry, jetzt wird's OT): die erste Amtshandlung der rot-rot-grünen Landesregierung in Thüringen war das Verbot von Brenntagen (wo man von Oktober bis März Baum- und Strauchschnitt verbrennen durfte). Aber es wurden keine Häckselplätze eingerichtet, und es fährt auch kein mobiler Häcksler über die Dörfer. Entweder müßte ich das Zeug dann teilweise 10-20 km zur Grünschnittannahme fahren, oder mir selbst einen Häcksler anschaffen (der aber auch Strom frisst). Sehr nachhaltig...

  8. #128
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    AW: Einweg ist kein Weg?

    Zitat Zitat von Roadrunner Beitrag anzeigen
    Richtig. Aber von Seitens der Politik müste nicht nur die Entsorgung viel strenger überwacht werden, sondern auch die Recyclingquote massiv erhöht und deren Einhaltung streng überwacht werden. Klar - bei Windeln ist das schwer möglich, aber beim Thema Verpackung. Ich hab neulich eine Packung Schokopralinen in Kleeblattform geschenkt bekommen (von der Marke mit der lila Kuh) - relativ große Pappschachtel, innen verdammt viel Plastik, aber verdamt wenig Inhalt. Auch das müsste untersagt werden. Und für Obst, Gemüse, Fleisch, Wurst etc. wäre ein Pfand für die Verpackung sinnvoll. Die Menschen kann man am ehesten beim Geldbeutel packen...
    Jupp !

    Zitat Zitat von Roadrunner Beitrag anzeigen
    Nochmal zum Thema Stoffwindeln: ich bezweifle, daß deren öokologischer Fußabdruck (also vom Rohstoff bis zur Entsorgung) soo viel besser ist wie von Einwegwindeln. Aus was werden Stoffwindeln hergestellt? Aus Baumwolle? Baumwolle braucht schon beim Anbau jede Menge Wasser (und mit Sicherheit beim konventionellen Anbau auch Dünger und Inektizide/Herbizide), und bis die Fasern ein Stofftuch bilden, werden sie um die halbe Erde gekarrt/geflogen/verschifft. Dann müssen sie gewaschen werden (Wasser, Waschmittel, Strom) und getrocknet (wenn im Wäschetrockner: Strom).
    Jupp, mein Reden !

    Zitat Zitat von Roadrunner Beitrag anzeigen
    Und was das Verbieten betrifft (sorry, jetzt wird's OT): die erste Amtshandlung der rot-rot-grünen Landesregierung in Thüringen war das Verbot von Brenntagen (wo man von Oktober bis März Baum- und Strauchschnitt verbrennen durfte). Aber es wurden keine Häckselplätze eingerichtet, und es fährt auch kein mobiler Häcksler über die Dörfer. Entweder müßte ich das Zeug dann teilweise 10-20 km zur Grünschnittannahme fahren, oder mir selbst einen Häcksler anschaffen (der aber auch Strom frisst). Sehr nachhaltig...
    Ist bei uns auch so. Aber ich hab mir bei Aldi einen Häcksler gekauft, damit mache ich fast alles klein, das kommt auf die Beete. Was ich nicht häckseln kann, wird auf einem Haufen getrocknet und ein oder zweimal im Jahr mache ich mit Freunden ein gemütliches Lagerfeuer mit ein paar Bier und dann wird das doch verbrannt. Aber eben nicht nass und frisch, sondern trocken als Lagerfeuer getarnt in einer vorschriftsmäßigen Feuerschale.

    Was gar nicht geht, wird tatsächlich zum Recyclinghof im Dorf gebracht.
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  9. #129
    Senior Member Avatar von windelente

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    AW: Einweg ist kein Weg?

