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Thema: Faszination der Scham

  1. #1
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    Faszination der Scham

    Hallo,

    kennt ihr die Faszination, jemandem, der sich für seine Windelleidenschaft (noch) -u.a. vor sich selbst- schämt, diese durch Gespräch oder Praxis näherzubringen? Bzw. kennt ihr die Situation, als unsicherer Neuling in einem Mix aus Scham und Erregung und Ehrfurcht einer schon länger geouteten Person gegenüberzusitzen beim Gespräch oder von dieser zum (gemeinsamen) Ausleben ermutigt zu werden?

    Bin super gespannt auf konkret Erlebtes. Sara

  2. #2
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    AW: Faszination der Scham

    Tja Sara, viel kann ich dazu leider nicht beitragen. Ja, es ist ein tolles Gefühl jemanden gegenüberzusitzen - in dem Wissen - das auch das Gegenüber Windeln mag und auch trägt. Scham: Hätte ich früher gehabt, Ehrfurcht: Eher nicht - mehr Respekt, Erregung: durchaus möglich wenn es ein reizvolles und vor allem weibliches Gegenüber ist

    Das Vergnügen des gemeinsamen "Auslebens" ist mir allerdings bis heute leider verwehrt geblieben. Vielleicht willst du da ja ändern

    Liebe Grüße Jo

  3. #3
    Senior Member Avatar von Pimpernuckel

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    AW: Faszination der Scham

    Zitat Zitat von sara Beitrag anzeigen
    kennt ihr die Faszination, jemandem, der sich für seine Windelleidenschaft (noch) -u.a. vor sich selbst- schämt, diese durch Gespräch oder Praxis näherzubringen
    Kenn ich. Nennt sich SM. Psychologische Konditionierung und so...

    Zitat Zitat von sara Beitrag anzeigen
    Bzw. kennt ihr die Situation, als unsicherer Neuling in einem Mix aus Scham und Erregung und Ehrfurcht einer schon länger geouteten Person gegenüberzusitzen beim Gespräch oder von dieser zum (gemeinsamen) Ausleben ermutigt zu werden?
    Nicht wirklich. Dazu bin ich selber zu durchtrieben und versaut. Ich brauche niemanden, der Fetische aus mir herauskitzelt.

    Pimpernuckel
    Ada, ada! Haba umu mimu?
    -------------------------------
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  4. #4
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    AW: Faszination der Scham

    Zitat Zitat von pipijo Beitrag anzeigen
    Das Vergnügen des gemeinsamen "Auslebens" ist mir allerdings bis heute leider verwehrt geblieben. Vielleicht willst du da ja ändern
    Na, da muss schon ein bißchen mehr noch zwischen mir und der anderen Person stimmen, nicht einfach jemand Unbekanntes aus dem Internet. Ich muss auch selbst Lust auf das "Projekt" mit dem entsprechenden Menschen haben und es darf nicht diese "Spanner-Atmosphäre" geben, sonst fühle ich mich dabei selbst nur unwohl und damit dann schlichtweg ausgenutzt.

    Außerdem bin ich lesbisch-queer und bevorzuge weibliche, homosexuelle und/oder genderqueere Gegenüber.

    Das mit der Scham/Ehrfurcht kenn ich nur aus der eigenen Coming-Out-Phase.

    Zitat Zitat von Pimpernuckel Beitrag anzeigen
    Kenn ich. Nennt sich SM.
    SM würde ich erkennen und kennen. Ist ein anderes Gefühl, was ich meine. Kenn ich auch nicht nur von DL-Themen, aber in dem Zusammenhang fiel es mir gerade ein/auf und hab ich's hier gepostet.
    Geändert von sara (03.08.2016 um 07:08 Uhr)

  5. #5
    Senior Member Avatar von Bärchen1601

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    AW: Faszination der Scham

    Ich kenne beide Gefühle nur aus meiner Jugendzeit.
    Ging auch ziemlich schnell vorüber ...
    Die Routine und die Sicherheit nahmen rasch zu, genauso wie das eigene Selbstbewusstsein.
    Betraf so ziemlich alle Bereiche des Lebens, vom ersten Rauchen bis zum ersten Pornokinobesuch, usw.

    Ist inzwischen so lange her und so verblasst, dass ich nur noch darüber lächeln kann.

    Wenn mir so jemand begegnet, dann mag ich ihn irgendwie, und ich ermutige ihn.

