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Thema: Windelfetisch - Lust oder Belastung?

  1. #1
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    Windelfetisch - Lust oder Belastung?

    Hallo,

    dieser Thread richtet sich primär an die Leute hier, die Windeln tragen weil sie Lust darauf haben, aber schließt natürlich nicht die aus, die auf Windeln angewiesen sind.

    Ich denke, dass es einigen hier ähnlich geht, bezogen darauf, was der Windelfetisch für sie bedeutet.

    Bei mir verhält es sich so:
    Ich verbinde mit den Windeln, bzw. dem Windelfetisch eher gemischte Gefühle, da ich den Fetisch irgendwie noch nicht 100%ig für mich angenommen habe. Trage Windeln auch eher unregelmäßig. Wenn ich sie dann mal trage, ist es irgendwie fast immer toll und unterwegs teilweise auch ein gewisser Nervenkitzel bzw. gibt es mir einen kleinen "Kick". (Zum Glück musste ich aber bisher unterwegs noch nie wechseln.) Manchmal begünstigen sie die Erregung, an anderen Tagen haben sie eher eine entspannende Wirkung, weil ich es einfach, egal wo ich bin, laufen lassen kann.
    Wenn ich die Windeln dann ablege (egal ob unterwegs getragen oder nur zuhause), fühlt es sich allerdings oft an als hätte ich etwas getan, was ich nicht tun sollte - fast wie ein schlechtes Gewissen oder ein Scham-ähnliches Gefühl. Hier wird man glaub ich echt stark durch die Gesellschaft geprägt, die einem indirekt vermittelt, was "richtig" und was "falsch" sein soll.
    Speziell nach einem "Höhepunkt" in Windeln verliere ich oft für 1-2 Tage die Lust, welche zu tragen, geschweige denn, dass ich sie danach anbehalten könnte (muss sie dann immer schnellstmöglich ausziehen). Mich mit Freunden zu treffen, während ich eine Windel trage, habe ich mich bisher nicht wirklich getraut (aus Angst, sie könnten es bemerken). Dadurch komme ich dann manchmal in einen Entscheidungskampf "Windeln VS. Freunde treffen?", was natürlich nicht förderlich ist...
    Habe über die Jahre auch schon mehrfach versucht, von dem Fetisch loszukommen, was auch zeitweise klappt, aber dann kommt es meistens zurück, zum Teil stärker als vorher. Die richtige "Strategie", den Fetisch vollends zu akzeptieren habe ich für mich allerdings noch nicht gefunden... Windeln nur zu tragen, wenn ich wirklich Lust drauf habe und mir selbst zu sagen "Es ist okay, was du machst" war bisher eher erfolgslos. Sie stattdessen (ggf. auch nur für einen gewissen Zeitraum) jeden Tag zu tragen, um sie für mich zu etwas "Normalerem" zu machen, fände ich allerdings glaube ich zu extrem...

    Berichtet gerne mal, wie ihr mit dem Fetisch umgeht, bzw. was dieser für euch bedeutet.
    Gibt es Momente, wo ihr euch wünschen würdet, ihr hättet diesen Fetisch nicht? Oder gibt es Momente, wo ihr ihn gerne mehr ausleben wollt, aber nicht könnt?

    Freue mich auf eure Antworten.

  2. #2
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    AW: Windelfetisch - Lust oder Belastung?

    Hi,

    ich bin über das Bettnässen zum Windelfetisch gekommen, welches mich sporadisch mein Leben lang begleitet. Seit knapp 3 Jahren bin ich hochgradig dranginkontinent und muss tags und nachts Windeln tragen. Insofern stellt sich mir nicht mehr die Frage, ob ich Windeln unterwegs trage - ohne Windeln geht es gar nicht mehr. Um das in den Kontext zu setzen, bin mit einem GdB von 70 schwerbehindert.

