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Thema: Erziehung - Seinem Kind, dass Kind sein verbieten?

  1. #1
    Mit Perwoll gewaschen Avatar von Wölfchen96

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    Question Erziehung - Seinem Kind, dass Kind sein verbieten?

    Hi,
    war heute nach langer Zeit....so nach 2 Wochen Mal wieder bei McDonald´s (5€ 2 BicMacs).
    Vor mir war eine Spanische? Mutter mit Ihrem Kind.
    Ihr Kind konnte grade so sprechen und stand ganz ruhig neben ihr. Natürlich wollte das Kind eine Junior Tüte...oder Kids Menü what ever als sie gefragt wurde.

    So weit ja auch kein Problem. Die Mutter hat dann weiter angestanden und das Mädchen hatte sich von sich aus schon einen Sitzplatz gesucht. Als die Mutter dann dran war und es um das Spielzeug ging,
    hat Sie ihr Kind am Arm rangezerrt und auf (ich vermute mal es war Spanisch ) gefragt, welches Spielzeug sie will.
    Das Kind hat die ganze Zeit Deutsch geredet, auch wenn man nur max. 20% verstanden hat, was sie gesagt hat. Ich weiß ja nicht ab wann man anfängt zu reden bzw. zu deuten, was man will. Aber sie versuchte halt
    auf Deutsch zu sagen, welches Spielzeug sie will. (Kleinkindalter schätze ich mal).


    Dann stand vorne an der Kasse auch ein Kinderhochstuhl von McDonald´s und die Tochter zeigte auf den Stuhl und sagt auf Kleinkind Deutsch? xD dass sie wohl gerne darin sitzen will.
    Die Mutter fing dann an zu schimpfen und schickte Ihr Kind wieder dahin zurück, wo die Mutter sie vorher weggezert hatte.

    Okay, sie war bestimmt grade aus dem alter raus um in einem Kinderhochstuhl zu sitzen aber muss man sein Kind dann so anschnauzen?


    Da habe ich mich gefragt, ob unsere Eltern und die Erziehung nicht daran schuld sind, dass wir heute nicht mehr an der Kasse bei McDonald´s stehen und auch in diesen Kinderstuhl sitzen wollen

    Wo ich noch jünger war, gab es zwar keine Kinderstühle bei McDonald´s aber die Junior Tüte die ich immer haben wollte, bis mich mein Vater an der Kasse gefragt hat, ob ich nicht schon viel zu alt dafür sei.
    Da war ich vl 6-10 Jahre alt xD Auf jeden Fall habe ich seit dem nieeeee wieder eine Junior Tüte bestellt sondern immer den Long Chicken, den meine mum auch immer genommen hat. Auch wenn ich grade mal die hälfte
    davon geschafft habe, war es meinem Vater lieber als wenn ich da mit einer Junior Tüte und Spielzeug sitze.



    Wie seht ihr das?
    Wenn unsere Eltern nicht irgendwann angefangen hätten uns zu sagen, dass das doch total peinlich und nur für kleine Kinder ist, würden wir dann mit 20....30..60 Jahren immer noch gerne in einem Kinderstuhl sitzen und
    unser Kid´s Menü futtern ohne das es uns unangenehm wäre? Es würde ja dann auch eventuell jeder so machen und wäre ja dann auch völlig normal.

    Hat die Mutter sich richtig verhalten, indem sie ihr Kind angemeckert hat, als es in dem Kindersitz sitzen wollte?

    MfG Ben

  2. #2
    WBC Fördermitglied 2017 Avatar von FuldaTiger

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    AW: Erziehung - Seinem Kind, dass Kind sein verbieten?

    Meine Kinder durften damals auch immer bei Mäkkes im Kinderstuhl sitzen als sie klein waren
    War ja auch praktisch, damit man als Eltern zumindest teilweise beim Füttern und Pommes in die Hand drücken selbst mal die Hände zum Essen frei hat bevor es kalt wird
    Interessant wurde es dann nur, wenn das Kind am Nachbartisch ausgerechnet das Spielzeug in der Juniortüte hatte, was der eigene Sprößling auf einmal selber gerne gehabt hätte
    Da wurde dann schon lautstark zur Unterhaltung des gesamten "Restaurants" der Aufstand geprobt
    Ich glaube, ich bin als Daddy gar nicht so falsch, aber Bällebäder hasse ich seitdem immer noch
    .
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  3. #3
    Senior Member Avatar von Pimpernuckel

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    AW: Erziehung - Seinem Kind, dass Kind sein verbieten?

