AW: Windeln im Kindergarten
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DL_HAJ
Ich war von 1988-1992 in Niedersachsen im Kindergarten, da musste man bei Aufnahme mit 3 trocken/sauber sein.
Eine Betreuung für unter Dreijährige gab es nicht und deshalb in der Einreichung soweit ich mich erinnere auch nirgendwo einen Wickeltisch.
Deshalb kann ich mich auch nicht an Kinder erinnern, die noch eine Windel trugen.
Das war glaube ich in NRW um diese Zeit auch so...ich muss 1993 in den Kindergarten gekommen sein, da war ich schon mehr als trocken. Bei meiner Schwester (drei Jahre jünger), war es dann schon wieder egal, die wurde Mitte der 90er (also wahrscheinlich 1996 als ich in die Schule kam) nicht trocken mit Windel in den Kindergarten aufgenommen. Man muss jetzt noch dazu sagen, dass sich meine Mutter die Arbeit gemacht hat und mich einem Jahr trocken bekommen hat. Muss ne ganz schöne Arbeit gewesen sein, wenn sie sich die Arbeit beim zweiten Kind nicht mehr gemacht hat. Hat meiner Schwester soweit ich weiß auch nicht geschadet mit Windel im Kindergarten rumzurennen, zumindest wäre mir nichts dergleichen bekannt, aber war natürlich nicht gestern und möglicherweise ist da auch das ein oder andere an Erinnerung verschütt gegangen.
Ich glaube nicht, dass es mit einer antiauthoritären Beziehung zu tun hat, die heute bestimmt verbreiteter ist als vor einigen Jahrzehnten. Es kann sein, dass sie sich mit auswirkt, aber alleine dafür verantwortlich sit sie bestimmt nicht. Nicht jeder erzieht antiauthoritär und damit ist die Verallgemeinerung, dass es daran liegt bestimmt nicht zielführend. Es hat bestimmt Auswirkungen und zwar in der Hinsicht, dass man eben nicht auf Biegen und Brechen versuchen muss ein Kind bis Tag X trocken zu kriegen. Ich glaube es ist einfach der Wandel der Gesellschaft, der hier die Hauptursache ist. Ich komme da nochmal zu meiner Mutter als Beispiel. Bei mir hat damals (zur Info ich bin "nur" BJ 1990) ein (Hadwerker-)gehalt ausgereicht um eine vierköpfige Familie vernünftig über die Runden zu kriegen, gut das war aufm Land, Haus durch meine Großeltern gebaut, also vielleicht ein paar begünstigende Rahmenbedingen, die noch dazu kamen wie z.B. keine Miete, dafür halt den üblichen Wahnsinn an Nebenkosten, die beim Eigenheim anfallen...also eigentlich kein wirklicher Gewinn. Wenn man das mal in die heutige Zeit überträgt, wage ich zu bezweifeln, dass das so noch funktioniert. Warum ist das jetzt wichtig? Naja ganz einfach bei mir hatte meine Mutter, dadurch, dass sie eben nonstop Mutter war, die Zeit um sich auf Dinge wie Kind trocken kriegen zu fokussieren. Heute in der Regel kaum denkbar, da ein Gehalt in der Regel nicht ausreicht um eine entsprechend große Familie vernünftig durchzukriegen, ntürlich gibt es Ausnahmen, aber die dürften eher weniger häufig sein. Selbst wenn ein Elternteil in der Elternzeit zu Hause bleibt, ist es mehr als sportlich, dann ein Kind schon trocken zu kriegen. Nahc der Elternzeit gehen in der Regelbeide wieder arbeiten...da fehlt es auch schlichtweg an Zeit...man kann sich nicht X teilen und muss irgendwo Abstriche machen...wenn es dann beim Trockenwerden ist, dann werden wohl viele Eltern einfach darauf warten, dass es passiert, denn es ist bestimmt nicht nur Druck, der auf die Kinder ausgeübt wird sondern Eltern werden sich wahrscheinlich auch selber unter Druck setzen und den hat man in der Regel bei zwei erbeitenden Elternteilen schon genug und wird versuchen zu Hause möglichst viel Ruhe zu haben und die Zeit mit seinen Kindern zu genießen. Ich sehe da den größten Faktor, der diese Entwicklung begünstigt. Andere Faktor, wie die Art der Erziehung können bestimmt noch eine zusätzliche Auswirkung haben, aber bestimmt haben auch "technische" Neuerungen wie bessere Aufnahmekapazität und längeres "Trockenheitsgefühl" von Windeln (das berühmte 12h Trockenheitsversprechen mal exemplarisch genannt) auch noch Auswirkungen, aber wie ich schon geschilderte habe nur zusätzliche und nicht ausschließliche.
