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Thema: mögliche familäre und soziale Folgen der Fetischneigung

  1. #1
    Senior Member Avatar von Schatz

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    mögliche familäre und soziale Folgen der Fetischneigung

    Hallöle,

    an anderer Stelle kam die Thematik Familie auf.
    Es ist Fakt, dass ABDL, die Windelleidenschaft, auf die langfristige Entwicklung von sozialen Beziehungen einen entscheidenden Einfluss haben kann und wahrscheinlich immer irgendwie hat.
    Positiv und eben leider auch negativ.
    Das beginnt für uns oft schon in der Kindheit und endet vielleicht nie. Es tut eben seinen Teil dazu, z.T. auf wundersame Weise.

    Für mich persönlich hat die Sicht anderer Menschen auf meinen eigentlich unproblematischen und simplen Kink fatale Folgen gehabt.
    Für andere hingegen vielleicht sogar Glück gebracht?
    Oder es hat überhaupt nichts verändert? Wirklich? Nichts?

    Wie hat sich der Kink langfristig auf euer Leben ausgewirkt?
    Die Frage richtet sich eher an die etwas älteren unter uns, die schon genug Zeit für ein Fazit hinter sich haben.
    Für die jüngeren könnte das informativ sein.

    Den Windelfetisch mit einem "normalen" Leben in Einklang zu bringen, ohne sich selber zu verbiegen und damit froh zu sein, gelingt ja manchen auch.
    Andere bleiben auf der Strecke, oder verlieren alles.

    Fest steht: Ab dem Moment des freiwilligen, oder unfreiwilligen Outings sind wir verletzlich. Man kann den Fetisch gegen uns instrumentalisieren, das ist nicht schwer. Und andere Menschen tun das unter Umständen auch.
    Unsichere, nicht so selbstbewusste ABDLs können dadurch sogar erpressbar sein, verletzt und nachhaltig beschädigt werden.
    Vor Ausgrenzung sind wir eben leider nicht geschützt.
    Selbstbewusste Leute sind ebenfalls nicht vor übler Nachrede geschützt. Leider verstehen viele nicht zu differenzieren und auch der Pädo-Schatten ist leider immer noch allgegenwärtig.
    Für viele andere sind wir einfach nur eklig und krank.
    Auf andere wirken wir niedlich, sind aber dann nicht ernst zu nehmen.


    Ich meine, man sollte sich gut überlegen, wem man von der Windelleidenschaft erzählt und wem man so vertraut.
    Ich kann ja nur meine persönlich Bilanz ziehen, ich habe gerade mein 50jähriges Windelfetisch-Jubiläum.
    Die gezogene Bilanz ist mies.
    Verständnis und Toleranz: Fehlanzeige. Verachtung und Ausgrenzung: früher, oder später 100%.
    Ich bin niemals geschätzt worden, weil ich ICH bin und diese Vorliebe habe immer nur trotzdem und unter Vorbehalt.
    Fast alle derjenigen, denen ich mich anvertraut habe, behielten es nicht für sich. Das waren hauptsächlich weibliche Wesen. Männern konnte ich insgesamt mehr Vertrauen entgegen bringen, ohne das es mir Nachteile brachte. Wohl dem, der wirklich gute alte Kumpels hat.

    Manchmal bin ich völlig traurig deswegen, aber es hilft nichts. Man muss sich annehmen und man selbst sein, gerade wenn man diese Neigung hat.
    Man muss damit rechnen, dass man eines Tages ganz alleine da steht und niemand mehr aus der Familie etwas mit einem zu tun haben möchte.
    Dann wird es hart, aber eines Tages kommt dieses Gefühl der Freiheit auf.
    Ist der Ruf erst ruiniert...
    Das ist natürlich auch der persönliche GAU, aber wenn man die Trauer mal grundsätzlich überwunden hat, geht es bergauf.
    Freiheit ist geil! Endlich!
    Man bekommt vom Leben also auch etwas zurück ;-)
    Kein Versteckspiel mehr, keine Rechtfertigungen, keine Unsicherheit, keine übertriebene Selbstbeherrschung mehr, uneingeschränkter Genuss und persönliche Entfaltung at it´s best. Das ist schon geil.
    Inzwischen frage ich mich manchmal, warum ich überhaupt jemals diese dummen Ziegen geheiratet habe und dazu auch noch Kinder gemacht habe.
    Mir hat es keinen Vorteil gebracht. Eher im Gegenteil.