    Heute analysiere ich kurz die Situation und dann handele ich zügig.
    Sprich, wenn ich Windeln brauche und im Laden bin, weiß ich, ob man mich hier kennt.
    Kennt man mich nicht, hab ich keine Scham, alles das zu kaufen, wonach mir ist.
    Kennt man mich gut bis sehr gut, wie in meinem Heimatdorf (da kennen mich manche besser, als ich selbst ), dann spare ich mir Einkäufe, die Gerüchte wachrufen können.
    Windeln und Babymilchpulver kaufe ich dann gar nicht erst, Babygläschen aber durchaus schon, denn die benutze ich auch, wenn ich Magen-Darm-Probleme habe.

    In beiden Situationen fühle ich keine Scham oder Aufregung/Erregung.
    Noch keine Signatur ... mir fällt grad nix geistreiches ein ...

  6. #6
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    AW: Faszination der Scham

    Zitat Zitat von Bärchen1601 Beitrag anzeigen
    Ich kenne beide Gefühle nur aus meiner Jugendzeit.
    Ich glaube, ich habe die Faszination gerade begriffen

    In der Tat fühle ich mich durch den Kontakt mit mir sympathischen, aber bzgl. einer Neigung sehr schüchternen Menschen in meine eigene Teenager-Zeit versetzt, mich also um etliche Jahre jünger. Es ist das Wiederaufleben einer längst vergangenen Zeit, das irgendwie "kickt". Man spielt nicht nur, naiv und "unschuldig" zu sein, sondern zumindest für eine/n der Beteiligten ist das zutreffend, und das verändert auch das Feeling für den/die andere Beteiligte, weil es den Sex (oder das, was passiert) dann eben WIRKLICH unschuldiger/naiver/neuer macht.

    In meiner eigenen Teenagerzeit war ich bzgl. vieler Dinge, die ich heute ganz selbstverständlich lebe und auslebe, auch unsicher und unerfahren, aber wenn ich die mit Gleichaltrigen (die meist ebenso unsicher und unerfahren waren) ausprobiert habe, hatte ich meistens etwas mehr Mut und Experimentierfreude. Andere Sachen kannte ich nur vom Hörensagen und habe gezielt nach (meist etwas älteren) Menschen mit der jeweiligen Neigung und Experience gesucht, denen ich zutraute, mich liebevoll und ausreichend fürsorglich einzuführen. Aufgeregt war ich dann aber trotzdem immer, auch wenn ich mich dabei um Coolness bemüht habe.

    Jetzt gibt es nur noch wenige Sachen, die ich noch ausprobieren möchte, und noch nicht ausprobiert habe. Und die sind alle so high-level, daß es wirklich in erster Linie darum geht, einen Menschen zu finden, der die jeweilige Praktik beherrscht (z.B. das notwendige medizinische Know-How hat) und mit dem ich mich wohl genug fühle, um mir ein Playdate mit ihm/ihr zu wünschen. Es sind keine Praktiken, die mir besonders drängend wären, sondern eher solche auf dem Level "wäre nett, wenn es sich mal ergibt" und infolgedessen bin ich bei denen nicht mehr aufgeregter als bei anderen Playdates. Natürlich schon positiv gespannt, erwartungsfroh, geil und neugierig auf das, was passiert, aber nicht schüchtern oder unsicher, weil ich mich mit der Situation "Playdate" an sich ja auskenne.

    Diese schüchterne Unerfahrenheit kann ich also selbst nicht mehr reproduzieren, aber in gewissen Kontakten kehrt sie ansatzweise wieder. Ein bißchen, wie wenn man durch einen alten Film, den man von früher kennt, in eine gewisse Sentimentalität reingebracht wird, die man dann eben auch "der alten Zeiten wegen" aus vollem Herzen genießen kann, obwohl man heute selber nicht mehr auf diese Sorte Film stehen würde. Es ist ein Wiederaufleben von längst vergangenen Erinnerungen .....

    Das, was Pimpernuckel schrieb

    Zitat Zitat von Pimpernuckel Beitrag anzeigen
    Dazu bin ich selber zu durchtrieben und versaut.
    trifft also auch auf mich zu (wobei ich weder das Wort "durchtrieben" noch "versaut" mag, sondern "erfahren" und "kinky" bevorzuge), aber mit o.g. Situationen wird dies partiell und temporär aufgehoben und durchbrochen. Es funktioniert NICHT mit Menschen, die bereits ebenso "durchtrieben & versaut" sind, sondern mit denen liegt der Schwerpunkt eben auf dem Kink an sich (was geil und toll und gut ist), mit den anderen auf der Sentimentalität (was superselten vorkommt, weswegen ich die Faszination erst ergründen mußte - danke, daß ihr mir dazu geholfen habt )

    Kinky Gruß, Sara
    Geändert von sara (03.08.2016 um 09:17 Uhr)

  7. #7
    pvclover
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    AW: Faszination der Scham

    Ich glaube, ich kann da nicht mitdiskutieren. Bei uns im Wald ist man nicht immer auf der Suche nach dem nächsthöheren Kick. Man ist froh, wenn man den Abend noch erleben darf, einem keine Tanne auf den Kopf gedonnert ist und die Windel nicht ausgelaufen ist. Ach ja, was ist ein "Playdate"? Ich kenne nur "Playmate", das sind die nackten Girls in diesen Schmuddelheftchen.

