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Thema: Inkontinenz in der Kindheit. Sind Eure Eltern verzweifelt gewesen?

  1. #1
    Senior Member Avatar von niemand

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    Inkontinenz in der Kindheit. Sind Eure Eltern verzweifelt gewesen?

    Waren Eure Eltern verzweifelt? Ich kann mir gut vorstellen, dass es belastend sein kann, ein Kind über das dritte Lebensjahr hinaus zu wickeln.
    Besonders Stinkies dürften heftig für Eltern sein.
    Wenn man dann als Elternteil bemerkt, dass die aufwendige Routine kein Ende nehmen wird ... wäre doch unmenschlich, nicht zu verzagen.
    Haben sich die betroffenen Eltern dazu geäußert oder waren sie in der Lage eventuelle Frustrationen unter Kontrolle zu halten?

    Meine Eltern hatten das Duschwasser ab dem zweiten Lebensjahr kälter und kälter gemacht. Das hat gewirkt :'(
    Bis zum Konflikt ist es nicht mehr gekommen.

  2. #2
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    AW: Inkontinenz in der Kindheit. Sind Eure Eltern verzweifelt gewesen?

    Es waren die frühen 1970er, Mutter alkoholabhängig, Stiefvater autoritär, Großmutter körperlich stark eingeschränkt, dem Alkohol zugetan. Keine Waschmaschine, kein fließend warmes Wasser, alle 2-3 Jahre ein weiteres Baby, keine Einwegwindeln, keine Windeln für den doofen Bettpisser.
    Jedes nasse Bett, jede nasse Hose, jede volle Hose brachte Prügel ein, neben vielen anderen Gründen.

    Ich war so froh, als ich endlich in Heim kam, habe viel zu lange ausgehalten

  3. #3
    Segufix-Boy Avatar von s-fix-boy

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    AW: Inkontinenz in der Kindheit. Sind Eure Eltern verzweifelt gewesen?

    Es gab Zeiten, wo meine Eltern an mir wirklich beinahe verzweifelten. Meine damalige Inkontinenz war dabei eines der kleineren Problem.
    Meine Eltern haben immer für mich gekämpft und mir so eine möglichst "normale" Kindheit, ermöglicht. Auch wenn dies nicht immer der einfachste Weg war. Dafür bin ich ihnen heute sehr dankbar.
    Sobald ich es zuverlässig konnte, musste ich mich auch selbst wickeln. Wie mein Geschwister auch selbst ihre Unterhosen ab einem bestimmten Alter selbst anzogen. So wurde ich selbständiger und meine Eltern waren ein wenig entlastet. Win-win!
    Trotzdem war es oft mühsam für meine Eltern, immer an meine Windeln zu denken und so. Sie hatten sich oft gewünscht diesen Problem nicht auch noch zu haben.
    "Menschen mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen sind nicht behindert, sie werden durch andere Menschen behindert!" von Prof. Tom Shakespeare

  4. #4
    Senior Member Avatar von Helmut

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    AW: Inkontinenz in der Kindheit. Sind Eure Eltern verzweifelt gewesen?

    Eine Inkontinenz hatte ich in meiner Kindheit nicht bzw. würde ich das nicht so bezeichnen. Ich bin erst sehr spät trocken geworden, erst mit 6 kurz vor der Einschulung am Tag und erst mit 9 dann auch Nachts. Für meine Mutter war das weniger ein Problem, denn es gab ja noch mehr Wickelkinder in Haus. Sie hat es so hingenommen und die paar mehr Windeln zu waschen war nicht das Problem. Aber für meinen Vater war das schon ein Problem, wohl mehr für sein Ego. Als Ältester bin ich ja als Stammhalter betrachtet worden, da passt es nicht ins Bild, wenn der große Sohn mit 6 noch Windeln braucht.

    Ich erinnere mich auch daran, dass sie mich als ich schon im Kindergarten war, oft zum Kinderarzt schleppten. Warum weis ich nicht, aber vermutlich auch wegen dem Einnässen weil ich noch nicht trocken war.
    Ich bin nicht ganz dicht .......na und!

