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Thema: Inkontinent nach Prostata OP

  1. #1
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    Inkontinent nach Prostata OP

    Hallo zusammen,

    ich habe mich hier gerade neu im Forum angemeldet, kurz zu meiner Person ich bin 33 und lebe in Berlin, ich hatte leider vor 4 Wochen eine Prostata op daher bin ich nun Inkontinent.
    Mir geht es sonst körperlich wieder recht gut.

    Ich schreibe hier, weil ich mich sehr schwer damit tue Windeln tragen zu müssen ! Ich fühle mich einfach unwohl, bekomme die kaum in meinen Alltag eingebaut ohne das es mich "behindert".
    Ich schlafe nachts sehr schlecht, da ich mich ständig hin und her rolle, und das Gefühl der Windel nicht mag ! Ohne is das Bett nass.. auch schon probiert.

    Am tag geht es mir ähnlich, das Gefühl mit Windel rumzulaufen , gerade wenn man sich nass macht, ist einfach schrecklich, ich denke ständig jeder sieht das, gefühlt bewege ich mich auch unnatürlich, also laufe anders...Ich schaue jedes mal wenn was in die Windel ging an mir runter ob da kein fleck ist..

    Wie lange hat es bei euch gedauert bis das man das Akzeptiert und Windel nicht mehr spürt? Ich habe die Windeln von Tena Plus und Maxi.

    Habe immer angst das die Windel ausläuft, daher trage ich am tag oft Maxi windeln, die mir dann zu dick sind....

    Wie oft wechselt ihr eure Windel ?


    Bin über jeden rat Dankbar, und vielleicht kommt hier ja einer aus Berlin.

    Liebe Grüße

    Martin
    Geändert von MLau (24.10.2018 um 10:50 Uhr)

  2. #2
    Senior Member Avatar von windelente

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    AW: Inkontinent nach Prostata OP

    Zitat Zitat von MLau Beitrag anzeigen
    Ich habe die Windeln von Tena Plus und Maxi.
    Hallo Martin,

    hast Du die Windel selber gekauft? Über die Kasse gibt es theoretisch ein Probepaket. Jedem Körper passt eine andere Windelmarke besser.

    LG WE
    Das Leben ist ein Karpfenteich. Slava!
    Pravda vitezi!

  3. #3
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    AW: Inkontinent nach Prostata OP

    Danke für deine Antwort, ja die haben mir in der Apotheke Seni, Abena und eben Tena Windeln gegeben, und von den drei fand ich jetzt Tena am "besten" .

  4. #4
    Member Avatar von AndreasAuge

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    AW: Inkontinent nach Prostata OP

    Also bei mir hat es ca. ein Jahr gedauert bis ich einigermaßen klar kam damit, bin auch Inko, durch Diabetes und Nervenstörung. Aber richtig akzeptiert habe ich es erst vor ca. einem Jahr. Da habe ich viel an meiner Einstellung geändert. Und mittlerweile Liebe ich meine Windeln und bin ein DL geworden. Ich trage seit 2010 Windeln.
    Ich kann dir auf jeden Fall sagen das man mit der zeit sich gut daran gewöhnt, also an das Tragegefühl. Man wird auch dann immer sicherer von wegen sieht das einer oder läuft es vielleicht aus und so. Ich Wechsel Tagsüber so zwischen vier bis fünf mal je nachdem wieviel ich trinke und in der Nacht dann halt eine mit höherer Saugstärke. Ich hoffe ich konnte dir meine Erfahrungen näher bringen.

    MfG

    Auge
    Ordnung ist das halbe Leben, ich bin für die andere Hälfte

  5. #5
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    AW: Inkontinent nach Prostata OP

    Hey Auge,

    vielen Dank für deine Antwort, puh 1 Jahr... hatte irgendwie die Hoffnung das der Körper das schneller schafft. Ich finde es halt schwierig, der ganze Tagesrhythmus dreht sich um die Windel. Immer du Unsicherheit und vor Planung wann man wo ist , und wo man wechseln kann. vielleicht lass das aber zu sehr an mich ran kommen.

    Welche Windeln trägst du am tag? und wie machst du das wenn du unterwegs bist ?