    Wie stehe ich nun zu den Windeln?
    Trotz der Inko habe ich immer noch sexuelle Lust auf Windeln, jedoch gibt es auch Phasen wo mich das Windeltragen richtig runterzieht. z.B. wenn meine Depression überhand nimmt oder wenn ich bei 30°C im Schatten das Plastik zwischen den Beinen tragen MUSS oder wenn ich mit nassen Hosen da stehe, weil die Windel nicht gehalten hat oder ich 2 Extrakoffer im Urlaub mitnehmen muss, damit ich genug Windeln dabei hab.
    Früher, als ich noch keine Dranginkontinenz hatte, sondern nur hin- und wieder unter Bettnässen gelitten habe, war das Empfinden eher auf der Lust-Seite. Klar gab es auch mal blöde Situationen, wo die Windeln unpassend waren, jedoch hielt sich das in Grenzen. Dagegen habe ich oft Windeln ohne Grund getragen und das ganze auch sehr geniessen können.
    Blöderweise habe ich ziemlich verkümmerte Hoden und mein Testosteronspiegel sehr niedrig, wodurch ich mittlerweile impotent geworden bin und kriege keine Erektion mehr hin (Potenz konnte weder mit Testosteronsubstitution, Potenzmitteln oder andere Hilfsmittel ausgeglichen werden). Insofern fällt es mir sehr schwer, Druck abzulassen (geht nur mit viel Geduld und dauert sehr lange), aber das Lustempfinden (auch in der Windel) ist immer noch da.

    Fazit: komplett ambivalente Situation, mal Lust, mal Frust, je nach Tagesverfassung. Wenn ich allerdings die theoretische Wahl treffen müsste, "Komplett gesund aber keine Windeln mehr" oder "Weiterhin so krank und die Windel darf bleiben" würde ich mich für ersteres entscheiden. Das Leben ohne richtigen Sex ist einfach beschissen und auch auf die Depression könnte ich sehr sehr gut verzichten.

    Grüße
    BS.

  3. #3
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    AW: Windelfetisch - Lust oder Belastung?

    Hallo Nappyboy90,

    für mich stellt der Windelfetisch im Großen und ganzen eine echte Bereicherung in meinem Leben dar. Ich Diaper Lover, und dies nun schon seit über 20 Jahren. Ich habe gelernt den Windelfetisch als solchen anzunehmen und ihn fest in mein Leben integriert. Ich würde sagen etwa 90% meiner Freizeit verbringe ich in Windeln, die ich auch für alles nutze. Für alles.

    Es war nicht immer so, ich hatte anfängliche Probleme mit diesem Fetisch. Ich hatte mich zu Beginn geschämt und lebte ihn nur heimlich und daheim aus. Bis ich irgendwann mich selber gefragt hatte ob ich das will, ja oder nein, und ob ich das zu mir gehören soll. Die Antwort war ja.

    Es war ein Lernprozess den Fetisch so anzunehmen und ihn vertreten zu können, aber es hat sich - für mich persönlich - gelohnt.

    Ich schrieb im ersten Absatz, dass ich Windeln in der Freizeit trage, eben nur da. Auf der Arbeit will ich das nicht, aus mehrerer lei Gründen. Zum einen sehe ich selber meinen Fetisch als mein Privatvergnügen an, und dies sollte es auch bleiben. Auch halte ich es für wichtig, nicht alles persönliche mit auf die Arbeit zu nehmen. Ich arbeite in einem Hause mit Sammelumkleidekabinen, und ich will nicht, dass das innerhalb kurzer Zeit jeder Arbeitskollege von mir erfährt, dass ich auch bei der Arbeit Windeln tragen will. Es muss nicht jeder Kollege alles von einem, von mir, wissen. Ein weiterer Grund wäre ganz praktischer Natur: Wenn ich nun plötzlich auf Arbeit Windeln tragen würde, bräuchte ich neue Arbeitshosen, da unter meinen jetzigen einfach keine vernünftige Windelhose passt.

    Das wären die wichtigsten Gründe, warum ich nur in der Freizeit Windeln trage.

    Manchmal reicht mir meine Freizeit nicht aus, um meinen Fetisch wirklich ausgiebig und erfüllend aus zu leben. Etwa wenn ich an einem Dienstfreien Tag plötzlich einspringen muss. Das finde ich dann immer etwas schade. Manchmal würde ich gerne intensiver Windeln tragen. Aber aus besagten Gründen schließe ich das Windelntragen auf Arbeit für mich als DL aus.

    Im Großen und Ganzen passt das für mich so wie es ist. Ich weiß nicht, welche Lebenseinschnitte noch auf mich zu kommen. Thema Partnerschaft zum Beispiel, bisher bin ich Single und kann tun und lassen was ich will. Aber für eine Partnerschaft auf den Fetisch zu verzichten schließe ich aus.

