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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Psycho-dingsda-seite der Entscheidung für die Windel



pinky
09.12.2011, 12:37
Hallo Liebe Mit-Inkos,
Wer kennt sie nicht, die Diskussion beim Urologen oder anderen Ärzten, wieso man sich für das Windeltragen entscheidet anstatt alle operativen und therapeutischen Möglichkeiten voll auszuloten - also zum Dauerpatienten zu werden? Wo die angeblichen Möglichkeiten doch so endlos sind... - ich persönlich habe das Versuchs-Kaninchen-Dasein etwa ein Jahr lang mitgemacht, dann habe ich mich FÜR die Windel entschieden zum großen Unverständnis des behandelnden Urologen und heimgesuchten Psychologen. Denn wer sich freiwillig für Windeln entscheidet, wenn das letzte medizinische Wörtlein noch nicht gesprochen ist (und das ist es nie), der wird erstmal als psychisch nicht ganz zurechnungsfähig eingestuft. Gut, dank der Therapie weiß ich WARUM ich gar nichts gegen Windeln habe - sie geben mir ein verloren geglaubtes Geborgenheitsgefühl zurück - mit diesem Wissen kann ich sie noch viel besser akzeptieren und in gewisser Weise sogar schätzen - nur mein Psych hat dann irgendwann kapituliert - möchte gerne wissen, was da im Abschlussbericht für die KK stand... - ich fühl mich jedenfalls psychisch recht gesund - MIT Windeln... ;)
LG
Pinky

Ronnybaby
09.12.2011, 13:18
Hallo Pinky

du hast ja noch den Vorteil das du Inko bist bei mir ist das
ergebniss dieses hier F 69 mit F65.0 und F65.9

Gruß Ronnybaby

Edit : ach ja hier kannst du nachschauen Was F65 ist
http://www.dimdi.de/static/de/klassi/diagnosen/icd10/htmlgm2007/fr-icd.htm

PapaMaxi
09.12.2011, 13:40
manchmal wünscht ich mir das F25.1 nicht gegenwärtig wär...

man muss das beste daraus machen
wenn du besser und glücklicher mit windeln lebst, pinky

ist das doch ok - keiner kann dir das verwehren :)

pinky
09.12.2011, 13:52
Oh, diese F-Listen kannte ich noch gar nicht -
würde mich nicht wundern, wenn auf meinem Abschlussbericht auch ein F 69 stünde - aber ich will's lieber gar nicht wissen...
Ich finde diese Schubladeneinordnung schrecklich - schließlich sind wir alle eigene Persönlichkeiten und keine Maschinen, die man klassifizieren kann -
traurig dass, der Mensch sich selbst so betrachtet :nene:
LG
Pinky

Ginni
09.12.2011, 14:05
Original von Ronnybaby
du hast ja noch den Vorteil das du Inko bist bei mir ist das
ergebniss dieses hier F 69 mit F65.0 und F65.9


f65.0 trifft aber nur zu, wenn du darunter leidest....

Ronnybaby
09.12.2011, 15:25
Original von Ginni

Original von Ronnybaby
du hast ja noch den Vorteil das du Inko bist bei mir ist das
ergebniss dieses hier F 69 mit F65.0 und F65.9


f65.0 trifft aber nur zu, wenn du darunter leidest....


@ Ginni F65.0 betreifft nicht meinen Windelfetisch :-)

Gruß Ronnybaby

Ginni
09.12.2011, 15:26
Original von Ronnybaby
@ Ginni F65.0 betreifft nicht meinen Windelfetisch :-)


wenn du auch unter keinem anderen fetisch leidest, kannst du den schlüssel von deiner liste streichen :)

lg

saltor
10.12.2011, 00:40
Ich hatte die selben Diskussionen mit meinen Urologen. Nachdem ich 3 Jahre alles versucht hatte und zum Schluss fast Arbeitsunfähig war wegen der Medikamente habe ich eine radikalen Schlussstrich gezogen und mich für die Windeln entschieden. Als Man hat man ja noch eine Möglichkeit, aber die finde ich absolut eklig und ich habe durch das Urinalkondom sehr schwere Ausschläge bekommen. Das das da besonders weh tut kann sich sicherlich jeder vorstellen.
Mein Urologe hat das alles nicht verstanden, aber mein Hausarzt hat mich dabei unterstützt und mich ermutigt. Innerhalb eines halben Jahres waren alle meine Werte wieder im grünen Bereich und 24/7 in Windeln. Noch heute ist der erste Satz beim Urologen, da müssen und können wir aber was machen. Wir haben da so viele Möglichkeiten. Die Gesichter müsst Ihr sehen wenn ich dann sage, das doch alles ok ist und ich da gar nichts ändern brauche.

:D :D :D

tbfra
10.12.2011, 22:08
@Saltor,

auch wenn der Arzt seine Meinung vertritt, zählt immer noch der Wunsch des Patienten bei der Versorgung. Was bringt eine Versorgung bei der du dir die Haut kaputt machst.