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Mein Kind hatte mit 4 immer noch eine Windel. *schäm*
Aber es war im Kindergarten nich schlimm.
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@Sternschnuppe
Für dein Kind war es bestimmt auch nicht so schön, auch wenn es sich vielleicht nichts anmerken lies. Ich weis das, Kinder können grausam sein, habe ich am eigenen Leib erfahren müssen. Ich habe ja meine ganze Kindergartenzeit noch Windeln am Tag gebraucht, bis ich mit 6 Jahren kurz vor der Einschulung zumindest am Tag trocken war. In der Nacht habe ich weiterhin Windeln gebraucht, bis ich etwa 9 Jahre war.
AW: Windeln im Kindergarten
Aber zu deiner Kindergartenzeit waren das doch auch noch ganz andere Windeln.
Heute ist es normal, dass die Pampers (oder Eigenmarke) bis Größe 7 oder 8 in jedem Supermarkt stehen.
Bei Scham gibt es einen großen Unterschied zwischen Fremdscham (also das einem gesagt wird, man soll sich dafür oder hat sich dafür zu schämen) und innerer Scham.
Wenn kein Theater um die Windeln gemacht wird, fällt zumindest ersteres schon mal weg.
AW: Windeln im Kindergarten
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DiaperDino
Heute ist es normal, dass die Pampers (oder Eigenmarke) bis Größe 7 oder 8 in jedem Supermarkt stehen.
Die heutigen Größen 7 & 8 sind eher eine frühere Größe 6, dazu gibt es auch entsprechende Beiträge, ichglaube sogar irgendwer hat da nen Bildvergleich gemacht, ich vergesse nur immer wer es war, derjenige fühle sich frei und melde sich diesbezüglich im Beitrag :-).
Einmal aus eigener Erfahrung zum Vergleich als ich wieder angefangen haben mit dem Windeltragen bin ich zunächst auf Babywindeln ausgewichen, war einfacher zu organisieren und auch zu finanzieren, das war 2004. Da war eine Größe 5 für 12 bis 25 kg und eine Größe 6 mit 16+ kg ausgelegt. Nach heutigen Maßstäben entspricht das vom Gewicht einer Babylove Größe 6 (15-20 kg) bzw. einer Größe 7 mit 16+ kg...die Größe 8 weist 18+ kg aus, also mit 2 kg unwestenlich mehr als eine alte Größe 6. Ergo werden die Größen wenig Einfluss darauf haben...die Erweiterung der Größen deckt halt mehr geringer differenzierte Gewichtsklassen ab, also mehr Zwischengrößen, nach oben hin hat sich wenig getan. Man sieht heutzutage zwar mehr Größen 6 als früher (Größe 7 gabs 2004 noch nicht) und auch die Größe 7 wird häufiger, aber ich glaube das ist einfach ein Mitziehen um eine Vergleichbarkeit von Kokurrenzprodukten zu schaffen, die Gewichtsspanne und damit die Größe wird sich nicht wirklich unterscheiden.
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Ja ich weiß. Aber auch die Größe 6 war damals selten zu bekommen. Bzw. hatte die 6+ dann online bestellt.
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@DiaperDino
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... Aber zu deiner Kindergartenzeit waren das doch auch noch ganz andere Windeln. ...
Stimmt, da gab es solche Windeln wie Pampers und Co. noch nicht. Ich hatte am Tag Mullwindeln mit Gummihose getragen, die waren deutlich dicker und deshalb auch gut zu erkennen. Die ersten Pampers waren aber auch noch ziemlich dick und auch teuer, so dass es eine Weile dauerte, bis die sich in der breiten Masse durchsetzten. Ich weis noch, dass die Nachbarskinder erst gegen Ende der 70er solche "modernen" Windeln trugen. Meine jüngeren Geschwister trugen allesamt noch Stoffwindeln, auch mein Bruder der 1973 geboren ist. Damals war das halt noch eine Kostenfrage, ob sich Eltern diese "modernen" Windeln leisten konnten. So Mitte der 80er ging das los mit dem Windelparadies, es gab viele Hersteller (viele gibt es schon lange nicht mehr) und auch fast jeder Supermarkt musste eine Eigenmarke haben. Heute ist die Windellandschaft doch sehr ausgedünnt Und die Windeln sind so dünn geworden, dass man diese unter normaler Kleidung kaum noch sieht (Kinderwindeln).
