Ein spezielles Inserat wurde in der Schweiz geschaltet. Wenn jemand als Little Girl lebt, kann sie gratis in in einer 7.5 Zimmer Villa in Schönenberg leben. Ein schöner Ort mit Blick runter auf den Zürichsee.
Dazu ein Artikel in Nau.
Ein spezielles Inserat wurde in der Schweiz geschaltet. Wenn jemand als Little Girl lebt, kann sie gratis in in einer 7.5 Zimmer Villa in Schönenberg leben. Ein schöner Ort mit Blick runter auf den Zürichsee.
Dazu ein Artikel in Nau.
Windeln sind eine absolute Wellnessoase.
Wobei da ABDL oder Windeln gar nicht erwähnt werden,
Danke für's Posten!
Ich finde das eine wilde Konstellation, die für mich irritierende Fragen aufwirft und ich ignoriere mal, dass in der Annonce jegliche sexuelle Absicht abgelehnt wird und unterstelle das Gegenteil, um ein paar Fragen nachzuspüren, die mich hier beschäftigen.
1. Was dafür spricht, dass das ziemlich scheiße ist
A. die Gefahr, dass da vulnerable Personen von angezogen werden, ist nicht gering. Das gesamte Wording klingt nach spielerischer Geborgenheit, kann aber genau so gerade gefährdete Personen anziehen, die besser in einem sorgenden, persönlichen Umfeld oder einer Therapie aufgehoben wären.
B. Es besteht ein prinzipielles Abhängigkeitsverhältnis. Die einen gehört das Haus, die gesuchte Person ist gedulteter Gast.
C. Ist es überhaupt möglich, sinnvolle Prinzipien ("safe, sane and consensual") einzuhalten, wenn man seine Spielpartner:innen über eine Facebookanzeige findet und dann gleich in einem von denen kontrollierten Raum ist? Ist da überhaupt ein sinnvoller Konsens möglich?
2. Was man wohlwollend sagen könnte
A. Angenommen, die Leute dort nehmen übliche Regeln für so etwas ernst ("safe, sane and consensual"), achten also darauf, dass da eine Person einzieht, die das nicht mit einer Psychotherapie verwechselt, eine eigene Wohnung hat, die also jederzeit das Ganze risikofrei beenden kann und einfach einen guten Sommer dort verbringt. Wäre es dann trotzdem problematisch? Auf den ersten Blick nicht, denn solang da Erwachsene klar wissen, worauf sie sich einlassen und zugleich auf die Einwilligungsfähigkeit des Gegenübers geachtet wird, warum nicht?
B. Randbemerkungen, wie dass Mithilfe in Haus & Garten erwartet werden, klingen jetzt auch eher nach typischer WG als dass Grenzen zwischen Spiel und Realität bewusst eingerissen werden.
3. Ich find's gefährlich
Für mich klingt die Verbindung von realer Macht (Wohnungsgeber, Gastgeber) und gespielter Machtdynamik jedenfalls nach einer ziemlich gefährlichen Verbindung, selbst wenn das niemand so gemeint hat und noch verstärkt dadurch, dass man sich eben nicht über einen geteilten Freundeskreis, eine Szene, gemeinsame Bekannte findet, sondern eine Facebook-Anzeige. Da greift dann echt gar kein sozialer Filter oder Schutzmechanismus.
4. Ist jede Praktik OK, die safe, sane und consensual ist?
Jetzt mal abgebogen von dem realen Anlass und rein ins Grundsätzliche:
Gerade die in (1A) angesprochene ambivalente Dynamik, die in DD/LG-Spielsituationen kultiviert wird, aber natürlich auch auf ein reales Bedürfnis antwortet, finde ich super schwierig, auch über die skizzierte Sache hinaus.
Ich denke mittlerweile immer öfter, dass sexuelle Praktiken nicht bloß unschuldig sind, weil es nur Phantasien sind. Wenn also eine Machtdyanmik gespielt wird, ist das natürlich einerseits OK, solang das im Konsens passiert.