    Ich hab mich aber auf jeden Fall total lieb ;-)

    bis gleich
    Schatz
    Ich war, ich bin und ich werde immer sein.

  2. #2
    möchtegern Psychiater Avatar von Der_Tobias

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    AW: mögliche familäre und soziale Folgen der Fetischneigung

    Hay,
    das richtet sich eigentlich an ältere und ihre Erfahrung aber ich hätte auch noch bissel zu erzählen. Also ich hab es mit 11 meiner Mutii erzählt und sie meinte darauf es sei okay, sie hat sogar meine ersten Windeln für mich aus dem Altersheim geklaut. Wo ich dann welche hatte war ich froh und hab es genossen. Da ich ein großes Plappermaul bin wissen es inzwischen 5 Freunde und alle hat es mehr schokiert das ich Schwul als das ich Windeln trage. Also heute würde ich sagen meine Umgebung hat es eher positiv aufgefasst.
    LG
    Tobias
    Nur eine volle Windel ist eine tolle Windel.

  3. #3
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    AW: mögliche familäre und soziale Folgen der Fetischneigung

    Ich bin seit bestimmt 30 Jahren mit der Thematik befasst, mal mehr, mal weniger. Ich habe den Ball immer ganz flach gehalten und mich eigentlich lediglich meiner Partnerin anvertraut. In der Familie hat es auch mal der eine oder andere zufällig mitbekommen. Da gab es aber nie Probleme.

    Wenn ich mit meinem heutigen Bewusstsein und Selbstbild noch einmal 20 wäre, würde ich die Neigung ganz sicher ziemlich intensiv in der Stadt meines Studiums auch in der Community ausleben. Aber man steigt bekanntlich nie zweimal in denselben Fluss und irgendwie ist diese Phase halt vorbei. Ich habe dafür andere, komfortable Lebensumstände gefunden, wo ich unter anderem meinen Kink ausleben kann, mit Mitte 40 eben anders als mit Anfang 20.

    Zusammenfassend schaut es für mich doch sehr so aus, dass man besser und bekömmlicher lebt, wenn man seinen DL – Teil im Rahmen der heutigen vielfältigen Möglichkeiten unbeschwert (aber diskret) auslebt. Es gibt ja für jede Orientierung eine community, nie konnte man so offen leben wie heute. Und mit diesem Kink schadet man nun wirklich ganz und gar niemandem.

  4. #4
    Senior Member Avatar von Schatz

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    AW: mögliche familäre und soziale Folgen der Fetischneigung

    Zitat Zitat von humbahumba Beitrag anzeigen

    Zusammenfassend schaut es für mich doch sehr so aus, dass man besser und bekömmlicher lebt, wenn man seinen DL – Teil im Rahmen der heutigen vielfältigen Möglichkeiten unbeschwert (aber diskret) auslebt. Es gibt ja für jede Orientierung eine community, nie konnte man so offen leben wie heute. Und mit diesem Kink schadet man nun wirklich ganz und gar niemandem.
    das ist wirklich wahr. Die Zeiten haben sich da gewandelt. Früher war es wesentlich schwieriger und natürlich hat man sich eher den Menschen anvertraut, die zur Verfügung standen. Es ist leichter geworden Kontakte zu finden und sich auszuleben, Austausch zu finden. Die Menschen im normalen Umfeld würde ich heute auch nicht mehr einbeziehen, aber auf jeden Fall den Partner. Das ging allerdings auch schon zwei Mal voll nach hinten los.