  6. #6
    Member Avatar von AndreasAuge

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    AW: Inkontinent nach Prostata OP

    Also wenn ich länger unterwegs bin benutze ich auch meine Nachtwindel also Attends Slip Regualr M10 und darüber noch eine PVC Schutzhose ( Suprima 1311 in milchgelb ). Ansonsten benutze ich Attends Slip Regular M8. Suche aber im Moment einen neuen Versorger. Und wenn ich unterwegs dann doch mal wechseln muss suche ich mir meistens ein Behinderten WC oder ein WC wo ich weis das es sauber ist. also nicht unbedingt Kneipe oder so. Und das mit dem Jahr war ja jetzt nur bei mir so bei dir kann es ja auch viel schneller gehen.


    MfG


    Auge
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  7. #7
    Senior Member Avatar von miccino

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    AW: Inkontinent nach Prostata OP

    ...da ich selber schon immer Windeln mochte, kann ich Dir zum Thema gewöhnung nichts sagen. Ich nutze die FormaCare x-plus als Alltagswindel. Die ist schon recht dick, aber unter einer nicht zu engen Hose merkt da keiner was und mich stört es nicht wenn die Windel etwas dicker ist. Wechseln steht bei mir so ca. 3-4 mal am Tag an.
    Meine Frage an Dich, Du hast mit 33 schon eine Prostata OP gehabt? Eine Ausschälung oder total OP? Ich frage, weil ich mich 52 Jahren als selbst betroffener noch für zu jung für diesen Mist halte. Aber mit 33? Wenn Dir dass hier zu öffentlich ist, dann kannst Du mir gerne auch per PM antworten...
    Im übrigen bist Du Dir sicher dass Du im richtigem Forum unterwegs bist? Die Leute hier mögen in der Regel Ihre Windeln.

  8. #8
    Fördermitglied 2019 Avatar von Werner227

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    AW: Inkontinent nach Prostata OP

    Hallo,

    für eine Op an der Prostata ganz schön jung.

    Hast Du es mal mit Beckenbodengymnastik versucht? Dabei versucht man bewusst die Schliessmuskeln wieder zu trainieren. Frag mal bitte Denen Urologen danach.

    Ein bauchdecken Katheter könnte auch Abhilfe schaffen.

    Das nächste wäre einen künstlichen "Schliessmechaniusmus" einen sogenanten Scott Sphinkter einzubauen der an der Harnröhre liegt und diese verschliesst, und auf Knopfdruck geöffent werden kann. Aber da kann Dir Dein Urolgoe besser helfen.

    Hast Du Deinen Urin mal untersuchen lassen, ob eine Infektion vorliegt?

    Je nach dem was an der Prostata operiert worden ist kann es auch eine Weile dauern bis alles weider den gewohnten Gang geht.

    Bis eine Lösung gefunden worden ist, wird Dir aber nichts anderes übe rbeliben als Dich kurz zeitig mit Windeln zu versorgen. Aber teste mal mehrere Sorten aus.
    Suche Kontakte für........., Reisebegleitung zu Eisenbahnfesten,

  9. #9
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    AW: Inkontinent nach Prostata OP

    danke für die vielen Antworten.
    ich hatte Prostata Krebs, ist nicht umbedingt häufig mit 33, aber was soll ich machen, bin froh das ich den los bin:-) Leider hatten sich schon Metastasen gebildet so das der Schließmuskel mit in Leidenschaft gezogen wurde, ob ich das nochmal machen lasse, weiß ich gerade nicht, habe ansich gerade genug von Krankenhäusern... soviel kurz dazu :-)

    Noch eine andere frage, bezahlt ihr eure Windeln selber? Da ich bisher selber welche gekauft hatte, und nun dachmal das Dauerrezept in Anspruch nehmen wollte, war ich etwas geschockt ! Die Kasse übernimmt nur 18,95€ im Monat ?

