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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ich bin Bettnässer und finde es scheisse



littleone
09.11.2010, 22:19
Auf Bongo's Geheiß hin hier also der Thread für alle die unabsichtlich ins Bett machen und sich danach miserabel fühlen.

Zum Glück ist es bei mir in den letzten Jahren sehr selten geworden, aber jedes Mal wenn es passiert ist mir zum heulen zumute. Ich verstehe nicht wie manche freiwillig die Kontrolle verlieren wollen.

Nini
09.11.2010, 22:36
Ich war mit 16Jahren auch Bettnässer und jedes mal, wenn ich ins Bett gemacht hatte, wollte ich mich verkriechen und nie wieder rauskommen.
Ich konnte 5 Jahre lang nicht bei Freunden schlafen aus Angst, sie könnten das entdecken. Ganz schlimme Zeit :(
Ich mache auch nur noch seeeeehr selten ins Bett und fühle mich, wenns nochmal passiert hundsmiserabel.
Ich bin froh, dass ich wieder Kontrolle über meine Blase hab und kanns nich nachvollziehen, dass manche sich wünschen unbewusst einzunässen. *kopfschüttel*
Die müssten das mal n Monat mitmachen, damit solche leute wissen, wie schlimm das is -.-

cassandra
10.11.2010, 15:18
Hallo,

darf man hier auch schreiben, wenn man nicht Bettnässer war oder ist??

Mir fällt dazu nur ein, dass man es halt nicht beurteilen kann, was man nicht selbst erlebt hat und macht sich dann halt seine eigenen Gedanken dazu.

Ein Bespiel zu mir:

Ich bin weitsichtig, habe es schon als Kind gehasst, meine Brille zu tragen, wurde schon in der Grundschule allein deswegen gemoppt, gehänselt und war Aussenseiter. Für mich war meine Brille ein Hassobjekt und ich hasse es, selbst das Wort Brille in den Mund zu nehmen. Alternativ Sonnenbrille, das geht besser...Als Teenie hab ich dann iwann angefangen, meine Brille heinlich abzusetzen, sobald ich vom Elternhaus entfernt war, denn ich sollte das nicht. Heutzutage trage ich meine Brille nur beim Autofahren, früher bin ich sogar Auto ohne gefahren, obwohl ich hätte müssen, weil ich mich einfach so furchtbar dafür geschämt habe und es mir peinlich war, damit gesehen zu werden. Heute bin ich fast drüber weg, muss sie aber nicht wirklich auf der Nase haben. Nur beim Autofahren!! Mein Freund findet mich sogar recht süss damit. brrrrr

Soooo und um endlich zum Beispiel zu kommen... es gibt wirklich Leute, die eine Brille haben wollen (hab eine im Verwandtenkreis!), die sich dann eine mit Fensterglas machen lassen. Sie setzen sich dann eine Brille auf, obwohl sie keine brauchen. Für mich ist das unverständlich, ich würde mein Gesicht niemals freiwillig mit sowas verunzieren - wo ich doch eh schon mich für nicht allzu hübsch halte. Aber die anderen wollen sowas und sie tun es sogar!!

Ich finde, das drückt es ganz gut aus, oder?? Es ist ja auch kein Geheimnis, dass ich Windeln nachts trage und zumindest von der Theorie her es praktischer fände, unbemerkt einzunässen, als in manchen Nächten 3 -- 5 Mal aufzuwachen... Damit will ich aber nun keinen verhöhnen oder es runterspielen!

liebe Grüsse
cassi

tee
10.11.2010, 16:28
dann kann ich mich in diesem thread ja auch als primärer bettnässer outen 8-)
als kind habe ich alle möglichen interessanten therapien erleben und mitmachen dürfen. sogar ein schöner kururlaub (im harz...) war mit im programm.(in der zeit ist dann meine mutter (zu hause?) ausgezogen, was ich beim zurückkommen realisierte... naja andere geschichte.)
ganz toll waren auch freizeiten und übernachtungen von oder bei freunden. irgendwann gab es dann dieses tolle allbekannte wunderspray, mit diversen nebenwirkungen - aber es funktionierte! :) das war schon klasse :)
aber davor hiess es wenig trinken und mut haben ;)
ein paar erwischt-geschichten kennt wohl jeder bettnässer :(
aussenstehende haben denke ich im nachhinein gar nicht so viel mitbekommen, wie ich immer dachte.
als mir mit 6 die windeln (nachts) weggenommen wurden, hatte ich immer sehnsucht, die ich bis auf wenige ausnahmen erst mit ca 11 stillen konnte, als ich mir mein erstes eigenes windelpaket kaufte, wobei ich damit ein kuschlig warmes und trockenes bett erreichen wollte und konnte (ich erinnerte mich schliesslich an kuschlige windelnächte der kleinkindheit).
da ist bei mir sicherlich (auch) ein ansatzpunkt, warum ich hier bin. kuschlige strampler, kuscheltiere und co mag ich ja auch :)

aber in äquivalenzklassen mag ich mich gar nicht einteilen. ich bin ich :)

p.s. ich hätte vermutlich lieber eine brille getragen, als ins bett zu machen ^^ . naja vielleicht wäre ich dann nicht hier - also ist alles ganz gut so. :)

lg

tee et al.

Windelharald
10.11.2010, 19:37
Ich bin auch Bettnässer und wäre lieber keiner.

Ich kann wohl nachvollziehen, dass manche im Kopfkino sowas gerne hätten. Der peinliche Kontrollverlust ist wohl für devot veranlagte Menschen ein echter Kopfkino-Kick.

Leider ist Kopfkino und Realität meistens seeeeehhr weit auseinander. Die Tatsache, dass man als Bett- und/oder Hosennässer mit einigen Einschränkungen im Sozialleben zu rechnen hat, wird da aus "Geilheit" schnell beiseite gewischt.
Ich sehe es mit gewisser Besorgnis, dass hier viele den Gedanken ernsthaft verfolgen und auch noch "angefeuert" werden. Für mich kommt ein "absichtlich inko werden" einer Selbstverstümmelung gleich, denn so ein Schritt ist - wenn er denn gelingt - oft irreversibel.

Es gibt ja auch Leute, die einen Amputationsfetisch haben. Die würde ich auch nicht anfeuern, sich einen Arm abzuschneiden, auch wenn sie das im Kopfkino noch so scharf macht.

Nicht zuletzt ist, neben dem Thema "Selbstverletzung" auch noch die Tatsache da, dass diese selbstverursachten Inkos ja sicher auch eine Windelversorgung verschrieben bekommen. Zahlen tut also wieder der Staat - sprich alle Steuerzahler.

Meine Meinung zu diesem Thema ist aus diesen oben angegebenen Gründen daher SEHR kritisch.

Pamlover
10.11.2010, 21:20
Naja, ich sehe das Zweigeteilt.
Heute finde ich das Bettnässen nicht schlimm. Trage ich halt jede Nacht eine Windel. Wenn ich verreise, nehme ich Windeln für die Nacht mit.
Als Erwachsener mit geregeltem Einkommen nächtigt man alleine oder zu zweit im Hotel. Ein möglicher Zimmergenosse ist meine bessere Hälfte oder mein bester Freund.
Beide wissen es.