    Meine zweite Frau habe ich ja damals hier in der WBC getroffen, da war zumindest das Fetischproblem kein Problem.
    Trotzdem hat sie sich als doofe Kuh entpuppt, der Faktor Mensch wird auch nicht durch ähnliche, oder gleiche Vorlieben ausgeschaltet, is klar.
    Wenigstens ist das dann nach einer Trennung kein Thema, das missbraucht werden kann und gegen einen verwendet wird. Wenn zwei den gleichen Dreck am Stecken haben, schweigen beide, hehe.

    bis gleich
    Schatz
    Ich war, ich bin und ich werde immer sein.

  5. #5
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    AW: mögliche familäre und soziale Folgen der Fetischneigung

    Ich habs Jahrelang geheim gehalten, als ich dann 600km verzogen bin, habe ich es meinen 2 besten Freunden erzählt. Hätte ich das mal vorher gemacht. Wobei, gebracht hätte es mir garnichts...

  6. #6
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    AW: mögliche familäre und soziale Folgen der Fetischneigung

    Mit mitte vierzig kann ich auch schon auf eine längere Windel-Karriere zurückblicken.
    Meine Ex hatte es damals versucht zu akzeptieren aber wohl immer gehofft dass ich es aufgebe bzw es für krank angesehen. Die Windeln waren dann auch mit ein Grund warum wir uns getrennt haben. Da gabs dann auch so Geschichten dass sie es ihrer Mutter erzählt hat, und diese dann mit meiner Mutter geredet hatte das ich unbedingt psychiatrische Hilfe brauchte. Zum Glück ist meine Mutter nicht darauf eingestiegen und meine Ex-Schwiegermonster ist jetzt ein absolutes Feindbild seitdem :-)
    Ich habe aus meiner schlechten Erfahrung aber gelernt auf was ich bei einer Beziehung achten muß bzw was ich auf keinen Fall mehr haben wollte. So hab ich dann eine sehr tolerante, weltoffene Frau kennengelernt, der ich es auch recht bald erzählt (geschrieben) habe. Ihre Antwort auf mein "Geständnis" war einfach "Ich liebe dich" und von da an war alles klar. Anfangs war eher bei mir das schlechte Gewissen wenn ich gewindelt war das sie mir in mühevoller Arbeit aber ausgeredet hat. Mittlerweile zieht sie auch schon mal selber Windeln an wenn die Kinder bei den Großeltern sind um mir eine Freude zu machen. Oder aus Gründen die ich noch nicht so ganz realisieren kann. So hat sie sich auch zb schon selber die Tena Pants night gekauft weil sie im Wohnwagen in der Nacht nicht über mich drüberklettern und mich aufwecken wollte oder versucht es (leider vergeblich) auch mal laufen zu lassen weil sie in der Nacht nicht aufstehen will.
    Was ich mit dem ganzen eigentlich meine: Eine noch so schlimme Erfahrung kann auch durchwegs was Gutes bringen. Man weiss dann zumindest was man nicht mehr möchte und hat bei neuerlicher Partnerwahl einen Filter der hoffentlich die falschen Partner ausblendet.

    Grüße
    DLax

  7. #7
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    AW: mögliche familäre und soziale Folgen der Fetischneigung

    Gut, dass du das Thema nochmal aufgegriffen hast. Somit sehe ich, dass man nicht alleine mit diesen Problemen dasteht. Das Thema wurde leider im damaligen Rosenkrieg mit meiner Ex sogar vor das Familiengericht gebracht. Ich musste mir den Umgang mit meinen Kindern erkämpfen. Für die war es ein ganz neues Thema und haben mich zum Psychologen geschickt, aber wie Wunder, hat es im Nachgang keine Auswirkungen gehabt. Die Mutter meiner ältesten Kinder hat es anscheinend auch Jahre später verstanden, dass das nicht richtig war und hat keine Steine in den Weg gelegt, als der älteste dann bei uns wohnen wollte.