  8. #8
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    AW: Faszination der Scham

    Zitat Zitat von pvclover Beitrag anzeigen
    . Ach ja, was ist ein "Playdate"?
    Sowas wie ein Sexdate (= Verabredung zu Sex), nur dass der Begriff "Play" sich allgemeiner auf Sex und/oder BDSM und/oder Fetisch und/oder Rollenspiele bezieht....

  9. #9
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    AW: Faszination der Scham

    Hi Sara

    ein wunderschoener Post!

    Ich hoffe dir gehts gut.

    Viele Gruesse,
    Sven

  10. #10
    lunerouge
    Gast

    AW: Faszination der Scham

    was wiegt nun wirklich mehr ?
    der verlust der unschuld oder die sicherheit des "expertentums" ?

    es ist für mich immer wieder spannend wie menschen sich perfektionieren und in eine sichere bzw. selbst verstärkende absicherung zusteuern.
    die freiheit die sie dadurch verlieren und die einbetonierung die sie dann beklagen sind aber folgewirkungen die erst später (und wohl ursprünglich zu wenig unbedacht) als betonringe um den hals wahrgenommen werden.

    wo ist sie nun die leichtigkeit des seins die der gewissheit und der desillusionierung gewichen ist ?

    ich beobachte mit erstaunen in restaurants und lounges immer wieder so perlenschwingende alte drachen die in ihrem zynismus baden aber immer wieder erblassen wenn sie der jugend unbefangenheit und gierigkeit gewahr werden. sie haben dann so einen komischen zug um den mund ... und wünschen insgeheim dass die ganze welt erkalte so wie sie ...

  11. #11
    Senior Member Avatar von Bärchen1601

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    AW: Faszination der Scham

    Zitat Zitat von lunerouge Beitrag anzeigen
    was wiegt nun wirklich mehr ?
    der verlust der unschuld oder die sicherheit des "expertentums" ?
    Das ist eine gute Frage und die muss sich wohl jeder selbst beantworten.
    Jeder muss seinen Weg finden zwischen Sicherheit und Freiheit wählen, wobei das eine das andere ja nicht gänzlich ausschließt.
    Die Ausgeglichenheit zwischen beidem ist vielleicht für viele das Maß.

    Ich genieße jedenfalls oft die Freiheit und Spontanität, die ich aufgrund meiner Sicherheit habe.
    Aber ich genieße ebenfalls die Sicherheit und verzichte auch auf manche Dinge, damit die Sicherheit nicht verschwindet.

    Es ist wie so oft, oder meistens: Das richtige Maß ist ausschlaggebend !
    Noch keine Signatur ... mir fällt grad nix geistreiches ein ...

  12. #12
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    AW: Faszination der Scham

    Oh, ich würde die jetzige Erfahrung nicht mehr gegen die frühere Unschuld (und die Mißerfolge, die Frustrationen, das mangelnde Selbstbewußtsein etc.) tauschen wollen!

    Ich hatte mich lediglich gefragt, woher in diesen gelegentlichen Situationen diese Faszinationen kommen, und es hatte ein Weilchen gedauert, bis ich sie - dank eines Postings hier- als eine SENTIMENTALITÄT erkannt habe, mich an die (nachträglich glorifizierten) Erlebnisse der eigenen Jugend zu erinnern (natürlich nur die, die ich überhaupt erinnern will).... das halte ich weder für gut noch schlicht, sondern nehme es einfach als Erkenntnis hin.

    Außerdem suche ich solche Situationen (die quasi natürlicherweise dominant-devot werden, ohne dies zwangsläufig im Sinne von D/S zu sein) nicht bewußt, sondern sie ergeben sich - selten, aber gelegentlich eben doch....

  13. #13
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    AW: Faszination der Scham

    Beim bislang letzten Mal als ich mit einer außenstehenden Person über meinen Fetisch geredet habe war ich dabei sehr entspannt. Das war nämlich eine lockere Unterhaltung mit Frau Koch in Ihrem damals noch existierenden Sex-Shop in Köln. Dort gab es neben den üblichen Sachen recht viele Zeitschriften mit AB/DL-Themen, Windeln (auch einzeln),Stoffwindeln (leider zu klein) und Folienslips und Knöpfer. Zu dem Zeitpunkt war ich sehr froh mich mit jemandem ungezwungen über diese Thema unterhalten zu können. Leider existiert der Laden nicht mehr, die Dame ist wohl in Rente gegangen.

