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Thema: Tabu No. One Inkontinenz

  1. #1
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    Tabu No. One Inkontinenz

    Hallo zusammen,

    ich mache mir Gedanken darüber, warum das Thema Inkontinenz – vor allem bei jüngeren Betroffenen wie mir (bin 39 bzw. war 34 als es das erste Mal angefangen hat) – gesellschaftlich immer noch so Tabu ist.

    Niemand schämt sich für eine Brille.
    Niemand schämt sich für einen Rollstuhl.
    Niemand schämt sich für eine Zahnspange.

    Aber sobald es um Blase oder Darm geht, wird es plötzlich still.

    Warum ist das so ?!

    Ich glaube das es darin liegt dass Kontrolle über Ausscheidungen gesellschaftlich stark mit „Erwachsensein“ verknüpft ist. Als Kinder werden wir „sauber“, und das gilt als (gefühlt wichtigster?!) Entwicklungsschritt. Wenn diese Kontrolle später wegfällt – egal aus welchem Grund – fühlt es sich automatisch wie ein Rückschritt an. Obwohl es medizinisch schlicht erklärbar ist.


    Was mich persönlich beschäftigt:
    Gerade als jüngerer Betroffener fühlt man sich oft allein. Man sieht keine anderen in seinem Alter, die offen darüber sprechen. Dabei sind wir definitiv nicht so selten, wie es wirkt.

    Vielleicht würde sich vieles entspannen, wenn wir:
    • offener darüber sprechen
    • sachlicher damit umgehen
    • jüngere Betroffene sichtbarer machen
    • Partnerschaft und Alltag ehrlich thematisieren


    Mich würde interessieren:
    Wie erlebt ihr das Thema Tabu?
    Habt ihr Strategien entwickelt, damit entspannter umzugehen – gerade im öffentlichen Raum?

  2. #2
    Senior Member Avatar von Runhild

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    AW: Tabu No. One Inkontinenz

    Das Problem ist weniger, dass man sich schämt, sondern dass man von anderen beschämt wird. Andere sehen den Kontrollverlust als eine Schwäche an und man wird deshalb von dieser Gruppe verstoßen. Und, nein, das gilt nicht nur für Windeln. Das gilt für alles, was "anders sein" bedeutet.

    Bei mir sind z.B. die Augen sehr blendempfindlich. Deshalb benutze ich oft und gerne getönte Brillen. Dafür werde ich auch in der heutigen Zeit noch ausgelacht. Im Winter blendet die Sonne genauso stark, wie im Sommer. Ein Arbeitskollege machte mich mal ziemlich blöde an, weil im Winter eine stark getönte Brille trug. Als Schülerin bin ich von Klassenkamerad*innen und Lehrer*innen gemobbt worden, weil mein Vater zur Klasse der Arbeiter gehörte.

    Wenn ich mit einer Freundin, die auf einen Rollstuhl angewiesen ist, unterwegs bin, bemerke ich schon sehr deutlich die beschämenden Blicke anderer Personen. Für die Jugend ist es üblich, draußen mit einem Kopfhörer herumzulaufen, für eine 67-jährige Frau ist das unüblich und sie muss sich auf beschämende Blicke einstellen. Die bekomme ich auch, wenn meine Kleidung nicht "altersgerecht" ist.

    Seitdem es die (a)sozialen Medien gibt, ist die Gängelung, also was man darf und was nicht, noch sehr viel schärfer geworden.

    Ich habe viele gesundheitliche Probleme und das geringste davon ist bei mir die Dranginkontinenz und ein Darm, der ständig Durchfall produziert, weil er die Standardnahrungsmittel dieser Welt nicht gut verträgt. Wer mich, wegen was auch immer, ablehnt, soll von mir fernbleiben.

    Viele Grüße
    Runhild
    Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.