  10. #10
    Moderator Avatar von windel77

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    AW: Inkontinent nach Prostata OP

    Zitat Zitat von miccino Beitrag anzeigen
    Im übrigen bist Du Dir sicher dass Du im richtigem Forum unterwegs bist? Die Leute hier mögen in der Regel Ihre Windeln.
    Deswegen schreibt er ja im Inkontinenzbereich. Zumal vieles von kollektiven Wissen, welches hier im Forum vorhanden ist, unabhängig davon ist, warum nun jemand Windeln trägt. Man muss halt nur damit klarkommen, dass manche halt nur aus "Spaß" Windeln anziehen.

    Grüße

    TB77

  11. #11
    Senior Member Avatar von FuldaTiger

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    AW: Inkontinent nach Prostata OP

    Zitat Zitat von MLau Beitrag anzeigen
    danke für die vielen Antworten.
    ich hatte Prostata Krebs, ist nicht umbedingt häufig mit 33, aber was soll ich machen, bin froh das ich den los bin:-) Leider hatten sich schon Metastasen gebildet so das der Schließmuskel mit in Leidenschaft gezogen wurde, ob ich das nochmal machen lasse, weiß ich gerade nicht, habe ansich gerade genug von Krankenhäusern... soviel kurz dazu :-)

    Noch eine andere frage, bezahlt ihr eure Windeln selber? Da ich bisher selber welche gekauft hatte, und nun dachmal das Dauerrezept in Anspruch nehmen wollte, war ich etwas geschockt ! Die Kasse übernimmt nur 18,95€ im Monat ?
    Mein herzliches Beileid für den Prostatakrebs.
    Ich hoffe, dass du jetzt alles überwunden hast und auch in Zukunft keine Probleme mehr damit haben wirst.

    Windelversorgung für 18,95 Euro im Monat dank Dauerverordnung?
    Naja, die Zahlen liegen schon etwas höher.
    Ich bin schon lange Jahre Inko und mein ursprünglicher Windelversorger (Sanitätshaus) hat mich gerade angeschrieben, dass es seinen Betrieb nach 20 Jahren zum 31.12.2018 einstellt. Kenne den Chef ganz gut und er sagte mir, dass er die Windelversorgung eines jeden Krankenkassen-Inkopatienten für 26, 67 Euro Kostenerstattung im Monat gewährleisten muss. Damit könne er verständlicherweise nicht überleben.
    Ich weiß auch nicht auf welche horrende Zahlen hier manche in den Threads kommen, aber in der Realität sieht es wohl reichlich be******** aus.
    Immer mehr sagt mir als Rollifahrer, es ist Zeit hier wieder zu gehen.

  12. #12
    Member Avatar von wolf1958

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    AW: Inkontinent nach Prostata OP

    Moin MLau,

    Erstmal Glückwunsch! Du hast gerade einen wichtigen Schritt gemacht: Du redest über das was dich bedrückt!
    Eine "plötzliche" Inko ist ein einschneidende Erfahrung und sie ist auch Lebensverändernd.

    Es ist völlig normal, das dich das tragen von Windeln verunsichert und du dich behindert fühlst.
    Aber im Endeffekt ist eine Windel auch nicht viel was anderes als eine Brille. Sie ist ein Hilfsmittel.

    Ich rate dir: such dir Betroffene in deiner Nähe wo es auch möglich ist sich persönlich zu treffen.
    In vielen größeren Städten gibt es z.B. Inko-Selbsthilfegruppen. Und in Berlin gibt es auch eine recht große Szene von Leuten
    die Windeln nicht aus physischen Gründen trage.
    Es ist wichtig das du dich mit möglichst vielen austauschen kannst, und von den Erfahrungen anderer profitierst.

    Es ist nötig das du für deine neue Situation eine gewisse Akzeptanz aufbaust.. das geht nicht von heute auf morgen, aber mit der Zeit wird es besser.

    Und zum Windeln:
    trage die Sorte wo du dich an sichersten mit fühlst, gerade unterwegs.
    und wenn du eine nicht zu enge Hose darüber an hast, sieht es im Alltag niemand das du Funktionsunterwäsche drunter hast!
    95% der Leute denen du draussen begegnest sind eh nur mit sich oder ihrem Handy beschäftigt

    Ich wünsche dir viel Erfolg und auch Durchhaltevermögen!