Zugleich ist gerade bei DD/LG, aber auch bei anderen Praktiken/Spieldynamiken aus unserem Spektrum, ja offensichtlich, dass da gesellschaftliche Strukturen, hier das Patriarchat, verhandelt werden. Dass ist soweit nichts ungewöhnliches: Cuckolding macht das auch, und Sexualität kommt eben nicht vom Himmel, sondern entwickelt sich im gesellschaftlichen Substrat. Kein Wunder, dass da eben auch Ungleichheitsvorstellungen reinszeniert oder auch umgedeutet werden.
Aber es gibt da auch eine Grenze, die nicht absolut zu ziehen ist, wo sexuelle Praktiken gesellschaftliche Ungleichheitsverhältnisse auf eine schwierige Weise wiederholen. So lässt sich etwa einer Vorliebe für Asiatinnen Rassismus diagnostizieren, jedenfalls im angloamerikanischen Raum (vielleicht wäre in der BRD die Sexualisierung von Osteuropärerinnen vergleichbar). Gibt es Fälle, wo man etwas vergleichbares auch für eine DD/LG-Dynamik sagen könnte, selbst unter idealen Bedingungen (nur im Spiel, Konsens, alle Beteiligten haben super mental health, stehen sicher im Leben etc.)? Was wären Indikatoren dafür?
5. Wäre es wahrscheinlich, dass Frauen die gleiche Annonce gepostet hätten?
Fände es wünschenswert, dass solche Fragen häufiger in der Szene diskutiert würden. Als Mann ist man potenziell immer ein Täter, und wie nah ziemlich beliebte Machtspielpraktiken und Missbrauch sind, zuletzt der Ulmen-Fall sehr deutlich gemacht.
Es gibt genug soziologische Hinweise, dass das kein Zufall ist, sondern dass an männlicher Sexualität generell etwas faul ist: Vielleicht der Konflikt zwischen dem sich als souverän imaginierenden Mann ("ieder Mann ein Robinson Crusoe") und der prinzipiell narzisstischen Kränkung, fortwährend zur Beantwortung des Begehrens auf etwas oder jemanden außerhalb seiner selbst angewiesen zu sein.
Sind Windellieberhaber davon nicht oder weniger betroffen? Kann ein Fetisch nicht auch eine Art schiefe Lösung dieser Konfliktdynamik sein, die die Souveränitätsphantasie verlängert? Ist eine DD/LG-Dynamik davon nicht betroffen, bloß weil es ein Spiel ist?
Ultimativ sind solche Fragen nur persönlich zu beantworten und es ist nicht so sinnvoll, das in einem Forum zu erörtern, aber weil der Post beides in mir wachgekitzelt hat, einerseits das Gefühl: "Oh, schade, suchen nur Frauen, denn das klingt nett" und andererseits: "Oh, verdammt, das klingt ziemlich irre", dachte ich, ich poste das mal hier .
Geändert von ByeBye_ (10.05.2026 um 20:31 Uhr)
Wobei es auch im schwulen BDSM Ageplay gibt und da spielen Frauen dann gar kein Rolle.
Also wäre dann DDLB.
https://www.urbandictionary.com/define.php?term=DDLB
Geändert von DiaperDino (10.05.2026 um 22:29 Uhr)
Hallo TenaFelina
Das Foto kenne ich, das ist richtig fake. Der Typ wurde gerade aus einem anderen Forum ausgeschlossen, weil er andere ausnutzt. Und seine angebliche Schwester ist auch Fake. Mal gibt er sich als Fotograf aus, mal als Skilehrer oder Rettungssanitäter aus dem Wallis. Immer mit dem Namen Stefan.. Aber nicht mal Geld um eine Hotelzimmer zu bezahlen, also sicher keine Villa am Zürichsee...
Diese Inserate tauchen auch auf dem deutschen (Ebay-)Kleinanzeigen immer wieder auf. Ich sehe das immer mal wieder und habe das Gefühl, er macht das schon seit mehr als zehn Jahren.