  3. #3
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    AW: Tabu No. One Inkontinenz

    Tabu:
    Das Tabuisieren fängt im eigenen Kopf an. Ich erzähle nur ausgewählten Leuten von dieser Thematik, weil es eben nicht so selbstverständlich wie eine Brille ist. Zudem ist das Potential des Versteckens bei einer Windel gegeben. Eine Brille, einen Rollstuhl und eine Zahnspange kannst du nicht verstecken, sie sieht man sofort. Eine Windel kann und wird kaschiert. Es ist m.E. wechselseitig: Man tabuisiert, weil es ein Tabu für die Gesellschaft ist und umgekehrt.
    Ekel:
    Zudem geht es um Körperflüssigkeiten, die Ekel erzeugen (im Gegensatz zu Tränenflüssigkeit, mal ganz nebenbei). Viele Eltern haben schon ein Problem ihr eigenes Kind zu wickeln.
    Normabweichung:
    Ein Erwachsener, der Windeln trägt, fällt aus der Norm heraus, weil dies im Kleinkindesalter geschieht oder im Seniorenalter. Deswegen passt das Thema "Windel" für viele nicht zu einem sonst normal entwickelten, aber gewickelten Erwachsenen.
    Privat:
    Viele Krankheiten erzählt man nur den engsten Leuten. Krankheiten sind etwas Privates, genauso wie die Medikamente oder Hilfsmittel gegen die Krankheiten.

    Ich werde es nur ausgewählten Leuten davon erzählen, wenn es nicht anders geht. Es gibt Situationen, da lebt es sich für einen selber einfacher, wenn der Andere Bescheid weiß. Dass ich nachts eine Windel tragen muss, ist für mich einfach eine private Angelegenheit, selbst, wenn es kein Tabu in der Gesellschaft wäre.

  4. #4
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    AW: Tabu No. One Inkontinenz

    Ich vermute dass du die richtigen Gründe bereits gennant hast.
    Es ist wahrscheinlich besser zu lernen wie man mit dem Schamgefühl lebt, als zu versuchen es zu überwinden.
    Denn ich glaube nicht dass das funktioniert

  5. #5
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    AW: Tabu No. One Inkontinenz

    Hi
    Ich muss TenaLena leider recht geben, dass das Tabuthema wohl nicht so einfach und schnell gebrochen werden kann. Windeln gehören zu Babys, das wurde uns ja oft genug gesagt, jetzt bist du gross, jetzt brauchst du keine Windeln mehr (wie übrigens auch mit dem Schnuller). So ein Quatsch. Windeln hat nichts mit dem Alter zu tun. Und Spitzi1107 genau richtig schreibt (meine Worte), was sind den Windeln etwas anderes als Hilfsmittel wie eine Brille, ein Hörgerät, eine Gehhilfe usw. Leider sieht das die Gesellschaft anders. Wir sind so verklemmt, dass wir Windeln immer noch belächeln oder es peinlich ist, darüber zu reden. Okay, ich muss jetzt auch nicht gleich allen auf die Nase binden, dass ich Windeln brauche. Aber die Geheimnistuerei um das Thema ist echt schade. Ich achte auch darauf, dass meine Windeln nicht zu sehen sind, und das ist für mich so auch okay. Aber wenn jemand meine Spezialunterwäsche sieht, sagt er oder sie nichts. Weil es ihm selber wohl noch peinlicher wäre, als mir selber. Schade.
    Grüsschen, Tanja

  6. #6
    Senior Member Avatar von Pimpernuckel

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    AW: Tabu No. One Inkontinenz

    Zitat Zitat von Spitzi1107 Beitrag anzeigen
    Warum ist das so?
    Du hast einen Teil der Gründe schon genannt, aber es ist noch etwas komplizierter. Ein Großteil dieser „Tabus“ hat was mit der gesellschaftlichen Entwicklung und bestimmten Vorstellungen von Moral und Hygiene zu tun. In bestimmten sozialen Schichten und Zeitaltern hatte man sich ja da nicht so. Lange gab es öffentliche Latrinen, gemeinsam genutzte Klos, man erleichterte sich, wo man stand, oder Fäkalien wurden öffentlich auf der Straße und in Flüssen verklappt. Erst mit wachsendem Wohlstand und auch medizinischem Verständnis wurde das immer mehr zur Privatsache und die Leute haben sich von diesen Themen entfremdet. Hinzu kommt, dass nach der Entdeckung von Bakterien und Viren als Ursachen für viele Krankheiten von bestimmten Seiten ein extremer Gegentrend eingesetzt hat und auch dort dann normale körperliche Abläufe verteufelt wurden. Das sieht man ja teilweise heute noch, wenn Hygieneartikel vermarktet werden. Kein gesunder Mensch braucht antibakterielles Toilettenpapier oder Biozide/ Desinfektionsmittel für untenrum! Ein weiterer Punkt ist sicher auch ganz allgemein das fehlende Verständnis für Behinderungen, Hilfsbedürftigkeit, Pflege. Die Leute schieben das vor sich her und wollen sich nicht damit beschäftigen, auch wenn es sie irgendwann alle betrifft. Das bedeutet halt auch, dass Inkontinenz immer noch als Alte-Leute-Problem behandelt wird... Man könnte das sicher noch weiter ausbauen, aber das ist erstmal mein Gedankensalat zu dem Thema.