  5. #5
    Senior Member Avatar von niemand

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    AW: Inkontinenz in der Kindheit. Sind Eure Eltern verzweifelt gewesen?

    Zitat Zitat von Bettnässerbaer Beitrag anzeigen
    Es waren die frühen 1970er, Mutter alkoholabhängig, Stiefvater autoritär, Großmutter körperlich stark eingeschränkt, dem Alkohol zugetan. Keine Waschmaschine, kein fließend warmes Wasser, alle 2-3 Jahre ein weiteres Baby, keine Einwegwindeln, keine Windeln für den doofen Bettpisser.
    Jedes nasse Bett, jede nasse Hose, jede volle Hose brachte Prügel ein, neben vielen anderen Gründen.

    Ich war so froh, als ich endlich in Heim kam, habe viel zu lange ausgehalten
    Das ist eine sehr traurige Geschichte :'(
    Vielleicht war das Bettnässen die Wirkung der Verhältnisse.
    Ich sehe, Du hast einen fürsorglichen Beruf gewählt. Besteht da ein Zusammenhang?

    Manchmal ist es gut, die Vergangenheit zu ignorieren. Man kann sich sonst allzu leicht selbst damit schaden.
    Was einem passiert, daran sind andere Schuld. Was man daraus macht, das tut man sich oft selbst an.
    Ich kenne Dich nicht, aber hoffe, dass Du nach vorne schaust :')

  6. #6
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    AW: Inkontinenz in der Kindheit. Sind Eure Eltern verzweifelt gewesen?

    Zitat Zitat von niemand Beitrag anzeigen
    Das ist eine sehr traurige Geschichte :'(
    Vielleicht war das Bettnässen die Wirkung der Verhältnisse.
    Ich sehe, Du hast einen fürsorglichen Beruf gewählt. Besteht da ein Zusammenhang?

    Manchmal ist es gut, die Vergangenheit zu ignorieren. Man kann sich sonst allzu leicht selbst damit schaden.
    Was einem passiert, daran sind andere Schuld. Was man daraus macht, das tut man sich oft selbst an.
    Ich kenne Dich nicht, aber hoffe, dass Du nach vorne schaust :')
    Ich habe da sehr schnell mit abgeschlossen. An dem Tag, als ich ins Heim gezogen bin, habe ich meine Familie zum letzten Mal gesehen. Tatsächlich gibt es eine organische Ursache, hat nur damals einfach keinen interessiert.

    Das ich Krankenpfleger geworden bin, war zunächst eher ein Zufall, allerdings haben mir meine Erfahrungen in verschiedenen Situationen durchaus geholfen

  7. #7
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    AW: Inkontinenz in der Kindheit. Sind Eure Eltern verzweifelt gewesen?

    Kann diese Frage eigentlich nur mit Ja beantworten.
    Meine Eltern, speziell meine Mutter war mit der Situation damals definitiv überfordert. Als das Bettnässen bei mir (wieder) losging, waren meine Geschwister ebenfalls noch im Windelalter und es war jeden Abend ein ziemliches Theater. Generell fiel es meiner Mutter sehr schwer zu akzetpieren, dass ihre älteste Tochter wieder ins Bett macht und sie hat ständig auf Arztbesuche zur Aufklärung gedrängt.
    Ka wie ich an ihrer Stelle reagiert hätte, aber aus meiner Sicht haben es meine Eltern mir dadurch nur noch schwerer gemacht..

  8. #8
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    AW: Inkontinenz in der Kindheit. Sind Eure Eltern verzweifelt gewesen?

    Ob verzweifelt oder nicht kann ich nicht zu 100% sagen, aber was ich sagen kann ist, des das ganze für mich im Nachgang ziemlich besch...eiden war. Nach Erzählungen habe ich als kleines Kind länger als alle anderen (Geschwister und Cousins/Cousine) gebraucht um tagsüber so einigermaßen trocken zu bleiben, Nachts hatte es noch länger gedauert. Wo ich in der Grundschule war ging der ganze Wahnsinn mit den Bettnässertherapien los, Abends weniger trinken, Klingeltraining und Weck Gerät um einige zu nennen, dazu noch gut Pharmachemie, so wirklich geholfen hat es nicht. Erst nach einem längeren Krankenhausaufenthalt (gutartiges Magengeschwür) und ein Gespräch das des bei mir eher organisch bedingt (mit hoher Wahrscheinlichkeit wegen dem Gendefekt der für meine Hauterkrankungen zuständig ist und ein gewisser Teil auch dem Assberger Autismus geschuldet) ist brachte die Wende, musste aber relativ schnell lernen mich selbst zu versorgen.