    Ich liebe es einfach gewickelt zu sein, ich fühle mich wohl dabei und stehe auch dazu. Es wissen einige Menschen in meinem privaten Umfeld davon, dass ich Windelträger bin. Im Übrigen auch eine HAnd voll Arbeitskollegen, mit denen ich mich gut verstehe. Ich will jedenfalls nicht mehr auf diesen Fetisch verzichten müssen, und wozu auch? Er gehört zu mir und es macht mir Spass, damit ist doch nach langer Rede eigentlich alles wichtige gesagt.

    So lebe ich heute meinen Fetisch aus und fühle mich gut damit. Ich hoffe, dass das auch in meinem weiteren Leben so bleibt.

    Liebe Grüße

  4. #4
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    AW: Windelfetisch - Lust oder Belastung?

    Mir geht es in etwa wie @Nappyboy90 .

    Es ist für mich entspannend, das gefühl des weichen materials und das wissen dass ich sie benutzen kann ohne angst, aber gleichzeitig auch ein typischer fetisch. Die meiste zeit hätte ich ihn lieber net, dementsprechend trage ich super selten (immer dann wenn ich allein bin), und das ist dann für mich ein event auf das ich mich wochen im voraus freuen kann, insgeheim natürlich. Aber sobald einmal der.. naja, höhepunkt kam, ist das interesse direkt weg, und ich denke mir nur "ich sollte das nicht tun". Dann versuch ich die windeln meist so schnell wie möglich loszuwerden.

    Ich hab das im forum schonmal irgendwo erwähnt, es gibt im englischen dafür einen begriff, bzw. 2:
    "binge-purge cycle" ist, etwas unbedingt in maßen zu wollen und sich quasi hinzugeben, danach aber sofort nichts mehr damit zu tun zu haben und es loszuwerden.
    "Post-Nut-Clarity" ist auch so ein begriff der passt, der beschreibt das gefühl nach dem.. ähem höhepunkt, wenn man wieder zur "besinning" kommt und rational denkt. die beiden begriffe gehen also quasi hand in hand.

    Also ich würde gerne versuchen, wie du sagst, es zu etwas "normalem" zu machen indem ich öfter und länger trage. am besten mal eine ganze woche, bin ziemlich sicher ab tag 4 wird der besonderheitsfaktor vergehen. Und ab da werden die windeln dann mehr ein hilfsmittel, denn es ist entspannend einfach laufen lassen zu können ohne sorge oder drang. Also hin und wieder aus praktischen gründen tragen, das wäre gut.

  5. #5
    Trusted Member Avatar von kay'est

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    AW: Windelfetisch - Lust oder Belastung?

    Von Fetisch würde ich jetzt bei mir mal nicht sprechen
    da ich sie sehr gern trage egal zu welcher Jahreszeit

    Wenn ich mal meine Lust los werden will dann wird das ohne saugpolster zwischen den Beinen gemacht
    und dann kommt die pampi wieder um ohne wenn und aber

    Und zum Gewöhnung effekt
    man fängt halt mit kleinen Schritten an und versucht nicht wie die „Profis“ durch zu starten

    und was mir früher (vor 20 Jahren) geholfen hat war einfach erleichtern und dann einfach selber zwingen sie anzubehalten und Ekel zu überwinden
    Oder sich einfach danach ablenken
    das sowas nicht von heut auf morgen geht sollte klar sein

  6. #6
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    AW: Windelfetisch - Lust oder Belastung?

    Mir geht es da ziemloch ähnlich.
    Für mich ist es der reine sexuelle reiz. Es gibt normalerweise kein windeltragen ohne höhepunkt.
    Danach kommt die windel aus und erst beim nächstmöglichen freien tag wieder an.

    Früher war ich genauso in diesem kreislauf gefangen, wollte danach die windeln alle loswerden und habe mich geschämt dafür.
    Ich weiß zwar nicht wie genau ich es geschafft habe, aber - und dabei hat mir dieses forum ehrlich gesagt sehr geholfen (größtenteils als stiller mitleser) - ich habe es nun als ein teil von mir akzeptiert und es sogar meiner frau erzählt. Die kann damit zwar nichts anfangen, lässt es mich aber ausleben, solange sie damit nichts zu tun hat.

