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Thema: Eine weitere "Lebensgeschichte" von mir.

  1. #1
    Senior Member Avatar von wfingo

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    Eine weitere "Lebensgeschichte" von mir.

    Hallo Freunde

    Hier habe ich ja über die ersten Jahre in denen ich wieder in Windeln musste berichtet - jetzt eine weitere "Geschichte die das Leben schrieb". So erlebt.......

    Ich war gegen Ende meiner Ausbildung und in der Zeit nach der Ausbildung – es war ca. 1980 bis 83/84 – extrem aktiver „Gewerkschaftler“. Ich habe bei einem Mineralölkonzern gelernt und es dort bis zum „Gesamtjungendvertreter BRD“ gebracht. Somit war ich für alle Azubi’s aller Niederlassungen und Werke innerhalb Deutschlands zuständig und auch Mitglied im Gesamtbetriebsrat. Innerhalb der Gewerkschaft war ich zuerst Verwaltungsstellen-Jugendvorsitzender und später sogar Bundesjugendvorsitzender. In Grunde hätte ich auch auf dieser Berufsschiene im Bereich Gewerkschaft evtl. eine Karriere machen können. Aber zu der Zeit waren meine „politischen Meinungen“ immer etwas entgegen der „Allgemein-Meinung“ der Gewerkschaftssekretäre. Ich bin da des Öfteren auf Konfrontation geraten. Naja – und dann kam noch die Sache mit der „Neuen Heimat“ – einige erinnern sich evtl. – und da war die evtl. „Gewerkschaftslaufbahn“ für mich dann irgendwann abgeschlossen.

    Aber darum geht es jetzt eigentlich nicht.

    Worauf ich aus will: Diese damals von mir ausgeführten Positionen hatten zur Folge das ich im Grunde mehr auf Seminare und Lehrgängen war als auf meiner Arbeit.
    Es kam sogar vor, das ich am Samstag von einem Wochenkurs nach Hause gekommen bin, die Koffer nur neu gepackt habe um dann am Sonntag den nächsten 2-Wochen-Kurs anzutreten. (Der übrigens wirklich gut war. Ich habe dort u.a. ein 4-stündiges Referat über Marx und Engels gehalten – mein Gott was war das für eine Zeit…).

    Ich war also sehr viel unterwegs. Gewerkschaftsseminare werden jetzt aber nicht in feinen Hotels durchgeführt (zumindest nicht die Jugendseminare) sonder in entsprechenden Seminareinrichtungen oder in Jugendherbergen. Einzelzimmer sind dabei eher die Ausnahme und in der Regel den Moderatoren bzw. Gruppenleitern vorbehalten.

    Es ist zwar so, dass man auf diesen Seminaren immer wieder Mal Leute trifft die man bereits kennt – aber da ich ein echter „Lehrgangshopper“ war und nur wenige meiner „IG-Chemie-Bekannten“ so viele Seminare vom Arbeitgeber genehmigt bekommen haben, war es meistens so, dass ich nicht wusste was mich erwartet und mit wem ich mir ein Zimmer teilen muss. Ab und zu waren es sogar 3 oder 4-Bett Zimmer.

    Ich war allerdings bereits über 18 – und da ich mit 17 schon meine Führerscheinprüfung abgelegt habe schon stolzer Inhaber eines Autos. Ich bin also meist mit dem Auto zu den Seminaren gefahren – es sei denn sie fanden in Berlin statt. Da MUSSTE man als Gewerkschafter fliegen – Auto war nicht erlaubt. Aber Berlin war nicht so oft als Ziel auserkoren.

    Während dieser Zeit hatte ich an Selbstbewusstsein schon ganz schön zugelegt – aber meine Inko habe ich immer verschwiegen und auch meine Windeln waren meist ohne Zusatzeinlagen und eher unauffällig. Als Zusatzsicherung habe ich aber auch damals schon immer eine Gummihose über die Windeln getragen. Als Einwegwindeln waren noch die Certina sehr verbreitet – aber es gab auch schon Attends. Ob Molicare schon zu haben war weiss ich gar nicht mehr so genau.

    Auf den Seminaren war es jedes Mal ein ziemliches „Versteckspielen“ – da ich natürlich nicht wollte das meine Windeln bemerkt werden. Somit war mein Auto auch deshalb fast unabkömmlich. Der Kofferraum war Lager für Windeln und auch Zwischenlager für „verräterischen Müll“.