    Grüße aus Hamburg
    Wolf1958
    ein AB/DL
    --
    Ich bin nicht wirklich so alt
    ich bin nur so gezeichnet

  13. #13
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    AW: Inkontinent nach Prostata OP

    Guten morgen,

    vielen Dank für die vielen Nachrichten :-)

    ich bin gerade dabei diverse Hersteller für Proben zu kontaktieren, wobei ich Festellen muss, das ja der Anteil der Krankenkasse ein Witz ist.... habt ihr einen Tipp welcher Lieferant faire preise hat ?

  14. #14
    Senior Member Avatar von windelente

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    AW: Inkontinent nach Prostata OP

    Zitat Zitat von Werner227 Beitrag anzeigen
    Ein bauchdecken Katheter könnte auch Abhilfe schaffen.
    Hallo,

    Bauchdeckenkattheter maximal ein Monat, sagte mein Prof und Chefarzt der Urologie damals. Ich fand den lästig, bin immer mit dem Schlauch hängen geblieben oder der ist abgeknickt.

    LG WE
    Geändert von windelente (25.10.2018 um 14:20 Uhr)
    Das Leben ist ein Karpfenteich. Slava!
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  15. #15
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    AW: Inkontinent nach Prostata OP

    Hallo

    Bauchdeckenkatehter können problemlos über viele Jahre getragen werden, man sollte Sie nur regelmäßig alle 4 Wochen wechseln. Es gibt genügend Patienten die damit jahrelang problemlos zurecht kommen. Aber die Leute sind damit sogut wie trocken, und kommen meistens dann mit einer Vorlage am Tag aus. Es ging hier schliesslich darum möglichst auf Windeln zu verzichten.

    Werner
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  16. #16
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    AW: Inkontinent nach Prostata OP

    Hallo MLau,

    erstmal mein Beileid.

    Ich finde es sehr schlau, dass du dich hier anmeldest.

    Denn hier findest du Menschen, die Windeln tragen muessen aber auch jene, die Windeln gerne tragen und so richtig krasse Windel-Nerds sind.

    Eine bessere Windelberatung als in einem Forum fuer Menschen, die richtig Windel-verrueckt sind, laesst sich wohl kaum finden.

    Ich wuensche dir sehr, dass die Inkontinenz wieder verschwindet. Aber wenn dies nicht der Fall sein sollte, in absehbarer Zeit,
    dann komm doch einfach mal auf einen Stammtisch in deiner Naehe und versuch mal wie es sich fuer dich anfuehlt, in einer Gruppe von Menschen zu sein, bei denen es absolut voellig normal und auch angesehen ist, Windeln zu tragen, und die einfach eine positive EInstellung dazu haben.

    Vielleicht hilft das die Selbstakzeptanz zu erhoehen?

    Ausserdem ist die Windelversorgung wirklich nicht einfach. Ich trage Windeln zum diskreten Urin-Sammeln und es hat viele Unfaelle gebraucht um die optimale Versorgung zu finden.

    Generell wuerde auch aus Hautschutzgruenden sehr empfehlen mehrere Windelsorten zu mischen und moeglichst bei jedem Windelwechsel die Sorte zu wechseln. Jede Windel scheuert und schneidet unterschiedlich ein, jede Windel hat andere Chemikalien etc...

    Ich glaube auch nicht, dass du ohne eigene finanzielle Mittel einzusetzen ausreichend versorgt wirst.

    Ich empfehle CF Windeln in Kombination mit

    PU Schutzhosen wie z.B von Suprima https://www.saveexpress.de/de/inkont...1217-48&c=2535 oder die billig Variante: https://www.saveexpress.de/de/inkont...er-bund?c=2557.

    Die Molicare Premium, Seni und Tena Slip Maxi (nure Maxi !) sowie die Windeln beim Mueller (Drogeriemarkt) sind ok.

    Ausserdem rutschen nasse Windeln nachc unten und laufen dadurch schneller aus bei mir, und die durchhaengenden Windeln machen eine komischen Hintern, daher nutze ich Bodies, zu kaufen hier: https://inpetto-store.de/19/sanetta-...N-10018.6&c=17 z.B.