    Ich bin wirklich glücklich, dass meine Frau schon seit Anfang an unserer Beziehung hinter mir steht und mich schon damals unterstützt hat.

    Auch meine Familienmitglieder, die das alles natürlich damals mitbekommen haben, nehmen mich so wie vorher auch wahr.
    Es verändert ja auch keinen Charakter, wenn man auf nicht ganz so alltägliche Dinge steht.

    Aber es stimmt leider auch, dass man sich angreiflich macht, wenn man die Thematik Windelfetisch offen anspricht. Da kann man noch so selbstbewusst sein, manche akzeptieren das dann doch nicht.

  8. #8
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    AW: mögliche familäre und soziale Folgen der Fetischneigung

    die gleichung lautet simpel : wenns kein fetisch (zwang, sexualisierung, usw.) ist, ists auch kein problem, wenn man sehr ausgefallene sachen macht

    mit menschen, die nicht grosszügig, offen, halbwegs empathisch, weltanschaulich flexibel sind muss man sich ja nicht abgeben.
    ... und es hilft ungemein, wenn man das auch selber ist - stichwort gegenseitigkeit. so kommt gleiches zum gleichen und es gibt keine probleme ...

  9. #9
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    AW: mögliche familäre und soziale Folgen der Fetischneigung

    Hallo Schatz.

    Ich denke mal, dass Ausgrenzung eine beiderseitige Angelegenheit ist. Eigentlich spielt sich die Windel ja im Verborgenen ab. Unterwäsche sieht man nicht. Insofern wissen es normalerweise nur Leute, denen man sich anvertraut hat.

    Bekannt ist, dass Inkontinenz oft zu sozialer Isolierung führt, der Betroffene sich also selbst zurückzieht aus Angst vor Unfällen. Das kann Spass-Windelträger auch betreffen. Hinzu kommt die eigene Wahrnehmung "Ich hin anders". Auch das kann unbewusst zu sozialem Rückzug führen.

    Ich persönlich habe keine Probleme mit sozialer Ausgrenzung. Früher als Kind war ich unbeliebt und ein Einzelgänger. Das hat sich irgendwann geändert und nun muss ich aufpassen, dass ich noch genug Privatzeit habe. Meine Windeln sind immer dabei, aber spielen bei meinen sozialen Kontakten keine Rolle. Ich hab zwar einige gute Freunde, die von meinen Windeln wissen, aber es ist praktisch nie Thema unserer Gespräche. Das liegt vielleicht auch daran, dass die Windel bei mir kein zentrales Thema in der Wahrnehmung ist. Sie ist meine Unterwäsche und das war's auch. Mehr Thema bekommt die Windel bei mir nicht.

    Ich hab auch keinen Outing-Zwang. Wer es wissen muss, der erfährt es und für die Leute, für die es nicht wichtig ist, denen muss ich es auch nicht sagen. Ich verstecke meine Windeln nicht. Ich habe keine Angst vor Entdeckung. Ich lebe also ein normales Leben und meine Windel ist ein normaler Teil davon. Vielleicht macht es genau dieser Punkt aus, dass ich mit dem Thema "meinen Frieden gemacht" habe und deshalb einfach in mir selbst ruhe.

    Negative Erfahrungen durch Menschen habe ich zwar gemacht, das hatte aber nie mit Windeln zu tun. Es hat dazu geführt, dass ich konsequent mein Lebensumfeld umstrukturiert habe und nun mit Menschen umgeben bin, die mich mögen. Und wer mich nicht mag, der mag mich eben nicht. Ich mag ja auch nicht jeden. Und mit diesen Leuten hab ich dann auch keinen bzw. wenig Kontakt.

  10. #10
    Senior Member Avatar von Schatz

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    AW: mögliche familäre und soziale Folgen der Fetischneigung

    Zitat Zitat von EngelNullSieben Beitrag anzeigen
    Hallo Schatz.