    Wenn es abends zu Bett ging dann war ich mit 100%tiger Garantie immer der letzte der sich hingelegt hat – zumindest wenn es wieder mal ein Mehrbettzimmer war. Morgens bin ich dann schon vor allen anderen aufgestanden und habe mich frisch gemacht. So ist es mir sehr oft perfekt gelungen das tragen meiner Windeln zu verbergen.

    Einen Seminaraufenthalt werde ich auch nie vergessen. Es war ein Seminar in Hustedt –einem kleinen Kaff in der Nähe von Celle. Eine Seminarstätte die es heute noch gibt und in der ich damals öfters war.

    Ich kannte diese Unterkunft also schon – und ich wusste – es gibt meist Zweibettzimmer. Und 3-5 Zimmer teilen sich ein Bad mit Dusche. Unter den Jugendlichen war ich meist schon „ein alter Hase“ und die meisten Teilnehmer waren in der Regel jünger als ich.

    So auch auf diesem Seminar. Ich bin schon ziemlich früh am Seminarbegin angereist – weil der Seminarleiter was zugleich mein Verwaltungsstellenvorsitzender war mit mir gefahren ist. Wir waren also im Grunde die „Vorhut“ und fast die ersten die dort angekommen sind. Das hatte den Vorteil, dass ich mir mein Zimmer im Grunde aussuchen konnte. Ich wusste auch, dass dieses Seminar ausgebucht war und es somit keine Einzelbelegung der Zimmer gab. Es kam also auf jeden Fall ein „Zimmergenosse“ hinzu.

    Es dauerte noch eine Zeit bevor die ersten Teilnehmer „eintrudelten“. Ich hatte also Zeit mich nochmals in Ruhe und ungehindert frisch zu machen. Der erste Abend ist erfahrungsgemäß immer sehr lang – alle wollen sich gegenseitig kennen lernen.

    Naja – am späten Nachmittag kam dann mein „Mitbewohner“ für die nächsten 6 Tage an. Ich war bereits mit meiner „Wellnessbehandlung“ fertig und war gerade dabei meine Klamotten im Schrank zu deponieren. Mein Wickelkoffer war selbstverständlich noch im Kofferraum meines Autos. (Zu dieser Zeit war es übrigens gerade ein 1974ger Cadillac Brougham 8.2 Liter V8 - schließlich arbeitete ich bei einem Mineralölkonzern – und mit dem Auto konnte ich so ein bisschen meinen eigenen Arbeitsplatz sichern ;-) ). (Die Leidenschaft zu US-Cars hat sich bis heute gehalten. Fahre derzeit einen Cadillac SLS Bj. 96 und einen Chevrolet Caprice Station Bj.685).

    Plötzlich ging die Tür auf und „Michael“ stand im Türrahmen. Er war – wie sich später herausstellte – 2 Jahre jünger als ich und etwas kleiner. Es war sein erstes Gewerkschafts-Wochenseminar.

    Das erste was er von sich gegeben hat: „Was – keine Einzelzimmer hier?“. Ich antwortete „Nö – aber ich beiße nicht“.

    Michael war wenig begeistert. Er stellte nur seinen Koffer und eine Reisetasche ab und verschwand wieder.
    Wie ich später erfahren habe wollte er unbedingt ein Einzelzimmer. Aber damit war „Essig“. Keine Chance.

    Er war extrem nervös und hat noch eine ganze Zeit gewettert und rumgenörgelt das es nur Mehrbettzimmer gab.

    Seinen Koffer und Reisetasche hat er auch nicht ausgepackt.

    Naja – dachte ich – eben ohne Seminarerfahrung. Er wird schon noch lernen dass diese Art der Seminare nicht im Hotel „Vier Jahreszeiten“ stattfinden.
    Ich sagt ihm das der Schrank gegenüber seines Bett seiner sein – ich habe meine Sachen schon ausgepackt.
    Schon wieder – er fragte ob er nicht den Schrank bekommen kann der direkt an seinem Bett steht – aber der stand auch direkt an meinem Bett – und ICH war früher da . Aber ich konnte es auch nicht so ganz verstehen – schließlich ist Schrank gleich Schrank. Er hat dann nur seinen Koffer und seine Tasche in den Schrank geworfen und ist raus aus dem Zimmer. „Komischer Kauz“ – dachte ich. Aber das wird bestimmt noch.

