Seite 2 von 2 ErsteErste 12
Ergebnis 21 bis 28 von 28

Thema: Zahnspangen

  1. #21
    Peaudouce_Junior
    inaktiv

    AW: Zahnspangen

    Zitat Zitat von Kleiner Max Beitrag anzeigen
    Und hättest du gerne so eine?
    Als Kind hat mich diese Art von Spangen irgendwie fasziniert. Ich fragte mich immer wie das ist sowas zu tragen. Aber ich denke mal wenn ich wirklich so eine hätte tragen müssen das es mir nicht so wirklich gefallen hätte.

  2. #22
    Senior Member

    Registriert seit
    April 2019
    Ort
    Detmold
    Beiträge
    207
    Mentioned
    5 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)

    AW: Zahnspangen

    Hi Leute!

    Ich habe auch mit den Zahnspangen Erfahrung.
    Als ich so 13 war hatte ich so eine lockere Zahnspange, eine lose Zahnspange die ich rausnehmen konnte und dann hatte ich nach 9 Monaten eine feste Zahnspange bekommen.
    Als ich die lose Zahnspange hatte da musste ich mich dran gewöhnen und mich hat das echt gestört wo das im Mund war ich konnte nicht richtig sprechen nicht richtig schlucken das musste ich erst mal lernen, das war sowas von nervig, ich hatte die schon mal nicht reingemacht die lose Zahnspange, dann hatte ich von meinem Vater mega Ärger bekommen.
    Links und rechts in mein Mund wurde dann abends so Gummis reingemacht da konnte ich den Mund nicht richtig weit aufmachen und jedes Mal wenn was kaputt gegangen ist an der Spange hatte ich Angst gehabt dass ich vom Zahnarzt Ärger bekomme, also von Kieferorthopäde.
    Bei der lockeren Zahnspange war auch so Metall hing hinunter so dass ich meine Zunge nicht so weit nach vorne schieben konnte das war auch ziemlich nervig.
    Und dann die feste Zahnspange, dies hatten ziemlich lange beim Kieferorthopäde gedauert, also über ne halbe Stunde, ich weiß es jetzt nicht genau vielleicht waren es auch eine Stunde hat das gedauert bis ich fertig war wo die feste Zahnspange drin war also es hat auf jeden Fall ziemlich lange gedauert das war auch nicht mehr schön. Dort musste ich mich auch dran gewöhnen wo die drin war, das Sprechen, das schlucken. Das aller aller nervigste bei dieser festen Zahnspange da habe ich gar nicht gemerkt dass der Draht hinten zu lang war, und dies habe ich einen Monat so gelassen, und immer wenn ich Essen war egal wo, Ratsche dieser Draht immer im Mund alles auf das tat jedesmal weh.
    Was ich gut finde an der Zahnspange ist dass die Zähne gerade werden aber mehr auch nicht Zahnspange stört einfach nur und nicht nur dass ich wurde wegen sowas auch draußen immer gehänselt.
    Die da draußen haben zu mir gesagt na du Zahnspangen Fresser und das habe ich mal meine Mutter mal gesagt die fand das sogar lustig und da habe ich gesagt das ist überhaupt nicht lustig. Das ist schon richtig mies wenn einer sagt zu dir du Zahnspangen Fresser, gehst finde ich überhaupt nicht gut und auch nicht lustig!
    Geändert von ChrisChris (11.06.2019 um 20:52 Uhr)

  3. #23
    Segufix-Boy Avatar von s-fix-boy

    Registriert seit
    February 2022
    Beiträge
    114
    Mentioned
    7 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)

    AW: Zahnspangen

    Meine Erfahrungen mit Zahnspangen sind sehr ambivalent.

    Als Jugendlicher musste ich drei Jahre lang (14 bis 17) eine feste Zahnspange tragen und habe sie von ganzem Herzen gehasst. Heute bin ich aber sehr dankbar dafür, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, meinen Kreuzbiss korrigieren zu lassen. Es war wirklich keine Frage der Kosmetik. Vorher konnte ich nie richtig zusammenbeissen. Heute habe ich ein perfektes Gebiss. Ich kenne Menschen die lange eine sehr ähnliche, aber unbehandelte Fehlstellung hatten/haben, weil sie erst als Erwachsene oder gar nie behandelt wurden. Die haben heute alle sehr grossen Probleme mit den Kiefergelenken und der Gesichtsmuskulatur. Eigne haben nun sogar künstliche Kiefergelenke.