    Ich denke mal, dass Ausgrenzung eine beiderseitige Angelegenheit ist. Eigentlich spielt sich die Windel ja im Verborgenen ab. Unterwäsche sieht man nicht. Insofern wissen es normalerweise nur Leute, denen man sich anvertraut hat.
    Tja, es kommt natürlich darauf an, mit wem man es zu tun hat. Im direkten Umfeld ist einem doch der Partner am nächsten. Und da gehört eben Offenheit hin!
    Wie schon von anderen da oben beschrieben, wenn dein(e) Partner(in) mit dem Fetisch ein Problem hat, oder kriegt, oder das Thema instrumentalisiert, ist Ausgrenzung einseitig. Dann bist du Opfer und in der Defensive. wenn es dann auch noch um existenzielle Angelegenheiten geht und du um deinen Status als Elternteil kämpfen musst, wird es richtig hart.
    Die einzige Möglichkeit sehe ich aber trotzdem in einem relativ offenen Umgang, wo er hingehört.
    Ich würde das niemals meinem liebsten Gegenstück verschweigen, ich gehe von Anfang an offen und selbstbewusst damit um und erkläre mich so gut wie möglich.
    Fluch und Segen: Ich bin nicht mehr so jung und im inkontinenzfähigen Alter. Meine Dranginko ist real, damit gehe ich sowieso offen um, wo es denn sein muss.
    Ich trage eben Sicherheitsunterwäsche und gehe eher humorig unkompliziert damit um. Der Schamfaktor ist da inzwischen eher auf Seiten der Informierten.
    Da bemerkt man auch schnell, wer da Berührungsängste mit der Thematik hat. Und es ist oft der Fall, dass andere da auch "Probleme haben", gerade die Damen. Denen ist es meistens ultrapeinlich und sie sind ziemlich froh, dass sie mal offen drüber sprechen können.
    Das läuft dann alles unter Thema Nr.1 im Alter: Gesundheit und älter werden mit den diversen Krankheiten"

    Der Windelfetisch ist eine ganz andere Hausnummer, da geht es ja um SEX. Da habe ich eine Polarisierung festgestellt. Meist sind in Sachen Sex offene Menschen auch ziemlich offen und neugierig, was das Thema angeht und man glaubt kaum, was in Leuten schlummert und auch mal "raus will". Ich bin da anscheinend ein guter Zuhörer und Anstifter.

    Sexuell eher verschlossene, verschämte Menschen sind auch in Sachen Fetische meist ablehnend in der Haltung, auch meist voreingenommen, oft völlig homophob, und mit einer sehr niedrigen Ekelschwelle ausgestattet, egal um welche Körperflüssigkeiten, oder Aussscheidungen es geht. Manchmal habe ich mich gefragt, ob die jemals wirklich Sex hatten, ohne dabei kotzen zu müssen. Von solchen Menschen halte ich mich fern. Tedenziell sind das auch genau die Menschen, die ausgrenzen und alles jemals gesagte gegen einen verwenden, wenn es denen in den Kram passt. Das ist leider so. Der Konservativismus tut eben nirgens gut in offenen und toleranten Gesellschaften.

    Tatsächlich lernt man mit den Jahren schmerzlich, wem man sich besser nicht anvertraut, wenn überhaupt.
    Fehlentscheidungen sind niemals ausgeschlossen und leider muss ich hier und heute feststellen: Menschen sind letztendlich unkalkulierbar.

    bis gleich
    Schatz
    Ich war, ich bin und ich werde immer sein.

  11. #11
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    AW: mögliche familäre und soziale Folgen der Fetischneigung

    sorry, kann keinerlei progressivität oder superwuzzi-tolle--avantgarde bei sex mit exkrementen oder windeln feststellen.
    es ist eher so, dass die einen das wollen, die anderen nicht. und jeder hat gute gründe und alles andere ist bullshit.
    desweiteren ist die anzahl der einen zu der der anderen eben nur 1:100 und überdies auch m/w geschätzt 1:10.
    der rest ist eine simple rechenaufgabe ...