Es wirkt immer sehr creepy - Immer das gleiche Schema.
Habe hier gerade noch ein paar Einträge über die "Familie" Hageleit gefunden...
Krass das ganze, macht mir etwas Angst, das jemand da mal zu schaden kommt.
Der Name Hageleit ist hier in der WBC schon bekannt.
https://www.wb-community.com/showthr...light=hageleit
Windeln find' ich voll gut!
Okay, interessant, das verdichtet das Bild ja sehr deutlich. Frage mich, ob es geboten wäre, das zu irgendwo zu melden. Justiziabel scheint es mir nicht, aber wer weiß, was da sonst noch vorgeht. Im Lichte eurer Nachträge wirkt das Ganze nicht mehr grenzwertig, sondern nach deutlicher Missbrauchsgefahr.
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Stimmt. Mit meinen Thesen ging es mir aber um eine männlichem Begehren eigentümliche Problematik, das heißt, das betrifft homosexuelle Praktiken unter Männern grundsätzlich ähnlich. Es gibt Studien, die plausibilisieren, dass Essstörungen unter Schwulen ähnlich weitverbreitet sind wie unter heterosexuellen Frauen: Der gemeinsame Nenner wäre da wiederum das männliche Begehren dessen abwertendes Begehren am Körper der oder des Begehrten aufgeführt wird. [1, 2]
@ByeBye
Ganz grundsätzlich. (Was jetzt ein einzelner Typ genau betreibt, weiss ich nicht. Und davon spreche ich jetzt auch nicht.) Aber was ist gegen das Konzept DDlg einzuwenden? Das gibt es übrigen in allen Geschlechterkombinationen, also MDlg, MDlb und DDlb. Und wer die Begriffe 'Daddy' und 'Mommy' nicht mag (wie ich z. B.) kann es auch Caregiver/little nennen. (Ich gehe natürlich davon aus, dass alle 'littles' volljährig sind.) Im BDSM gibt es ja auch DS, bzw. meist D/s geschrieben. Auch da hat man ein (freiwillig gewähltes) Machtgefälle. Weil beide es so wollen. Und es muss nicht einmal sexuell sein. Siehe z. B. auch das Konzept FLR (Female Led Relationship). Nochmal: gegen diese Konzepte und Lifestyle Varianten ist absolut nichts einzuwenden. Dass es dabei auch schwarze Schafe gibt und Gefahren bestehen, das jemand ausgenutzt wird, ist dabei unbestritten, spricht aber nicht per se gegen diesen Lifestyle. Gefahren gibt es in allen Arten von Beziehungen.
Und deine Thesen zur (angeblichen rassistischen) Vorliebe für Asiatinnen, vom (angeblichen) Patriarchat bei DDlg u.s.w. sage ich jetzt mal nichts.
Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich noch heute eine Windel anziehen und sie einnässen.
Na das ist doch mal ein Angebot ;-). Ob das echt oder fake ist? Ich weiss es nicht. Ich werde mich auch nicht melden, da ich voll im Leben stehe und mir eine derartige Auszeit nicht leisten kann. Aber für diejenige, die es interessiert: viel Spass.
Grüsschen Tanja
Auch die Beziehung von Shane und Ilya in Heated Rivalry weißt klare D/s Elemente auf, ohne das da sonstige BDSM Elemente bisher eine große Rolle spielen. Mal schauen, was in Staffel 2 passiert.
Insgesamt fühlen sich viele autistische Personen im BDSM wohl, weil es von klarer Kommunikation geprägt ist.
https://time.com/7344379/heated-rivalry-autism-shane/
Natürlich ist das Fake ��. Ich lernte den Typen kennen. Eine Villa besitzt er sowenig, wie er eine Schwester hat die diesen Lifestyle mit ihm auslebt. Alles gelogen was von ihm kommt leider.
Er sucht Leute die ihn finanzieren, von ihm kommt keinen Rappen.