    Nun ja, wer irgendwelche Kindheitsdefizite hat, kann es gern damit erklären, aber ich persönlich habe keine Sehnsucht nach Hochstühlen oder McKotz. :P Mal davon abgesehen, dass es auch irgendwann unpraktisch wird, seinen breiter werdenden Hintern und die Wampe in sowas reinzuquetschen. Außerdem halte ich von so einer isolierten Betrachtungsweise nix. Kinder erziehen sich auch selbst, indem sie ihre Umwelt nachahmen. Sofern also nicht plötzlich alle Erwachsenen das Bedürfnis haben, auf Hochstühlen zu sitzen, würde das dem Kind irgendwann von selber auffallen. Dass sich auch Erwachsene mal 'ne Junior-Tüte bestellen oder neidisch auf das Spielzeug sind, kommt sicher öfter vor als gar nicht, also von daher auch nix Weltbewegendes. Ob man nun sein Kind im öffentlichen Raum immer so runterputzen muss ist 'ne andere Frage, aber man war ja nicht dabei und weiß nicht, wir störrisch das Balg war und wie gestresst die Mutter.

    Pimpernuckel
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  4. #4
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    AW: Erziehung - Seinem Kind, dass Kind sein verbieten?

    Hallo Wölfchen

    Nun ich denke, dass die Kinder selber drauf kommen, was für Kleine und für Grosse unterschiedlich ist. So auch der Kinderstuhl. Ich denke nicht, dass wir Erwachsenen/Eltern den Kindern das verbieten sollten. Spätestens wenn sie in die Schule kommen und Kolleginnen heim nehmen wollen sie die GROSSEN sein und sicher keinen Kinderstuhl & Co. mehr. Ich denke, da wird zuviel Lärm darum gemacht, wir sollten die Kinder in den meisten Bereichen einfach Kinder sein lassen. Sie müssen noch lange genug Erwachsen sein und so tun, wie MAN es von ihnen erwartet. Kinder und Jugendliche unterstützen im Erwachsen werden aber nicht dazu drängen.

    Das ist meine Meinung dazu.

  5. #5
    Member Avatar von Grizzly90

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    AW: Erziehung - Seinem Kind, dass Kind sein verbieten?

    Ich denke das es sehr an unseren Eltern liegt. Wer kennt denn diese Sprüche nicht von früher: dafür bist du zu alt oder das ist doch für Babys du bist doch groß.
    Sowas beeinflusst später sehr im Leben. Ich hab sowas oft beim Wocheneinkauf mit meinem Freund erlebt. Bei uns läuft es so ab das jeder ein Wagen nimmt und bis auf ein paar vorgeplante Dinge jeder das kauft was er noch so möchte. Da habe ich schon oft mein Freund erlebt wie er z.b. in der Getränkeabteilung vor einem Hello Kitty Getränk stand und es lange anguckte, vorbei ging und nochmal dahin zurück ging. Ich habe ihn dann gefragt ob er es mitnehmen will. Doch dadrauf antwortete er nur neee das ist doch für Kinder!
    Wie sieht das aus wenn ich das mitnehme. Die Kassiererin fragt bestimmt ob ich ein Kind hab oder ob der für mich ist. Das wird peinlich wenn das am Band liegt.
    Alle würden mich angucken. Ich hab es dann für ihn gekauft (mir war es nicht peinlich).
    Zu Hause hat er mir dann erzählt das er früher solche Sachen immer haben wollte, aber seine Eltern immer meinten er sei zu alt.
    Und später sei es Ihm zu peinlich gewesen als er älter war. Was ich damit sagen will ist das die Erziehung sehr viel damit zu tun hat wie wir uns heut verhalten.
    Aber die Sache ist auch was man draus macht. Springt man über seinen Schatten oder lässt man sich von einem eingeredeten schlechten Gewissen von Sachen abhalten.

  6. #6
    WBC Fördermitglied 2019 Avatar von Bongo

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    AW: Erziehung - Seinem Kind, dass Kind sein verbieten?

    ich fand hochstühle schon als kind zum kotzen.
    die sind immer sehr unbequem gewesen, und das darin gefangen sein und nicht allein rauskommen hat mich furchtbar bedrängt, sobald ich alt genug war um sowas zu checken. als ich dann alleine rausgekommen wäre, war ich sowieso zu groß für die dinger.

    bei mcdonalds wollte ich als kind nie ein happy meal. wobei ich irgendwie meine, dass es damals (in der zeit bevor das happy meal junior tüte hieß) überhaupt garnichts dergleichen gab. und man bestellte kindern dann einfach nen kleinen hamburger und pommes. als die junior tüten aufkamen, fand ich die albern und bescheuert. ich wollte lieber aus der gleichen auswahl an dingen wählen, wie erwachsene.