    Zitat Zitat von Roadrunner Beitrag anzeigen
    Nochmal zum Thema Stoffwindeln: ich bezweifle, daß deren öokologischer Fußabdruck (also vom Rohstoff bis zur Entsorgung) soo viel besser ist wie von Einwegwindeln. Aus was werden Stoffwindeln hergestellt? Aus Baumwolle? Baumwolle braucht schon beim Anbau jede Menge Wasser (und mit Sicherheit beim konventionellen Anbau auch Dünger und Inektizide/Herbizide), und bis die Fasern ein Stofftuch bilden, werden sie um die halbe Erde gekarrt/geflogen/verschifft. Dann müssen sie gewaschen werden (Wasser, Waschmittel, Strom) und getrocknet (wenn im Wäschetrockner: Strom).
    Das ist dann wie beim Elektroauto, wo die Schädlichkeit der Akkuproduktion auch egal ist. Baumwolle kommt ja wie die Rohstoffe für die Akkus aus der 3. Welt, also nicht bei uns. Die Umweltdiskussuion ist vom wahren Nutzen schon längst entkoppelt.
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  10. #130
    Datenschieber Avatar von Wolfgang

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    AW: Einweg ist kein Weg?

    pfand, pfand, pfand....
    wenn deutschen nix mehr einfaellt erheben sie pfand ? oder wie laeuft das ?

    bei uns in oesterreich gibt es keinen pfand auf einweg-getraenkebehaelter...
    dennoch ist die recyclingquote bei gut 90%
    und wenns einer in den restmuell packt statt in den gelben sack... wayne...
    muss man bei der thermischen verwertung weniger gelbe saecke zumischen damit der mist brennt

    bei der inbetriebnahme unseres neuen dienststellengebaeudes haben wir ersthaft ueberlegt gelbe tonnen abzubestellen
    man glaubt gar nicht wie viel die industrie fuer sortenreines altplastik zahlt
    fuer privathaushalte irrelevant weil da die mengen fehlen....
    aber bei paar hundert mitarbeitern im schichtbetrieb ....
    "Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie Ihr mich haben wollt. Entdeckt mich, wie ich bin."

  11. #131
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    AW: Einweg ist kein Weg?

    Die Einweg Windel zu verbieten wäre das gleiche dem Ami zu sagen er darf ab morgen keine Waffe mehr besitzen, die Lobby dahinter ist viel zu stark, das gleiche ist auch bei der Industrie. Die haben viel zu viel Einfluss auf unsere Regierung, bestes Beispiel VW.

  12. #132
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    AW: Einweg ist kein Weg?

    Hallo

    Jetzt übe ich mich mal im Aberismus…��
    @Inkymatz
    Aber man muss gerade bei Vanuatu berücksichtigen, dass es sich hierbei um einen Inselstaat mit etwa 300.000 Einwohnern mitten im Südpazifik (feucht-warmes Klima) handelt. Ob hier überhaupt die Möglichkeit einer Müllverbrennung vorhanden ist, glaube ich eigentlich nicht. Das heißt, den Menschen dort bleibt kaum etwas anders übrig, als die Hinterlassenschaften ihrer Kinder (vielleicht 20.000 Kleinkinder à 4 Windeln pro Tag = 80.000 Windeln) zu deponieren, die dann beim nächsten Taifun…. Will sagen, dass für so eine Entscheidung auch andere Aspekte eine wesentliche Rolle spielen.

    @all
    Dass im UK ernsthaft mal darüber nachgedacht wurde, zeigt mir jedoch (positiv gedacht), dass das Problem der Entsorgung gebrauchter Windeln und Inkontinenzmaterialien durchaus auch in entwickelten Staaten vorhanden ist. Wie gehen wir damit um? Nicht in jeder Nation ist die Müllverbrennung so weit verbreitet wie in Deutschland, wo der Brennwert des Kunststoffabfalls durchaus das Zuheizen mittels fossiler Brennstoffe teilweise ersetzen kann. Aber ob dies nun wirklich die ökologische sinnvolle Recyclingweise ist? Daher der Gedanke, den Müll als solches zu vermeiden.