    Inzwischen war es schon Zeit für das „Begrüßungs-Meeting“. Alle Teilnehmer sollten sich im großen Seminarraum einfinden. Hat auch geklappt – es waren alle da – außer Michael. Ich habe mich dann bereit erklärt zu schauen wo er bleibt. Da ich die Räumlichkeiten schon kannte waren alle frei zugänglichen Räume schnell kontrolliert – aber er war nicht zu finden. Also konnte er eigentlich nur auf dem Zimmer sein.

    Also ging ich dort hin und wollte die Tür öffnet als sie von innen sofort wieder zugeschlagen wurde – ich habe sie fast an die Rübe bekommen. „Moment – ich komme gleich – ich ziehe mich schnell noch um“ hat er von ihnen gesagt und dabei die Tür zugehalten und abgeschlossen. „OK – lass mich kurz rein ich muss noch was zum schreiben holen“.
    Er antwortete „Warte bitte kurz – ich bin gleich soweit“.
    Naja – etwas schüchtern der Kerl – aber was sollst. Es dauerte auch wirklich nur 2 Minuten bis ich ins Zimmer durfte. Er hat sich dann noch entschuldigt und meinte es war gerade etwas unordentlich und er habe seine Sachen in den Schrank geräumt der - mehr oder weniger - hinter der Tür stand.

    No Problem sagte ich – und wir müssen jetzt aber los – sonst ist es vorbei mit dem Begrüßungs-Meeting.

    (Es ist erstaunlich – aber ich erinnere mich als wäre es erst gestern gewesen – ich höre fast noch die Stimme und jeden Satz den Michael von sich gegeben).

    Naja – das Meeting wurde durchgezogen, das Seminar ein bisschen erklärt (wie, was, warum) und die „Dozenten“ wurden vorgestellt. Bei denen handelte es sich übrigens meistens um Studenten der Fachrichtung „Politologie“ sowie den einen oder anderen Gewerkschaftssekretär. Bei diesem Seminar war es nur einer von der Gewerkschaft und 5 Studenten. Danach gab es Abendessen und ein gemeinsames Zusammensein zum kennen lernen. – Das übliche also. Jeder erzählt ein wenig von sich und man „beschnuppert“ sich ein wenig.

    „Seminarneuling“ Michael hatte sich allerdings nur am Rande niedergelassen und hat auch an den Gesprächen nicht so recht teilgenommen. Bier, Wein und alk.-freie Getränke gab es natürlich und alle waren am trinken – außer Michael. Ich fragte ob er auch ein Bier möchte – eine Cola oder sonstiges. „Nein – ich trinke nicht so viel“ war seine Antwort. – Naja – dann eben nicht.

    Langsam wurde es später und die Gesprächsrunde wurde immer kleiner – es waren nur noch 3-4 Leute versammelt – Michael war auch noch dabei – inzwischen hat er eine kleine Cola genommen, ist aber immer noch etwas abseits und beteiligt sich nicht so wirklich an den stattfindenden Gesprächen. Ich bleibe aus taktischen Gründen ja sowieso IMMER bis zum Schluss um dann in Ruhe, und wenn alle schon im Bett sind, meine Wickeltaschen aus dem Kofferraum meines Autos zu holen um mich dann für die Nacht frisch zu machen.

    Die Runde wurde immer kleiner und ganz zum Schluss waren dann wirklich nur noch Michael und meine Wenigkeit alleine. Ich habe mir noch ein Bier aufgemacht und Michael gefragt ob er nicht auch langsam ins Bett will. Er meinte „Ich habe ja gerade eine Cola getrunken – die wirkt immer gut und ich bin eigentlich noch nicht besonders müde“. – Hm – so langsam wird es Zeit das ich eine frische Windel bekomme – aber wie soll ich das jetzt anstellen…. Eine schwierige Situation – ganz besonders deshalb, weil ich mit Michael ja ein gemeinsames Zimmer habe. Wie sollte ich mich jetzt frisch wickeln ohne dass er es mitbekommt?