Wenn ich jedoch an meine Kindheit zurück denke, bin ich froh, dass ich wenigstens bis zur Abschlussfahrt im Kindergarten auch nachts trocken wurde, also medizinisch gesehen (Altersgrenze zur Betrachtung: >5 Jahre) an keiner primären Enuresis litt.
Denn damit fängt es eigentlich erst an, schlimm zu werden.
Wenn man z.B. auf Klassenfahrten geht oder bei Freunden übernachten will usw.

Insofern verstehe ich jeden, der das erlebt hat und sagt: "Sch... Bettnässen".

reeze
10.11.2010, 21:57
Ich kenne es nicht anders, ich hätte nicht durchgehalten mit einer solchen Einstellung. Also man kann sich doch gut einrichten und niemanden stört es. Deses Problem ist doch leicht zu entschärfen. Was soll man sich selber erniedrigen mit schlechten Gedanken?

Logisch kann ich jedes mal sagen: "Scheisse" aber das ändert nichts und so ein "Scheisse " geht mir locker von den Lippen. Was bringt es, wenn ich mich darüber so aufrege?

Viel mehr rege ich mich über die ungerechte Behandlung auf oder über Mobbing und andere schlechte Reaktionen. Das ist aber ein Problem, das durch die Gesellschaft geschaffen wird.

Pamlover
11.11.2010, 06:43
OK, objektiv betrachtet und die Gesellschaft mal missachtet, ist Bettnässen oder sogar selbst eine Inkontinenz und das Windeltragen nicht schlimm.
Denn an Windeln gewöhnt man sich irgendwann, selbst wenn man keine Vorliebe dafür hat.
Es ist etwas mehr Aufwand damit verbunden (Windel wechseln, sauber machen, mehr Hygienearbeit) und man hat ggf. trotzdem mal etwas Wundrieb, ne Rötung oder ähnliches.
Aber im Großen und Ganzen, alles machbar und überwindbar.

Die eigene psychische Barriere kann und sollte überwunden werden, so dass es nicht schlimm ist, Windeln zu tragen (nur das Windeltragen an sich, weiter ohne Gesellschaft gesehen) und dass man sich nicht als ein schlechterer Mensch fühlt usw.

Es bleibt aber die Gesellschaft.
Und das ist der kasus Knacktus.

Alleine der Aufwand, den selbst ich betrieb, um ein Hilfsmittel für Umgebungen in denen mich viele kennen zu finden und zu benutzen, das genügend aufsaugt und trotzdem kaum sichtbar ist, war schon sehr groß.
Und die "Diskreten" haben immer eine größere Rücknässung, weil sie doch so dünn sind, dass Urin nicht gerade weit von der Haut weg geleitet werden kann.
Denn die Gesellschaft ist es, die einen die gerade losgewordenen unnötigen psychischen Probleme in der Art "etwas nicht zu können", "schwach zu sein" und alles was man als Kind zum Thema "trocken werden" erzählt bekommen hat, wieder aufwärmt und direkt oder indirekt unter die Nase reibt.

Die Hauptangst für die meisten ist also, dass es die Gesellschaft bemerkt. Eine sekundäre Angst ist, ob das extra deswegen gewählte Hilfsmittel nicht ausläuft.

Bei jugendlichen Bettnässern sinds halt die Klassenfahrten, wo sie sich dann ggf. von anderen denunzieren lassen müssen, wenn sie es nicht unauffällig hinbekommen.

Aber es scheint auch keinen optimalen Weg zu geben, um das in der Gesellschaft zu ändern...

LittleLeonie
25.02.2011, 00:46
Windelharald......... du sprichst ein ganz gewaltiges Unterthema an.......
Du sprichst von dem Thema ,,absichtlich einnässen" und vergleichst es mit einer Selbstverstümmlung.....

Selbstverstümmlung ist Shit....... sowas mache ich oft genug durch, wenn ich nicht mehr weiß, wohin ich mit einer Krisensituation hingehen soll.....
Ich hatte zB schon mal ganz schlimme Phasen durch mein Asperger-Autismus.
Leider habe ich durch das Krankheitsbild das Bedürfniss, wie andere Schwerstfälle behandelt zu werden benutze auf Arbeit immer die Rollstuhlfahrertoilette :baby014:
In den ersten Wochen in der Behindertenwerkstatt hatte ich aber das Problem, dass es mir verwehrt wurde und ärger bekam, weinte und machte mich immer ein, manchmal machte ich mich übervoll, sodass sich andere Leute vor mir ekelten.
Nach dem ersten Monat auf der Arbeitsstelle trat endlich Hilfe ein. Ein Betreuer sprach mich an, wollte sehen, ob ich wirklich voll war..... Ich schämte mich, aber zeigte es ihm, er meint, dass man eigentlich froh sein sollte, sich bewegen zu können, doch es erschien für mich unmöglich, machmal auch noch heute.
Der Betreuer holte mich erst mal aus dem Schneider, indem er mir erlaubte, die behindertengerechten Toiletten zu benutzen und versorgte mich mit frischen Vorlagen und kurzvor Feierabend mit Windeln. Ich war so erleichtert, dass ich erst mal keinen Ärger bekam und anderen Betreuern immer argumentieren konnte, dass mir es einer erlaubt hat.
Doch es hat leider so einiges nachgelassen, mir werden heute die Toilettenbügel weggenommen, ich bekomme nur noch ,,halbe spontane Hilfe".... Die feste Hilfe gab mir mehr Halt. Es ist gefährlich sowas, die Leute können fallen und sich krankenhausreif verletzen, doch bei mir denkt man überhaupt nicht nach.
Es waren auch leider Situationen dazwischen, wo einem anderen Behinderten geholfen wurde und mir nicht. Die Szenen liefen so ab:,,Ich wollte auf den anderen Eingeschränkten warten, bis er fertig und die Rollitoilette frei war. Doch stattdessen ließ man mich nicht warten sondern zwang mich einfach zur normalen Toilette, als ich um Hilfe bat, schimpfte man mich einfach an, dass ich keine Hilfe bräuchte und immer noch nicht fertig sei und mich nicht mit anderen Betroffenen zu vergleichen habe."
Das hat mir so weh getan, dass ich traurig und rückfällig wurde.
Ich habe leider auch noch angefangen mich zu beißen, ins Handgelenk, mir auf die Stirn zu schlagen und mich vollzusabbern beim Essen. :baby014:

Bongo
25.02.2011, 08:58
leonie, sorry, aber: hääää? das, was du beschreibst, klingt wirklich nicht nach asperger, sondern eher als ob du noch ne histrionische persönlichkeitsstörung und borderline dazu hättest. is echt nicht persönlich gemeint, nur mit asperger kenn ich mich ein klein wenig aus - und diese dinge passen da nicht so wirklich rein (kann ja sein, dass du asperger hast. aber das hier klingt nach was zusätzlichem).