Aber da sieht man wieder das bei 3 Ärzten 5 Meinungen vorherrschen. Der eine ist von der einen Versorgung so begeistert, dass er diese bevorzugt.

racer
10.12.2011, 23:39
Hallo zusammen,
irgendwie komisch ich hatte keine Diskusionen (event. wegen meinem Krankheitsbild). Mir hat man von Anfang an lediglich die möglichkeiten aufgezählt (Windeln, Tampon, Uri-Kondom usw. usw.). Und davon habe ich mich ebenfalls für Windeln entschieden.

@Saltor
Auch bei mir war es so das mich mein Hausartzt bei der Entscheidung unterstützt hat und der Meinug war ich müsse damit Leben für was auch immer ich mich entscheiden möchte. Obwohl ich in vielen Situationen zusätzlich einen Tampon verwende. Geht aber auch nicht dauerhaft.

@All
Aber seit einem Monat sehe ich das ganze sowiso aus einem ganz anderen Blickwinkel denn hätte ich mich für andere Hilfsmittel entschieden wäre die Inko trotzdem da aber ich hätte euch nie kennen gelernt.

Gruß
racer

ricobaer70
11.12.2011, 00:27
Hallo miteinander,

ich kenne das sehr genau, mein Trauma ist nun schon Jahre her und an mir wurde lustig herumoperiert mit viel Leid und wenig Erfolg. Irgendwann entschied ich dann nu is Schluss, ich komme ganz gut so zurecht und muß nicht alles über mich ergehen lassen. Ich schließe mich da ganz Saltor an von wegen die doch tausend Möglichkeiten etc. pp.

Wer die Wege und Erfahrungen über die Jahre gegangen und mitgemacht hat,ist irgendwann froh wenn einem einer die Ruh läßt. Aber sind wir mal ehrlich zu uns selbst, wenn wir unsere Neigung nicht hätten glaube ich würden wir auch von Pontius zu Pilatus rennen, damit wir auf kein "Tenatreffen" :ja: mit 60. müssen.
Außerdem haben wir den Vorteil, wir wissen was uns bevorsteht sollten wir ins Pflegeheim kommen, was ich keinem wünsche.
Und wie schon hier erwähnt, solange ich mich äußern kann stehe ich im Vordergrund, es kann ja nicht sein das ich wegen meines Traumas und den Folgen noch zusätzlich wg. doch so toller Maßnahmen und deren Komplikationen sowie Ähnlichem, zusätzliche Therpiestunden beim Psich benötige die die KK womöglich net übernimmt. Übernehmen möcht ich mich auch nicht, darf ja auch das Leben nicht vergessen.

so long
Rico

ricobaer70
11.12.2011, 00:36
A ja da war er wieder, ich meinte natürlich Psyc. Bei meinem letzen Klinikaufenthalt in Lahnstein hat es der dortige Psyschologe treffend auf den Punkt gebracht. Ich bin wegen meiner Kindheitserfahrungen ab dem 3. Lebensjahr stehen geblieben ( und es geht mir gut dabei) so.

ilw2003
11.12.2011, 11:59
Original von pinky
Wer kennt sie nicht, die Diskussion beim Urologen oder anderen Ärzten, wieso man sich für das Windeltragen entscheidet anstatt alle operativen und therapeutischen Möglichkeiten voll auszuloten - also zum Dauerpatienten zu werden?

Wenn man die Werbungen für Inkontinenzartikel (sehr häufig für Tena) sieht, sollte man denken, dass diese Hilfsmittel die erste Wahl sind. Bis zur Pants-Stärke bekommt man sie ja schon in vielen Drogeriemärkten und muss nicht einmal in ein Sanitätshaus, sondern kann sie anonym in den Einkaufwagen legen. Weiters kann ich mir bei Dranginkontinenz noch entsprechende Medikamente vorstellen.

Was wurde Euch empfohlen, wenn Ihr eine Operation ausgeschlossen habt?

lg,
ilwy

pinky
11.12.2011, 14:53
Original von saltor
Nachdem ich 3 Jahre alles versucht hatte und zum Schluss fast Arbeitsunfähig war wegen der Medikamente habe ich eine radikalen Schlussstrich gezogen und mich für die Windeln entschieden.
:D :D :D

@Saltor:
Eben, genau so ging es mir auch mit den Medikamenten, entweder wurde mir so kotzübel, dass ich den ganzen Tag über der Kloschüssel hing oder ich bekam migräneartige Kopdschmerzen - nur auf den Harndrang hatte es null Auswirkung. Mein Urologe warf mir dann mangelnde Kooperation vor, weil ich mich weigerte noch mehr Mediakmente auszuprobieren - ich wollte mich einfach mal wieder fit fühlen, verstand er nicht :nene:

LG
Pinky

Ank
13.12.2011, 16:44
Ich glaube viele Urologen verstehen den in ihren Augen frühzeitigen Abbruch der Diagnose nicht, weil es zum Einen so aussieht als hätte man kein Vertrauen in ihren Fachbereich aber auch weil sie es als "die-Flinte-ins-Korn-werfen" verstehen. Der Patient gibt einfach auf, dabei könnte man ihm doch helfen.