AW: Windeln im Kindergarten
Ich ging Anfang der 80er Jahre mit Windeln von Pampers in den Kindergarten. Die waren damals noch ohne Superabsorber und entsprechend dick. So war die Windel unter der Kleidung immer gut zu sehen, vor allem dann wenn sie nicht mehr ganz trocken war. Deswegen wurde ich ja auch gehänselt, weil die anderen Kinder immer sehen konnten, dass ich noch eine Windel trug. Die Pampers wurden damals in großen Pappkartons verkauft. Die fielen beim Einkaufen natürlich auch entsprechend auf. So konnte, sehr zum Leidwesen meiner Mutter, jeder sehen, dass ich noch Windeln brauchte. Sie hat mir erzählt, dass es da wohl ab und zu auch mal eine Bemerkung von anderen Leuten gab.
Denn wenn man damals in meinem Alter noch Windeln brauchte, war entweder das Kind zu faul oder die Mutter kümmerte sich nicht um die Sauberkeitserziehung. Das war die verbreitete Meinung und es gab da recht wenig Toleranz.
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Die beiden Mädel's meiner Tante wurden Anfang der 80er mit Windeln von Luvs gewickelt, die hatten auch noch keinen Superabsorber drinnen. Darin lagern jetzt meine Molton und Mullwindeln aus meiner Kindheit.
https://www.wb-community.com/album.p...chmentid=11409
https://www.wb-community.com/album.p...chmentid=11411
https://www.wb-community.com/album.p...chmentid=11413
https://www.wb-community.com/album.p...chmentid=11412
Solche Kartons waren damals schon ganz schön groß, die Windeln waren ja lose drinnen. Bei uns Zuhause war das kein Problem, ich hatte ja noch jüngere Geschwister, die noch Windeln brauchten. Die Windeln hingen im Sommer bei uns im Garten auf der Leine. Da gab es eigentlich keine blöden Fragen von den Nachbarn.
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... Die heutigen Größen 7 & 8 sind eher eine frühere Größe 6, dazu gibt es auch entsprechende Beiträge, ichglaube sogar irgendwer hat da nen Bildvergleich gemacht, ich vergesse nur immer wer es war, derjenige fühle sich frei und melde sich diesbezüglich im Beitrag :-). ...
Das war ich. Hier ist der Vergleich, da kann man gut sehen, dass die Pampers in der Größe gleich geblieben sind, nur die Nummerierung hat sich geändert.
https://www.wb-community.com/album.php?albumid=1188
AW: Windeln im Kindergarten
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Helmut
Ich war mir fast sicher, dass du es warst Helmut...hab ich wohl gekonnt übersehen, sonst hätte ich es verlinkt, danke dafür.
AW: Windeln im Kindergarten
Hier mal der Größenvergleich Pampers 8 gegen die Pampers aus den 80ern:
https://www.wb-community.com/attachm...8&d=1777310978
Offenbar waren die nicht so viel kleiner als heute. Aber heute sind's natürlich wahre "Saugmonster" verglichen mit damals
AW: Windeln im Kindergarten
Gemäß meiner Frau (Erzieherin im Kindergarten) juckt das die Kinder nicht, ob jemand eine Windel trägt oder nicht.
Mobbing ist kein Thema.
Nur Kinder, bei denen die Eltern oder das Umfeld entsprechend stachelt, kommen auch auf die Idee das zu einem Problem zu machen.
AW: Windeln im Kindergarten
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RePam
Gemäß meiner Frau (Erzieherin im Kindergarten) juckt das die Kinder nicht, ob jemand eine Windel trägt oder nicht.
Mobbing ist kein Thema.
Nur Kinder, bei denen die Eltern oder das Umfeld entsprechend stachelt, kommen auch auf die Idee das zu einem Problem zu machen.
Das mag heute stimmen, aber in meiner Kindergartenzeit Ende der 60er war das anders. Da war das eben Abweichend von der Norm und nicht "normal". Bei uns war auch ein Kind, das hatte eine Brille mit Gläsern wie Weckgläser, so dick. Dieses Kind wurde auch viel gehänselt.