LittleLeonie
25.02.2011, 10:43
Also bei mir ist nichts anderes bekannt, als Asperger-Autismus......
Ein Asperger-Autist kann in solche Schwierigkeiten geraten, wenn er im Stich gelassen wird. Mancher Autist soll sogar schon depressiv verstimmt worden sein, wenn er nicht verstanden wird.

Meine Sympthome sind zB
Kontaktschwierigkeiten in der freien Gesellschaft,
Dessinteresse an Gleichaltrigen,
Herumzappeln
Konzentrationsschwäche
Störfaktor an meiner Arbeitsstelle zu sein
Zurückgebliebenheit :kratz:

Kvetinka
25.02.2011, 10:53
Autismus/Asperger ist bei Frauen äußerst selten, allein schon vom neurologischen Modell her.

Häufig gleichen die Symptome auch hypoaktiven ADS (AufmerksamkeitsdefizitStörung).

Der Vermutung von Borderline, sich selber in der nassen Windel zu spüren, ist nachvollziehbar. Für wahrscheinlicher halte ich aber eher das Nacherleben kindlicher Schlüsselszenen.

bübele
25.02.2011, 11:45
Hi adriaperla, ich muss mal ganz kurz wieder sprechen. Als ADHS betroffener kann ich sagen das die Symptome bei ADS sehr unterschiedlich sein können. Es gibt wirklich ADS Typen die eher als autistisch angesehen werden können. Dann gibt es aber auch agressive Typen also Leute die eher von hm klingt doof is aber so von 0 auf 180 sind.
So welcher von den drei Hauptypen von denen zwei beschrieben wurden ich bin werde ich nicht verraten das ist mir zu persönlich. Ich habe jetz auch lange überlegt ob ich den Beitrag überhaupt abschicke.

Bongo
25.02.2011, 11:45
Original von LittleLeonie
Ein Asperger-Autist kann in solche Schwierigkeiten geraten, wenn er im Stich gelassen wird.
und genau diese pauschalbehauptung ist halt überhaupt nicht zutreffend.
zum einen ist ja gerade der witz am asperger syndrom, dass die betroffenen _alleine_ zurecht kommen. sonst wären sie per definition kanner (evtl hochfunktional), aber nicht asperger.
zum anderen passt "im stich gelassen werden" eher auf histrionische persönlichkeitsstörung. autisten sind im regelfall eher glücklich, wenn man sie endlich "im stich" lässt, also aufhört sie zu nerven, und sie nicht mit irgendwelchem irrelevanten bempf vollquatscht.
außerdem klingt dein schreibstil viel zu überdramatisiert. das passt nicht zu autismus. ich tippe auf histrionisch.


ach übrigens, zu "zurückgebliebenheit":
das vorhandensein von normaler bis überdurchschnittlicher intelligenz ist bestandteil der diagnosekriterien zu asperger. wenn jemand "zurückgeblieben" ist, ordnet man ihn/sie üblicherweise bei den kannern ein.

Bongo
21.03.2011, 11:27
so, also nach diesem kleinen exkurs ins asperger-syndrom ist hier noch ein link für die, die genaueres wissen wollen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Asperger-Syndrom

und dann wollte ich mal den thread zum thema zurückbugsieren:

gibts eigentlich in der ganzen WBC nur ca 4 leute, die bettnässer sind, und die das scheisse finden?

*neugier*

:)

HudsonBoy
21.03.2011, 16:37
@Bongo: vor eineinhalb Jahren hätte ich mich an dem Fred hier wahrscheinlich beteiligt und gesagt "Ich bin (wieder) Bettnässer und finde es scheiße!".
Damals wurde es durch massiven Stress im privaten und auch beruflichen Bereich ausgelöst. Also das Bettnässen.
Und ich fand´s scheiße, ganz ehrlich!
Plötzlich war die Leidenschaft etwas verpflichtendes, plötzlich musste ich nachts Windeln tragen. Die Alternative hierzu wäre ein regelmäßig nasses Bett gewesen.
Insofern kann ich es schon verstehen dass die Treadstarterin es nicht so dolle findet nachts Windeln tragen zu MÜSSEN...
Das schränkt halt auch im sozialen (sexuellen) Bereich sehr ein.
Kann da nur von mir ausgehen...
Da isses halt nicht mehr drin abends wegzugehen und ne Mieze "aufzureißen"...
Kommt n bissi blöde wenn sie dann übernachtet und man sagt: "Hey, lass dich nicht stören, ich lege mir nur noch schnell ne WIndel um, sonst pinkel ich dich heute nacht an!".

Ich für meinen Teil bin froh dass das Bettnässen trotz wieder zunehmendem Stress vor langer Zeit aufgehört hat.
Sofern ich gewindelt schlafe ist Selbige zwar noch immer nass morgens, nur halt mit dem Unterschied dass alles trocken bleibt, wenn ich keine Windel umhabe...

Bongo
21.03.2011, 18:33
hudsonboy, der threadstarter ist ein männchen :)
ich hab nur gefragt, weil ich mich echt gewundert hab, dass so wenige gepostet hatten.

jo klar, kann das schon verstehen mit der intimität. das is wohl das größte problem dabei. das war mir garnicht präsent, weil ich aufreissen nie übermäßig interessant fand (führt immer zu so sinnentleertem und emotional unerfüllenden sex). und wohl hauptsächlich, weil ich seit einigen jahren konsequent alle kerle abblitzen lasse, die mit windeln nix anfangen können. ich will schließlich jemanden mit dem ich dann glücklich werden könnte und ned einen wo ich mich verstecken oder einschränken muss.
:)

HudsonBoy
21.03.2011, 20:12
@Bongo: Asche auf mein Haupt, shame on me, etc.!
Blöd wenn man nicht richtig hinkuckt! ;)

Bezüglich der Intimität muss ich dir recht geben (was ein schönes Wort, "Intimität" - viel schöner als einfach nur das Wort "SEX"!).
Es ist schon frustrierend nur den Körper zu entleeren, und sich danach geistig ebenfalls genauso leer zu finden...
Aber was muss das muss, der kleine HudsonBoy will halt auch gelegentlich seinen Spaß! ;)

Abri-fan
22.03.2011, 19:04
Original von littleone
Auf Bongo's Geheiß hin hier also der Thread für alle die unabsichtlich ins Bett machen und sich danach miserabel fühlen.

