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Thema: Die Ambivalenz zwischen der Sehnsucht und der Realität

  1. #1
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    Question Die Ambivalenz zwischen der Sehnsucht und der Realität

    Hallo zusammen,

    ich schreibe diesen Beitrag, weil ich mich momentan in einer Gedankenschleife befinde, aus der ich alleine nicht so recht herausfinde. Vielleicht kennt der eine oder andere von euch dieses Gefühl, zwischen zwei Stühlen zu sitzen.

    Kurz zu mir: Ich bin 33 Jahre alt und seit etwa 20 Jahren ist mir bewusst, dass ich eine starke Affinität zu Windeln habe. Es ist eine Mischung aus klassischen Windelfetisch, aber auch mit leichten ABDL-Akzenten, vor allem Kuscheltiere spielen für mich eine große Rolle, wenn es um intensive, fast autistische Gefühle von einer umfassenden Zuneigung, Liebe und Geborgenheit geht.

    Das Problem ist die massive Diskrepanz zwischen meinem Sehnsucht und der tatsächlichen Auslebung. Auf der einen Seite steht diese intensive Sehnsucht. Es gibt Nächte, da ist das Bedürfnis fast greifbar. Ich sehne mich danach, im intimsten Bereich geschützt, gehalten und „eingepackt“ zu sein. Es geht um dieses Gefühl von Sicherheit und dem Gehaltensein, das in der Form nur eine Windel vermitteln kann. In diesen Momenten fühlt es sich an, als gäbe es nichts Wichtigeres.

    Auf der anderen Seite steht die Realität meiner Nutzung: Im Durchschnitt trage ich nur 1–2 Windeln pro Woche. Manchmal lege ich Pausen von mehreren Wochen oder sogar Monaten ein, in denen das Thema komplett in den Hintergrund rückt. Ich habe es schon oft versucht, aber gemerkt, dass Jede Nacht Windeln zu tragen für mich einfach nicht funktioniert. Spätestens nach der vierten Nacht verliere ich komplett das Interesse und empfinde das dann wieder als eine regelrechte Befreiung wieder den gewöhnlichen Unterhosen zu schlafen. Der Reiz verfliegt, es fühlt sich belanglos bis fremdartig an. 24/7 zu tragen, was für viele hier das Nonplusultra ist, spielt für mich absolut keine Rolle. Wenn ich lese, dass manche hier am liebsten inkontinent würden, finde ich das extrem befremdlich. Für mich gibt es kaum eine schlimmere Vorstellung.

    Und genau hier liegt der Widerspruch, der mich unglücklich macht: Ich kann nicht dem Windelfetisch, aber ich kann eben auch nicht ohne Windeln. Wenn ich die Windeln weglasse, kommt irgendwann diese tiefe, oft etwas autistische Sehnsucht zurück. Wenn ich dem dann wieder nachgebe, stellt sich nach kurzer Zeit eine Sättigung oder sogar ein Überdruss ein. Einerseits habe ich diesen sexuellen Fetisch, andererseits möchte ich diesen gar nicht wirklich integrieren, sondern am liebsten loswerden. Ich finde diesen Zustand frustrierend. Es ist kein "ganz oder gar nicht", sondern ein ewiges Dazwischen. Manchmal wünschte ich, ich könnte es entweder ganz hinter mir lassen - oder es einfach als festen, unkomplizierten Teil meines Lebens akzeptieren, ohne dass das Interesse sofort wieder erlischt. Für mich ist das seit Jahren nur so eine Art Minimal-Management, hier und da mal eine Windel Nachts und dann reicht es wieder, wobei ich aber emotional wieder aushungere, wenn ich sie ganz weglasse.

    Kennt ihr diese Ambivalenz? Wie geht ihr damit um, wenn das emotionale Bedürfnis nach Geborgenheit und dem Gehaltenwerden so gar nicht mit der realen Ausdauer oder dem dauerhaften Interesse korreliert?

    Ich freue mich auf eure Gedanken dazu und bedanke mich!