    Ja also ich rasiere den Intimbereich und verwende eine Schutzcreme mit Sinodor, einem Stoff der Uringeruch und Ammoniak stark verringert. Dies ist echt ein muss: Seni Care Creme mit Sinodor suchen.

    Dazu kommt, dass ich ein Satz Ikea Gaeste-Frottee Handtuecher habe, und bei jedem Wechsel trockne ich den Intimbereich mt einem neuen Mini-Handtuch ab.

    Zur Entsorgung die beste Moeglichkeit der Entsorgung sind die "Abri Zipbags" extra dickes Plastik, blickdicht und halbwegs geruchsdicht:
    https://www.saveexpress.de/de/schutz...r-10er-packung

    Ich habe einen Satz von Jutebeuteln in denen ich dann die unterwegs genutzten Frotteetuecher und die Plastiksaeke mit verwendeten Windeln sammel.

    Zu Hause kommt dann der Beutel mitsamt der Frotteetuecher in die Waesche.

    Ich wuensche dir sehr, dass du das smooth gemanaget bekommst.

    Vielleicht loest sich das Problem von selbst, oder wenn nicht, vielleicht lernst die positiven, sensorischen Aspekte der Windeln zu schaetzen. Wie dem auch sei, hier bekommst du Support und Hilfe.

    Ich bin btw nur DL und zwar auch echt ganz extrem. Ich trage so gerne Windeln, dass ich sie seit vielen, vielen Jahren immer welche trage. Ich habe mitlerweile die Kontrolle ueber die Blase "verlernt", aber ich kann dass natuerlich wieder hinkriegen wenn es sein muss. Ich kann dir daher zwar mit dem Windeltragen helfen (ich naesse die Windel sehr oft unkontrolliert und unabhaengig von der Situation und kenne mich mit dem Managen von Inkontinenz etwas aus), aber bei dem mentalen Problem ungewollt ploetzlich inkontinent zu sein kann ich nicht helfen...
    Geändert von WSvenH (26.10.2018 um 07:54 Uhr)

  17. #17
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    AW: Inkontinent nach Prostata OP

    Hallo Martin,

    Dein Thema hat mich hier bewogen, meinen „Senf“ dazu zu geben. Ich bin da so (wenigstens) halbwegs in der gleichen Situation wie Du.

    Ich hatte vor gut 8 Jahren „meine“ Prostata-OP. Ich kann noch fast den Chirurgen hören: „In 20 Minuten ist alles erledigt, dann können Sie wieder das Leben geniessen“.
    Ich weiß leider nicht, wie der Doc das gemeint haben will. Ich fürchte vielmehr, dieser Mann ist ein (über-)eifriger STAR-WARS – Fan, der aber noch den Umgang mit dem Laserschwert übt. Selbst ein Laserskalpell beherrschte er damals (noch?) nicht so richtig.

    Ich habe seit dieser OP absolut KEINE Blasenkontrolle mehr bzw. es fehlt mir das Empfinden, dass es Zeit wäre, mit meiner vollen Blase mal die Toilette zu besuchen. Also: Windeln. Na toll! Hinzu kommt dabei allerdings, dass ich Doppelnieren habe und deshalb eine Minimaltrinkemenge von 4 Liter täglich einhalten muss, andernfalls droht mir eine Blutvergiftung und ich kann mich auf einer Intensivstation in einer Klinik „amüsieren“. Zudem schränkt die große „Pflichttrinkmenge“ das Angebot an entsprechend saugstarken Windeln sehr ein.
    Zudem habe ich beruflich viel mit Publikum, Kollegen, Kundschaft u.s.w. zu tun. Wohl war mir dabei dann nie so recht. Fällt die Windel arg auf und hoffentlich läuft jetzt nichts aus – waren da nicht nur einmalig meine weniger frohen Gedankengänge.

    Angeblich sollte sich meine Inkontinenz binnen 1 bis 2 Jahren stark bessern. Ha haha ha!
    Denkste! Von wegen!