    Die Fehlstellung wird in unserer Familie vererbt und alle meine Geschwister mussten sich der gleichen Behandlung unterziehen, wie ich. Auch meine Eltern, Tanten und Onkel, sowie viele Cousins und Cousinen mussten als Teenager deswegen eine Zahnspange tragen. Deshalb wusste ich damals sehr genau, was auf mich zukommen würde. Mein grosser Bruder, der seine Zahnspange zwei Jahre vor mir bekam, hatte oft starke Schmerzen und konnte tagelang kaum etwas essen. Wegen meinen Überempfindlichkeiten wusste niemand, wie ich darauf reagieren würde. Weil sie es beide selbst erlebt hatten, nahmen sich meine Eltern damals viel Zeit, um mir klarzumachen, dass die feste Zahnspange kein "Kindergeburtstag" werden würde. Sie machten mir mehrfach klar, dass es, wenn die Behandlung erst einmal angefangen hatte, kein Zurück und kein Abbruch geben würde. Das hätten sie nicht akzeptiert. Ich musste ihnen deshalb mehrmals mein Einverständnis für die Behandlung geben. Obwohl ich erst 14 Jahre alt und wegen meiner Andersartigkeit unreifer als meine Altersgenossen war, sagten sie mir damals mehrfach: "Es sind deine Zähne, du selbst wirst Schmerzen ertragen müssen und deshalb musst letztendlich du allein zustimmen. Wir unterschrieben nichts, wenn du es nicht wirklich willst!" Weil ich ein gesundes Gebiss wollte und mir alle Argumente dafür einleuchteten, stimmte deshalb etwas widerwillig zu. In den Wochen vor dem Behandlungsbeginn. hatte ich grosse Angst davor und meine Windeln wurden deshalb immer sehr gut feucht und braun. Ich hatte im wahrsten Sinne des Wortes grossen Schiss. Obwohl mir alle mein Gefühle zu Gegenteil rieten, habe ich eisern und rein intellektuell an meinem Entschluss festgehalten. Nicht zuletzt auch weil: "Was mein grosser Bruder durchstehen kann, kann ich schon lange!"

    Weil ich es nicht ertragen kann, wenn man mich anfasst, wurde ich für die Voruntersuchungen sediert und für das Einsetzen sogar komplett narkotisiert. Als ich wieder erwache, erwartete ich Scherzen. Aber ich spürte nur ein starkes Druckgefühl. Keine Schmerzen. Für die Kontrolluntersuchungen bekam ich jeweils Lachgas, und wenn es länger dauerte, wurde ich erneut sediert. Deshalb habe ich die Sitzungen beim KFO fast immer gut vertragen, obwohl er mich intensiv anfassten musste. Daran habe ich keine negativen Erinnerungen. Es gab nur zwei Termine, bei denen ich trotzdem ausgeflippt bin und wir entscheiden einen Tag später weiterzumachen.

    Es stellte sich heraus, dass ich viel weniger schmerzempfindlich war als meine Geschwister. Von meinen Geschwistern, hatte nur mein jüngster Bruder eine noch stärkere Fehlstellung als ich. Es lag deshalb nicht daran, dass meine Behandlung irgendwie sanfter gewesen wäre. Wahrscheinlich lag es an meiner andersartigen Reizverarbeitung. Ich spürte immer nur einen starken Druck oder ein starkes Ziehen nach dem Nachziehen oder einem Bogenwechsel. Daher war der Schmerz für mich immer sehr gut zu ertragen.