AW: Windeln im Kindergarten
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Helmut
Das mag heute stimmen, aber in meiner Kindergartenzeit Ende der 60er war das anders. Da war das eben Abweichend von der Norm und nicht "normal". Bei uns war auch ein Kind, das hatte eine Brille mit Gläsern wie Weckgläser, so dick. Dieses Kind wurde auch viel gehänselt.
Natürlich. Aber ich weiß auch von früher, das da die Eltern, Lehrer und Erzieherinnen ganz anders drauf waren.
Bei uns in der Grundschule hat die Deutschlehrerin z.B. regelmäßig die Aufsätze eines Mitschülers mit Migrationshintergrund vorgelesen.
Wenn ich mich richtig errinnere, hast du ja auch mal erzählt das du von den Erzieherinnen bloßgestellt wurdest. So lernen die Kinder nunmal, das es eine Abweichung der Norm ist.
Ich war schon immer Dick, entsprechend war das keine angenehme Zeit in der Schule.
AW: Windeln im Kindergarten
Ich wünschte die Zeit des Kindergartens nochmal erlebe zu dürfen...es war die schönste Zeit meines Lebens. Kurz darauf begann wie bei jeder oder jedem von Euch die Schulzeit und somit der Druck des Lebens den man zu spüren bekam. Traurig. :-(
AW: Windeln im Kindergarten
Ich besuchte selbst nie im einen Kindergarten. In der Gegend, in der meine Familie damals wohnte, gab es weder Kindergärten noch Vorschulen. Mit sieben Jahren wurde ich direkt in die Grundschule eingeschult. Windeln waren dort sowieso kein Thema, weil alle Kinder windelfrei erzogen wurden. Es gab dort eine sehr starke "zurück zur Natur"-Ideologie. Aber auch mit 7 Jahren waren nicht alle Mitschüler trocken. Ich selbst war damals noch ein sehr starker Bettnässer. Es waren gemessen an einer europäischen Sicht sehr besondere Lebensumstände dort, weshalb sich niemand daran störte.
Im Kindergarten, den meine Nichten bis vor kurzem besuchten, waren jeweils mehrere Kinder noch nicht trocken und trugen Windeln. Mein Bruder erzählte, dass deswegen aber kein grosses Aufheben gemacht wurde.
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Helmut
Das mag heute stimmen, aber in meiner Kindergartenzeit Ende der 60er war das anders. Da war das eben Abweichend von der Norm und nicht "normal". Bei uns war auch ein Kind, das hatte eine Brille mit Gläsern wie Weckgläser, so dick. Dieses Kind wurde auch viel gehänselt.
Das war leider nicht nur in den 60er-Jahren so.
Ich weiss aus eigener Erfahrung nur zu gut, wie es ist, als Kind eine Brille mit Gläsern dich wie Flaschenböden tragen zu müssen. Ich leide an einer angeborenen starken Hyperopie. Deshalb bekam ich bereits im Alter von 2 Jahren meine erste Brille. Anfänglich hatte ich -16 Dioptrien. Ohne Sehhilfe war ich quasi blind. Ich war dort unter den Spielkameraden und Mitschülern das einzige Kind, dass eine Bille hatte. Für die Kinder mit denen ich die erste Dekade aufwuchs war meine Brille aber ganz normal. Sie kannten mich nicht anders. Wie andere weiter oben schon angemerkt haben, ist es zudem kleineren Kindern egal, wenn jemand anders ist solange die Erwachsen sie nicht aufhetzen. Deshalb war meine dicke Brill nur ganz selten ein Thema.
Bei nur wenig älteren Schulkindern ist das jedoch anders: Jede Anomalie kann gnadenlos gemobbt. Erstmals wirklich sehr boshaft gemobbt wurde ich wegen meiner auffälligen Brille erst, nachdem meine Familie nach Mitteleuropa zurückkehrte und ich 10/11 Jahre alt war. Neben meinen sehr dicken Gläsern war meine damals sehr stabile, silberne Kinderbrille im Aviator-Stil modisch überhaupt nicht angesagt, was das Mobbing zusätzlich befeuerte. Einige der neuen Mitschüler waren wirklich total gnadenlos und ich musste mir alles anhören womit man einen Brillenträger zur ärgern und beleidigen kann. Danach habe ich meine ganze Jugend lang vorwiegend Kontaktlinsen getragen. Nicht nur, weil es viel bequemer war und ich viel hübscher aussah, sondern auch, um diesem Mobbing aus dem Weg zu gehen. Ein Schulwechsel nach 2 Jahren entschärfte das Mobbing noch zusätzlich.