    Pi
    Ada, ada! Haba umu mimu?
    -------------------------------
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  7. #7
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    AW: Tabu No. One Inkontinenz

    Zitat Zitat von tanja1 Beitrag anzeigen
    Hi
    Ich muss TenaLena leider recht geben, dass das Tabuthema wohl nicht so einfach und schnell gebrochen werden kann. Windeln gehören zu Babys, das wurde uns ja oft genug gesagt, jetzt bist du gross, jetzt brauchst du keine Windeln mehr (wie übrigens auch mit dem Schnuller). So ein Quatsch. Windeln hat nichts mit dem Alter zu tun. Und Spitzi1107 genau richtig schreibt (meine Worte), was sind den Windeln etwas anderes als Hilfsmittel wie eine Brille, ein Hörgerät, eine Gehhilfe usw. Leider sieht das die Gesellschaft anders. Wir sind so verklemmt, dass wir Windeln immer noch belächeln oder es peinlich ist, darüber zu reden. Okay, ich muss jetzt auch nicht gleich allen auf die Nase binden, dass ich Windeln brauche. Aber die Geheimnistuerei um das Thema ist echt schade. Ich achte auch darauf, dass meine Windeln nicht zu sehen sind, und das ist für mich so auch okay. Aber wenn jemand meine Spezialunterwäsche sieht, sagt er oder sie nichts. Weil es ihm selber wohl noch peinlicher wäre, als mir selber. Schade.
    Grüsschen, Tanja
    Absolut, sehe ich ähnlich. Jedoch finde ich den Vergleich bspw. mit einer Brille nicht ganz so passend. Ich glaube jeder der sich entscheiden müsste ob er eine Brille tragen muss oder ob er sich unkontrolliert in die Pampers macht, würde ohne eine Sekunde darüber nach zu denken die brille nehmen.

  8. #8
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    AW: Tabu No. One Inkontinenz

    Und statt Brille gibt es auch Kontaktlinsen.

  9. #9
    Senior Member Avatar von Runhild

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    AW: Tabu No. One Inkontinenz

    Zitat Zitat von TenaLena Beitrag anzeigen
    Absolut, sehe ich ähnlich. Jedoch finde ich den Vergleich bspw. mit einer Brille nicht ganz so passend. Ich glaube jeder der sich entscheiden müsste ob er eine Brille tragen muss oder ob er sich unkontrolliert in die Pampers macht, würde ohne eine Sekunde darüber nach zu denken die brille nehmen.
    Es sein denn, sie oder er ist DL.

    Viele Grüße
    Runhild
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  10. #10
    Senior Member Avatar von flaggi78

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    AW: Tabu No. One Inkontinenz

    Ich finde nicht, dass man Inkontinenz mit dem Tragen einer Brille oder eine Spange vergleichen kann. Als Betroffener weiß ich, es ist ein Tabuthema und lässt sich nicht schönreden. Es ist eine völlig andere körperliche und psychische Belastung, die Kontrolle über die Ausscheidungen zu verlieren, als einfach nur eine Sehhilfe etc. zu benötigen. Das ist einfach nicht dasselbe.
    Meine Strategie ist es, so diskret wie möglich damit umzugehen. Ich binde es niemandem auf die Nase, dass ich Windeln trage. In der Familie lässt es sich natürlich nicht verheimlichen, was den Alltag aber auch einfacher macht. Ebenso wissen meine Ärzte, engste Freunde und eine Nachbarin, mit der ich mich gut verstehe, Bescheid. Auf der Arbeit weiß es vermutlich und hoffentlich niemand, da ich dort sehr vorsichtig bin. (Glaube ich jedenfalls) Und falls doch einmal etwas passiert, verschwinde ich sofort.
    Von fremden Menschen bin ich Diesbezüglich noch nie angesprochen worden. Das macht man ja auch nicht..
    Auch in Hotels auf Reisen hatte ich bisher noch nie Probleme. So etwas wird dort ebenfalls sehr diskret behandelt