    Als dann mal eine mehrwöchige Schiffskreuzfahrt geplant war und diese immer näher rückte, mußte ich meine Inkontinenz komplett neu „ausstatten“.
    Ich wusste, dass das Platzangebot in Schiffskabinen arg knapp ist. Wenn ich also für 3 Wochen (auf’m Dampfer) die Windelmenge mitnehme, brauche ich absolut nix mehr an Bekleidung einpacken – kein Platz zum Verstauen in der Schiffskabine.

    Kathederversorgung???? Da ich während meiner Studentenzeit in einem Altenheim auf einer Pflegestation gejobbt hatte, stand für mich seit der Zeit fest: Bevor ich mir eine Kathederversorgung „antue“, darf man mich widerstandslos und ohne Gegenwehr meinerseits bedenkenlos einschläfern! Irgendein(e) Bewohner(in) mit Kathederversorgung hatte (fast) immer eine Blasen- oder einen Harnwegs-infekt wegen des Katheders.
    Zudem zeigte sich bei mir im Rahmen einer Kontrolluntersuchung, dass sich bei mir im Harnleiter ein saublöd positionierter „Trichter“ gebildet hat, der auch keinesfalls für eine Kathederlösung spricht; was, wenn beim Kathedereinführen dieser den Harnleiter in diesem Trichter verletzt oder gar durchsticht? Die Urologin riet mir damals auch von einer Kathederversorgung eindringlich ab. Denn höchste Reinlichkeit und (möglichst) sterile Bedingungen sind bei einer Kathederversorgung eh´ (fast schon) oberste Pflicht.

    Blieb also nur der Versuch einer Urinalkondom-Versorgung als Lösung.
    Das bedeutete aber auch, wieder (wie bei der Suche nach für mich geeigneter Windel) sich durch den ganzen Markt dieser Hilfsmittel durch zu kämpfen.
    Ich musste halt die für mich besten Hilfsmittel finden.

    Die Schiffsreise war dann gerettet. Statt dicker Windelpackungen brauchte ich nur 2 kleinere Kartons mit den Urinalsachen zu verstauen. Uff – Gott sei Dank!

    Größter Vorteil bei der Urinalversorgung statt der Windel: Urinal ist kaum (optisch) auffällig und um einiges sicherer. „Feuchteschäden“ gibt es bei mir seitdem kaum noch.
    Und: Die Krankenkasse übernahm (bis heute) die Kosten für die Urinalversorgung komplett. Null Problemo! Während meiner „Windelzeit“ hatte ich immer Stress mit der Kasse und musste häufig dafür sorgen, dass die Kasse weiterhin den (geringen) Zuschuss für die Windeln zahlt. Dabei ist aber eine Urinalversorgung erheblich teurer; jedoch da zahlt die Kasse anstandslos und ohne Gezerre um die Gelderstattung hierzu. Einmal im Quartal zum Hausarzt wegen der Rezepte, dass war’s aber auch schon.
    Den von Dir genannten mickrigen „Zuschuss“ zu den Windelkäufen kann ich bestens bestätigen, ist schon fast entwürdigend……………..!
    Bei einer Windelversorgung durch Kooperationspartner Seitens der Kasse ist Vorsicht geboten. Aus zuverlässiger Quelle aus meinem Bekanntenkreis hatte ich mal erfahren, dass auf diesem Versorgungsweg nur Material minderer Qualität beim Patienten ankommt. Heißt: Billigwindeln bzw. wenig saugstarke Windeln.Also: Aufpassen und ggf. bei der Kasse nachfragen.

    Windeln habe ich aber dennoch immer noch zu Hause. Ich hatte bisher insgesamt 3 Harnwegsinfekte seit Beginn der Urinalversorgung. Für die Zeit etwaiger Infektionen nutze ich dann immer noch Windeln. Stört mich ja auch weniger, da ich währenddessen eh´ sowieso krankgeschrieben bin und nicht zur Dienststelle muss.