    Ob nun Verbote der richtige Weg sind, darüber können wir trefflich streiten – ich persönlich sehe Verbote erst einmal nicht so negativ: Das Verbot schneller als 50 km/h in der Stadt zu fahren ist ja mehr oder weniger gesellschaftlich akzeptiert…. In Österreich gibt es sogenannte Windelgutscheine, womit Kommunen die Anschaffung von Stoffwindelsystemen unterstützen. Im UK gibt es mittlerweile Windelwaschservice. Will sagen, dass die Akzeptanz einer wiederverwendbaren Alternative bei unseren europäischen Nachbarn weiter ist und auch die Diskussion – gerade auch im Bereich der Erwachsenenversorgung – weniger dogmatisch und eher pragmatisch und offener geführt wird.

    CU tanabata

  13. #133
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    AW: Einweg ist kein Weg?

    Zitat Zitat von Bärchen1601 Beitrag anzeigen
    Daran glaube ich nicht. Es geht ja bei so einem Verbot nicht nur um die Privathaushalte, sondern immer mehr auch um Krankenhäuser und Altersheime.
    Wenn es kein Einweginkomaterial mehr gäbe und die Pflegefachkräfte auch noch Stoffwindeln waschen müssten, bzw. die Wäscherei der Heime, dann
    würde das Pflegepersonal auf die Barrikaden steigen.
    Ebenso fast alle Mütter. Unsere Geburtenrate ist eh schon zu klein.
    Ich glaube nicht, dass die Einwegwindeln einfach so verbieten können.

    Außerdem, wie oben schon mal angesprochen, brauchen unsere Müllverbrennungsanlagen auch Müll zum Verbrennen, um sich zu rentieren.
    An meinem eigenen Beispiel oben kann man sehen, was mit der Müllmenge passiert, wenn Einwegwindeln wegfallen.
    Die MVAs kaufen ja jetzt schon Müll von anderen Ländern.

    Ich denke, es wird wie bei Zigaretten werden, man will sie reduzieren, kann sie aber nicht komplett verbieten, weil viel zu viel daran hängt.
    Steuern, Arbeitsplätze, Folgekosten, bzw. Folgeproduktionen etc.

    Man lenkt ja auch bei den Plastiktüten schon wieder ein und lässt die dünnen Plastiktüten in den Gemüseabteilungen, weil sie
    befürchten, dass dann die Discounter ihr Gemüse wieder mehr in Plastik verpacken.

    Sorry zu Parallelen zu Roadrunner, wir haben gleichzeitig geschrieben. sind aber einer Meinnung, wie es aussieht.
    Also mal ehrlich- was ist denn mit der Autoindustrie????? Ich denke die ist in Deutschland sehr groß...- und wie werden die jetzt verteufelt- mal im Ernst- mich würde garnichts mehr in diesem Land wundern- heute das geforderte Verbot von LUFTBALLONS- merkt ihr was

  14. #134
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    AW: Einweg ist kein Weg?

    Zitat Zitat von mslife81 Beitrag anzeigen
    Also mal ehrlich- was ist denn mit der Autoindustrie????? Ich denke die ist in Deutschland sehr groß...- und wie werden die jetzt verteufelt- mal im Ernst- mich würde garnichts mehr in diesem Land wundern- heute das geforderte Verbot von LUFTBALLONS- merkt ihr was
    Metalluftballons sollen verboten werden weil sie bei Oberleitungen (Zug, Straßenbahn) zu Kurzschlüssen führen!
    Also bitte...nicht alles in einem Topf rein tun und durchschütteln!

  15. #135
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    AW: Einweg ist kein Weg?

    Luftballons sind hübsch anzuschauen - aber niemand braucht sie wirklich. Windeln hingegen schon. Ein Verbot von Einwegwindeln wäre zwar denkbar aber weder politisch noch gesellschaftlich durchsetzbar. In dem Zusammenhang darf ich an das grandios gescheiterte größte soziologische Experiment des 20. Jahrhunderts erinnern: Die US-amerikanische Prohibition von 1920 bis 1933. Und dabei ging es um ein Genußmittel nicht um medizinische Hilfsmittel.
    Windeln find' ich voll gut!