  11. #11
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    AW: Tabu No. One Inkontinenz

    Hi
    Nachdem ich den grössten Teil meines Lebens super gut gesehen hatte, trage ich seit einigen Jahren auch eine Brille. ich finde das mühsam, manchmal mühsamer, als Windeln zu tragen. Dennoch finde ich auch, dass der Vergleich zwischen Inkontinenz/Windeln und Sehschwäche/Brille hinkt. Wie einige bereits schrieben, ist Inkontinenz immer noch ein Tabuthema, Sehschwäche wird hingehen in den meisten Fällen nicht einmal als Krankheit angesehen. Eine Brille gilt sogar als Modeartikel, diesen Status wird eine Windel nie erreichen, einfach weil die meisten Menschen so etwas nicht anzüglich oder sexy finden. Und obwohl das ja gar nicht stimmt, haben viele Inkontinente das Gefühl, dass sie mit dem Problem alleine sind, weil die Inkontinenz nicht sichtbar ist. Die Sehschwäche ist nicht nur sehr weit verbreitet sondern in unserem Leben allgegenwärtig.

    Beim Hörgerät ist es übrigens so, dass es immer noch viele Leute gibt, welche keines Tragen, weil sie sich schämen…

    Grüsse

  12. #12
    Senior Member Avatar von Runhild

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    AW: Tabu No. One Inkontinenz

    Sehschwächen sind so lange kein Problem, wie sie sich moderat auswirken. Wenn aber die Sehnerven anfangen kaputtzugehen, wird es schon ungemütlicher, besonders, wenn man die Ursache nicht kennt und daher auch nichts dagegen unternehmen kann. Nervig wird es auch, wenn man anfängt, Doppelbilder zu sehen, die mit Brillen nicht zu korrigieren sind. Dagegen finde ich, dass eine Inko Pillepalle ist. Es ist einfach schwierig, verschiedene Beeinträchtigungen miteinander zu vergleichen. Sobald die Brillen aus verschiedenen Gründen ihren Modecharakter verlieren, werden sie schnell beschämend.

    Wir leben in einer Gesellschaft, in der wir den perfekten Körper und die ewige Jugend anbeten. Da passen Beeinträchtigungen, egal welche, einfach nicht hinein. Wer dann doch Probleme hat, egal welche, wird gemobbt.

    Den Ekel vor Körperausscheidungen haben mir meine Eltern anerzogen und ich habe ihn mir aus praktischen Gründen wieder aberzogen. Was andere über mich denken, kann ich inzwischen ebenfalls gut ignorieren.

    Viele Grüße
    Runhild
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  13. #13
    Member Avatar von Alter Sack

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    AW: Tabu No. One Inkontinenz

    Es ist halt so, das nicht der Masse entsprechen in einer Gemeinschaft zu Ausgrenzung und Abwertung führt. Die Windel und auch alle anderen Behinderungen (vor allem mentale) werden in Mitteleuropa noch immer so betrachtet wie vor 80 Jahren.
    In der viel älterne Gesellschaft in Japan gibt es Windelmodeschauen und permanent Werbung für die noch bessere Windel für Erwachsene.
    In Skandinavien gehen sie auch viel lockerer mit dem Thema um(zumindest meiner persönlichen Erfahrung nach).

    Gestern war Tag der seltenen Kranheiten. Er wurde quer durch Europa in den Medien angesprochen nur in Österreich und Deutschland sogut wie gar nicht. Ein Schelm wer dabei böses denkt.

    Ich persönlich handle das Thema simpel. Ich verstecke nichts, laufe aber auch nicht mit superdicken ABDL Windeln in der öffentlichkeit rum. Wer fragt bekommt ehrliche Antworten. Das ist mein Beitrag zur Enttabuisierung..