Zum Glück ist es bei mir in den letzten Jahren sehr selten geworden, aber jedes Mal wenn es passiert ist mir zum heulen zumute. Ich verstehe nicht wie manche freiwillig die Kontrolle verlieren wollen.

das ist die unwissenheit ... sobald sie merken wie abhängig sie werden dann wirds ihnen nicht mehr gefallen. da ist nicht einfach mal ne nacht weglassen möglich. auch bei übernachtungen und besuch muss man sie tragen.

ich finds lästig aber was sein muss, das muss sein ...

saltor
22.03.2011, 23:03
Tja, da werde ich mal auch meinen Senf dazu abgeben. Ich kann schon die Leute verstehen, die gerne Inko werden möchten. Es ist absolut ein tolles Gefühl, wenn man mit, sagen wir mal 24 plötzlich wieder ins Bett macht und Tagsüber nicht rechtzeitig auf die Toilette kommt. Besonders toll der Krankenhausaufenthalt, bei dem man so ziemlich alles über sich ergehen lassen muss, was die Urologie so zu bieten hat. Besonders angenehm die Blasendruckmessungen im wachen zustand. Wenn man unten herum nackt auf dem Tisch liegt, Schläuche in einen rein gesteckt werden und man aufgefüllt wird, wie ein Wasserballon. Den tollen Anblick konnten die Schwestern und Ärzte sicherlich genießen. Was auch immer wieder toll ist, ist zum Beispiel auf Arbeit, in der Restaurantküche im Sommer zu arbeiten. Bei so ca 50 Grad Raumtemperatur kommt eine Windel so richtig toll. Vor allem wenn es vorne rausläuft und am Hintern der Schweiß runter. Den leckeren Geruch beim Wechseln nicht zu vergessen. So richtig genießen kann man seine Inkontinenz beim Sex. Es ist doch schließlich für jede Frau antörnend, es auf einer Krankenunterlage zu machen. So eine voll gemachte Windel ist auch richtig lecker. Aber der absolute Höhepunkt ist dann doch eigentlich, wenn man fertig ist, seinen Partner entweder romantisch zu bewässern oder sofort mit abgedrückten P.... auf das Klo zu hechten. Das anschließende Schmusen in Raschelhosen ist toll. Urlaubsfahrten hingegen schulen die Logik und die Organisation. 14 Tage Urlaub mit einer Reisetasche extra. Dazu die Windeln für unterwegs und die Unmengen an Feuchttüchern. Sollte man Lust auf einen besonderen Kick haben, fliegt man einfach mal von Oslo nach Hamburg. Beim letzten mal war der Herr an der Schleuse sehr interessiert. Meinen Rucksack zu leeren und meine Windeln auseinander zu falten, fand der sicherlich genau so lustig wie ich. Die Schulklasse die hinter mir stand war auch begeistert und einige lachten sogar. Mal nachdenken. Was ist noch schön ein Inko zu sein. Ach ja. Die Kosten. So 80,-€ pro Monat sind doch eine Kleinigkeit. Aber man muss es ja nicht mit den guten Windeln versuchen. Man kann ja auch die Billigwindeln aus der Apotheke nehmen. Man sollte nur genügend Wäsche im Haus haben, eine gute Waschmaschine und am besten keinen Job.
Klar ist es schön, wenn man nicht unterwegs aufs Klo muss und es so läuft. Es geht auch nichts über ein schönes Dixiklo oder einen Klocontainer, wenn man auf einer Kirmes oder bei einem Konzert ist. Die Toiletten sind immer sehr sauber und riechen gut. Da kann man sich so richtig ausziehen und in Ruhe die Windeln wechseln. Die Mädels hier können das sicherlich bezeugen. Entspannend sind auch Besuche in Schwimmhallen, Bädern oder Sauna. Hier kann mal jeder selber seine Fantasie anstrengen, wie man da so löst. Bademantel, Pants und sich dauernd umziehen sind da noch das einfachste.

Inko werden ist nicht schwer, Inko sein dagegen sehr.
In dem Sinne, viel Spaß beim nachdenken.

Bongo
23.03.2011, 07:34
also vermutlich sollte ich mich da einfach nicht angesprochen fühlen...
aber ich hab das bedürfnis am rande was klarzustellen...

ich wollte noch nie inkontinent "werden". aber ich hab mal anfang 2010 für 3 monate 24/7 windeln getragen, einfach weil ich wissen wollte wie das so ist (man hat ja sonst nix zu tun ;) ). natürlich ist das was anderes als inkontinenz weil man ja die wahl hat: man könnte sie auch wieder weglassen. aber für jeden, der inko werden will, wäre das sicher eine wertvolle erfahrung. da hören ganz schnell die fetisch-wunschträume auf, wenn du auf arbeit gerade in einer besprechung mit kollegen bist, und es dann plötzlich läuft. is ja klar: wenn man nicht pinkeln geht, läufts irgendwann einfach von selbst. der körper macht halt die schleusen auf, bevor die blase platzt. da muss man schon ziemlich - wie soll ich sagen - kaltblütig sein, damit man sich dann nicht mindestens sehr seltsam fühlt. es merkt ja keiner, aber trotzdem pinkelt man sich da schliesslich gerade vor seinen kollegen voll. wenns mal wirklich passiert, ist das ein anderes gefühl, als sich viele hier in diesem forum in ihren fetischträumen wünschen.

das mit dem bettnässen (freiwillig bettnässer thread und so) ist vielleicht sprachlich ungünstig gewählt gewesen, aber es war halt dann kurz genug für einen threadtitel. um die situation exakt wiederzugeben, hätte ich einen 3-4 zeiligen titel verfassen müssen. ungefähr sowas wie "anstatt nachts mehr als 3 mal aufstehen zu müssen, jeweils eine volle blase zum klo zu tragen und aufgrund von fehlenden bzw ständig unterbrochenen tiefschlafphasen mit der zeit immer mehr in geistige extremsituationen zu geraten weil der stress im schlaf nicht mehr abgebaut werden kann, ziehe ich lieber nachts pampers an und habe es geschafft, meinem unterbewusstsein einzuprogrammieren dass es das erkennt und mich dann im tiefschlaf nicht mehr zum pinkeln aufweckt."
ach ja, und falls es jemanden beruhigt: wenn ich keine pampers trage, wache ich auch nach inzwischen fast 2 jahren davon trotzdem auf, gehe halt aufs klo und binn dan am nächsten morgen nicht sehr ausgeschlafen, verstimmt, wütend, fast schon traumatisiert, weil ich einfach keinen entspannenden schlaf bekomme.
und nein, das ist keine übertreibung. und nein, ich hab nicht die kontrolle über meine blase verloren. das weis ich deshalb, weil wenn ich nachmittags mal auf dem sofa ein nickerchen mache (natürlich ohne pampers), ist danach NICHT das sofa nass. und wenn ich nicht gerade dehydriert bin, wache ich (egal wieviel schlaf ich eigentlich bräuchte) nach spätestens 1,5 stunden mit schmerzen auf, weil die blase übervoll ist.

also ich kann da nur für mich selber sprechen, aber bei mir hat das absolut nix damit zu tun, inkontinent sein zu wollen. ich will blos mal durchschlafen können und dadurch tagsüber ne größenordnung entspannter sein.