    Allerdings war ich damals sehr genervt, dass ich nicht mehr wie gewohnt essen konnte. Alles blieb hängen und ich musste auf vieles, sehr vieles ganz verzichten. Auf weit mehr, als meine Geschwister, weil mein Empfinden beim Essen scheinbar anders ist. Beim Sprechen hatte ich, solange die feste Spange drin war, immer das Gefühl, dass meine Lippen irgendwie hängen blieben. Sehr unangenehm! Auch beim Sport musste ich wegen der Zahnspange vorsichtiger sein. Sehr genervt war ich auch von den Gummibändern, die ich die ganze zweite Hälfte der Behandlung immer tragen musste. Die waren immer und bei allem im Weg. Ich empfand all diese Reize irgendwie stärker als meine Geschwister. Und es gab bei mir kaum einen Gewöhnungseffekt: Meine Geschwister sagten, dass sie die Zahnspange nach einer Weile - wenn die Schmerzen abgeklungen waren - nicht mehr wahrnahmen. Bei mir war das nie der Fall. Ich empfand immer ein "Fremdkörpergefühl." Ich gewöhnte mich die ganzen drei Jahre nie wirklich an die feste Zahnspange.

    Obwohl ich keine wirklichen Schmerzen hatte, war es eine einzige grosse Qual. Obwohl ich alles intellektuell sehr gut verstanden habe und ich selbst die Behandlung wirklich durchzeihen wollte, hat mich die Spange damals im Alltag immer sehr, sehr gestresst. Heute könnte ich damit sicher viel gelassener umgehen als damals, weil ich viel reifer und stabiler geworden bin. Ich kenne mich selbst heute viel besser und kann mit Stress (Overload) besser umgehen.

    Nachdem die feste Zahnspange (wieder in Vollnarkose) rauskam - worüber ich natürlich sehr froh war - bekam ich zwei dünne herausnehmbare Retainer. Die musste ich 1 Jahr lang ganztags(+nachts) und dann nur noch nachts tragen. An diese Retainer-Platten habe ich mich - im Gegensatz zur festen Zahnspange - sehr schnell gewöhnt. Ich weiss nicht genau wieso? Vielleicht weil ich sie beim Essen oder beim Sport einfach rausnehmen konnte? Weil sie beim Sprechen kaum stören? Oder einfach, weil die schwierige Zeit der Pubertät vorüber war? Ich weiss es nicht gnau?

    Obwohl die Behandlung nun schon lange vorbei ist, trage ich diese Retainer immer noch jede Nacht. Es ist zu einer meiner festen Gewohnheiten geworden. Ich mag es sehr, wenn ich meine Retainer nachts im Mund spüre. Ohne sie vermisse ich heute etwas und fühle mich unwohl nachts.

    Ups! Jetzt habe ich viel mehr geschrieben, als ich ursprünglich wollte. Ich hoffe, ich werde niemanden damit langweilen?
    "Menschen mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen sind nicht behindert, sie werden durch andere Menschen behindert!" von Prof. Tom Shakespeare

  4. #24
    Junior Member

    Registriert seit
    July 2016
    Beiträge
    2
    Mentioned
    0 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)

    AW: Zahnspangen

    Als Kind hatte ich alle Arten von Zahnspangen durch. Mehrere lose Aktivatoren mit und ohne Außenspange. Dann eine Feste mit Zungengitter und Außenspange. Danach wieder einen Retainer. Als Kind gehasst, hätte ich sie jetzt gern wieder. Vor allem die losen großen Spangen mit der Außenspange. Nuscheln und lispelnd sich verständigen zu müssen stelle ich mir traumhaft vor…

  5. #25
    Member

    Registriert seit
    October 2017
    Ort
    Mannheim
    Beiträge
    95
    Mentioned
    0 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)

    AW: Zahnspangen

    Hallo,

    für die Nacht habe ich eine Beißschiene. Ich mag das Teil.

    Liebe Grüße

    Brigitte

    Edit: Eine Zahnspange war mal angedacht, aber da bin ich zum Glück verschont geblieben.