  14. #14
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    AW: Tabu No. One Inkontinenz

    Persönlich gibt es bei mir eine ganze Palette von Einschrränkungen, Fluch und Segen zugleich ist das man mir meine Einschränkungen meist Normal nicht ansieht ausser in bestimmten Situationen ( Gibt mir zumindest auch die möglichkeit mich mal wie ein normaler Mensch zu fühlen ).
    Das größte Problem ist jedoch immernoch die Mauer die, die meissten im Kopf haben. Und nach gut über 30 Jahren mit dieser Problematik (Seid Kindertagen) stehe ich über vielen dingen, jedenfalls versuche ich es.

    Als ich vor jahren einen Rollstuhl brauchte weil meine Beine zu Schwach waren wurde ich auch oft ziemlich dämlich angeguckt, aber man nahm Rücksicht weil man es ja sehen konnte, oder als ich noch meinen Gehstock brauchte. Inzwischen habe ich mich aus dem Rolli wieder rausgeaarbeitet und ihn Verbannt. Und wenn man im Bus dann schon von anderen leuten mit Behinderung angepamt wird das man den Platz räumen solle da dieser scchliesslich für Behinderte reserviert ist kann ich auch nur noch mit den Augen rollen.

    Die Größte Hürde im Kopf ist noch die eigene Mauer, deshalb versuche ich mir nicht immer alles zu sehr zu Herzen zu nehmen.

  15. #15
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    AW: Tabu No. One Inkontinenz

    Am Besten entspannt damit umgehen.

  16. #16
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    AW: Tabu No. One Inkontinenz

    Hi Leute
    Ich wollte jetzt hier wirklich keine ausschweifenden Diskussionen über Brillen und Hörgeräte lostreten, bitte um Verzeihung. Ich meinte dies aus medizinischer Sicht; Windeln, Brillen, Hörgeräte sind Hilfsmittel, eine körperliche Schwäche etwas auszugleichen. Nicht mehr und nicht weniger. Ich hoffe, das ist so klar und auch verständlich, wie ich es gemeint hatte. Danke.
    Grüsschen Tanja

  17. #17
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    AW: Tabu No. One Inkontinenz

    Zitat Zitat von tanja1 Beitrag anzeigen
    Hi Leute
    Ich wollte jetzt hier wirklich keine ausschweifenden Diskussionen über Brillen und Hörgeräte lostreten, bitte um Verzeihung. Ich meinte dies aus medizinischer Sicht; Windeln, Brillen, Hörgeräte sind Hilfsmittel, eine körperliche Schwäche etwas auszugleichen. Nicht mehr und nicht weniger. Ich hoffe, das ist so klar und auch verständlich, wie ich es gemeint hatte. Danke.
    Grüsschen Tanja
    Danke, das wollte ich auch schon sagen.

  18. #18
    Senior Member Avatar von Windelfreund_s46

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    AW: Tabu No. One Inkontinenz

    Eigentlich wurde hier schon alles Wesentliche geschrieben. Letztlich kommt es aber darauf an, wie du selbst mit vorhandenen Einschränkungen umgehst. Viele Einschränkungen sind eben für andere sichtbar und andere fallen zunächst gar nicht auf. Und Leute, die Windeln tragen fallen in unserer Gesellschaft eher weniger auf, weil die Meisten gar nicht sehen oder mitbekommen, dass du eine Windel trägst.
    Und hier findet Ihr meine Geschichten: Christoph-und-Katja, Tanja-–-Mein-Weg-zum-Teen-Baby, Melinas-Geschichte. Ich wünsche euch, viel Spaß beim Lesen!
    Liebe Grüße vom Windelfreund

  19. #19
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    AW: Tabu No. One Inkontinenz

    tja und ich trage alles
    Brille
    Hörgerät
    Windel mit gh 24/7/365

  20. #20
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    AW: Tabu No. One Inkontinenz

    Zitat Zitat von supfan Beitrag anzeigen
    tja und ich trage alles
    Brille
    Hörgerät
    Windel mit gh 24/7/365
    Und ich trage Brille und Windeln. Beides ist auszuhalten.
    Grüsschen Tanja

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