    Was ich vor allem meiner Mutter noch heute nachtrag ist das sie mir nie wirklich geholfen hat Selbstvertrauen aufzubauen, egal ob Bettnässen oder meine erblich bedingte Hauterkrankungen. Auch heute noch ist das Verhältnis zwischen mir und meiner Mutter sehr angespannt, vor allem da die Inkontinenz und das Bettnässen wieder stärker werden.

    Wie ich in solch einer Situation reagieren bzw agieren würde, ich würde meinem Kind nicht dieser Torturen antun, aber einen Check beim Urologen würde ich dennoch nicht auszuschließen da man als Elternteil wissen möchte ob es organische, geistliche oder seelische Ursachen gibt in Sachen Inkontinenz und/oder Bettnässen. Desweiteren würde ich meinem Kind klar machen das die Windel/Pant was ganz normales ist, ähnlich wie eine Brille, Zahnspange oder andere Hilfsmittel. Aber das wichtigste, dem Kind Selbstvertrauen geben und wenn er mal wegen des Bettnässens gehänselt wurde trösten und wieder Mut machen. Gerade das hab ich als Kind seitens meiner Mutter nie wirklich bekommen, einzig meine Oma väterlicherseits hat des ganze sehr locker und entspannt gesehen, mich auch wieder aus dem Jammertal rausgeholt.
    Ian "Lemmy" Kilmister
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  9. #9
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    AW: Inkontinenz in der Kindheit. Sind Eure Eltern verzweifelt gewesen?

    Eine Nichte von mir ist von Geburt an sowohl geistig als auch körperlich behindert.
    Sie ist dabei harn- und stuhlinkontinent und kam auch nie aus den Windeln raus. Mittlerweile ist sie 14 Jahre. Mein Schwager und Schwägerin haben die Inko von Anfang an hingenommen und sie wird halt gewickelt. Es ist eine Selbstverständlichkeit, die halt so ist.

    Ich denke, dass Eltern vielleicht eher verzweifeln, wenn sie irgendwann realisieren, dass ihre ansonsten normalen Kinder den nächsten Schritt des Großwerdens, das Trockenwerden nie erreichen werden trotz aller Bemühungen und Untersuchungen.
    Das Wickeln selbst ist eher nicht das Problem, egal was in der Windel drin ist, da kommt man beim eigenen Kind schon mit klar.

  10. #10
    Senior Member Avatar von Helmut

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    AW: Inkontinenz in der Kindheit. Sind Eure Eltern verzweifelt gewesen?

    Zitat Zitat von Sasuke85 Beitrag anzeigen
    .... Aber das wichtigste, dem Kind Selbstvertrauen geben und wenn er mal wegen des Bettnässens gehänselt wurde trösten und wieder Mut machen. Gerade das hab ich als Kind seitens meiner Mutter nie wirklich bekommen, einzig meine Oma väterlicherseits hat des ganze sehr locker und entspannt gesehen, mich auch wieder aus dem Jammertal rausgeholt.
    Das Stimmt und da hat mich meine Mutter damals voll unterstützt. Ich wurde ja oft gehänselt, vor allem im Kindergarten. Meine gesamte Kindergarten Zeit hatte ich noch Windeln getragen, da ich erst kurz vor Beginn der Grundschule tagsüber trocken wurde. Für die Nacht brauchte ich weiterhin Windeln, denn ich wurde erst mit 9 auch in der Nacht trocken. Auch in der Grundschule wurde ich deswegen gehänselt, als das etwa in der zweiten Klasse die Runde machte.