ich könnte natürlich auch einfach ab 16.00 uhr nix mehr trinken, oder jeden tag in die sauna gehen. dadurch ist dann auch so wenig wasser im körper, dass das mit dem durchschlafen klappt. aber (und sorry, wenn ich mich da jetzt ein wenig aufrege): ICH HAB KEINEN BOCK AUF NIERENSTEINE ZUM 10. MAL! anscheinend bin ich für sowas anfällig, also ist weniger trinken leider keine option. vermutlich werd ich in den nächsten ca 60 jahren statistisch gesehen noch 20 mal steinabgänge haben, zu 75% mit kolik (fühlt sich an, wie wenn einem jemand mit nem grooooßen groben stumpfen brotmesser im rücken rumpopelt - das sind so ziemlich die schlimmsten schmerzen die möglich sind. von frauen, die beides erlebt haben, wird das oft als vergleichbar mit oder noch schmerzhafter als eine geburt eingestuft) und mindestens 4 davon werden zu groß sein, und müssen dann im krankenhaus entfernt werden. solange das mit ESWL geht, isses ok. damit kann ich leben. aber ICH WILL NIE WIEDER EINE ENDOSKOPIE HABEN, BEI DER MIR DIE GESAMTEN HARNWEGE AUFGERISSEN WERDEN UND ICH DANN NACHHER NE WOCHE LANG PURES BLUT PISSE UND ABSOLUT UNMENSCHLICHE KRÄMPFE DABEI HABE, WÄHREND DAS ABHEILT. fazit: ich MUSS täglich genug trinken, damit mineralien rausgeschwemmt werden, und sich keine oder zumindest weniger) steine ablagern können. 3 liter minimum eigentlich. hab da keine große wahl. klar wäre es mir anders lieber (also wenn das nicht nötig wäre). aber geht halt ned, weil isso. :(

sorry für das schreien. ich hab euch trotzdem alle lieb :)
aber vielleicht wird jetzt einigen leuten klar, dass in manchen zusammenhängen auch absurde maßnahmen sinnvoll sein können, und dass es nicht ganz so einfach ist wie viele das hier anscheinend betrachten möchten.

saltor, das ist übrigens nicht gegen dich gerichtet. ich kann deine situation verstehen, und finde es sehr wertvoll, dass du das oben ein wenig geschildert hast.

Magnus
23.03.2011, 08:24
[quote]Original von Windelharald
Es gibt ja auch Leute, die einen Amputationsfetisch haben. Die würde ich auch nicht anfeuern, sich einen Arm abzuschneiden, auch wenn sie das im Kopfkino noch so scharf macht.

Es gibt Leute die es scharf macht wen sie Personen sehen denen oder mehre Körperteile fehlen.
Es gibt auch Personen sie sich eine Amputation oder eine andere Körperliche Einschränkung für sich selber wünschen und das hat nichts mit Geilheit oder Sexuellen hinter Grund zu tun.

saltor In Grund hast du recht, aber etwas weniger dick auftragen hätte es auch getan. Es gibt mehr als nur Windeln,man kan vor Sex auf WC gehen, in den meisten Urlaubsländer gibt es auch Windeln usw Schwarzer Humor kan gut sein aber zu viel ist schlecht.
Alles extrem schwarz zu sehen hilft einen auch nicht das Problem los zu werde.

So wie ihr euch wünscht das ihr nicht mehr Bettnässer seid und es scheiße findet Produkte wegen diesen Problem zu tragen, so wünschen siche diese Personen sie wären Bettnässer und finden es scheiße das sie nicht auf solche Produkte angewiesen sind.

Der Umgang mit Personen die gerne Bettnässer wären ist nicht gerade respekt voll. Ihr wollte so wie ihr sein respektiert werden also wiso nicht auch Personen die sich eine Erkrankung wünschen?

Xaver
23.03.2011, 09:07
Original von Bongo
wenn man nicht pinkeln geht, läufts irgendwann einfach von selbst. der körper macht halt die schleusen auf, bevor die blase platzt.

Bei mir geht das irgendwie nicht so. Ich bekomme heftige schmerzen, die mir einfach klar machen: Du musst jetzt mal machen! Von alleine läuft es trotzdem nicht. Dazu bedarf es meinen willen oder einen äußeren, körperlichen Reiz (z.B. Druck mit der Faust auf die Blase oder beim laufen durch die auf- und ab-Bewegung)


Original von Bongo
da muss man schon ziemlich - wie soll ich sagen - kaltblütig sein, damit man sich dann nicht mindestens sehr seltsam fühlt. es merkt ja keiner, aber trotzdem pinkelt man sich da schliesslich gerade vor seinen kollegen voll.
Das ist eher eine Sache der Gewöhnung. Ich bin zwar nur DL (Gott sei Dank) aber ich habe auch schon mit Windeln vor Kundschaft gestanden, bzw. war im Gespräch und habs laufen lassen.
Da finde ich ganz ehrlich gesagt auch nichts Schlimmes dran. Vor allem bei echten Inkontinenten. Warum auch? Inkontinenz hat doch nichts verwerfliches an sich. Und so lange die Windel alles aufsaugt ist es doch völlig egal ob da was läuft oder nicht. Was sollen die Mädels denn sagen, wenn sie ihre Tage kriegen? Die laufen dann doch auch vor ihren Kollegen/-innen, Freunden und anderen aus, während sie sich mit ihnen unterhalten...

Wollte noch was ergänzen: Grundsätzlich möchte ich auf keinen Fall inkontinent werden, aber für einen begrenzten Zeitraum, einen Monat oder so, wäre ich es schon mal gerne. Alleine um rauszufinden, wie sich ein Inko fühlt.

Gruß, Xaver

Bongo
23.03.2011, 10:14
Original von Magnus
Es gibt auch Personen sie sich eine Amputation oder eine andere Körperliche Einschränkung für sich selber wünschen und das hat nichts mit Geilheit oder Sexuellen hinter Grund zu tun.
...
Der Umgang mit Personen die gerne Bettnässer wären ist nicht gerade respekt voll. Ihr wollte so wie ihr sein respektiert werden also wiso nicht auch Personen die sich eine Erkrankung wünschen?
ja, den verweis auf BIID finde ich hier sehr passend.

und das mit dem mangelnden respekt is mir auch aufgefallen. das hat mich ja grad so getriggert, oben mal fast ne din a4 seite dazu zu schreiben. ich wollte gerne aufzeigen, dass es die verschiedensten gründe für ideen wie "bettnässen ohne medizinische veranlassung" gibt und dass man eben nicht unbedingt wissen kann, was dahinter steckt, wenn man die person kaum kennt. ganz besonders regen mich gehirnlose dümmliche kommentare wie dieser hier auf:


Original von Abri-fan
das ist die unwissenheit ... sobald sie merken wie abhängig sie werden dann wirds ihnen nicht mehr gefallen. da ist nicht einfach mal ne nacht weglassen möglich. auch bei übernachtungen und besuch muss man sie tragen.

ich finds lästig aber was sein muss, das muss sein ...
...so nach dem motto: "IHR seid ja alle irgendwie krank und scheisse, aber ICH, ich bin wenigstens ein ehrliches unschuldiges OPFER."
:P


Original von Xaver

Original von Bongo
wenn man nicht pinkeln geht, läufts irgendwann einfach von selbst. der körper macht halt die schleusen auf, bevor die blase platzt.