Erst mit 19 Jahren habe ich gelernt, dass ich auch mit meiner sehr starken Brille wirklich gut aussehen kann. Als damals meine neue Brille zu einer Art Schmuckstück wurde, erhielt ich plötzlich sehr viele Komplimente, wenn ich sie seltenerweise einmal trug. Die hochbrechenden Gläser von heute sind natürlich viel dezenter als die dicken Flaschenböden, die ich in meiner Kindheit tragen musste. Und ich habe in der Folge sogar den Mut gefunden, wieder eine Retro-Aviator-Brille zu tragen, wie es vor ca. 5 Jahren grosse Mode war. Meine neue Aviator-Brille, die jener aus meiner Kindheit ähnelte, gefiel meinem heutigen Umfeld ausgesprochen gut. Das war heilsam für mich und ich trug diese neue Brille gerne und öfter. Das Mobbing aus der Kindheit konnte ich wirklich hinter mir lassen. Lange beeinflusste es mich aber mehr als mir bewusst war.
Seit 3.5 Jahren sind meine Augen gelasert. Ich habe nun über 95% Sehkraft, ohne Sehhilfe. Meine extreme Kurzsichtigkeit ist damit korrigiert, aber die Hyperopie bleibt ein Leben lang bestehen. Mit zuletzt -13 Dioptrien bin ich nach wie vor stark gefährdet, früher oder später eine Netzhautablösung und andere Folgekrankheiten zu erleiden. Deshalb muss ich weiterhin einmal im Jahr zur Kontrolle zum Augenarzt. Momentan sieht aber alles sehr gut aus, wie mein Augenarzt neulich sagte.
AW: Windeln im Kindergarten
Bei mir wurde das "Problem" auch entschärft, dass ich zur Einschulung zumindest am Tag trocken war und keine Windeln mehr brauchte. In der Nacht aber schon noch, das wusste in der Schule aber keiner bis auf eine Klassenkameradin. Die habe ich mal im Sanitätsgeschäft getroffen, als meine Mutter auch dort einkaufte und für mich neue Gummihosen kaufte. Meine Klassenkameradin war zu dem Zeitpunkt auch im Laden mit ihrer Mutter. Sie kaufte für ihre Tochter auch Gummihosen. Meine Klassenkameradin wurde sichtlich rot im Gesicht, man konnte sehen, dass es ihr unangenehm war. Mir aber auch als sie mich erkannte. Sie sagte in der Schule aber nichts, das blieb unser Geheimnis, hatte ich schon einmal erzählt.
AW: Windeln im Kindergarten
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Helmut
Bei mir wurde das "Problem" auch entschärft, dass ich zur Einschulung zumindest am Tag trocken war und keine Windeln mehr brauchte. In der Nacht aber schon noch, das wusste in der Schule aber keiner bis auf eine Klassenkameradin. Die habe ich mal im Sanitätsgeschäft getroffen, als meine Mutter auch dort einkaufte und für mich neue Gummihosen kaufte. Meine Klassenkameradin war zu dem Zeitpunkt auch im Laden mit ihrer Mutter. Sie kaufte für ihre Tochter auch Gummihosen. Meine Klassenkameradin wurde sichtlich rot im Gesicht, man konnte sehen, dass es ihr unangenehm war. Mir aber auch als sie mich erkannte. Sie sagte in der Schule aber nichts, das blieb unser Geheimnis, hatte ich schon einmal erzählt.
Bei mir bestand das "Problem" fort, da ich zur Einschulung auch tagsüber noch Windeln brauchte. Obwohl ich wegen einer "Entwicklungs- und Reifeverzögerung" ein Jahr zurückgestellt wurde und meine Mutter viel versucht hatte ging es nicht ohne Windel.
Ich ging in eine kleine Dorfschule. Dort wusste es irgendwann jeder, ich war dort Außenseiter, aber die Hänseleien wurden mit der Zeit weniger. Meine Klassenlehrerin hatte viel Verständnis und unterstützte mich nach Kräften. Wenn die Windel mal nicht bis zum Mittag durchhielt wurde ich nach Hause geschickt.