    Meine Mutter ist da sehr gelassen damit umgegangen, schon allein weil ich nicht das einzige Wickelkind war und jüngere Geschwister auch noch Windeln trugen, sondern auch weil sie von Berufswegen jeden Tag mit Wickelkindern zu tun hatte. Sie hat mich immer getröstet und versucht, mir zu erklären dass ich da nichts dafür kann, dass ich noch Windeln brauche. Sie hat mir auch schon früh Verantwortung gegeben, in dem sie mich beim Wickeln meiner jüngeren Geschwister helfen lies und später sogar mir das Wickeln überlassen hatte (unter Beobachtung). Sie hat mir beigebracht, Selbstbewusst zu sein und dazu zu stehen, dass ich eben noch Windeln brauche.

    Natürlich wurde ich von meiner Mutter auch mehrfach zum Kinderarzt geschleppt, warum ich mit fast 6 noch nicht trocken war und dann später auch weil ich Nachts noch nie trocken war. Damals sind gerade die Klingelhosen als neue Behandlungsform aufgekommen und der Kinderarzt meinte, das mal zu testen. Aber schon nach gut zwei Wochen denke ich, war der Test schon vorbei, denn alle anderen Familienmitglieder waren wach wenn es in die Hose bzw. Windeln ging, nur ich hatte unbeirrt weiter geschlafen und wurde davon nicht wach.

    Auch später in meiner Bettnässer Zeit hat meine Mutter mir Halt gegeben, sie hat mich getröstet und mir Mut zugesprochen. was mir auch gut getan hatte, besonders als dann im jugendlichen Alter so mehrere neue Beziehungen wegen des Bettnässens schnell wieder vorbei waren.
    Ich bin nicht ganz dicht .......na und!

  11. #11
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    AW: Inkontinenz in der Kindheit. Sind Eure Eltern verzweifelt gewesen?

    Ich denke schon, dass meine Eltern wegen meines Bettnässens verzweifelt gewesen sind, aber sie haben mich immer fair behandelt.

    Zu meinem Bettnässen muss ich anmerken, dass ich bis ca. 20 Jahren jede Nacht ins Bett gemacht habe. Damals gab es noch keine Einwegwindeln, sodass ich Stoffwindeln und darüber eine Gummihose trug. Und dennoch war das Bett trotz Gummituch etc. nass, da ich sehr heftig einnässte und es im Tiefschlaf überhaupt nicht merkte.

    Ab einem gewissen Alter musste ich die nassen Windeln und Gummihosen selbst in der Badewanne auswaschen. Sie wurden im Bad aufgehängt und konnten abends wieder angezogen werden.

    Schon früh ging meine Mutter mit mir zum Kinderarzt, der aber nichts ausrichten konnte. Es begann eine Zeit mit Arztbesuchen, die Horror für mich waren und auch heute noch sind, wenn ich nur daran denke. Meiner Mutter ist es aber bestimmt ähnlich gegangen, nur hat sie es mir nicht so gezeigt und auch später nie gesagt. So war ich bei mehreren anderen Ärzten (Internisten, Urologen, Psychologen etc.) und musste sehr unschöne Untersuchungen und Fragen über mich ergehen lassen. Teilweise wurde die ganze Familie in Gesprächen „durchleuchtet“, aber niemand konnte mir helfen. Selbst ein längerer Krankenhausaufenthalt, wo ich von Kopf bis Fuß durchgecheckt wurde, brachte nichts. Ich kann mich erinnern, dass ich mich oftmals mit Händen und Füßen wehrte, wenn wieder ein Arzttermin anstand. Meine Erfahrungen mit Ärzten waren schlimm.

    Meine Eltern versuchten auch andere Dinge. So wurde ich als Kind nochmal auf die Toilette gesetzt, wenn meine Eltern ins Bett gingen. Aber selbst zu diesem Zeitpunkt war es meistens zu spät, sodass ich mich umziehen und mein Bett frisch überzogen werden musste. Keine einfache Zeit für meine Eltern.

    Ich bin dennoch davon überzeugt, dass sie wirklich alles getan haben, um mir das Bettnässen zu nehmen. Nur hat es nicht geklappt.