    Daniel

  2. #2
    Senior Member Avatar von Windelfreund_s46

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    AW: Die Ambivalenz zwischen der Sehnsucht und der Realität

    Hallo Daniel,

    ich würde mir da gar nicht so viele Gedanken machen. Als DL hast du doch immer den Vorteil, dir deine Windelzeit frei einzuteilen. Und da gibt es so viele Möglichkeiten. Die einfachste hier wäre: Ziehe dir eine Windel immer nur dann an, wenn du das Bedürfnis danach hast. Und sei es nur nachts.
    Und wenn du erstmal genug von den Windeltragen hast, ist dies doch ebenfalls in Ordnung. Du machst dann einfach eine Pause. Und wenn du später wieder das Bedürfnis verspürst, ziehst du eben wieder eine Windel an.
    Und hier findet Ihr meine Geschichten: Christoph-und-Katja, Tanja-–-Mein-Weg-zum-Teen-Baby, Melinas-Geschichte. Ich wünsche euch, viel Spaß beim Lesen!
    Liebe Grüße vom Windelfreund

  3. #3
    Senior Member Avatar von Pimpernuckel

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    AW: Die Ambivalenz zwischen der Sehnsucht und der Realität

    Grundsätzlich ist daran erstmal nix falsch. Jeder tickt eben anders. Die Frage ist dann halt eher, was du sonst noch so für dein emotionales Wohlbefinden und/ oder deine Sexualität tust. Wenn du von „aushungern“ sprichst, fehlt dir vielleicht noch was anderes und die Windeln alleine sind nicht genug. Ansonsten müsste man dann halt wieder abtauchen, wie das mit deiner Partnerschaft ist (so vorhanden), wie dein Stresslevel so ist und das ganze Gedöns. Anhand deiner Autismus-Analogie könnte man ja vermuten, dass sich da einfach irgendwas aufbaut in Richtung Überforderung und das dann einfach das Ventil ist. Also einfach mal komplett vom Rest der Welt abkoppeln... Ist halt schwer einzuschätzen.

    Pi
    Ada, ada! Haba umu mimu?
    -------------------------------
    24/7 in Windeln

  4. #4
    Senior Member Avatar von Runhild

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    AW: Die Ambivalenz zwischen der Sehnsucht und der Realität

    Hallo@littledaniel

    Zunächst möchte ich dich bitten, mit dem Wort "autistisch" etwas vorsichtiger umzugehen. Hier im Forum befinden sich einige Personen, die im Autismusspektrum verortet sind. Ich kenne sehr viele autistische Menschen persönlich und ich habe viel Literatur zur ASS (AutismusSektrumStörung) gelesen, aber ich habe noch nie etwas von "autistische Gefühle von einer umfassenden Zuneigung, Liebe und Geborgenheit ..." und von "autistischer Sehnsucht ..." gehört oder gelesen. Was meinst du damit? Für mich klingt es so, als würdest du das Wort "autistisch" abwertend und beschämend verwenden.

    Ich sehe im Augenblick auch nicht, wo dein Problem wirklich liegt? Folge doch einfach deinen Gefühlen. Sexuelle Lust hält nie 24/7/365 an. Sie ändert sich ständig mit den der Aktivität der Sexualhormone. Genieße deine Lust, wenn du sie verspürst und erhole dich in den Pausen. Es gibt keine Regel, wie oft man Sex haben muss.

    Viele Grüße
    Runhild
    Brave Mädchen kommen in den Himmel, böse LEBEN auf der Erde.

  5. #5
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    AW: Die Ambivalenz zwischen der Sehnsucht und der Realität

    Hallo Daniel
    Ja, deine Situation kann ich sehr gut nachvollziehen, es geht und ging mir ganz ähnlich. Zu Beginn hatte ich immer das Gefühl, nicht ganz normal zu sein (was auch immer normal ist ;-)). Dann das ewige hin und her, alles entsorgt und wieder gekauft. Geniessen - hassen, und das innert Minuten. Mit der Zeit hat sich das Verhältnis bei mir stark geändert. Inzwischen fehlen mir meine Windeln, wenn ich diese ein paar Tage nicht tragen kann, aus welchen Gründen auch immer. Ich mag es, täglich bei der Arbeit gewindelt zu sein, die Windel einzunässen und es einfach zu geniessen. Abends und am Wochenende trage ich quasi keine Windeln, ausser in besonderen Fällen wie z.B. beim Skifahren, auf längeren Reisen, im Kino oder ähnliches. Ich habe mich mit dieser Situation so versöhnt, dass ich es (meist) einfach geniessen kann. Bezüglich 24/7 geht es mir wohl ebenfalls ähnlich wie dir: ich möchte nicht physisch auf Windeln angewiesen sein. Ich bin sehr zufrieden und glücklich, dass ich es noch selber entscheiden kann, wann und wo ich Windeln tragen woll. Okay, meine Reizblase und das Tröpfeln nach zwei Geburten verlangt Einlagen, aber das ist etwas anderes. Windeln sind schon eine Liga für sich. Mein Tipp, wenn ich mir das erlauben darf: geniesse es wann und wo immer du es willst und trage normale Unterwäsche, wenn es für dich stimmt. Geniesse es einfach.
    Grüsschen, Tanja