Bei mir geht das irgendwie nicht so. Ich bekomme heftige schmerzen, die mir einfach klar machen: Du musst jetzt mal machen! Von alleine läuft es trotzdem nicht. Dazu bedarf es meinen willen oder einen äußeren, körperlichen Reiz (z.B. Druck mit der Faust auf die Blase oder beim laufen durch die auf- und ab-Bewegung)
hmmm ja, das stimmt schon. es kann höllisch wehtun. aber bald danach läufts wenn man immer noch nicht reagiert. ausser man sitzt gerade so, dass die harnröhre abgeklemmt wird. OK und wenn man sich verkrampft kanns auch sein, dass es schwierig ist (ist jedenfalls bei mir so) ;)


Original von Xaver

Original von Bongo
da muss man schon ziemlich - wie soll ich sagen - kaltblütig sein, damit man sich dann nicht mindestens sehr seltsam fühlt. es merkt ja keiner, aber trotzdem pinkelt man sich da schliesslich gerade vor seinen kollegen voll.
Das ist eher eine Sache der Gewöhnung. Ich bin zwar nur DL (Gott sei Dank) aber ich habe auch schon mit Windeln vor Kundschaft gestanden, bzw. war im Gespräch und habs laufen lassen.
Da finde ich ganz ehrlich gesagt auch nichts Schlimmes dran. Vor allem bei echten Inkontinenten. Warum auch? Inkontinenz hat doch nichts verwerfliches an sich. Und so lange die Windel alles aufsaugt ist es doch völlig egal ob da was läuft oder nicht. ...
*kicher*
das ist klar. ich finde da auch nix schlimmes dran. nach ein paar malen gewöhnt man sich auch da dran. ich wollte damit nur ausdrücken, dass das im ersten moment ein ganz anderes gefühl ist, als man sich vielleicht vorher mit der rosa brille vorgestellt hat.

Emeli
23.03.2011, 10:44
Also ich persönlich kann irgendwie beide Seiten verstehen, zumindest bemühe ich mich darum.
Ich hatte das Problem mit dem Bettnässen selbst mal, Gott sei Dank hat es sich nach einem guten halben Jahr von selbst wieder gegeben. Aber ich hab in der Zeit genug mitgemacht, um skeptisch gegenüber denen sein zu können, die sich das als einfache und vielleicht sogar reizvolle Lösung vorstellen. Einerseitse sind da natürlich die "äußeren Umstände": Ich musste in der Zeit zwei Klassenfahrten mitmachen und hatte im Prinzip nur die Wahl zwischen Versteckspiel und ständig Angst, entdeckt zu werden, oder gleich mit der Wahrheit rauszurücken. Die Ärzte-Odyssee war ähnlich furchtbar, erstens muss man es jedes Mal von vorne erzählen, zweitens weiß ich nicht, wieviele von euch sich vorstellen können, wie man sich fühlt, wenn man als Mädchen knapp unter 20 halb nackt bei einem 30 Jahre älteren Urologen auf dem Stuhl liegt, nach dem Motto "Mit Leuten, die ein Kleinkindproblem haben, kann man auch wie Kleinkinder reden" ungefragt gedutzt wird und sich dann anhören darf, man soll eben vor dem Schlafengehen nochmal aufs Klo gehen (von den Untersuchungen an sich mal ganz zu schweigen) und drittens wird es nicht besser, wenn man am Ende Tabletten schluckt, von denen man nur die Nebenwirkungen spürt und mit der Aussage "Na ja, dann ist es halt psychisch" wieder nach Hause geschickt wird.
Was aber für mich persönlich mindestens genauso schlimm war, war die psychische Belastung, ich hab unter besagtem "Kontrollverlust", den manch einer im Kopfkino sogar ganz geil findet, total gelitten, eben weil man dann nichts mehr machen kann und ein nasses Bett respektive eine nasse Windel nicht wirklich zur Steigerung des Selbstwertgefühls beiträgt.

Soviel zur Seite einer vorübergehend Betroffenen

Umgekehrt kann ich Standpunkt wie Bongos auch ein kleines bisschen nachvollziehen, ich muss selbst 1-2 nachts aufstehen und hab vor besagter Phase auch gelegentlich drüber nachgedacht, dass es ja ganz angenehm wäre, eben nichts davon mitzukriegen. Bei mir ist es aber glücklicherweise so, dass ich i.d.R. einen guten Schlaf hab, also nur soweit wach werde, dass ich auf die Toilette gehen, danach aber sofort weiterschlafen kann. Wenn das aber nicht so ist und das ständige Aufstehen-Müssen die Schlafqualität erheblich beeinträchtigt, kann ich den Wunsch bzw. die Akzeptanz einer solchen Lösung nachvollziehen.

Und meiner bescheidenen Meinung nach ist es ja eine Art Ideallösung so wie es bei Bongo und einigen andern läuft - ohne Windel wird man wach, mit schläft man durch ohne aufstehen zu müssen. Wie gesagt, für mich wäre es nichts, da es für mich einfach zu negativ vorbelastet und mit zuvielen Gefühlen wie Ekel und Beschämung verbunden ist, aber ich kann glücklicherweise nicht nachvollziehen, wie sehr der nächtliche Schlaf und die tägliche Leistungsfähigkeit darunter leiden kann, also steht es mir auch nicht zu, die Wahl einer solchen Lösung zu be- oder verurteilen.

Ich glaube, so einen langen Beitrag hab ich noch nie geschrieben ;) Ich weiß, dass ich eine Vorliebe für Schachtelsätze und keinen ganz einfachen Schreibstil hab, ich hoffe, man versteht, was ich sagen will.

Liebe Grüße,
crazy

Bongo
23.03.2011, 11:05
crazy, ich kann das verstehen, und habe mir natürlich auch schon öfter gedacht, dass das wirklich ätzend ist, wenn einen das bettnässen unerwartet und fremdbestimmt überrumpelt. ich bin froh, dass ich sowas nicht erleben musste, und jeder betroffene hat mein volles mitgefühl.

was mich mal interessieren würde: ich hab jetzt schon mehrere leute von den nebenwirkungen dieser hormonpräparate reden hören, die man gegen bettnässen verschrieben bekommen kann. bisher hat (glaub ich) noch niemand beschrieben, zu welchen nebenwirkungen es da kommen kann. besonders in diesem thread wäre das sicher eine interessante info zur abrundung des datenbestands. könntest du (und/oder andere) da vielleicht ein wenig dazu erzählen? also natürlich nur, wenn das nicht zu persönlich ist.
:)

Gwynhwyfer
23.03.2011, 17:40
Die Nebenwirkungen sind von.... bis.... Jenachdem halt, wie eine Person drauf
reagiert *g*. Selbst Antibiotika oder iwelche Schmerzmittel könnten ja
grauenhafte Nebenwirkungen haben, jenachdem wie man drauf reagiert.
Wobei bei den Inko/Enuresis Präparaten der Großteil der Patienten eher negativ reagiert.
Was mir bekannt ist, sind Wasseransamlungen (geschwollene Gliedmaßen,
Ödeme auch in "problematischen Bereichen"), kompletter Harnverhalt,
Kopfschmerzen und ein Gefühl des "neben sich seins" ;)

Die Sache mit den Nierensteinen hab ich eigentlich nie bedacht... lol
Dabei hab ich selbst "Nierengrieß"... manchmal könnt ich mich selbst ohrfeigen *g*.
Aber im Halbschlaf auf die Toilette zu gehen ist auch wirklich nicht gerade
besonders toll, bzw "hinschwanken" vom zu niedrigem Blutdruck etc...