    Mit ca. 20 Jahren konnte mir dann ein Arzt durch einen Eingriff helfen, allerdings mit 49 Jahren begann das nächtliche Einnässen wieder. Wieder suchte ich Ärzte auf, die aber keine Lösung fanden. Seit einigen Jahren kommt hinzu, dass ich auch tagsüber, wenn ich nicht schnell genug auf Toilette komme, in die Hose mache. Ich trage also rund um die Uhr Windeln.

    Mein Hausarzt kennt die ganze Vorgeschichte und hat mir eine Dranginkontinenz bescheinigt. Vielleicht gäbe es noch irgendeine Möglichkeit, mir zu helfen, aber mit fast 65 Jahren habe ich dazu keine Meinung mehr.

  12. #12
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    AW: Inkontinenz in der Kindheit. Sind Eure Eltern verzweifelt gewesen?

    Guten Tag.

    Meiner Mutter war es sehr peinlich, dass ich bis etwa zu meinem 5. Lebensjahr Nachts und Mittags noch eine Windelpackung benötigte. Sie konnte beim Wettbewerb „Wann ist das Kind zuverlässig trocken“ nicht punkten.
    Im Kindergarten war es dann eher Ärgerlich für die Kindergärtnerinnen, wenn ich als großer Junge noch verpackt werden musste. Da wurde ich beim verpacken auch gehänselt. Das hat mich sehr traurig gemacht.
    Nur meine Oma war da absolut lieb, wenn ich von ihr gewickelt wurde.

    Schönen Tag noch.
    Geändert von Axelbauer (21.07.2022 um 00:38 Uhr)

  13. #13
    Senior Member Avatar von TeleSantana

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    AW: Inkontinenz in der Kindheit. Sind Eure Eltern verzweifelt gewesen?

    Verzweifelt? Ne...gar nicht.
    Sie haben im grunde gar nicht darauf reagiert.
    Sondern haben es einfach geschehen lassen und haben es hingenommen.
    Was mir aber auch nicht sonderlich gut gefiel. Diese Gleichgültigkeit war schon merkwürdig.

    Wenn das Bett nass war...habe ich es ihnen - anfangs - immer peinlich berührt in der Nacht erzählt.
    Schlafanzug aus, Laken weg..und weiter gings.
    Es wurde nie ein großer Aufriss drum gemacht.
    Aber irgendwann war mir es so oft passiert, dass ich keine Lust mehr hatte ständig zu ihnen zu laufen.
    Geändert hat sich schließlich nie etwas.
    Habe dann versucht die Unfälle zu verheimlichen.
    Erst darauf haben sie negativ reagiert. Wenn erst Tage und Wochen später das vollgepinkelte Laken gefunden wurde^^

    Vorkehrungen wurden aber nie getroffen. Wie gesagt..man hat das Bettnässen einfach geschehen lassen.
    Keine Arztbesuche und Untersuchungen, keine Unterlagen (wahrscheinlich nur zu Kitazeiten), keine Windeln, keine Trinkdosierung oder so einen Stuss.
    Jetzt mit etwas Abstand zu dieser Zeit...immerhin auch schon 18-25 Jahre her...
    Mir wäre schon lieb gewesen, wenn irgendetwas unternommen worden wäre.
    Jahrelang mit dem Problem zu leben...und nie zu wissen, wann es auftritt & wann es aufhört.
    Das war nicht weniger belastend. Auch wenn man es gut gemeint hat und gelassen/ gar nicht darauf reagierte.
    Jahrelang ins Bett zu machen..ohne dass sich an der Situation etwas ändert...das war schon nervig.
    War ja nie ein Ende in Sicht. Immer das gleiche nervige Problem.
    Mich hätte es schon interessiert, ob Windeln oder desgleichen für eine entspanntere Atmosphäre gesorgt hätten.
    Oder überhaupt..wie auf Änderungen reagiert hätte.
    Einfach mal was ausprobiert...und nicht immer den gleichen Mist ausbüglen müssen.

    Aber okay..time is over. Jetzt kann man entspannt vieles nachholen^^

    Egal wie Eltern mit dem Problem umgehen...irgendwelche Spuren hinterlässt die Situation immer.

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