  6. #6
    Senior Member Avatar von Thunderbird

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    AW: Die Ambivalenz zwischen der Sehnsucht und der Realität

    Ich könnte mir vorstellen, das du mit den eventuell unbewussten Negativgedanken harderst, wenn du das Bedürfniss hast Windeln zu tragen, und nicht damit umgehen kannst. So wie du es darstellst, ist alles doch gut. Genau wie die Vorredner es auch schreiben. Die Tatsache, das du es schon länger Windeln ab und zu trägst, zum Vergnügen oder Befriedigung deiner Sehnsüchte, sagt nix darüber aus, ob du keine unguten Gefühle mehr deswegen hasst. Diese können auch unbewusst sein. Denke versuche die Neigung wirklich für dich anzunehmen. Daran sollte man arbeiten oder sich bewusst werden. Manchmal sind solche Gefühle und Gedanken nicht immer einen bewusst. Denn so wie du es praktizierst, müsstest du eigendlich zufrieden sein.

    LG
    Jörg
    Geändert von Thunderbird (07.01.2026 um 17:26 Uhr)

  7. #7
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    AW: Die Ambivalenz zwischen der Sehnsucht und der Realität

    Zusätzlich sage ich auch, wie die anderen, dass du nichts verwerfliches machst, wenn du Windeln trägst.
    Für mich klingt es nach einen emotionalen Dilemma, wobei es kein 100% richtig gibt. Zwischen "in Windeln sein" und "nicht in Windeln sein" hältst du dich auf und sobald du auf eine Seite pendelst, kommt die Sehnsucht, die dich auf die andere Seite zieht. Diese beiden Wünsche oder Bedürfnisse lösen starke Gefühle aus und du lebst in der Spannung dazwischen. Dann gibt es nicht die eine richtige Lösung. Aber ich finde, dann gibt es zwei Lösungen für dich: Die Zeiten mit und die Zeiten ohne Windeln...
    Oder ist es ein Dilemma, dass du einerseits Windeln anziehen willst, aber dein Kopf sagt dir, dass es nicht richtig ist. (So habe ich dich eigentlich nicht verstanden) Dies wäre ein "Kopf-Herz-Dilemma" (ich weiß nicht, ob es diesen Begriff gibt.)

  8. #8
    Senior Member Avatar von Heavy User

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    AW: Die Ambivalenz zwischen der Sehnsucht und der Realität

    @littledaniel

    Hast Du schon einmal versucht eine gewisse Regelmäßigkeit in die ganze Sache zu bringen? Bei mir hat sich das irgendwann von selbst so eingependelt.

    Wobei diese Regelmäßigkeit nicht in Stein gemeißelt sein muss. Als ich noch im A-la-Carte-Geschäft gearbeitet habe war der Ruhetag (Montag) mein Kino- und Windeltag. Beides lässt sich nebenbei erwähnt, super kombinieren.

    Mittlerweile arbeite ich in einer Kantine die am WE geschlossen hat. So ist der SA mein Enkaufstag und der SO mein Flohmartktag. Beides natürlich in Windeln.
    Windeln find' ich voll gut!

  9. #9
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    AW: Die Ambivalenz zwischen der Sehnsucht und der Realität

    Ich habe in den vergangenen Tagen etwas über die Antworten nachgedacht und überlegt, wie ich überhaupt antworten soll. Für mich sind affirmative Beschwichtigungen wenig hilfreich, gerade wenn sie von "Betroffenen" selbst kommen. Das hat kein Gewicht.

    In diesen Binge-Purge-Zyklen und den Gefühlen dahinter bin ich länger nicht mehr, sondern darüber hinaus eher in dem Prozess, dass ich mit einem klaren Selbstverständnis sage, dass es natürlich besser für einen Menschen ist, keinen Windelfetisch zu haben. Ich will keine Beruhigungspillen, sondern besser verstehen, welche meine emotionalen Grundbedürfnisse hinter diesen Craving-ähnlichen Zuständen sind, denn sonst könnte man es eben auch einfach lassen. Der Wunsch ist die Integration ohne das immer als bloße Bedürfnisbefriedigung behandeln zu müssen.

  10. #10
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    AW: Die Ambivalenz zwischen der Sehnsucht und der Realität

    Zitat Zitat von littledaniel Beitrag anzeigen
    dass es natürlich besser für einen Menschen ist, keinen Windelfetisch zu haben.
    Mit dieser Einstellung bist Du in diesem Forum vollkommen falsch. Das ist so, als würde man in eine Kirche gehen und sagen, dass es natürlich besser für einen Menschen ist, nicht religiös zu sein.