    Und so trage ich an sturmfreien tagen meine windeln und freue mich darüber.
    Gibt aber immernoch zeiten, in denen hätte ich gern einen alltagstauglicheren fetisch

  7. #7
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    AW: Windelfetisch - Lust oder Belastung?

    Hi,
    ich kann Deine Gedanken gut nachvollziehen, das ging mir häufig nicht anders.

    Aber Du kannst es drehen und wenden wie Du magst, wenn Du einen Fetisch hast, dann hast Du Ihn. Davon los wirst Du höchst wahrscheinlich nicht mehr kommen. Aber langweilig kann ja jeder und ein besonderes Hobby ist ja auch was Schönes – denke positiv und mag Dich! Peinlich ist da nix dran.

    Und mit Windeln hast Du Dir doch auch eine großartige Vorliebe/Hobby/Fetisch zugelegt. Gegenüber vielen anderen bietet die viele Vorteile:

    1. Allein geht viel: Überleg Dir mal, Du würdest unfassbar darauf stehen, stundenlang fremde Füße abzulutschen, fremde Unterwäsche zu beschnüffeln oder anderen den Hintern zu versohlen. Da geht alleine nichts. Das Gefühl einer feuchten Windel kannst Du ganz für Dich erleben, in unterschiedlichen Intensitäten und begleitenden Spielen.

    2. Kein Bett notwendig: Du kannst das wohlige Gefühl ganz weit in den Alltag integrieren, wenn Du das magst. Bei den oben genannten, anderen Vorlieben ist das schwer vorstellbar, diese auch nur annähernd außerhalb eines abgesteckten Raums zu leben. Mit der Windel kannst Du ein tolles Gefühl (fast) überall hin mitnehmen. Ins Restaurant z.B. oder wie im Beitrag von Yohannez hier im Forum auf eine Wanderung. Natürlich solltest Du es nicht übertreiben, Du willst andere ja nicht belästigen.
    Wobei Du auch ganz beruhigt sein kannst, wenn die (nicht AB)-Windel zufällig ein wenig überm Hosenbund herausblitzt (bitte nicht provozieren). Man wird Dich eher bemitleiden und selbst wenn Dich Nachbarn oder Bekannte darauf ansprechen würden, müsstest Du nicht „die Hosen runterlassen“ sondern könntest ein vorrübergehendes medizinisches Problem als Notlüge verwenden. Das wird schwierig, wenn das Dekolleté Deines Hinterteils mit einem Damenspitzenhöschen geschmückt wäre. (nochmal: sei lieb zu Deiner Umwelt und provoziere das nicht)

    3. Beziehung: Das ist aus meiner Sicht bei jedem Fetisch schwierig. Wenn der Partner kein Quäntchen Offenheit hat und es für Ihn null nachvollziehbar ist, was in Dir vorgeht, dann wird das nichts. Aber wenn das Verständnis grundsätzlich da ist, dann ist das mit der Windel vielleicht sogar einfacher als bei anderen Fetischen. Wenn Dein Partner nicht bereit wäre, mehr als einen Klaps auf den Popo zu akzeptieren oder das Gesicht verzöge, wenn Du in Richtung Füße tauchst, dann wäre der Käs schon gegessen und eine solche Reaktion kann ich auch gut nachvollziehen, weil der Partner aktiv eingebunden sein muss und wenn das unangehm ist, ists für sie/ihn blöd.
    Aufgrund der ersten beiden Punkte, geht da mit der Windel viel mehr, ohne den Partner direkt und aktiv ins Spiel zu involvieren und trotzdem selbst spielen zu können. Für die meisten von uns dürfte das Fetisch-Leben nicht vorbei sein, wenn der Partner keine Lust hat, eine feuchte Windel aktiv zu wechseln! Und auch das passive Einbeziehen des Partners kann da mit unterschiedlichster Intensität und unterschiedlichen Vereinbarungen stattfinden, es ist viel Platz für Kompromisse. (Aber Achtung: Viel Einfühlsamkeit und Kommunikation ist immer gefragt, wenn der Partner nicht den kompatiblen Fetisch hat)

    Insofern halte ich die Windel im Gegensatz zu Windellui91 für einen äußerst Alltagstauglichen Fetisch.