Dass Bettnässer u. Inkontinente eher auf Medikamente zugreifen ist wohl verständlich
(und das Thema gabs ja schon öfter)
Es ist einfach die Scharm, zudem wurde uns anerzogen, ... iih bäh, man geht auf die Toilette,
wäscht sich die Hände und hat man Probleme dabei, kehrt man diese unter den Teppich.
Wenn man zudem, wie in einfach_crazy's Fall so von seinem Arzt behandelt wird... auch kein Wunder, trägt dazu bei...

Wobei Ärzte allgemein iwie so darauf reagieren...
Zig Untersuchungen, teils weniger angenehme, dann teilweise welche doppelt...,
am Ende iwelche Medikamente, die teilweise nichtmal Ansatzweise passen.
Vielleicht kriegt man noch ne 50/50 (im günstigsten Fall ;)) OP vorgeschlagen.
Wenn nix hilft, is es halt psychisch, oder man hat gar ganz "einen an der Klatsche".

Auf der anderen Seite kann ichs auch verstehen, wenn sich jemand nicht mit Windeln & co abfinden will,
falls man das ganze nicht kontrollieren kann und nur darunter leidet...

reeze
24.03.2011, 16:46
Echt gute Beiträge. Danke.

Es gab doch mal einen Beitrag, wo über Wirkungen und Nebenwirkungen dieser Hormonsprays geschrieben wurde? Im Oktober 2007 ging eine Warnung durch die Fachpresse. Bei der Anwendung des Sprays können die Kinder eine Überdosis kriegen. Der Körper kann das Wasser nicht mehr ausscheiden, die Patienten nehmen zu. Müdigkeit und Erbrechen sind als Symptome genannt worden. Es gab Todesfälle. Der Spray ist möglicherweise inzwischen verboten worden. Man hat auf Tabletten umgestellt und als Alternative wurden die Weckgeräte propagiert und inzwischen sind die Goodnites etc akzeptiert.

Aber ein anderes Problem ist, dass diese Hormone von den Kinderärzten viel zu leichtfertig verschrieben wurden. Nicht wie vorgesehen nur für eine kurze Zeit, sondern über Jahre. Es wurden auch sehr kleine Kinder behandelt, bei denen nur die Eltern ein Problem hatten, weil sie es nicht akzeptieren konnten, dass ihr Kind mit 4 noch nass macht. Von der Definition her hätte diesen Kindern die Etikette "Bettnässer" erst ein Jahr später angehängt werden dürfen.

In erster Linie ist es ein gesellschaftliches Problem und nicht ein gesundheitliches.
Es fehlt eine Bettnässer-Lobby, die das korrigieren könnte.

R.

T-Offline
25.03.2011, 14:29
Original von cassandra
Hallo,

darf man hier auch schreiben, wenn man nicht Bettnässer war oder ist??

[...]

Ich bin weitsichtig, habe es schon als Kind gehasst, meine Brille zu tragen, [...]

liebe Grüsse
cassi


DAS kann ich nicht verstehen. Ich bin, wenn du so willst, ein Leidensgenosse. Wobei ich nicht sagen kann wie sich Weitsichtigkeit anfühlt, denn ich bin stark kurzsichtig.
Ich habe meine Brille ebenfalls als Kind schon bekommen, ich war 4 Jahre alt und hatte die Brille schon bevor ich in den Kindergarten gekommen bin. Man kennt mich also nur mit Brille.
Es gibt eigentlich nur 2 Situationen, in denen ich keine Brille trage: Beim schlafen und beim duschen. Selbst im Schwimmbad habe ich meine Brille auf, bzw. meine Schwimmbrille, die ich mir extra in meiner Sehstärke gekauft habe.

Es kommt natürlich darauf an wie stark die Sehschwäche ist, bei geringen Schwächen kann man sicherlich teilweise auf die Brille verzichten, nicht aber wenn man -6 Dioptrin hat, das ist bei mir der Fall.
Ohne Brille sehe ich alle Dinge, die mehr als 20 cm von meinen Augen entfernt sind, unscharf. DAS ist sowas von uncool und ätzend, dass ich lieber eine Brille trage.

Bezüglich Schule möchte ich noch hinzufügen:
In der Grundschule, ca. 2 Klasse, ist mir die Brille im Sportunterricht irgendwie kaputt gegangen oder wurde verbogen, das weiß ich nicht mehr, ist aber auch egal, denn das tut nichts zur Sache. Fakt war, ich konnte die Brille auf dem Heimeg nicht tragen. Da ich mit dem Fahrrad fahren musste, hatte ich Angst ohne Brille alleine zu fahren, weil so nicht richtig sehen konnte.

Bei solchen Hilfsmitteln wie Brillen bin ich froh und dankbar, dass es sie gibt, denn ohne meine Brille wäre ich vom sozialen und kulturellen Leben komplett ausgeschlossen!

cassandra
25.03.2011, 14:44
T-Offline, das ist genau der Punkt, den die Inkontinenten haben!!

Wir hier verstehen nicht (oder wollen nicht verstehen), wie schrecklich es sein kann (kann!!), eine Windel tragen zu müssen. Wenn man sich damit ausgesöhnt hat und keine negativen Erfahrungen gemacht hat, dann findet man es halt nicht so schlimm.