    durch kindermenüs, kinderpizzen, kinderschnitzel usw. hab ich mich immer beleidigt und herabgewürdigt gefühlt. schließlich bekommt man da ja was minderwertiges, kleineres, was normale menschen (erwachsene) niemals bestellen würden. meine eltern fanden diese dinge ähnlich lächerlich wie ich und haben mich glücklicherweise nie gezwungen, sowas demütigendes zu essen.

    heute find ich happy meals ganz witzig, und wenn ich nicht viel hunger habe, bestell ich mir schonmal eins.
    und hin und wieder sind nintendo figuren drin, und das find ich toll

    aber sie sind so FUCKING kompliziert, dass ich grad meistens schon garkeinen bock hab, lange genug mit dem kassierer zu reden, um die bestellung abzuschließen.
    ich mein, heutzutage wirst ja wahnsinnig wenn du ein happy meal willst:
    - cola, fanta, wasser, osaft oder milch
    - hamburger, cheeseburger oder mcnuggets
    - fruchtquatsch, apfelpommes, melone
    - spielzeug

    ok, spielzeug wählen is klar.
    aber der ganze rest? boah. es wäre schöner, wenn man einfach nur happy meal sagen müsste und dann weiß der pfosten an der kasse, was man will. diese scheiß pseudo-dialoge gehen mir auf den sack.
    außerdem will ich vielleicht die hälfte davon sowieso garnicht haben.
    und ich meine letztens wäre noch eine verwirrende option dazugekommen.
    *kotz*




    edit: übrigens glaube ich, dass das "dafür bist du doch zu groß/alt" eigentlich garnicht faktisch zutrifft, sondern halt blöderweise die einzige begründung für "nein" sind, die kinder glauben, und wo die wahrscheinlichkeit des widerspruchs um welten geringer ist, als wenn man einen anderen grund nennt.
    weil: rein allgemein betrachtet, wieso sollte man zu alt für irgendwas sein? und auf welcher skala wird das entschieden? also, sag ich doch: schwachsinn.
    Geändert von Bongo (26.05.2016 um 09:59 Uhr)



    imagine whirled peas ...

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  7. #7
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    AW: Erziehung - Seinem Kind, dass Kind sein verbieten?

    Marshall Rosenberg, der Erfinder der gewaltfreien Kommunikation, hat einmal sinngemäß gesagt, es gebe auf der Welt zwei Arten von Menschen, die ordentlichen und die unordentlichen und aus irgendeinem seltsamen Grund, bleiben diese Gruppen nie unter sich, sondern es verliebt sich immer jemand aus der einen Gruppe, in einen Menschen der anderen Gruppe.

    Ganz ähnlich scheint es zwischen Eltern und Kindern zu sein. Die Kinder, die gerne mehr Verantwortung übernehmen würden, werden natürlich immer in die Familien mit Helikoptereltern geboren, die ihren Kindern nichts zutrauen, während Kinder, die sich mehr Schutz, Zuwendung und Aufmerksamkeit wünschen würden, natürlich immer in die Familien geboren werden, in denen "Selbständigkeit" das größte Ziel ist. Da muss wohl der Teufel dahinterstecken.

    Liebe Grüße aus Graz!

  8. #8
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    AW: Erziehung - Seinem Kind, dass Kind sein verbieten?

    Wie absolut zutreffend!
    Windeln find' ich voll gut!

  9. #9
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    AW: Erziehung - Seinem Kind, dass Kind sein verbieten?

    Kenne das auch so, musste meine Plüschies mit ca 12-13 alle entsorgen, als ich rebellierte kam nur der Spruch: Ich solle doch mal überlegen wie alt ich bin, und das man das niemanden erzählen dürfte. Tja trotzdem habe ich heute davon keinen Schaden, bzw. verbieten is zwar schön und gut aber wer glaubt denn bitteschön das Eltern immer alles mitkriegen.

    Vor meinen Eltern habe ich mich meist so verhalten wie es von mir erwartet wurde, aber mein inneres Ich habe ich mir nie verbiegen lassen.

    Natürlich unterliegt das auch einer stetiegen veränderung, aber wenn wir so wie wir sind glücklich sind, so why not?

  10. #10
    Senior Member Avatar von Pimpernuckel

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    AW: Erziehung - Seinem Kind, dass Kind sein verbieten?

    Musste ich nie. Wir haben dann nur irgendwann unsere Plüschis entrümpelt, weil unser Zimmer zu klein war... Und nun sammeln sie sich wieder an.

    Pimpernuckel
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