  16. #136
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    AW: Einweg ist kein Weg?

    Na hoffentlich hast Du Recht- hab mir gerade in meine Betterdry eingemacht- aus medizinischen Gründen...

  17. #137
    Senior Member Avatar von Bärchen1601

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    AW: Einweg ist kein Weg?

    Also, da habt ihr mich mit den Luftballons falsch verstanden:

    Ich meine nicht den Luftballon an sich, sondern den mit Gas gefüllten Luftballon, den man zu Hunderten anlässlich einer
    Hochzeit oder ähnlichem Anlass einfach so mit oder ohne Karte in die Lust steigen lässt, der dann irgendwo runterkommt, natürlich zu 99 % in der Natur,
    wo er ewig liegt, bevor er vergammelt.
    Und ich meinte auch nicht, dass man den verbieten sollte, das habe ich auch nicht geschrieben, sondern ich schrieb, dass, wenn man das Prinzip richtig
    verstanden hat, von selber, ohne Verbot, keine Luftballons mehr in die Luft steigen lässt.
    Genauso wie man dann seinen Plastikmüll nicht irgendwo hinschmeißt, sondern fachgerecht entsorgt.
    Wenigstens im nächsten Papierkorb.

    Beispiel: Ich bin Hundehalter und sammele den Kot meines Hundes in Plastiktüten auf und schmeiße ihn in den nächsten Mülleimer.
    Wenn keiner da ist, nehme ich das Ding mit nach Hause und schmeiße es dort in den Müll.
    Es gibt aber sehr viele Hundehalter, die sammeln den Kot im Plastikbeutel auf und schmeißen ihn an der nächsten Wegecke einfach in die Natur !
    DAS meine ich mit "das Prinzip" verstehen. Die haben nix verstanden, da ist besser, den Haufen einfach so liegen zu lassen, als so einen Unsinn zu machen.
    Die sammeln den Haufen mit einer Plastiktüte ein, weil es so gewollt ist, aber warum, das haben sie nicht verstanden ...
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  18. #138
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    AW: Einweg ist kein Weg?

    Das ganze Problem bei den ganzen Umweltkram ist doch: die Treppe wird von unten nach oben gekeht. Es wird auf irgendwelchen Kleinigkeiten herumgeritten, aber die richtig großen Probleme nicht angegangen! In meinen Augen teilweise weltfremd und/oder Scheingefechte/Aktionismus um des Aktionismus willen. Sehr her, wir tun was! Nur daß es ungefähr soviel bringt, wie wenn jemand in eine brennende XXXXXXL-Lagerhalle spuckt. Oder meinetwegen reinpinkelt.

  19. #139
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    AW: Einweg ist kein Weg?

    Zitat Zitat von Sportcity Beitrag anzeigen
    Die Einweg Windel zu verbieten wäre das gleiche dem Ami zu sagen er darf ab morgen keine Waffe mehr besitzen, die Lobby dahinter ist viel zu stark, das gleiche ist auch bei der Industrie.
    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die EU Einwegwindeln verbietet. Es gibt ja praktisch keine wirkliche Altenative. Die mir bislang bekannten saugstärksten Mehrwegwinden sind die "Super Undies" (Undi=Unterhose).

    https://www.threadedarmor.com/wp-con...iaper-grey.jpg

  20. #140
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    AW: Einweg ist kein Weg?

    Zitat Zitat von Windelschlüpfer Beitrag anzeigen
    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die EU Einwegwindeln verbietet. Es gibt ja praktisch keine wirkliche Altenative. Die mir bislang bekannten saugstärksten Mehrwegwinden sind die "Super Undies" (Undi=Unterhose).

    https://www.threadedarmor.com/wp-con...iaper-grey.jpg
    Sieht aber nicht so aus als wäre dies für das große Geschäft geeignet...Sieht eher aus wie eine "Mehrweg Pull-Up" oder Trainingshose.

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