    Bezüglich des von DiaBud erwähnten „Binge-purge-cycle“ haben mir zwei Dinge geholfen:

    1. Windel länger am Stück tragen, damit sie einfach normaler werden. Ich hab mir vor langer Zeit zweimal für eine Woche eine Ferienwohnung gemietet und durchgehend gewindelt Urlaub gemacht und durchgehend eingepullert. Auch wenn mir die Windel zwischendurch auch mal ziemlich auf den Sack ging, möchte ich die Erfahrung nicht missen und sie hat mir sehr geholfen. Seit dem ist es auch völlig unkritisch und wohlig prickelnd für mich, in Windeln das Haus zu verlassen oder mich auf einer öffentlichen Toilette frisch zu machen. Das entspannt sehr.

    2. Einen Orgasmus dahin schieben, wo es nicht möglich oder zu aufwändig ist, die Windel danach wegzulassen. Z.B. Abends schön Duschen, sich frisch machen, im Bett etwas lesen und einpullern und spielen. Ich wollte da nicht mehr aufstehen und mich wieder komplett frisch machen – viel zu anstrengend ;-). Oder auf eine einsame Wanderung wie Yohannez...

    Ich denke auf jeden Fall dass es hilft, die sexuelle Aufregung zu versuchen ein wenig zu entkoppeln, damit die Vorliebe nicht das Leben bestimmt, sondern Du Herr der Lage bleibst - das ist für mich das wichtigste und gleichzeitig die größte Herausforderung bei einem Fetisch. Mir hat das jedenfalls sehr geholfen.

    Mir ist es mittlerweile lieber, ein ganzes Wochenende in Windeln zu verbringen und die wohlige Zeit zu genießen als überfeuchte, übereilte, überaufregende, Aktionen durchzuführen, die dann immer noch zu einem leicht schlechtem Gewissen führen. Ich mag meine Vorliebe, die ich mit unterschiedlicher Intensität auslebe, d.h. bei mir gab es auch schon Monate und Jahre "ohne".

    Insofern nochmal: Geh's positiv an, im Gegensatz zu vielen anderen beschäftigst Du Dich damit, was DIR wirklich gut tut und was nicht.


    Gruß
    Blubby

  8. #8
    Senior Member Avatar von mickdl

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    AW: Windelfetisch - Lust oder Belastung?

    Hi Nappyboy90,

    ich will mal versuchen zu Erklären wie ich das sehe. Um zunächst eine kurze Antwort auf deine Frage zu geben: Ich denke einiges in meinem Leben währe ohne den Fetisch anders gelaufen. Ob besser oder schlechter kann ich nicht sagen - allerdings habe ich das zum Teil schon als Belastung empfunden.

    Zitat Zitat von Nappyboy90 Beitrag anzeigen
    Wenn ich die Windeln dann ablege (egal ob unterwegs getragen oder nur zuhause), fühlt es sich allerdings oft an als hätte ich etwas getan, was ich nicht tun sollte - fast wie ein schlechtes Gewissen oder ein Scham-ähnliches Gefühl. Hier wird man glaub ich echt stark durch die Gesellschaft geprägt, die einem indirekt vermittelt, was "richtig" und was "falsch" sein soll.
    Ich denke das ist tatsächlich etwas was uns die Gesellschaft einredet - nämlich das es verkehrt ist sich außerhalb der "allgemeinen Moralvorstellungen" zu vergnügen. Dieses Problem trifft allerdings nicht nur auf DL's sonder auch auf ganz viele andere Gruppen zu - die ähnliche Akzeptanzprobleme mit ihrer Sexualität hatten/haben. Aus Erfahrung kann ich dir sagen das dies für einen selber oft ein eher untergeordnetes Problem ist und mit der Zeit verschwindet.