  12. #12
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    die größte Stadt in England ist London an der Themse, das größte Dorf.....
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    AW: mögliche familäre und soziale Folgen der Fetischneigung

    Bei uns in der Familie waren Windeln durch meine behinderte Schwester immer präsent und auch der Umgang mit diesem Hilfsmittel wurde offen thematisiert. In verschiedenen Situationen war es daher normal, wenn sich ein Familienmitglied eine Windel anlegen ließ (Krankheit in der Kindheit/als Jugendlicher, längere Autofahrten, unter dicker Winterkleidung oder in Situationen wo die Verfügbarkeit einer Toilette unklar war) oder diese als Einlage in der Unterhose (bei starker Menstruation oder Blasenentzündung) trug. Aber auch der Punkt, das Außenstehende die Sache mit den Windeln anders sehen, wurde immer mal wieder besprochen. Ein richtiges Outing über meinen Fetisch gegenüber meiner Familie hatte ich zwar nie, aber dennoch bin ich fest davon überzeugt das meine Eltern spätestens im frühen Teenageralter gemerkt haben, dass ich mich zu Windeln hingezogen fühlte. Dafür spricht auf jeden Fall, dass nachdem ich mal eine Probe in einer größeren Größe (M) heimlich entwendet hatte, bei der nächsten Windellieferung ein ganzer Karton in entsprechender Größe seinen Weg zu uns gefunden hat, obwohl sie meiner behinderten Schwester damals definitiv zu groß waren. Solange dies aber nicht nicht offen zu Show getragen wurde hatte da niemand familienintern ein Problem mit.

    Außer einer ehemaligen Arbeitskollegin und guter Freundin habe ich mich noch niemand offenbart, da ich in der Vergangenheit häufig wegen meiner damaligen Größe und allgemeinen kindlichen Aussehen ausgrenzt worden bin. Sicherlich hat mein Windelfetisch nicht dazu beigetragen, dass ich mich bis in die heutige Zeit ehr asexuell verhalte und Sexualität sich überwiegend bei mir im Kopf abspielt.

  13. #13
    Die kleine Meerjungfrau Avatar von Hannah

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    AW: mögliche familäre und soziale Folgen der Fetischneigung

    Ich kann die negativen Erfahrungen (glücklicherweise) kaum teilen. Bis auf meine Eltern, die es leider rausfanden ohne meine Absicht, habe ich bis jetzt nur "positive" (das negativste war wohl Desinteresse/Weirdness) Rückmeldungen bekommen. Aber die Eltern-Kiste, ja, die "verfolgt" meine Beziehung zu ihnen bis heute.

    Das ist allerdings Blutsverwandtschaft, diese Personen und den Kontakt zu ihnen habe ich mir nicht "ausgesucht". Menschen, die ich ausgesucht und absichtlich in meinem Leben habe, wissen i.d.R. nach einigen Treffen bereits von meinem Hang zu BDSM, Ageplay, und ggf. auch Windeln - wobei ich das am "wenigsten" oder "spätesten" teile. Das ist allerdings auch eher meiner persönlichen Scham zuzuschreiben, als unbedingt den zu erwartenden Reaktionen. Wer blöd reagiert, fliegt eben aus meinem Leben. Dieser Mensch ist meine Aufmerksamkeit nicht wert.

    Würde jemand etwas ausplaudern, müsste ich damit Leben. Ich denke, mit jedem "Outing" geht man dieses Risiko ein. Sowohl Outing bei Vanilla-Freunden als ABDL, wie auch Outing bei ABDL Freunden mit dem Klarnamen. Aber that's life.
    "When I was a little girl, I didn't sit there and think 'Hey, how could I be different? I think I'd like to wear diapers!' I didn't ask to be an adult baby, but I am one. I am a little girl... and I belong to my Daddy."

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