    Ich habe also unendlich lange am Bier rumgenuckelt in der Hoffnung er würde dann doch ins Bett gehen – tat er aber nicht. Also musst ich mir etwas einfallen lassen.
    „Ich gehe noch etwas an die frische Luft und gehe dann ins Bett.“ sagte ich ihm. „Du kannst ja schon mal vorgehen“. Ich fand die Idee gut – dann kann ich auch gleich aus meinen Kofferraum frische Windeln und die Wickelutensilien holen.
    Seine Antwort war nicht unbedingt die die ich erhofft hatte: „An die frische Luft – gute Idee ich komme mit“.
    Na toll – also gut wir sind dann etwas an die frische Luft gegangen. Meine Idee mit dem holen frischer Windeln konnte ich vergessen. Michael hing wie eine Klette an mir. Irgendwie muss ich ihn dazu bringen das er endlich in Bett geht – vor mir natürlich – damit ich endlich alleine war und mich in Ruhe und wie schon viele Male praktiziert – unbehelligt frisch wickeln kann. Ich fragte mich schon: Was will der – hat er schon bemerkt das ich Windeln trage? Warum quatscht er mich dann nicht einfach an und fragt? Er wird sich nicht trauen.

    Ganz offensichtlich habe ich dann aber doch den „etwas längeren Atem“ gehabt. Michael sagt plötzlich das er jetzt doch in Bett geht und ob ich noch länger auf bleibe. Naja – so eine halbe Stunde bleibe ich sicher noch – evtl. trinke ich noch ein Bier. Er geht – ENDLICH. Natürlich trinke ich nichts mehr sondern hole flugs meine Wickelsachen aus dem Auto und eile Richtung Bad. So ist es mir dann doch noch gelungen mich in Ruhe zu wickeln. Die nasse Windel wird im Müllbeutel verpackt und wieder im Kofferraum bis zur Entsorgung „zwischengelagert“. Im Laufe meiner Seminarerfahrung hatte ich eine ganz gute Strategie entwickelt. Ich habe mich immer frisch gemacht und dann bereits Schalfanzug angezogen. Dann oft noch die „normalen“ Klamotten drüber um nochmals zum Auto zu gehen. In dieser Seminarstätte war es noch einfacher – ich habe nur einen Bademantel übergestreift und konnte in diesem zum Auto gehen.

    Wie ich ins Zimmer gekommen bin – es waren tatsächlich rd. 30 Minuten vergangen – lag Michael bereits im Bett und schlief. Also konnte auch ich endlich in „die Falle“. Es wurde so langsam auch Zeit – den am Morgen hatte ich ja vor der erste zu sein der wieder aufsteht, damit ich - ebenfalls ungehindert - meine Tageswindel anlegen kann und mich von der Nacht frisch zu machen.

    Als ich dann am Morgen wach wurde hat Michael noch im Bett gelegen und geschlafen. Also konnte ich wieder problemlos den Bademantel überziehen, meinen Schalfanzug unter dem Bademantel ausziehen und mich zuerst in Richtung Auto begeben um eine neue Windel zu holen. Ich war bereits auf dem halben Weg dort als ich bemerkte, dass ich den Autoschlüssel vergessen hatte. Also musste ich zurück ins Zimmer. Als ich ankam und die Tür öffnete stand Michael im Zimmer – er war extrem erschrocken und stand dort wie eine Salzsäule – und er stand dort ----nur in einer Certina. Er wurde rot wie ein Feuerlöscher. Ganz offensichtlich hatte er wieder einmal vergessen die Tür abzuschließen bzw. zu kontrollieren ob diese verschlossen ist. Er huschte dann erst einmal – noch immer etwas verstört – unter seine Bettdecke. Es war im ganz offensichtlich unendlich peinlich und vermutlich sah er sich schon als Gespött des ganzen Seminar.

    Es dauerte eine ganze Weile bis er sich gefangen hatte. Er sagte dann nur – die muss ich tragen - seit einem Unfall – aber bitte, bitte nicht weitersagen.

    Ich habe erst einmal die Zimmertür abgeschlossen, mich auf meine Bettkante gesetzt und ihn gefragt was das den für ein Unfall war. Er war auf einem Bauernhof durch eine Futterluke von Heuboden in den darunter liegenden Kuhstall gestürzt – rd. 7 Meter direkt auf einen Betonboden und hat sich dabei diverse Verletzungen zugezogen und muss seitdem Windeln tragen weil er seine Blasenkontrolle verloren hat. Der Unfall liegt ca. 6 Jahre zurück.

    Ich erzählte ihm dann, das auch ich eine Unfall hatte der ziemlich heftig war und das der Unfall rd. 7 Jahre zurückliege. Er fragte ob ich „bleibende Schäden“ zurückbehalten hätte. Ich stand von meiner Bettkante auf und öffnete meinen Bademantel – „ja habe ich“ sagte ich – und zeigte ihm meine Certina.