    Zitat Zitat von Nappyboy90 Beitrag anzeigen
    Mich mit Freunden zu treffen, während ich eine Windel trage, habe ich mich bisher nicht wirklich getraut (aus Angst, sie könnten es bemerken). Dadurch komme ich dann manchmal in einen Entscheidungskampf "Windeln VS. Freunde treffen?", was natürlich nicht förderlich ist...
    Das vs. finde ich schon etwas heftig. Ich hab das nie so empfunden - wenn ich Lust auf Windeln hatte habe ich sie getragen - OK - jetzt nicht zum Sport, am Strand oder zum übernachten bei Kumpels, aber wenn wir abends weg gegangen sind - warum denn nicht? Das hat nie jemand gemerkt und wie du ja schon sagtest es gibt ja auch den gewissen Kick... :-)

    Zitat Zitat von Nappyboy90 Beitrag anzeigen
    Habe über die Jahre auch schon mehrfach versucht, von dem Fetisch loszukommen, was auch zeitweise klappt, aber dann kommt es meistens zurück, zum Teil stärker als vorher. Die richtige "Strategie", den Fetisch vollends zu akzeptieren habe ich für mich allerdings noch nicht gefunden...
    Einen Fetisch wird man nicht los - man kann ihn höchstens sublimieren. Von daher ist der Versuch ihn los zu werden eher eine Kraft- und Zeitverschwendung. Die hilfreichere Fragestellung könnte sein: Wie arrangiere ich mich mit ihm damit er mich nicht behindert. Diese Frage trifft dann vermutlich vor allem das Thema Partnerschaft und Sexualität. Auch wenn und die bunte Bilderwelt des Internet anderes suggeriert - Frauen stehen i.d.R. nicht auf Windeln - und wenn dann oft auch nicht so wie sich ein DL das erträumt.

    Man könnte vermutlich gut einen eigenen Thread zu diesem Thema auf machen, aber dieses Problem ist wahrscheinlich das größte bei allen Fetischen:Sie sind sind auf das Objekt und nicht auf den Partner gerichtet - und das findet der Partner in aller Regel erstmal blöd. Dies ist natürlich nur ein Beispiel von vielen - aber es zeigt vielleicht worauf man sein Augenmerk drauf richten kann, um sich eben mit dem Fetisch zu arrangieren.

  9. #9
    Senior Member Avatar von Charly

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    AW: Windelfetisch - Lust oder Belastung?

    Dann möchte ich meinen Senf auch mal dazugeben. Ich bin seit sehr langer Zeit DL und erst durch Krankheit harninkontinent geworden,alles , was ich mir früher erträumt habe und nie eingetreten ist,wurde wahr. Nun sollte man meinen,super dann ist ja alles toll,aber dem ist leider nicht so. Natürlich genieße ich die Windel immer noch und es ist eine spezielle Freude für mich,wenn meine Frau mich wickelt( wenn sie Lust drauf hat) ,aber dort ,wo ich die Windel früher weglassen konnte,muss ich die halt tragen. Das ist manchmal echt nervig,wenn auf Arbeit das wechseln nicht so schnell geht,wie ich es gern hätte und damit keiner was mitbekommt. Man gewöhnt sich an den Rhythmus ,den es braucht,um trocken durch den Tag zu kommen und dennoch sind es Situationen,die ich mir so nicht erwünscht habe,zu einem die Nächte,wo es mir auch gegenüber meiner Frau peinlich ist,wenn ich ausgelaufen bin und sie das Bett mitten in der Nacht neu beziehen muss,was mir wohl früher einen wohligen Schauer über den Rücken hätte laufen lassen. Aber ich will auch nicht nur meckern,denn so ist wohl das mit dem Karma gemeint,was man will, bekommt man auch,mit allen Facetten. Ich hab jedenfalls meinen Frieden mit meiner Inkontinenz gemacht und hab es als gegeben angenommen.
    Manchmal ist das Leben zu trocken,deshalb gibt es nasse Windeln

  10. #10
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    AW: Windelfetisch - Lust oder Belastung?

    Ich bin durch einen Unfall auf Windeln angewiesen. Am Anfang war es für mich ein Schock. Mit der Zeit habe ich gelernt damit zu leben, was einige Zeit gedauert hat. Seit etwa 7 Jahren habe ich ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.

  11. #11
    dein kleiner Bruder (bei Bedarf) Avatar von kigaki

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    AW: Windelfetisch - Lust oder Belastung?