  6. #26
    Junior Member

    Registriert seit
    April 2022
    Beiträge
    2
    Mentioned
    0 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)

    AW: Zahnspangen

    Ich hatte als Kind auch länger eine Zahnspange. mit 10 bekam ich feste Brackets, 2 Wochen später bekam ich zu meiner Überraschung daran noch eine Headgear, das war ein riesiges Außengestell. Was habe ich das Teil damals gehasst. War wirklich nicht schön. Das hatte ich dann bis ende 13

  7. #27
    Member Avatar von Grosser

    Registriert seit
    July 2020
    Ort
    Hamburg
    Beiträge
    45
    Mentioned
    1 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)

    AW: Zahnspangen

    Ich wurde Anfang der achtziger Jahre mit so einer fiesen Spange "ruhiggestellt". Ziel war es wohl, das Sprechen zu erschweren. Ich kam damals zur Lebenshilfe, weil meine Mutter es am besten fand für mich. Ich war 11 und sah aus wie 7, aber das Haupt- Problem war, dass mich die Förderschule wegen ein paar mal Einnässen nicht mehr haben wollte. Dort in der Einrichtung hat man mich dann in Abstimmung mit meiner lieben Mutter Stück für Stück unselbständiger gemacht und mich damit gebrochen irgendwann. Wenn man stets sabbert und kaum sprechen kann, dann ist man für die anderen halbwegs normal entwickelten Kinder "richtig doll behindert". Handschienen, die man für "unbedingt notwendig" ansah, hielten mich davon ab, an den Außenbügeln zu fingern. Eine dicke Windel (konnte ja wegen den Schienen nicht alleine aufs WC) und entsprechende Kleidung (Overall mit Namen der Einrichtung und Vorname und Hinweis:geistig behindert) stempeln einen dann vollständig ab..
    Wenn man dann aggressiv wird, muss man angeschnallt werden....
    Die Overalls bekamen nur die "schwierigen Fälle" an, die sich auszogen oder aufmüpfige, um sie klein zu kriegen.
    Heute wohl unvorstellbar. Vor 40 Jahren hatte meine Mutter als großzügige Förderin quasi freie Auswahl bei den Dingen, die mir zugute kommen sollten. Sie hat wirklich sehr viel gespendet und im Gegenzug würde ich dort so geformt, dass ich dort hinpasste. Lernbehinderung war keine Behinderung. Der Junge ist faul! Wenn er nicht faul ist, ist er nicht ganz richtig. Die Schwestern machten Abitur und ich wurde abgeschoben in eine Einrichtung. Die Welt war wieder in Ordnung..
    Obwohl es 40 Jahre her ist, lässt es mich nicht los.
    Zahnspange, Anfallshelm, Handschienen, Beinschienen, dicke Brille, mit der man schlecht sehen kann, Ohrstöpsel, die dich zum Kind machen, dass nicht versteht, Windeln, die man volldrücken muss, weil man regelmäßig Zäpfchen bekommt und dann immer erst mit Verspätung gewechselt werden, peinliche Kleidung. Man kann jeden Menschen mit solchen Dingen absolut demütigen und hilflos machen. Den versorgten behinderten fragt ja auch niemand, warum er so angeschnallt ist und ob er Windel trägt. Man hört es am knistern und sieht es. Es wird getuschelt. Der Mensch glaubt, was er sieht und macht sich dann ein Bild.
    Geändert von Grosser (23.04.2022 um 10:38 Uhr)

  8. #28
    Windel-Newbie Avatar von Marwin

    Registriert seit
    April 2021
    Beiträge
    190
    Mentioned
    9 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)

    AW: Zahnspangen

    Ich trage seit 2.5 Jahren eine feste Zahnspange mit drei Gaumenbögen. Ganz schön nervig das Ding. Nach dem Nachziehen oder Bogenwechsel kann ich immer für 1 bis 2 Tagen nichts Festes essen. Stimmen die Prognosen meines KFOs, werde ich meine Spange im nächsten Januar wieder los. Das Ergebnis sieht jedenfalls schon jetzt sehr gut aus.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
This website uses cookies
We use cookies to store session information to facilitate remembering your login information, to allow you to save website preferences, to personalise content and ads, to provide social media features and to analyse our traffic. We also share information about your use of our site with our social media, advertising and analytics partners.