    Meine Windelversorgung besteht aus:

    Für die Nacht (Verlustmenge 1000-1850 ml):
    Betterdry
    Nateen Ultra Combi
    Tena Ultima (falls die zuvor genannten mal nicht erhältlich sind)
    Tagsüber:
    Tena Maxi Slip
    Jessa Slip M/L (dm-Markt)
    dazu jeweils Suprima Schutzhose 1218 und Tena Fix Cotton-Hose (sicher ist sicher)

    Bei einer Urinalversorgung muss zwar auch auf eine gewisse Hygiene und Sauberkeit geachtet werden, die ist aber längst nicht soooo aufwendig wie bei Kathederversorgung.
    Zudem hat die Kathederversorgung noch weitere Probleme, die gerne unbeachtet werden. Meine Urologin hat mir diese mal erklärt.

    Was vielleicht auch wichtig sein könnte:
    Bei einem (normalen Harnwegs-)Katheder ist Sex absolutes tabu. Bei einem Bauchdeckenkatheder ist Sex möglich. Ein Bauchdeckenkatheder ist jedoch mit einer OP verbunden.
    Bei Kondomurinal ist Sex problemlos möglich.


    Wenn Du noch mehr wissen möchtest, kannst Du mich gerne fragen. Wenn gewünscht können wir dann per direkter Mail Gedankenaustausch betreiben, wenn Du willst, dass die Sache etwas diskreter behandelt werden sollte.

    Gruß
    Nuckelfan-56

  18. #18
    Senior Member Avatar von Windelschlüpfer

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    AW: Inkontinent nach Prostata OP

    Zitat Zitat von wolf1958 Beitrag anzeigen
    Aber im Endeffekt ist eine Windel auch nicht viel was anderes als eine Brille. Sie ist ein Hilfsmittel.
    Das stimmt zwar, aber es ist dennoch eine einschneidende Veränderung, wenn es von heute auf morgen plötzlich Attends statt Armani heißt. Die meisten Männer finden es ziemlich erniedrigend, wenn sie wie ein kleines Kind eine "Pampers" trage müssen und dann auch noch einnässen. Über Nacht werden die wenigsten damit ein Problem haben, aber tagsüber eine Windel tragen müssen ist schon ziemlich heftig.

  19. #19
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    AW: Inkontinent nach Prostata OP

    Zitat Zitat von Windelschlüpfer Beitrag anzeigen
    Über Nacht werden die wenigsten damit ein Problem haben, aber tagsüber eine Windel tragen müssen ist schon ziemlich heftig.
    Ich nehme an, du meinst es mental.
    Aber warum sollte das so sein?
    Mich mit einer Windel nehmen meine Frau/Freundin ins Bett zu legen, dürfte für die meisten mental schon ziemlich problematisch sein, tagsüber sieht ja niemand die Windel... Es kann also auch umgekehrt sein.
    Aber prinzipiell denke ich, ist es für fast jeden, der NIE mit Windeln/Inkontinenz konfrontiert war, ziemlich schwer, sich plötzlich damit zu arrangieren. Auch wenn man es "muss". Natürlich ist es eher eine psychische Kiste, real ist eine Windel ziemlich unauffällig und läuft normal auch nicht aus, wenn sie richtig sitzt, richtig dimensioniert ist (Größe, Passform, Füllvolumen) und regelmäßig gewechselt wird. Man gewöhnt sich daran genauso wie ans Brilletragen. Und das dauert bei jedem unterschiedlich lange. Je früher man es aber akzeptiert umso leichter dürfte es fallen.

    Lieber Martin,
    ich wünsche dir viel Erfolg dabei, dich und deine neue Situation baldmöglichst akzeptieren zu können und die für dich richtigen Produkte zu finden. Und sei froh, dass du den Krebs los bist. Da ist die Inko wirklich das deutlich geringere Übel!

    Gruß, Xaver

  20. #20
    Senior Member Avatar von miccino

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    AW: Inkontinent nach Prostata OP

    Ganz ehrlich, er ist eh viel zu jung für diese sch...Krankheit und wenn man dann so von heute auf morgen von einer Inko betroffen ist, hätte mich dass sicher auch erst mal fertig gemacht (zumal wenn man mit Windeln vorher nichts zu tun hatte). Aber wenn dass die einzige Sache ist die nach der OP und der Erkrankung (vor allem mit Metastasen?) über bleibt, dann würde ich hier rufen...und ja ich kann mit reden...

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