    Ich konnte direkt spüren wie ihm nicht nur ein Stein – nein - ein ganzes Gebirge von Herzen fiel. Er wurde sich in diesem Moment sicher das von mir keiner etwas erfahren wird. - Dann mussten wir gemeinsam loslachen.

    Da hat der Zufall uns in einem Zimmer zusammengeführt. Michael hat mir dann noch erzählt, das er die gleiche Strategie hat wie ich – immer als letztes ins Bett und morgens zuerst raus damit die Zimmermitbewohner nichts merken. Allerdings war er bisher nur auf 2-3 Wochenendseminaren. Das war der Grund warum er mir am Vorabend nicht von der Seite gegangen war und unbedingt nach mir ins Bett wollte. Er hat sich dann – nachdem er dann doch vor mir ins Zimmer gegangen ist schnell im Zimmer die Windel gewechselt.

    Naja – da wir uns jetzt nicht mehr voreinander verstecken mussten konnten wir uns auch bei der Badnutzung einfach absprechen. Wir haben uns im Schrank jeder ein Windelfach eingerichtet. Michael hatte seine Windeln und Wickelutensilien zuerst alle in einer abschließbaren Reisetasche und ich konnte meine Wickelutensilien aus dem Auto holen und ebenfalls im Schrank unterbringen.

    Es wurde eines der „stressfreiesten“ Seminare die ich zu der damaligen Zeit je besucht habe. Wir konnten immer schön ausschlafen und haben einige Abende noch gemeinsam unsere „Leiden und Erfahrungen“ als Inko bei gemeinsamen Bier im Zimmer ausgetauscht. Wir merkten dass unsere Erfahrungen doch sehr viele Parallelen zeigten. Die extrem negativen Erfahrungen in der Schule, dass es kaum vernünftige Windeln gibt und die Einwegwindeln sehr teuer sind usw. Es war für mich auch das erste Mal das ich mich mit einem „Gleichgesinnten“ in der Art unbefangen unterhalten konnte.

    Ich habe Michael nach dem Seminar dann noch einige Male telefonisch kontaktiert. Leider hat es sich nicht ergeben dass wir noch mal ein gemeinsames Seminar besuchten und nach einiger Zeit habe ich ihn dann leider aus den Augen verloren.

    Ich habe danach noch weitere Seminare besucht – und habe dann nicht mehr versucht meine Windeln mit „aller Gewalt“ zu verstecken. Meine Seminare wurden seit dieser Woche um einiges lockerer und ich habe es auch nicht mehr unbedingt darauf angelegt immer erst als letzter ins Bett zu müssen. Etwas später war ich dann oftmals nicht nur Seminarteilnehmer sondern auch Moderator oder „Gruppenleiter“ – und hatte dadurch oft auch ein Einzelzimmer bekommen. Aber dieses Seminar hat mir gezeigt „Du bist nicht alleine – es gibt noch andere denen es nicht anders geht“.

    Dieser hier geschilderte Seminaraufenthalt war einer der nettesten den ich erlebt habe und ich finde es ziemlich Schade dass sich der Kontakt zu Michael verloren hat.

    Aber hier im Portal finden sich ja zum Glück auch immer wieder netter Leute mit denen man unbeschwert über alles Mögliche quatschen kann. Den oftmals ist dies dringend nötig……

    Gruß

    Ingo

  2. #2
    yello knöpfer
    Gast

    RE: Eine weitere "Lebensgeschichte" von mir.

    Hallo Ingo !
    Kann mich in Deinen Beiträgen wiederfinden,habe vieles auch so erlebt oder ähnlich.Liegt vielleicht auch an unserem fast gleichen Alter.Da ich aus der ehemaligen DDR stamme,war das Besorgen von Windeln,Zellstoff für zusätzliche Einlagen,PVC-Windelhosen noch problematischer,alles war Mangelware.Da unsere Jahrgänge noch mit Baumwollwindeln,Moltontüchern gewindelt haben,sollte mann sich schon eine Waschmaschine organisiert haben,was auch nicht leicht war.Mit wenigen Auszeiten,bin ich nun schon fünf Jahrzehnten den Windeln und PVC -Höschen erlegen,ohne mediz.Indikation.Auch habe ich durch Zufall einen mediz.bedingten Windelträger kennengelernt.Wir wurden Freunde,haben später zusammen gelebt,gliebt uns gegenseitig gewindelt und eine tolle Zeit gehabt.Leider mußte ER letztes Jahr von dieser Welt gehen.

    Es grüßt Dich in der Sache verbunden

    yello knöpfer.

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