  11. #11
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    AW: Die Ambivalenz zwischen der Sehnsucht und der Realität

    Nun naja das würde ich so nicht Unterschreiben. Wenn man "besser" nicht wertend sondern nur sachlich betrachtet, würde ich der Aussage zustimmen, dass es "besser" ohne Windelfetisch oder irgendwelche Art der "Abhängigkeit" oder Freude daran wäre. Kosten Ersparnis, weniger gedankliche "Probleme", keinerlei Zwiespalt zwischen dem selbst und der Gesellschaft, ... Da gibt's objektiv einiges was das belegen könnte.

  12. #12
    Member Avatar von Winboy69

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    AW: Die Ambivalenz zwischen der Sehnsucht und der Realität

    Zitat Zitat von littledaniel Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    ich schreibe diesen Beitrag, weil ich mich momentan in einer Gedankenschleife befinde, aus der ich alleine nicht so recht herausfinde. Vielleicht kennt der eine oder andere von euch dieses Gefühl, zwischen zwei Stühlen zu sitzen.
    [...]
    Kennt ihr diese Ambivalenz? Wie geht ihr damit um, wenn das emotionale Bedürfnis nach Geborgenheit und dem Gehaltenwerden so gar nicht mit der realen Ausdauer oder dem dauerhaften Interesse korreliert?
    Hallo Daniel,

    ich kenne diese Zerrissenheit und Ambivalenz auch. Das Windeltragen ist für mich hauptsächlich ein sexueller Kick, der manchmal da ist und durchaus auch sehr intensiv sein kann. Aber es gibt auch Zeiten, in denen er nicht da ist – das können auch schon mal Wochen oder Monate sein, in denen ich keine Windeln anrühre. Dennoch bezeichne ich mich als DL bzw. ABDL – denn wenn ich das Bedürfnis habe, dann gehe ich auch voll darin auf.

    Aber ich glaube, dass jeder Windelfetisch bei jedem seine eigenen Facetten hat – eine hundertprozentige Übereinstimmung zu anderen hier im Forum habe noch nicht festgestellt. Eine gewollte Inkontinenz kommt für mich beispielsweise auch nicht in Betracht. Auch 24/7 habe ich noch nie gemacht, da ich nach spätestens drei Tagen eine Art „Befriedigung“ verspüre.

    Was ich damit sagen will: Ich habe das für mich genau so akzeptiert, wie es ist und fühle mich damit wohl. Aber dies hat auch Jahre (Jahrzehnte) gedauert, bis ich das jetzt einfach so von mir sagen kann.

    Früher war es auch eher so, dass ich alles, was mit Windeln zu tun hatte, loswerden wollte, wenn ich es ausgelebt hatte. Inzwischen aber habe ich mir in meinem Kleiderschrank ein Lager geschaffen, das unterschiedliche Windeln und sogar Schnuller, Baby-Puder, einen Body und eine schwarze Nylonstrumpfhose beinhaltet. Gerade die letzteren rühre sehr selten an – aber wenn dann mal das Bedürfnis da ist, dann habe ich den Zugriff darauf und lebe es einfach für mich aus. Und wenn das Bedürfnis abnimmt, kommt alles wieder an seinen Ort und wartet quasi auf seinen nächsten Einsatz, wenn es mich mal wieder überkommt. Für mich ist das so völlig ok.

    LG Winboy69

  13. #13
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    AW: Die Ambivalenz zwischen der Sehnsucht und der Realität

    Zitat Zitat von FranzW Beitrag anzeigen
    Mit dieser Einstellung bist Du in diesem Forum vollkommen falsch. Das ist so, als würde man in eine Kirche gehen und sagen, dass es natürlich besser für einen Menschen ist, nicht religiös zu sein.
    Nur mit dem Unterschied, dass "ABDL", sprich alles was hierzu gehört, keine Religion ist und es somit auch keine Häresie und Exkommunikation gibt. Ich kann natürlich feststellen, dass mein Leben - und so geht es wahrscheinlich vielen - deutlich unkomplizierter verlaufen wäre, wenn ich diese sexuelle Präferenz und die emotionale Abhängigkeit nicht entwickelt hätte. Ich bin allerdings auch zufrieden, dass ich nur dieses Thema habe und nichts darüber hinaus, was man heute irgendwie unter sexueller Vielfalt subsummiert. Es ist jedem Menschen zu wünschen, dass er befreit und unabhängig von solchen Leiden leben kann.