    Zitat Zitat von DiaBud Beitrag anzeigen
    Ich hab das im forum schonmal irgendwo erwähnt, es gibt im englischen dafür einen begriff, bzw. 2:
    "binge-purge cycle" ist, etwas unbedingt in maßen zu wollen und sich quasi hinzugeben, danach aber sofort nichts mehr damit zu tun zu haben und es loszuwerden.
    "Post-Nut-Clarity" ist auch so ein begriff der passt, der beschreibt das gefühl nach dem.. ähem höhepunkt, wenn man wieder zur "besinning" kommt und rational denkt. die beiden begriffe gehen also quasi hand in hand.
    Rational denken ist auch so ne Sache...
    Wenn man wirklich rational denkt, verliert der Toilettengang seinen Sinn
    Keiner kann mir erklären, warum ich, nur weil man vor ein paar Jahrhunderten auf die Idee gekommen ist, Toilettensysteme zu entwickeln, diese benutzen "muss". Nur weil ich als nicht inkontinenter Mensch dazu fähig bin? Weil es alle so machen?
    Nö, das ist keine gute Begründung
    Als Kind fragen sich bei der Sauberkeitserziehung auch viele, warum sie jetzt plötzlich auf Windeln verzichten sollen.
    Und da bekommt man dann zu hören: "Weil du jetzt groß bist"
    Dass dieses Streben, groß zu werden, und die Aussage beim Töpfchentraining offenbar psychisch was anrichtet, ist mir schon öfter aufgefallen. Sonst hätte die breite Masse nicht so eine, ich nenne es mal Abneigung gegen Windeln.
    Natürlich gibt es Gründe die für die Toilette sprechen.
    Aber darüber denkt ihr ja nicht nach, wenn ihr euch dafür schämt Windeln zu tragen
    In dem Moment denkt man nicht an die Umweltbelastung, die einschränkte Bewegungsfreiheit oder mögliche Hautausschläge
    Nein, man denkt an die gesellschaftlichen Normen, und die ist hier nunmal ab einem gewissen Alter: Toilette
    Und so sehr sollte man sich von der Gesellschaft nicht einnehmen lassen, dass man Dinge, die einem als Kind mal erzählt wurden, wie "Große gehen auf die Toilette" seinen Alltag bestimmen lässt
    Gilt sicher auch für andere Bereiche....
    Zitat Zitat von DiaBud Beitrag anzeigen
    Also ich würde gerne versuchen, wie du sagst, es zu etwas "normalem" zu machen indem ich öfter und länger trage. am besten mal eine ganze woche, bin ziemlich sicher ab tag 4 wird der besonderheitsfaktor vergehen. Und ab da werden die windeln dann mehr ein hilfsmittel, denn es ist entspannend einfach laufen lassen zu können ohne sorge oder drang. Also hin und wieder aus praktischen gründen tragen, das wäre gut.
    Ich will dir deinen Plan nicht vermiesen, und vielleicht funktioniert es ja für dich.
    Aber ich sehe das Problem eben im Denken, und ich würde versuchen, das Problem zu lösen. Also in diesem Punkt "auf die gesellschaftlichen Konventionen zu scheißen"
    Es sollte nämlich nicht das Ziel sein, dass Windeln tragen, nichts besonderes mehr ist
    - das wäre ja fast dasselbe wie ein Verlust des Spaßfaktors
    Ich denke, ihr müsst die Angst vor der Gesellschaft verlieren; vor allem zuhause
    Der Windelfetisch ist eure Bestimmung, und ihr solltet ihn euch nicht kaputt machen lassen

    Ist sicher nicht einfach, ich hab das Glück, meine antrainierte "Angst" vor Windeln schon mit etwa 5 verloren zu haben, weil ich da gemerkt hab, wie cool die Dinger sind. Also für mich war es immer etwas "normales", unbedenkliches - auch wenn mir klar war, dass ein Großteil der Gesellschaft das vollkommen anders sieht.

  12. #12
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    AW: Windelfetisch - Lust oder Belastung?

    @blubby
    Um es kurz richtig zu stellen.. mit alltagstauglich meinte ich konventioneller/gesellschaftstauglicher

  13. #13
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    AW: Windelfetisch - Lust oder Belastung?