    Beim bislang einzigen Stammtisch den ich besucht hatte wurde über das Thema Windeln ect. garnicht gesprochen. Das fand ich schon ein wenig seltsam. Allerdings ging es mir an dem Tag nicht besonders gut, vor lauter Aufregung hatte ich viel zu wenig getrunken.
    Windeln find' ich voll gut!

  14. #14
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    AW: Faszination der Scham

    Ich habe zu diesem Thema eine schöne Zuschrift von jemandem, den ich mal privat getroffen habe, per Email bekommen - die Person möchte aber nicht genannt werden, ich darf aber zitieren

    Das Thema, dass du angesprochen hast, erzeugt in mir - in beide Richtungen - "Resonanzen". Zwischen uns beiden war genau dieser Kontrast auch ein Thema, sowohl faszinierend, als auch beschähmend. Für mich waren es sehr bedeutende und schöne, lebensbereichernde Erfahrungen. (Auch das [...] - wenn gleich auf einem Missverständiss hervorgegangen - war eine tolle Erfahrung. Ich
    weiss dass es nicht genau mein Ding ist, aber es war eine tolle, sinnliche, Erfahrung - die ich in vollen Zügen genossen habe. Vor Allem aber warst du in dem Moment du und hattest vermutlich selbst grosse Freude damit.) Ich wollte dir dies immer noch mal sagen, damit du dich einfach gut fühlst. Immerhin hast du dich ja sehr geöffnet und mir von den verletzenden Reaktionen Anderer in einer ähnlichen Situation erzählt.

    Kennst du es wenn man in seiner Fantasie die unglaublichsten sexuellen Szenarien ausschmückt, aber dann, wenn sich die Gelegenheit bietet, aus Scham oder warum auch immer einfach gar kein Bock mehr dazu hat?

    Ich erinnere mich gut daran, als Kind immer im nassen Bett aufgewacht zu sein.
    Eines Tages hat meine [..] gedroht, dass wenn ich nocheinmal ins Bett mache, ich wieder Windeln bekäm.
    Ich wünschte mir schon damals nichts mehr als wieder Windeln tragen zu können - trotzdem habe ich danach alles getan um nicht mehr ins Bett zu machen, oder es zu vertuschen, wenn es passiert war.
    Danach habe ich mir immer wieder darüber geärgert, dass ich diese Gelegenheit nicht genutzt habe.

    Ich hoffe dir gehts gut, bis irgendwann mal, liebe Grüße, [..]
    Zur Frage, ob ich die o.g. Situation kenne, lautete meine Antwort:

    Nein, das kenne ich nicht. Es gab Sachen, die ich probieren wollte, probiert habe und danach nie wiederholen wollte, und solche, die ich probieren wollte, aber mangels Gelegenheit immer noch nicht ausprobiert habe, aber nichts, was ich probieren wollte und dann mangels Mut oder aus Scham o.ä. nicht ausprobiert habe.

  15. #15
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    AW: Faszination der Scham

    genau an diese Szene erinnere ich mich auch: ...ich hatte eine Serie nasser Nächte und da wurde mir angedroht, mich wieder in Windeln zu stecken, wenn das nicht aufhört. Es hat nicht aufgehört. Aber ich hab mich wirklich so gut es ging angestrengt und war dann frustriert dass ich es doch nicht unter Kontrolle bringe.

    Ich schreibe jetzt man hätte es mir "angedroht..." aber in der Erinnerung hab ich, dass es eher wie ein "Angebot" war: Es wurde mir erklärt was die Konsequenzen sind, wenn es nicht bessert. Der Druck der damit aufgesetzt wurde lag im Ton mit dem diese Regeln durchgegeben wurde. Ich verstand genau, dass man bedauert, dass ich damit einen Schritt zurück machen müsse zu etwas was nicht altersgemäss ist.
    In diesem Zusammenhang war in mir so etwas wie Scham zu spüren. Aber schämen vor wem und warum? Am ehesten vor mir selber.

    Ausschlaggebend ist, dass die "Massnahme" nicht mit einer Blossstellung verbunden war. Denkbar ist schon, dass es ein Kind prägen kann, wenn es wegen solchen Zwischenfällen bestraft wird... vielleicht geschieht dies mit der Absicht dass der Leidensdruck erhöht werden müsse, damit das Kind bereit ist, die unangenehmsten Therapien mitzumachen. Dahinter stünde dann die Idee, dass das Kind aus Bequemlichkeit nicht trocken sei und es schon können würde, wenn es nur wollte.

    Es lohnt sich vielleicht schon, dieses Detail genau anzuschauen.

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