"Das Kind muss trocken werden wollen"

Gleiches denkt sich wahrscheinlich der Arzt. Ich hasse diesen Satz. Er impliziert, dass das Kind bzw der Patient eben genau das nicht will.

Bevor ich mich mit 19 endlich getraut habe zum Arzt zu gehen habe ich am Tag maximal 0,6 Liter getrunken und bin präventiv zum Klo gegangen. Trocken war ich trotzdem nicht immer.
Der erste Besuch beim Arzt hat mich sehr viel Überwindung gekostet. Das Gefühl, dass mein Arzt mir wirklich zugehört hat hatte ich nicht - ich finde es nämlich diagnostisch durchaus relevant, dass ich nachts trocken bin, sobald ich aufstehe und tagsüber (eine angemessene Trinkmenge vorrausgesetzt) aber nicht.
Beim zweiten Besuch kam dann der Katheter zum Einsatz. Nach der Untersuchung meinte der Urologe es gäbe noch weitere diagnostische Methoden unter Einsatz des Katheters. Ganz klar ohne mich.
So sehr ich meine Blasenproblematik hasse, so sehr ich mir wünsche beim Trinken keinen Stress empfinden zu müssen, lieber trage ich dann Windeln, mag diese in der Situation nicht, weiß aber, dass ich mir keine schmerzhafte und anstrengende Prozedur antue und wenn, dann nur wenn ich will.

Der Blick des Arztes, als ich ihm bei dem Vorschlag nochmal den Katheter zu bemühen böse angeguckt habe sprach Bände und unterstütze sein "Seien sie mal nicht so voreingenommen und hören sie sich das erstmal an". Ich war vielleicht erst 19, aber ich wusste was ich wollte und was nicht. Vielleicht sollte man solche Untersuchungen mal am Arzt selbst durchführen. Wahrscheinlich hat er es nicht böse gemeint er wusste es einfach nicht besser.

Lieber nasse Windeln doof finden und sich deswegen grämen, als wegen nasser Hosen und wenig trinken kann man ja immer noch.

saltor
13.12.2011, 18:44
Tja und bei mir hat einer die ach so tollen Ärzte das verursacht, warum ich nun mit gepolsterten Hintern rum laufe. Blasenspiegelung bei einer Entzündung. Dabei hat er mir die Blase, die Prostata und den Schließmuskel versaut. Davon mal abgesehen das er durch den Einsatz der Flüssigkeit um besser sehen zu können die Bakterien in die Nierengänge gespült hat. Dann hatte ich auch 3 Wochen Spaß mit einer Nierenwegsentzündung.

Urologen, nein danke.

Jona Windeltiger
13.12.2011, 23:14
Ich kenne auch nette Urologen.

Ank
13.12.2011, 23:16
Original von Jona Windeltiger
Ich kenne auch nette Urologen.

Selbst ein netter Urologe (ja ich kenne den aus) kann nur auf die diagnostischen Mittel zurückgreifen, die ihm gegeben sind. Die sind in der Urologie halt scheiße und unangenehm. Ich gehe da nicht mehr hin. Auch wenn der Urologe noch so toll ist, der Katheter ist es nicht!

saltor
13.12.2011, 23:22
Kann ich verstehen.

Ginni
13.12.2011, 23:33
ich mag urologen....

aber nur solange sie sich meine nieren wieder und wieder mit glibbergel angucken...

alles andere fände ich wohl auch unsympathisch...



übrigens finde ich das in die privatsphäre einschneidend, wenn ein arzt meint, dass er mit komischen blicken einem patienten seine meinung aufs auge drücken muss.
jeder kennt seinen eigenen körper am längsten - und am besten.
und jeder weiß selbst am besten, was er sich zumuten kann - und was nicht...

lg

babyralf
26.12.2011, 15:24
Hallo zusammen,

schon erstaunlich, dachte schon mal wieder bin der Einzige dem es so geht. Bei mir lautet die Diagnose seit ein paar Jahren F32.1 oder F32.2. Hatte mich auch im Inkoforum mal über Urinalkondom schlau gemacht, ist aber nichts für mich. Hab mich für meinen Teil für Windel als Hilfsmittel entschieden und mir geht es gut damit.

lg ralf

Kvetinka
26.12.2011, 15:58
Hi,

ich brauche keine Medikamente, die in meinen Wasserhaushalt eingreifen, weitere Operationen auch nicht. Als mündige Patientin habe ich Rechte!

F 90.0 macht Blasenkontrolle auch nicht einfacher!

LG Jasmina

PS: Ärzte dürfen mir generell keine Befehle geben!

Kvetinka
28.12.2011, 09:42
Nachtrag:

Im Rahmen der Patientenverfügung darf auch jede/r festlegen, wann, wo, ob und wie er sich behandeln lässt.