    Zitat Zitat von Windellui91 Beitrag anzeigen
    @blubby
    Um es kurz richtig zu stellen.. mit alltagstauglich meinte ich konventioneller/gesellschaftstauglicher
    Ja, das stimmt schon, aber nenn mir mal einen deutlich gesellschaftstauglicheren! Und Du hast ja auch einen Kompromiss gefunden, bei den von mir erwähnten hätte das vielleicht doch schwieriger werden können. Häufig ist doch das Abweichen von der "Norm" schon das Verstörende. Und klar, je nachdem wie wie man kommuniziert und wie man handelt kann der Windelfetisch natürlich auch überdurchschnittlich verstören, das Zeug dazu haben die meisten anderen Fetische aber auch.

  14. #14
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    AW: Windelfetisch - Lust oder Belastung?

    Zitat Zitat von blubby Beitrag anzeigen
    Ja, das stimmt schon, aber nenn mir mal einen deutlich gesellschaftstauglicheren! Und Du hast ja auch einen Kompromiss gefunden, bei den von mir erwähnten hätte das vielleicht doch schwieriger werden können. Häufig ist doch das Abweichen von der "Norm" schon das Verstörende. Und klar, je nachdem wie wie man kommuniziert und wie man handelt kann der Windelfetisch natürlich auch überdurchschnittlich verstören, das Zeug dazu haben die meisten anderen Fetische aber auch.
    Also ich denke schon, dass lack/leder oder bdsm deutlich eher akzeptiert werden. Grade nachdem bücher und filme wie shades of grey immer beliebter werden.
    Generell bin ich aber der meinung, dass fetisch fetisch ist. Egal was das objekt der begierde ist. Den einen kann man eher nachvollziehen als den anderen, aber akzeptieren bzw tolerieren sollte man alle gleich (sofern natürlich niemand zu schaden kommt oder belästigt wird)

  15. #15
    Windel-Newbie Avatar von Marwin

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    AW: Windelfetisch - Lust oder Belastung?

    Ich kann es kurz in folgenden zwei Sätze zusammenfassen:

    Das Tragen, auch für eine Woche oder mehr, ist für mich sehr viel Lust. Finanziell ist die Windelsucht aber eine grosse Belastung.

  16. #16
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    AW: Windelfetisch - Lust oder Belastung?

    Zitat Zitat von Marwin Beitrag anzeigen
    Ich kann es kurz in folgenden zwei Sätze zusammenfassen:

    Das Tragen, auch für eine Woche oder mehr, ist für mich sehr viel Lust. Finanziell ist die Windelsucht aber eine grosse Belastung.
    Dann hoffe ich doch sehr, dass dich dein Urin nicht in den Ruin treibt

  17. #17
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    AW: Windelfetisch - Lust oder Belastung?

    Ich sehe es so das es von beidem etwas hat sowohl die Lust am tragen und benutzen der windel als auch immer wieder die Belastung der aufkommenden Fragen bin ich verrückt oder normal? Ist das richtig was ich grade mache oder nicht? Manchmal äußert sich halt das schlechte Gewissen nachdem benutzen und manchmal muss man sich eben in der windel einen runter holen weil die Lust an der windel einen so scharf macht.

  18. #18
    Windel-Newbie Avatar von Marwin

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    AW: Windelfetisch - Lust oder Belastung?

    Zitat Zitat von AlwaysDry Beitrag anzeigen
    Dann hoffe ich doch sehr, dass dich dein Urin nicht in den Ruin treibt
    Tja, als Student bin ich finanziell leider nicht gerade privilegiert. Aber ich traue mir zu, dass ich rechen kann.
    Geändert von Marwin (08.07.2021 um 09:25 Uhr)

  19. #19
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    AW: Windelfetisch - Lust oder Belastung?

    Hi
    Jede Lust kann auch zur Last werden. Spätestens, wenn sie zur Sucht wird. Aber das ist auch wieder ein anderes Thema, das sehr kontrovers diskutiert wird. Alles was eine Belastung ist versuche ich zumindest für mich, entweder los zu werden oder wieder in die Lust zu wechseln. Und Windeln werde ich sicher nicht los ;-)
    Grüsschen Tanja

  20. #20
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    AW: Windelfetisch - Lust oder Belastung?

    Für mich ist es pure Lust! Als ich diese Windellust für mich entdeckte, da war es manchmal eine Belastung, schlechtes Gewissen..darf man das….diese Dekadenz… aber irgendwann habe ich es akzeptiert…und ich geniesse!

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