Genauso geht es mir mit der Brille!! Darum hatte ich es ja als Beispiel gepostet... ;) Auch wenn sie mir hilft, ich komme auch gut ohne klar...

lg cassi

pinky
25.03.2011, 15:54
Leider hat Saltor völlig recht - so sehr übertrieben ist das gar nicht, so in etwa sieht die Wirklichkeit für Inkos aus - jedenfalls auch aus meiner Erfahrung - nun gut, eben aus der weiblichen Sichtweise ;-)


Original von saltor
Tja, da werde ich mal auch meinen Senf dazu abgeben. Ich kann schon die Leute verstehen, die gerne Inko werden möchten. Es ist absolut ein tolles Gefühl, wenn man mit, sagen wir mal 24 plötzlich wieder ins Bett macht und Tagsüber nicht rechtzeitig auf die Toilette kommt. Besonders toll der Krankenhausaufenthalt, bei dem man so ziemlich alles über sich ergehen lassen muss, was die Urologie so zu bieten hat. Besonders angenehm die Blasendruckmessungen im wachen zustand. Wenn man unten herum nackt auf dem Tisch liegt, Schläuche in einen rein gesteckt werden und man aufgefüllt wird, wie ein Wasserballon. Den tollen Anblick konnten die Schwestern und Ärzte sicherlich genießen. Was auch immer wieder toll ist, ist zum Beispiel auf Arbeit, in der Restaurantküche im Sommer zu arbeiten. Bei so ca 50 Grad Raumtemperatur kommt eine Windel so richtig toll. Vor allem wenn es vorne rausläuft und am Hintern der Schweiß runter. Den leckeren Geruch beim Wechseln nicht zu vergessen. So richtig genießen kann man seine Inkontinenz beim Sex. Es ist doch schließlich für jede Frau antörnend, es auf einer Krankenunterlage zu machen. So eine voll gemachte Windel ist auch richtig lecker. Aber der absolute Höhepunkt ist dann doch eigentlich, wenn man fertig ist, seinen Partner entweder romantisch zu bewässern oder sofort mit abgedrückten P.... auf das Klo zu hechten. Das anschließende Schmusen in Raschelhosen ist toll. Urlaubsfahrten hingegen schulen die Logik und die Organisation. 14 Tage Urlaub mit einer Reisetasche extra. Dazu die Windeln für unterwegs und die Unmengen an Feuchttüchern. Sollte man Lust auf einen besonderen Kick haben, fliegt man einfach mal von Oslo nach Hamburg. Beim letzten mal war der Herr an der Schleuse sehr interessiert. Meinen Rucksack zu leeren und meine Windeln auseinander zu falten, fand der sicherlich genau so lustig wie ich. Die Schulklasse die hinter mir stand war auch begeistert und einige lachten sogar. Mal nachdenken. Was ist noch schön ein Inko zu sein. Ach ja. Die Kosten. So 80,-€ pro Monat sind doch eine Kleinigkeit. Aber man muss es ja nicht mit den guten Windeln versuchen. Man kann ja auch die Billigwindeln aus der Apotheke nehmen. Man sollte nur genügend Wäsche im Haus haben, eine gute Waschmaschine und am besten keinen Job.
Klar ist es schön, wenn man nicht unterwegs aufs Klo muss und es so läuft. Es geht auch nichts über ein schönes Dixiklo oder einen Klocontainer, wenn man auf einer Kirmes oder bei einem Konzert ist. Die Toiletten sind immer sehr sauber und riechen gut. Da kann man sich so richtig ausziehen und in Ruhe die Windeln wechseln. Die Mädels hier können das sicherlich bezeugen. Entspannend sind auch Besuche in Schwimmhallen, Bädern oder Sauna. Hier kann mal jeder selber seine Fantasie anstrengen, wie man da so löst. Bademantel, Pants und sich dauernd umziehen sind da noch das einfachste.

Inko werden ist nicht schwer, Inko sein dagegen sehr.
In dem Sinne, viel Spaß beim nachdenken.

Wer inko werden möchte, sollte echt mal über die Konsequenzen nachdenken - ein kleiner Blick in ein Selbsthilfe-Forum für Inkontinenz könnte auch hilfreich sein - sich all die netten Beschreibungen mal ansehen, wie diese Urologen-Arie, die einem dann bevorsteht denn aussieht (Urologie mit Druckmessung, Blasenspiegelung - sehr unangenehm, Neurologie alle Nervenreaktionen testen und wir testen so lange, bis wir das Ergebnis haben, das wir erwarten, Psycholgie wie war das in ihrer Kindheit?, etc) - wie peinlich es ist, sich einem Arzt anvertrauen zu müssen, ohne seine Reaktion absehen zu können. An andrer Stelle habe ich schon beschrieben, wie taktlos gerade die Fachärzte in dieser Richtung sein können. die Schulmedizin geht immer davon aus, dass mit Pillen alles zu heilen ist,(oh, sie haben Nebenwirkungen bei all den Pillen - aber wieso ziehen sie Migräne und Magenkrämpfe nicht einer Inkontinenz vor, sie sind aber empfindlich) keine Pillen also, dann muss es eben das Messer sein. Ist echt toll, wenn so ein Arzt dir sagt, da helfe nur noch ne OP und wenn du nachfragst, WAS er denn genau machen will, so kann er es nicht erklären, und es kommt raus, dass man dir den Bauch aufschneiden will, um mal "nachzuschauen" - ist mir echt passiert! In den Klauen der Schulmedizin weiß man nie wie es einem ergeht... da wird man schnell mal zum Versuchskaninchen wider Willen...

Also geht mal in euch, liebe Wunsch-Inkos
wenn ihr all die Konsequenzen wirklich tragen wollt, dann sei's drum
LG
Pinky

FuldaTiger
26.03.2011, 17:19
Original von saltor
Besonders toll der Krankenhausaufenthalt, bei dem man so ziemlich alles über sich ergehen lassen muss, was die Urologie so zu bieten hat. Besonders angenehm die Blasendruckmessungen im wachen zustand. Wenn man unten herum nackt auf dem Tisch liegt, Schläuche in einen rein gesteckt werden und man aufgefüllt wird, wie ein Wasserballon. Den tollen Anblick konnten die Schwestern und Ärzte sicherlich genießen....
So richtig genießen kann man seine Inkontinenz beim Sex. Es ist doch schließlich für jede Frau antörnend, es auf einer Krankenunterlage zu machen. So eine voll gemachte Windel ist auch richtig lecker. Aber der absolute Höhepunkt ist dann doch eigentlich, wenn man fertig ist, seinen Partner entweder romantisch zu bewässern oder sofort mit abgedrückten P.... auf das Klo zu hechten....

Hmm,
also ich habe diese ganze Urologen- und Proktologen-Prozedur in diversen Kliniken schon hinter mir. Meine Ehe wurde dadurch auch recht schnell beendet.
Mir gehts aber jetzt bestens und ich bin wieder auf der Suche nach einer neuen Beziehung.

Windelharald
26.03.2011, 20:16
Hab den Beitrag von Saltor grad erst gelesen (und hätte ihn glatt überlesen, wenn er hier nicht noch mal zitiert worden wär).

Dazu sage ich nur full ACK
Du hast sehr präziese alles zusammengefasst, was das Inko-sein so richtig "kernig" macht. :danke:

Tatrafreak
27.03.2011, 20:36
Ich fands schon damals auch nicht sonderlich schön, ins Bett zu machen, mittlerweile passierts mir auch ab und zu wieder und ohne Windel ist das wirklich unangenehm, von den finanziellen Folgen (neue Matratze, viele Windeln im Vorrat usw.) mal abgesehen. Ich bin jedenfalls froh, kein Inko zu sein, obwohl ich mir das schon ab und zu mal vorstellen könnte, aber auf dauer ist das nix. Man muss es auch irgendwann seinen Freunden beichten (also man muss ja nicht, aber immer geheimhalten geht ja auch nich)