  14. #14
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    AW: Die Ambivalenz zwischen der Sehnsucht und der Realität

    Ich schließe mich mal von diesem Wunsch für "jeden Menschen" aus. Was sexuelle Vielfalt betrifft, ich bin schwul und leide keineswegs daran, und meine Vorlieben oder Fetische, wie man das auch nennen will, wie Bondage, Latex, Lycra, Strampler, Windeln u.a. empfinde ich auch keineswegs als Leiden, sondern als Bereicherung für mein Leben. Und ich lebe das gerne aus.

    Die Bezeichnung von sexueller Vielfalt als Leiden finde ich alles andere als angemessen. Dass es für einige durchaus so empfunden werden kann, ist sicher richtig, jedoch sollte daraus nicht auf alle geschlossen werden.

  15. #15
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    AW: Die Ambivalenz zwischen der Sehnsucht und der Realität

    Ich denke und kann es auch von mir sagen, das man darunter leidet, wenn man seine Neigung Prägung was auch immer, nicht akzeptieren möchte bzw sich dagegen wehrt. Auch Homosexuelle, mussten es für sich auch akzetieren. Hoffe das ich mich nicht ungeschikt ausgedrückt habe. Aber so habe ich es an einen Freund halt wahrgenommen. Gerade wenn man wie ehr unter einen ultra konservatieven Vater aufgewachsen ist. Wenn man den Normen nicht entspricht, denen man vorgelebt oder erklärt bekommt, ist man doch in einen Zwiespalt mit sich. Gerade wenn man voll in der Pupertät steckt. Nicht jeder ist schon so stark darüber zu stehen. Manche lernen es früher oder später, andere zerbrechen daran irgendwann. Man muss lernen mit seiner Persöhnlichkeit wie sie sich entwickelt hat, anzufreunden, und seinen Weg zu finden, glücklich zu werden. Alles andere ist zum scheitern verdammt. Egal ob es sich um Homosexualität handelt, oder um andere Prefferenzen.

    Auserdem gibt es auch andere Eigenschaften, auserhalb Sexualität, die nicht immer in der Gesellschaft gut anommen. Ich denke so an Menschen, die immer komisch sein müssen, und ab und zu auch in unpassenden Momenten einen Kommetar loslassen. Das kann auch eine Neigung sein, die soche Menschen nicht einfach unterdrücken können. Auch da müssen solche Menschen die es betrift lernen damit umgehen. Es gibt da bestimmt noch ganz andere Eigebschaften, die die Persöhnlichkeiten betrffen, die problematich werden können im Leben. Es muss ja nicht immer im sexuellen zu suchen sein. Aber jeder muss doch lernen sich so zu akzeptiern, wie er ist. Auch wenn es nicht immer Dinge sind, die gesellaftlich akzeptiert werden. Auserdem muss ich ja auch nicht auf die Stirn tätowieren, auf wass ich so stehe. Am meisten wird doch gelogen, wenn das Tehma was so im Schlafzimmer passirt, aufkommt. Niemand pralt wirklich ernst oder gibt Schwächen diesbezüglich zu. Es gibt halt Dinge, die teilt man nur mit ausgewhälte Freunde, oder nur mit dem Partner. Oder verheimlicht es selbst dem Partner, wenn man bedenken hat, das Er damit nicht umgehen kann. Ist zwar eine schlechte Option, aber bei vielen ist es genau so.

    LG
    Jörg

  16. #16
    Senior Member Avatar von flopper

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    AW: Die Ambivalenz zwischen der Sehnsucht und der Realität

    Ja das kenn ich gut. Ich habe eher selten eine Windelphase, alle paar Wochen oder Monate. Dass diese wieder vorbeigeht stört mich allerdings nicht. Ich hab auch andere Phasen, die kommen und gehen.

    Akzeptanz ist vielleicht das Schlüsselwort hier. Viele stört ja das Bedürfnis, Windeln zu tragen an sich. Das gesellschaftliche Stigma, das mit Windeln tragen verbunden ist, wiegt zu schwer als dass man es ignorieren könnte. Aber sich so zu akzeptieren, wie man ist, oder viel mehr, wie es ist, gehört auch zum Reifeprozess. Gesellschaftliche Ideale, die früher einmal notwendig waren, bzw. heute überflüssig, verzerren die Wirklichkeit und helfen nicht, sich selbst zu finden.

    Ich empfehle allen, ganz genau hinzufühlen, was man braucht, aber auch, und das ist enorm wichtig, was man nicht braucht. Dies, und nichts anderes, ist die Realität.
    Flopper

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